Flieder durch Stecklinge vermehren?
Die richtigen Handgriffe
Inhaltsverzeichnis
Flieder: beliebter Strauch mit Frühlingsduft. Flieder-Stecklinge gelingen leicht und bewahren Blütenfarbe, -form und Duft. Tipps zum Vermehren!
Wann Flieder durch Stecklinge vermehren?
Die beste Zeit für Flieder-Stecklinge ist direkt nach der Blüte, zwischen April und Juni. Nutzen Sie den Strauchrückschnitt, um Triebe zu entnehmen.
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Benötigtes Material
Für die Vermehrung Ihres Flieders per Steckling benötigen Sie:
- eine Gartenschere
- Hormonpulver
- einen großen Topf
- Sand
- Blumenerde
- ein Holzstäbchen
- Fliederzweige
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So vermehren Sie Ihren Flieder durch Stecklinge:
- Schneiden Sie mit einer sauberen, desinfizierten Gartenschere die Spitzen gesunder, verzweigter Jungtriebe ab;
- Belassen Sie an jedem Steckling einen 15 bis 20 cm langen Seitentrieb mit einem Stück des Haupttriebs an der Basis. Der Steckling bildet ein T oder einen Fuß.

Zeichnung zur Vorbereitung eines Fliederstecklings mit Fuß
- Entfernen Sie alle Blätter bis auf die 4 an der Triebspitze, um die Verdunstung (Wasserverlust über die Blätter) zu verringern und ein Austrocknen der Stecklinge zu verhindern.
- Tauchen Sie die Basis Ihres Stecklings in etwas Bewurzelungshormonpulver und klopfen Sie überschüssiges Pulver ab.
- Füllen Sie einen großen Topf mit einer Mischung aus gleichen Teilen Sand und Blumenerde. Stechen Sie mit einem Stäbchen ein Loch und setzen Sie den Steckling bis zur Hälfte seiner Länge hinein. Wiederholen Sie den Vorgang für alle gewünschten Stecklinge. Gießen Sie.
- Stellen Sie die Stecklinge unter eine Haube und lassen Sie sie draußen an einem geschützten, schattigen Platz.
- Nehmen Sie die Haube von Zeit zu Zeit 10 Minuten ab, um zu lüften, und gießen Sie bei Bedarf etwas.
- Topfen Sie die Stecklinge im November einzeln in Töpfe mit guter Gartenerde und lassen Sie sie den Winter über im Frühbeet stehen.
- Im folgenden Frühjahr versenken Sie die Töpfe im Garten und kultivieren die Pflanzen dort 2 oder 3 Jahre, bevor Sie sie endgültig auspflanzen.
Einige Fachbücher empfehlen Torf anstelle von Blumenerde. Angesichts der ökologischen Katastrophe durch den Torfabbau sollte man jedoch möglichst wenig davon verwenden.
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