Florfliege: Nützliches grünes Insekt im Garten
Wissenswertes über Florfliegen
Inhaltsverzeichnis
Florfliege (Goldauge): grünes Insekt mit durchscheinenden Flügeln. Larven fressen Blattläuse und helfen als Nützlinge bei biologischer Bekämpfung.
Florfliege: Was ist das?
Ein fliegendes Insekt und eine Larve
- Die Grüne Florfliege oder Chrysoperla carnea ist ein zierliches, hellgrünes Insekt von 2 bis 3 cm Länge. Mit ihrem schlanken Körper, den hübschen goldfarbenen Augen, den langen Fühlern und den großen, transparenten Flügeln mit Rippen erinnert sie an eine kleine Libelle. So sieht sie als erwachsenes Insekt aus.
- Zuvor durchläuft sie das Eistadium: Im Februar oder März legt sie ihre Eier an einem feinen Stiel an den Blättern einer Pflanze ab.
- Nach dem Schlüpfen erscheint eine weniger als 1 cm lange, gelbbraune Larve mit zwei rötlichen Streifen auf dem Rücken und behaartem Körper. Dieses kleine Tier wirkt wenig ansprechend und besitzt zwei kräftige Mandibeln. Es wandert über die Pflanzen und frisst dabei Blattläuse und andere Pflanzenschädlinge.
- Anschließend verwandelt sie sich in eine Puppe, die in einem ovalen weißen Kokon eingeschlossen ist, bevor sie etwa im Juni zu einem geflügelten Erwachsenen wird.
- Vom Ei- bis zum Erwachsenenstadium vergehen durchschnittlich 35 Tage.
- Die erwachsene Florfliege ernährt sich von Juni bis September von Pollen, Nektar und Blattlaushonigtau und trägt so zur Bestäubung der Blüten bei. Sie wird am frühen Abend aktiv und nachts stark vom Licht angezogen. Ab September sucht sie in einer Hecke oder einem Unterschlupf Schutz zum Überwintern.

Chrysoperla carnea: Eier, Larven, Kokon und erwachsenes Insekt
Ein Fressfeind von Blattläusen und Schildläusen
- Weniger bekannt als der Marienkäfer, ist die Florfliege ein Nützling im Garten, der den Garten auf natürliche Weise von Blattläusen und anderen Pflanzenschädlingen befreit.
- Als natürlicher Blattlausbekämpfer frisst die Larve Blattläuse und ihre Eier: Während ihres Larvenstadiums vertilgt sie bis zu 400 Blattläuse und ist daher sehr nützlich gegen Schädlinge.
- Sie hilft, Pflanzenschädlinge ohne Insektizide loszuwerden und durch biologische Bekämpfung die Ausbreitung schädlicher Insekten einzudämmen, ohne die Natur zu belasten.
- Gut zu wissen: Sie wird an niedrigen Pflanzen eingesetzt. Bei hohen Pflanzen sollten Sie lieber Marienkäfer verwenden.
- Wenn keine Blattläuse in Reichweite sind, frisst die Florfliegenlarve Schildläuse, Thripse, Milben oder Weiße Fliegen.
- Man kann Florfliegenlarven kaufen und sie bereits im März oder April in der Nähe der zu schützenden Pflanzen ausbringen.

Larve von Chrysoperla carnea beim Angriff auf eine Blattlaus
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Pflanzen anbauen
- Um Florfliegen anzulocken, sollten Sie ihnen natürlich Pflanzen anbieten, die ihnen Nahrung liefern: von Blattläusen bevorzugte Pflanzen sowie nektarreiche Pflanzen, von denen sich erwachsene Florfliegen ernähren.
- Sie können zum Beispiel nektarreiche Pflanzen wie Große Kapuzinerkresse, Fenchel, Borretsch, Fetthenne, Aster, Sonnenblume, Geißblatt sowie Bäume wie Kirschbaum und Kultur-Apfel pflanzen.
- Wählen Sie die Pflanzen so aus, dass sich die Blüte möglichst über das ganze Jahr verteilt und Ihr Garten möglichst lange blüht. Dadurch wird Ihr Garten für Insekten und insbesondere Florfliegen attraktiver.

Foeniculum vulgare, Helianthus annuus (Foto: Wikipedia) und Borago officinalis
Keine Insektizide
Natürlich dürfen Sie keine Insektizide oder andere Pflanzenschutzmittel verwenden , sonst verschwinden die Florfliegen.
Natürliche Verstecke
- Florfliegen mögen kleine Hecken, in denen sie Schutz finden. Sie überwintern unter einem Haufen Laub oder Holz.
- Um sie in Ihren Garten zu locken, können Sie Hartriegel, Ginster, Zwergmispeln, Holunder, Efeu oder andere schützende Sträucher pflanzen.
Insektenhotels
Sie können auch Insektenhotels bauen, die Florfliegen als Unterschlupf dienen und ihnen das Überwintern ermöglichen.
So bauen Sie ein Florfliegenhotel:
- Nehmen Sie eine verschließbare Holz- oder Pappschachtel.
- Bohren Sie regelmäßig angeordnete Löcher mit 10 mm Durchmesser.
- Füllen Sie die Schachtel mit Stroh und umwickeln Sie sie mit Schnur oder Bastpalme, damit sie geschlossen bleibt.
- Stellen Sie die Schachtel an einen sonnigen, vor Feuchtigkeit geschützten Ort.

Insektenhotel aus einer einfachen Holzschachtel
Ein naturnaher und ökologischer Garten
- Diese Art von Garten fördert nicht nur die Biodiversität und damit auch die der Insekten, sondern ist zugleich ein schöner Lebensraum.
- Die Natur darf sich ihren Platz zurückerobern, und wir greifen so wenig wie möglich ein.
- Keine Pestizide oder Insektizide, Verwendung von Handwerkzeugen und natürlichem Kompost, Regenwassernutzung, Anbau bienenfreundlicher Pflanzen, Anlage von Hecken und natürlichen Verstecken wie Teichen für Tiere – kurz gesagt: ein etwas wild wirkender Ort, der das Leben fördert.
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