Aussaat per Hand: So gelingt sie?
Boden und Samen für erfolgreiche Breitsaat vorbereiten
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Breitsaat ist eine alte Methode: Samen gleichmäßig ausstreuen. Mit unseren Tipps gelingt eine passende Saatdichte im Beet oder auf dem Feld.

Rasenaussaat
Welche Samen breitwürfig säen?
Die meisten Samen, die breitwürfig gesät werden, sind sehr fein und lassen sich kaum einzeln aussäen. Bei breitwürfig ausgesäten Samen handelt es sich vor allem um einjährige Arten. Das heißt: Pflanzen, die nur ein Jahr leben und sich schnell vermehren.
Im Garten handelt es sich dabei meist um Blütenpflanzen, Rasen oder Gründüngung.
Schmuckkörbchen, Kornblumen, Natternkopf, Sonnenblumen, Ringelblumen, Braut, Klatsch-Mohn werden häufig auf diese Weise gesät. Bei den Zwischenfrüchten (Gründüngung) eignen sich Phacélie, Brauner Senf, Wicken, Klee und viele andere für diese Methode.
Früher säten unsere Vorfahren Weizen, Dinkel oder Hafer auf diese Weise auf ganzen Hektarflächen aus.

Eine Wiese oder Blumenbrache wird breitwürfig gesät
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Für eine optimale Keimung müssen vor der eigentlichen Aussaat mehrere Schritte befolgt werden
Bereiten Sie den Boden vor
Die Bodenvorbereitung ist entscheidend, damit Ihre Samen richtig keimen und nicht mit Wurzeln oder anderem „Unkraut“ konkurrieren müssen. Lockern Sie den Boden daher mit einer Gartenkralle, einer Grabegabel oder einem anderen auflockernden Werkzeug. Große Erdklumpen müssen zerkleinert werden, damit sich die Wurzeln der Keimlinge gut entwickeln können. Zum Schluss ebnen Sie den Boden mit einem Rechen und entfernen noch vorhandene Wurzeln und Rhizome.
Säen Sie breitwürfig
Nehmen Sie ein Gefäß mit Ihren Samen. Greifen Sie mit der Sähand (zum Beispiel der rechten Hand) eine Handvoll Samen und heben Sie sie auf Brusthöhe. Streuen Sie die Samen in einem Bogen von der linken Schulter bis zur rechten Seite des Rumpfes aus. Der Oberkörper bleibt gerade, der Schritt gleichmäßig, Arme und Beine bewegen sich perfekt im Einklang.
Diese Methode eignet sich für große Flächen, die begrünt werden sollen, für Flächen mit Gründüngung oder für Getreide.

Ist die zu besäende Fläche weniger als drei Meter breit, müssen Sie den Bogen natürlich verkürzen, damit Sie keine Samen verschwenden.
Wenn Sie eine Wildblumenfläche oder ein Beet mit einjährigen Zierblumen anlegen möchten, mischen Sie die Samen vor dem breitwürfigen Säen mit einem Substrat. Geben Sie Aussaaterde oder Sand zu den Samen und vermengen Sie alles, bis die Samen gleichmäßig verteilt sind.
So können Sie erkennen, wo Sie bereits Samen ausgestreut haben, und vermeiden eine zu dichte Aussaat.
Bei sehr kleinen Samen ist es nicht einmal nötig, sie mit einem Rechen einzuarbeiten. Drücken Sie den Boden einfach leicht mit der Rückseite des Rechens oder einer Walze an.
Gießen
Gießen Sie fein und gleichmäßig oder wählen Sie den Aussaattermin nach der Wettervorhersage (am besten am Vortag eines trüben Tages). Für ein gleichmäßiges Keimen ist es sehr wichtig, die Samen feucht zu halten. Die meisten Samen vertragen den Wechsel von Feuchtigkeit und Trockenheit nicht.
Tipps und Hinweise
- Berechnen Sie die zu begrünende Fläche genau, um eine zu dichte Aussaat zu vermeiden. Das ist ein häufiger Fehler, der Ihnen viel Arbeit beim Vereinzeln zu dicht stehender Keimlinge macht! Bei der Aussaat von Gründüngung oder Rasen ist das weniger problematisch, da diese im Gegenteil nicht zu dünn gesät werden sollten.
- Lesen Sie die Angaben auf der Rückseite der Samentüten genau, um die Aussaatdichte (Saatgutmenge) pro m2 zu berechnen.
- Ein gut erwärmter Boden und ruhiges Wetter (ohne Wind) sind natürlich sehr wichtig, damit die Keimung nicht misslingt.
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