Fuchsie überwintern?
Wann, wo und wie?
Inhaltsverzeichnis
Fuchsien richtig überwintern: Nicht alle sind winterhart. Erfahren Sie, wie Sie Fuchsien im Topf oder Beet schützen und sicher durch den Winter bringen.
Fuchsie im Topf überwintern
Topffuchsien müssen vor dem Frost geschützt werden, und zwar bereits ab November. Stellen Sie Topffuchsien frostfrei, möglichst hell, bei 5 bis 8 °C auf.
Vor dem Überwintern ist ein Rückschnitt nötig: Kürzen Sie die Triebe um etwa ein Drittel und entfernen Sie Blüten, Knospen sowie möglichst viele Blätter.

Topffuchsien-Sorten
Fuchsiensorten im Topf oder großen Gefäßen gehören oft zu den nicht winterharten Pflanzen.
Beginnen wir mit den am wenigsten winterharten Sorten, die keinen Frost vertragen, auch keinen leichten. Dazu zählen oft hängende Sorten wie das Hängefuchsie Annabelle.
In diese Kategorie gehören auch Fuchsien mit geringer Winterhärte bis etwa -5 °C. Dazu zählen beispielsweise Fuchsia Royal Mosaïc und Fuchsia Swingtime. Als Topfstauden kultiviert man sie im Freiland einjährig, außer in den wärmsten Regionen, sofern man sie im Winter nicht ausgräbt und in Töpfe setzt.
Schließlich können Sorten mit mittlerer Winterhärte bis etwa -10 °C mit Schutz im Topf oder im Freiland kultiviert werden. Dazu zählen insbesondere Fuchsia Tom West und Fuchsia triphylla. Beide sind winterhart, treiben aber nur schwer wieder aus.

Fuchsia Tom West, Fuchsia Annabelle, Fuchsia Swingtime, Fuchsia triphylla und Fuchsia Royal Mosaïc
Pflege während der Überwinterung
Gießen Sie Topffuchsien während der Überwinterung nicht, außer wenn das Substrat völlig ausgetrocknet ist. Vermeiden Sie unbedingt stehendes Wasser in den Untersetzern.
Achten Sie auf mögliche Parasiten, die sich unter geschützten Bedingungen häufig entwickeln. Bei einem Befall behandeln Sie die Pflanze mit Brennnesseljauche, stellen den Topf unter Quarantäne und behandeln die anderen Fuchsien vorsorglich.
Auswintern
Topffuchsien können im zeitigen Frühjahr wieder in den Garten, sobald keine Frostgefahr mehr besteht (je nach Region von März bis Mai). Bei Spätfrösten schützen Sie die Töpfe mit Wintervlies oder holen sie wieder herein. Zuvor sind jedoch einige Pflegemaßnahmen nötig.
1. Umtopfen
- Entfernen Sie alte Blumenerde rund um den Wurzelballen.
- Topfen Sie die Pflanze in nährstoffreiche, humusreiche, leichte und drainierende Erde. Mischen Sie je ein Drittel Gartenerde, Moorbeeterde und Lauberde; bei Bedarf etwas Flusssand hinzufügen.
- Geben Sie organischen Dünger hinzu.
- Gießen Sie reichlich.
2. Rückschnitt
- Schneiden Sie die Fuchsie mäßig zurück und entfernen Sie abgestorbene oder schwache Triebe. Lassen Sie nur die kräftigsten Triebe stehen und kürzen Sie auch diese ein.
3. Töpfe ins Freie stellen
- Warten Sie drei bis vier Tage, bevor Sie die Töpfe hinausstellen.
- Stellen Sie die Töpfe dicht nebeneinander an einen sonnigen Standort (Süden), an eine Mauer und windgeschützt auf.
- Beginnen Sie wieder schrittweise mit dem Gießen und düngen Sie täglich mit Fuchsien-Dünger.
- Wenn die Tage wärmer werden, stellen Sie die Fuchsien in den Halbschatten.
Lesen Sie auch
Fuchsie: Pflanzung, Rückschnitt, Anbau und PflegeNicht winterharte Fuchsie im Beet überwintern
Nicht winterharte Sorten im Freiland werden entweder als Einjährige kultiviert oder ausgegraben und zum Überwintern in Töpfe gesetzt. Sie können auch wie folgt vorgehen, um Ihre Scharlach-Fuchsien beim durch Kälte erschwerten Austrieb zu schützen.

Fuchsie ‚Swingtime‘ – © Dean Morley – Flickr
- Graben Sie die Fuchsien mit einer Grabegabel aus. Achten Sie darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen.
- Schneiden Sie die Triebe mit der Gartenschere auf 8 cm zurück und kürzen Sie die Enden der stärksten Zweige. Entfernen Sie alle schwachen Seitentriebe.
- Kürzen Sie die Wurzeln um einige Zentimeter.
- Pflanzen Sie die Fuchsien in Töpfe mit einem zur Wurzelmenge passenden Durchmesser.
- Verwenden Sie ein Substrat aus zwei Dritteln Gartenerde und einem Drittel Lauberde.
- Pflanzen Sie die Fuchsie ein, drücken Sie die Erde an und gießen Sie leicht.
Anschließend werden die Pflanzen wie Topf-Fuchsien überwintert.
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Winterharte Fuchsie im Beet überwintern
Methoden zur Überwinterung im Freien helfen Fuchsien, selbst den winterhärtesten, auch strenge Winter zu überstehen.

Im Freiland kultivierte und überwinterte Fuchsiensorten
Im Freiland kultivierte Fuchsien gehören meist zu den winterhärtesten der Gattung. Doch auch hier muss man zwischen Sorten unterscheiden, die zwar Kälte vertragen, danach aber nur schwer wieder blühen, und solchen, die starke Fröste überstehen und anschließend leicht wieder austreiben und blühen. Die zweite Kategorie umfasst im Wesentlichen alle Sorten von Fuchsia magellanica und einige bewährte Hybriden.
- Die Fuchsia magellanica ist mit bis zu -15 °C am winterhärtesten. Zu den widerstandsfähigsten Kultivaren zählen insbesondere Fuchsia magellanica var. gracilis, Fuchsia magellanica var. molinae, und Fuchsia magellanica var. arauco.
- Fuchsia regia ‚Reitzii‘ ist eine ebenfalls bis -10/-12 °C winterharte Strauch-Fuchsie, ebenso wie Fuchsia ‘Alice Hoffman’, die bis -11 °C winterhart ist.

Fuchsia magellanica, Fuchsia magellanica var. gracilis, Fuchsia ‚Alice Hoffman‘, Fuchsia magellanica var. molinae und Fuchsia regia ‚Reitzii‘
Fuchsie im Freiland überwintern
- Schneiden Sie die Triebe im November der Fuchsie auf 15 cm über dem Boden zurück.
- Decken Sie sie anschließend mit einer dicken Mulchschicht aus Laub oder Farnwedeln ab.
- Wickeln Sie alles in Wintervlies ein oder decken Sie es mit einer wasserdichten Plane ab.
Mit dieser Methode verringern Sie das Risiko von Gärung und Fäulnis, besonders bei schlecht drainiertem Boden.
Pflege nach dem Winter
- Beginnen Sie im April damit, den Pflanzenfuß freizulegen.
- Entfernen Sie anschließend durch Frost oder Fäulnis geschädigte oberirdische Pflanzenteile.
Wenn ihr Wurzelstock nicht erfroren ist, wird Ihre Fuchsie bald neue Triebe bilden.
Nützliche Links
- Entdecken Sie unsere winterharten Fuchsien für Garten und Topf.
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