Beste Pflanzzeit für Stauden
Saisonaler Pflanzkalender: erfolgreich pflanzen
Inhaltsverzeichnis
Beim Anlegen eines Blütenbeets sind Stauden ideal: Sie blühen jedes Jahr erneut und bringen Farbe in den Garten. Tipps zum richtigen Pflanzzeitpunkt im Beet oder Topf – je nach Wetter, Saison und Art.
Der beste Zeitpunkt für die Freilandpflanzung
Die große Mehrheit der Stauden, die wir kaufen, ist für die Pflanzung im Freiland vorgesehen. Die Wahl der Pflanzzeit ist entscheidend für das Anwachsen, eine gute Wurzelentwicklung und ein gesundes Wachstum der Pflanze.
Frühling
Der Frühling ist generell der ideale Zeitpunkt, um die meisten Stauden zu pflanzen. Der Boden beginnt sich zu erwärmen, was die Wurzelbildung erleichtert. Zudem sorgen die Frühlingsregen und die noch milden Temperaturen für einen feuchten Boden und erleichtern das Anwachsen. Die meisten Stauden treten in dieser Jahreszeit in eine Phase aktiven Wachstums ein, wodurch sie sich leichter etablieren und entwickeln. Außerdem ist jetzt die Auswahl an Sorten in den Baumschulen am größten.
In kalten Regionen sollten Sie jedoch warten, bis die Gefahr von Spätfrösten vorüber ist. Im Mittelmeerraum kann der Frühling trocken sein. Achten Sie dann besonders auf die Bewässerung oder ziehen Sie eine Pflanzung im Herbst vor.
Herbst
Auch der Herbst ist eine gute Wahl, besonders in Regionen mit milden Wintern. Das gilt ebenso für sommergrüne Stauden, die in dieser Jahreszeit allmählich in die Dormanz eintreten, wodurch der Pflanzstress reduziert wird. Der Boden ist dank der saisonalen Niederschläge noch relativ warm und feucht, sodass die Pflanzen schonend gesetzt werden können.
Außerdem können Stauden bei einer Pflanzung im Herbst während der kühleren Monate Wurzeln bilden. So sind sie vorbereitet, um im folgenden Frühling kräftig auszutreiben, was oft eine üppige Blüte zur Folge hat.
Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um wurzelnackt angebotene Stauden, Rosen und Sträucher zu pflanzen. Ihr Kauf ist meist günstiger als im Frühling.
Im ersten Winter müssen Sie anschließend auf Frost achten, insbesondere in Regionen mit strengen Wintern. Sorgen Sie in diesem Fall für einen Winterschutz (Wintervlies, Mulch usw.), um die Jungpflanzen zu schützen, oder ziehen Sie eine Pflanzung im Frühling vor.
Winter
In Regionen mit milden Wintern kann auch im Winter gepflanzt werden, von Dezember bis März, jedoch immer außerhalb einer Frostperiode. Auf die Pflanzung sollten 4 bis 5 frostfreie Tage und eine gute Schicht organischer Mulch (Stroh, Laub usw.) folgen, um die Wurzeln vor Kälte zu schützen.

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Die Topfpflanzung bietet zusätzliche Flexibilität und ermöglicht oft, saisonale Einschränkungen der Freilandpflanzung zu umgehen.
Frühling und Herbst
Für die Pflanzung in Topf oder Kübel sind Frühling und Herbst die besten Zeiträume. Wie bei der Freilandpflanzung ermöglichen die milden Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit dieser beiden Jahreszeiten eine sanfte Akklimatisierung und eine gute Wurzelentwicklung.
Sommer
Stauden können auch im Sommer in Töpfe gepflanzt werden, sofern regelmäßig gegossen wird. Das Substrat trocknet in dieser Jahreszeit schneller aus. Gießen Sie daher früh am Morgen oder spät am Abend oder installieren Sie eine automatische Bewässerung. Schützen Sie junge Stauden vor extremen Temperaturen oder stellen Sie die Töpfe in mediterranen Regionen in den Halbschatten. Umtopfen Sie jedoch nicht während einer Hitzewelle! Trockenstress und Hitze können Ihre Stauden schädigen.
Winter
Von einer Winterpflanzung von Stauden für Töpfe auf Terrasse oder Balkon wird abgeraten. Grund sind die kalten Temperaturen und die Frostgefahr. Doch in Regionen mit milden Wintern oder in Gewächshaus und Wintergarten ist sie möglich. Denken Sie daran: Eine Pflanze im Topf ist deutlich kälteempfindlicher als im Freiland, besonders wenn sie noch jung ist.

Rosmarin, Glockenblumen und Stiefmütterchen.
Extreme Wetterbedingungen vermeiden
Starke Frostperioden vermeiden
Frost und zu niedrige Temperaturen können junge Pflanzen schädigen. Warten Sie daher im Frühjahr, bis keine Frostgefahr mehr besteht, oder pflanzen Sie im Herbst früh genug, damit sich die Pflanzen vor dem Winter etablieren können.
Sommerhitze und Trockenheit: riskante Zeiten
Das Pflanzen von Stauden während einer Trockenperiode oder sommerlichen Hitzewelle kann zu erheblichem Wasserstress führen. Hohe Temperaturen beschleunigen die Verdunstung und können einen Temperaturschock verursachen, besonders wenn die Pflanzen noch nicht gut eingewurzelt sind. Verschieben Sie die Pflanzung in diesem Fall besser auf eine mildere Zeit, etwa den Herbst.
Vorsicht bei sintflutartigen Regenfällen
Stauden benötigen Wasser zum Wachsen, doch starke Regenperioden, besonders im Frühjahr und Herbst, können den Boden sättigen. Das ist vor allem in Regionen mit Lehmböden problematisch, da es die Durchlüftung des Bodens beeinträchtigen und Wurzelfäule begünstigen kann.
Starke Winde vermeiden
Bei Stürmen oder im Herbst können starke Winde, insbesondere in Küsten- oder Bergregionen, Stauden nicht nur schädigen, sondern auch den Boden rasch austrocknen und dadurch den Wasserbedarf erhöhen. In Regionen wie der Bretagne pflanzen Sie besser im Spätwinter oder Frühjahr, um Herbststürme zu vermeiden.

Starker Hagel und Regen sind keine guten Bedingungen für die Pflanzung.
Stauden pflanzen: praktische Tipps
Für das richtige Pflanzen Ihrer Stauden hier einige praktische Tipps:
1 – Wählen Sie eine für Ihre Klimazone geeignete Pflanze.
2 – Pflanzen Sie zum richtigen Zeitpunkt – passend zu den örtlichen Klimabedingungen und den Ansprüchen der jeweiligen Pflanze (siehe Pflanzenbeschreibung).
3 – Wählen Sie einen passenden Standort mit geeigneter Exposition für Ihre Staude.
4 – Verbessern Sie vor dem Pflanzen die Bodenqualität, insbesondere die Drainage und den Nährstoffgehalt. Verwenden Sie in einem Topf mit Abzugslöchern Blähton am Boden und hochwertige Blumenerde.
5 – Gießen Sie nach dem Pflanzen regelmäßig und passen Sie die Wassermenge an den natürlichen Niederschlag an.
6 – Bringen Sie eine Mulchschicht aus, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Wurzeln im Winter zu schützen.
Jetzt sind Sie an der Reihe – viel Freude beim Gärtnern!

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