9 Sträucher mit Herbstblüte

9 Sträucher mit Herbstblüte

Die besten Sorten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 9. November 2025  durch Gwenaëlle 10 min.

Herbstblüher: Diese Sträucher verlängern den Sommer und bringen bis zum ersten Frost Farbe in den Garten. Entdecken Sie passende Sorten.

Herbst Schwierigkeit

Sasquana-Kamelie 'Choji Guruma': üppige Blüte

Kamelien werden oft mit ihrer prächtigen Frühjahrsblüte verbunden. Die Besonderheit der Art sasanqua ist ihre Blüte ab Herbst bis zum Winterbeginn, die schattige Beete zum Leuchten bringt. Wie Camellia japonica tragen Herbstblühende Kamelien glänzende, dunkelgrüne, immergrüne Blätter. Während Kamelien meist mit einer Pflanzung in Moorbeeterde verbunden werden, sind sasanqua beim Boden und Standort etwas weniger anspruchsvoll.

Die Herbstblühende Kamelie ‚Choji Guruma‘ ist ein sehr schöner, etwa 1,50 m hoher Strauch mit unregelmäßiger Wuchsform. Von September bis November ist sie mit bezaubernden, anemonenförmigen, gefüllten Blüten bedeckt, deren Mitte aus gekräuselten Blütenblättern besteht. Die hellrosa Blüten sind am Rand dunkler rosa berandet. Ihre Blüte duftet zudem leicht. Die Blätter sind glänzend, ledrig und leicht gezähnt. Sie benötigt einen frischen Boden und steht ideal im Halbschatten, verträgt aber auch tieferen Schatten sowie einen sonnigen Standort. Die Kamelie ‚Choji Guruma‘ wächst wie alle Kamelien recht langsam. In einem Strauchbeet entfaltet sie sich zusammen mit anderen frühjahrsblühenden Kamelien, Rhododendren, Hortensien oder Zaubernüssen besonders schön. Dank ihrer geringen Größe eignet sie sich bei Reife auch für die Pflanzung im Kübel auf der Terrasse (winterhart bis -10 °C). Im Freiland können Sie einen kleinen Teppich aus Neapolitanischen Alpenveilchen zu ihrer schönen Blüte pflanzen.

Westlicher Erdbeerbaum 'Rubra': pinke Blütenpracht

Der Westliche Erdbeerbaum (Arbutus unedo), auch Erdbeerbaum genannt, ist ein immergrüner Strauch, der im Herbst besonders interessant ist, wenn er seine auffällige Blüte mit kleinen Glöckchen beginnt. An dieser ungewöhnlichen Blüte erkennt man gut seine Zugehörigkeit zur Familie der Heidekrautgewächse: Die aufgeblähten, hängenden Blüten erinnern an kleine Glöckchen und stehen in traubenförmigen Blütenständen. Arbutus unedo ‚Rubra‘ zeichnet sich durch die Farbe seiner kleinen Blüten in einem schönen kräftigen Rosa aus. Er blüht zwischen September und Oktober, ist zudem bienenfreundlich und nektarreich – zu einer Jahreszeit, in der Bestäuber ein kleineres Nahrungsangebot vorfinden! Etwas kompakter als die Art (3 m in alle Richtungen), wächst er buschig, trägt dichtes, ledriges Laub und zeigt an seinem kurzen Stamm eine sehr schöne rötliche Rinde. Arbutus unedo gilt als Strauch für milde Klimalagen, doch der Kultivar ‘Rubra’ ist mit einer Winterhärte bis -15 °C etwas robuster und eignet sich daher für viele Regionen. Pflanzen Sie ihn an einen sonnigen bis halbschattigen Standort in durchlässigen Boden, der trocken oder frisch sein darf. Auch kalkhaltige Böden verträgt er. Ein weiterer großer Vorteil: Dieser kleine Erdbeerbaum trägt kugelige, rote und sehr dekorative Früchte, die vor der Blüte abfallen oder gleichzeitig mit ihr am Strauch bleiben.

Als Solitär gepflanzt, ist der Erdbeerbaum ‘Rubra’ ein bemerkenswertes Gehölz. Sie können ihn auch in den Hintergrund eines Beets pflanzen: In einem Zen-Beet unterstreicht er den japanischen Stil, mit Pittosporum tobira ‚Nanum‘, Liebesblume und Wolfsmilch passt er ebenso zu mediterranen oder exotischen Pflanzungen.

Losbaum 'Variegatum': intensiver Duft

Der Herrliche Losstrauch, auch Japanischer Losbaum genannt, ist ein wunderbarer, im Herbst blühender Strauch, der in unseren Gärten noch viel zu selten zu finden ist! Es handelt sich um einen sommergrünen Strauch mit locker-buschiger Wuchsform, der je nach Region zwischen August und Oktober blüht. Neben seinen schönen Blüten zählt er zu den wenigen im Spätsommer blühenden Sträuchern mit einem herrlichen, an Jasmin erinnernden Duft. 

Der Clerodendrum trichotomum ‘Variegatum’ zeichnet sich durch ein wunderschön panaschiertes, samtiges Laub in Grün und Gelb aus. Die großen, nervigen Blätter färben sich mit der Zeit weiß. Dadurch bleibt der Strauch besonders wandelbar und ist schon vor der Blüte attraktiv.
Die Blüten öffnen sich zwischen August und September, und bleiben in mildem Klima bis Oktober am Baum. Sie stehen in weißen, sternförmigen und herrlich duftenden Rispen, die sich allmählich blass mauve färben. Aus den Blüten entwickeln sich kleine, metallisch blaue Beeren, die sehr originell auf dem purpurrot gewordenen Kelch sitzen. So können Sie sich neben der Schönheit des Blütenstands noch viele Monate an diesen außergewöhnlichen Früchten erfreuen. Der aus Japan stammende, panaschierte Glücksstrauch – eine weitere Bezeichnung für ihn – verträgt Temperaturen bis -15 °C. Am besten wird er jedoch an einem sonnigen, geschützten Standort gepflanzt. Er fürchtet nur zu kalkhaltige und zu schwere Böden. Nach dem Anwachsen wird er zu einem Blickfang im Garten, einzigartig mit seinem großen panaschierten Laub und seiner spektakulären Blüte. Wir empfehlen daher, ihn als Solitär zu pflanzen, etwa in Hausnähe oder an einem Weg, damit Sie seinen Duft genießen können. Auch einem Strauchbeet verleiht er viel Originalität und Exotik, zum Beispiel in Kombination mit dem farbenprächtigen Herbstlaub eines Geflügelten Spindelstrauchs und einer Parrotia persica.

Der Herrliche Losstrauch ‚Variegatum‘ besitzt ein sehr leuchtendes, samtig panaschiertes Laub

Heptacodium miconioides: duftende Rarität

Heptacodium miconioides ist ein noch wenig bekannter Strauch und gehört dennoch zu den wenigen Gehölzen, die im Spätsommer blühen. Im Herbst fallen die weißen Blütenblätter ab und geben den farbigen Kelchen den Weg frei, wodurch dieser kleine Schatz noch länger attraktiv bleibt. Auch das Laub dieses sommergrünen Strauchs färbt sich im Herbst wunderschön gelb, fällt spät ab und seine Rinde blättert mit zunehmendem Alter ab. Dadurch bleibt er bis in den Winter interessant! Ein weiterer großer Vorteil: Er wird oft mehrstämmig gezogen, was ihm eine ungewöhnliche Wuchsform verleiht. Wie könnte man ihn nicht in den Garten einladen, zumal er zudem äußerst winterhart ist?

Mit einer eher bescheidenen Größe von 3 bis 4 m verströmen die weißen Blüten einen göttlichen Duft und sind bienenfreundlich sowie nektarreich – weitere Pluspunkte dieses Strauchs. Die Blütenstände erscheinen Ende August und übernehmen die Blütezeit von zahlreichen Sträuchern, deren Blüte sich dem Ende zuneigt. Sie gehören zu den besonderen Vorzügen des Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauchs: Eine Vielzahl elfenbeinweißer, sternförmiger Blüten überragt das hübsche, leicht eingerollte Laub. Sie bleiben etwa einen Monat am Strauch, meist im September, und verströmen einen Jasminduft. Die Kelche der Blüten bleiben anschließend bestehen und färben sich allmählich rosa, bis sie im November purpurrote Töne annehmen. Fast könnte man von einer zweiten Blüte sprechen, denn diese spektakuläre, lang anhaltende Farbenpracht bleibt bis zum Frost erhalten. 

Der Heptacodium mionioides stellt keine besonderen Ansprüche an die Pflanzung. Er gedeiht in jedem gut bearbeiteten Boden, auch in alkalischem, und an einem sonnigen bis halbschattigen Standort.

Für diesen Strauch mit seinen zahllosen Vorzügen bietet sich ein besonderer Platz an: natürlich als Solitär oder an exponierter Stelle im Beet, das ihm als Rahmen dient und seinen sich abschälenden Stamm zur Geltung bringt: Staude, Aster, Fetthenne und einige niedrige Sträucher wie Choisya ‚Apple Blossom‘. Er kann sogar als kleiner Schattenbaum auf einer Terrasse oder als Formschnittgehölz eingesetzt werden!

→ Entdecken Sie auch den kompakten Heptacodium ‚Temple of Bloom‘ in unserem Blogartikel über die Strauch-Neuheiten im Herbst 2022!

Herbstblüte

Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch blüht optimal bei einem milden, sonnigen Spätsommer

Stachellose Mahonie 'Soft Caress': exotisch

Mahonien sind nicht jedermanns Geschmack, um es vorsichtig zu sagen … Dennoch verleihen sie einer Gartenecke eine dekorative, ja exotische Note und zeigen meist mitten im Winter eine leuchtend gelbe Blüte. Mahonia ‘Soft Caress’ hat einiges zu bieten und könnte Ihre Meinung ändern: Der immergrüne Strauch besticht durch sein viel feineres, stärker geteiltes Laub als die Art – und kommt ganz ohne Dornen aus. Seine olivgrüne, leicht bläuliche Laubfarbe ist wunderschön. Mit nur 1 m Höhe ist er kleiner und kompakter als andere Mahonien und erinnert mit seinem nadelbaumartigen Wuchs an einen Farn.

Seine besonders leuchtende Blüte erscheint ab September bis November in langen gelben Blütentrauben und hebt sich deutlich vom Laub ab. Setzen Sie ihn nicht zu starker Sonne aus: Sie verkürzt die Blütezeit, was schade wäre. Ideal ist ein schattiger bis halbschattiger Standort. Der kleine Strauch eignet sich auch für den Kübel und sorgt auf einer modernen Terrasse für Aufsehen. Im Beet kommt er natürlich besonders gut zur Geltung und setzt je nach Begleitpflanzen einen japanischen oder modernen Akzent: Helleborus orientalis, Purpurglöckchen ‘Pink Pearls’, Nandina domestica, Sorbaria sorbifolia, Farne …

Chinesische Kräuselmyrte 'Rhapsody in Pink': elegant und dekorativ

Die Chinesische Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica) zählt zu den schönsten sommerblühenden Sträuchern. Da ihre Blütezeit bis in den Oktober reicht, ist sie ein schönes Beispiel für einen herbstblühenden Strauch. Ihr Laub sorgt zudem vor dem Winter für eine prächtige Färbung, während die sich abschälende Rinde auch im Winter sehenswert ist. Dann wirkt die Pflanze im Garten besonders architektonisch.

Die Chinesische Kräuselmyrte ‘Rhapsody in Pink’ besitzt natürlich all diese Vorzüge. Sie bleibt mit etwa 2,50 m bei Reife etwas niedriger als die Art. Ihre Blüte ist von einem wunderschönen, tiefen Rosa. Vor allem bildet sie bis zu 40 cm lange, riesige Trauben mit gekräuselten Blütenblättern, die sich deutlich von den purpurfarbenen Zweigen abheben. Beim Aufblühen verblassen sie und werden bis Oktober fast weiß, bevor sie verwelken. Das im Frühjahr purpurfarbene Laub wird grün und nimmt im Herbst besonders schöne Orangetöne an. Sie wird in voller Sonne gepflanzt, verträgt aber etwas weniger Sonne als andere Sorten. Ihre elegante Wuchsform macht sie zur idealen Solitärpflanze, als Hochstamm oder Rebe. Sie lässt sich auch mit Stauden in Rosa und Weiß zu ihren Füßen kombinieren, ergänzt durch purpur- und graugrünes Laub (Physocarpus opulifolius ‘Little Angel’, Elymus arenarius ‘Glaucus’).

Die Lagerstroemia ‘Rhapsody in Pink’: Feinwurzeln und Blütenstände (Foto: David J Stang)

Süße Duftblüte var. aurantiacus: Farbe & Duft

Dieses kleine Exemplar aus der Gattung der Duftblüten lässt Sie nicht kalt: Der Strauch ist mit orangefarbenen Blütenständen bedeckt, die sich entlang der Verzweigung in kleinen Büscheln sammeln und im September und Oktober einen intensiven Duft verströmen. Diese einzigartige Blüte mit ihrer leuchtenden, für diese Jahreszeit seltenen Farbe macht den Strauch besonders dekorativ. Sie beginnt im Frühsommer und erneuert sich bis zum Herbst. Die Duftblüte, auch Süße Duftblüte genannt, ist ein immergrüner Strauch, jedoch ohne die Dornen, die bei Duftblüten häufig vorkommen. An einem geschützten Standort, idealerweise im Halbschatten und auf jeden Fall ohne direkte Sonne, wächst sie zu einem prächtigen, etwa 4 m hohen Strauch heran. Besonders geeignet sind humusreiche, saure oder neutrale, normal durchlässige Böden, die zu Beginn des Wachstums stets gemulcht werden. Der einzige kleine Nachteil: Wegen ihrer Frosthärte bis nur -5 °C eignet sich diese Art für milde Klimate. Pflanzen Sie sie nahe einem Weg oder dem Haus, wenn Sie ihren intensiven Duft vertragen (ihre Essenz wird in der Parfümerie verwendet), oder als blühende Hecke beziehungsweise im Strauchbeet. Sie harmoniert mit winterlichen weißen Blüten (Garrya elliptica, Schleimbeere) oder gelben Blüten (Mahonie) sowie beispielsweise mit panaschiertem Laub der Ölweide.

Herbstblüte

Die Süße Duftblüte, deren warme Farben den Herbst erhellen

China-Abelie: unverzichtbarer Charme

Abelia chinensis: Der kleinwüchsige Strauch blüht lange mit duftenden weißen Blüten, rosa Kelch und bronzefarbenem Herbstlaub.

Lorbeer-Schneeball 'Purpureum': lange Blüte

Immergrüne Lorbeer-Schneebälle sind beliebte Sträucher, die in Gärten oft als freiwachsende Hecke verwendet werden. Locker im Garten verteilt, blühen sie bereits im Frühherbst, ab Mitte Oktober, und bringen eine schöne creme-rosa Färbung in Beete und Hecken. Ihre lange Blütezeit bis zum Frühjahr macht sie unverzichtbar, wenn in den trüben Monaten Farbtupfer in der Landschaft gefragt sind.

Der Purpur-Lorbeer-Schneeball ist dank seiner besonderen Laubfarbe ein interessanter Kultivar, der die Gattung bereichert. Im Frühjahr unterscheidet er sich von anderen Lorbeer-Schneebällen durch sein bronzefarben-purpurrotes junges Laub. Den Rest des Jahres ist es dunkelgrün und an den Blatträndern leicht behaart. Viburnum tinus ‘Purpureum’ zeichnet sich außerdem durch eine kompaktere Wuchsform aus und wird nicht höher als 2 m.

Je nach Region erscheinen die rosafarbenen Blütenknospen im Oktober und öffnen sich zu zarten Dolden in sanften Weiß- und Rosatönen. Der große Vorteil dieses Blütenstands liegt neben seinem liebenswert ländlichen Charme in seiner langen Präsenz während der Wintermonate: Die Blüten erneuern sich bis April. Damit wird der Garten deutlich bereichert, zumal auf die Blüten blaue Beeren folgen, die bei Vögeln sehr beliebt sind.

Viburnum tinus ‘Purpureum’ ist ausgesprochen pflegeleicht, stellt kaum Ansprüche, wächst fast überall und verträgt jeden Standort! Ein weiterer Grund, ihn mit anderen blühenden oder immergrünen Sträuchern harmonisch zu kombinieren – als Trennhecke oder freiwachsende Hecke. Er passt perfekt zu Abelien, Ligustern, Strauch-Geißblatt, Späten Zwergmispeln oder Perückensträuchern.

Herbstblüte

Der Purpur-Lorbeer-Schneeball und seine schönen rosafarben-cremefarbenen Blütenstände in runden Schirmrispen

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