Bacillus thuringiensis: natürliches Insektizid
Alles über dieses Bakterium und seine Anwendung im Garten und Gemüsebeet
Inhaltsverzeichnis
Bacillus thuringiensis: natürliches Bakterium und Insektizid gegen Schmetterlingslarven, harmlos für Nützlinge, Tiere und Menschen. Anwendung erklärt.
Bacillus thuringiensis – was ist das genau?
Bacillus thuringiensis (BT): natürliches Bakterium und Bio-Insektizid – Herkunft, Anwendung und verfügbare Formen.
Lesen Sie auch
Bio- und natürliche Insektizide: Arten und AnwendungWie wirkt Bacillus thuringiensis (BT)?
Thüringer Bacillus wirkt heilend: Larven fressen BT-Bakterien. Toxine zerstören den Darm; die Larven sterben an Sepsis. Vögel fressen sie gefahrlos.
Bacillus thuringiensis: biologisches Insektizid gegen Schädlinge
Bacillus thuringiensis ist ein selektives Insektizid, da es nur Raupen beseitigt und die nützlichen Garteninsekten wie Marienkäfer, Schwebfliegen und Bienen verschont. Allerdings unterscheidet BT kaum zwischen den Larven schädlicher Schmetterlinge im Gemüsegarten und den Raupen bestäubender und nektarsammelnder Schmetterlinge. Der Einsatz muss gezielt und unter Beachtung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen erfolgen.
Wie dem auch sei: Es ist gegen die meisten jungen Raupen sehr wirksam, die besonders gefräßig sind und Gemüse, Obstgehölze sowie Ziersträucher befallen:
- Der Buchsbaumzünsler: Dieser kleine Schmetterling ist gegenüber herkömmlichen natürlichen Behandlungsmitteln besonders resistent. Nur der Stamm von Bacillus thuringiensis kann die grünen Raupen dieses Schmetterlings mit weißen Flügeln beseitigen.
- Die Kiefer-Prozessionsspinnerraupe richtet ebenfalls große Schäden an und ist gefährlich, da sie bei Menschen und Tieren Hautreizungen verursacht. Auch hier ist BT wirksam, muss jedoch mit größter Vorsicht angewendet werden.
- Der Kohlweißling: Dieser unverwechselbare kleine cremeweiße Schmetterling legt Raupen ab, die Kohl sowie alle anderen Kohlgewächse und Kreuzblütler befallen. Sie sind besonders gefräßig und können innerhalb einer Nacht ein Kohlfeld zerstören.
- Die Lauchmotte (nicht mit der Lauchfliege zu verwechseln) ist ein Nachtfalter. Die Raupe frisst zunächst die Blätter und versteckt sich anschließend im Lauchstängel, um dort ihre Mahlzeit zu beenden.

Buchsbaumzünsler, Kiefer-Prozessionsspinnerraupen, Kohlweißling, Lauchmotte, Eulenfalter, Pfirsichwickler
- Die Eulenfalter: Diese Nachtfalter bringen Erdraupen und oberirdisch lebende Raupen hervor, die Blätter fressen oder minieren. Sie befallen Möhren, Kohl, Spinat, Kartoffeln, Aprikosenbäume und Weinreben, einjährige Blütenpflanzen sowie bestimmte Bäume wie den Ahorn.
- Die Wickler: Diese kleinen Raupen leben gern im Ziergarten oder Obstgarten. Es gibt zahlreiche Arten, die Rosen, Obstbäume (Pfirsichwickler), Eichen, Erbsen und andere Pflanzen befallen.
- Die Obstbaummotten: Sie sehen wie Würmer aus, sind aber kleine Raupen eines Dämmerungsfalters.
Im Handel sind Stämme von Bacillus thuringiensis gegen Kartoffelkäfer erhältlich.
Lesen Sie auch
Biologische Bekämpfung: Nützlinge im GartenWie sieht Bt aus?
Bacillus thuringiensis: Pulver oder gebrauchsfertig. Mit Regenwasser nach Packungsangabe verdünnen. Bakterium lebt ein Jahr. Trocken, dunkel bei 25 °C lagern.
Wann und wie BT spritzen?
Da es sich um eine Behandlung und nicht um eine Vorbeugung handelt, muss der Schädling genau bestimmt werden! Wichtig sind auch der beste Tageszeitpunkt (wenn die Raupen fressen!), damit das Bakterium wirkt, sowie die Lebensweise dieser Larven.
Generell wird BT von März bis Oktober gespritzt. In diesem Zeitraum können mehrere Schmetterlingsgenerationen aufeinanderfolgen. Eine Pheromonfalle hilft, die männlichen Tiere nachzuweisen – ein Zeichen, dass die Paarung beginnt.
BT wird mit einem Sprühgerät mit feiner Düse ausgebracht, vorzugsweise am späten Nachmittag und an einem regenfreien Tag. Denn Bacillus thuringiensis ist empfindlich gegenüber UV-Strahlung und wirkt nur kurz. Außerdem wird es leicht abgewaschen. Deshalb sollte die Spritzung zwei Wochen nach der ersten Anwendung wiederholt werden. Am späten Nachmittag werden zudem Bienen und Hummeln weniger gestört und können weiter Nektar sammeln.
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare