Für einen farbenfrohen Winter: Christrosen mit rosa Blüten!
Zarte oder kräftige Blüten für die kalte Jahreszeit
Inhaltsverzeichnis
Im Winter gehören Christrosen zu den Gartenstars. Sie blühen in der kalten, eher ruhigen Jahreszeit und bringen Farbe und Licht, besonders in schattige Bereiche. Diese „Schwarzen Nieswurzen“ oder „Lenzrosen“ erfreuen uns je nach Blütezeit mit einer großen Vielfalt an Blütenformen und -farben. Eine Farbe, die sich im Garten leicht kombinieren lässt und dort fast unverzichtbar ist, ist Rosa. Hier reicht die Palette von zarten, sanften bis zu kräftigen, leuchtenden Nuancen.
Entdecken Sie hier unsere Lieblings-Christrosen mit rosa Blüte, ausgewählt nach Blütezeit, Blütenform und Laub. Christrosen sind pflegeleicht und perfekt für Gartenanfänger: Zögern Sie nicht, sie zu pflanzen und im Winter für einen fröhlichen Farbtupfer zu sorgen.
Mehr über die Kultur von Christrosen erfahren Sie in unserem Ratgeber Christrosen pflanzen und kultivieren.
Rosa Christrosen mit früher Blüte
Diese Pflanzen zeigen sich als Erste, noch bevor die Kälte eintrifft. So sorgen sie für den Übergang, wenn die Sommerblüte endet. Sie lassen sich problemlos mit herbstblühenden Zwiebelpflanzen oder Sasquana-Kamelien kombinieren.
Ein Beispiel ist die Lenzrose ‘ViV Fiorentina’, die bereits ab September früh blüht. Sie bildet hübsche, etwa 7 cm große einfache Blüten in geädertem Rosa, das durch ein Zentrum aus gelben Staubblättern erwärmt wird.
‘ViV Celestina’ blüht ebenfalls zu Herbstbeginn und bezaubert mit roten gesprenkelten, fast exotisch wirkenden rosa Blüten. Sie zeigt sich ab September und blüht mehrere Wochen lang.
Während sich der Herbst erst richtig entfaltet, blüht Helleborus lemperii ‘Lenia’ ab November und erfreut mit großen, 10 cm breiten Blütenkronen in besonders leuchtendem Purpurrosa. Eine prachtvolle Pflanze für den Garten, aber auch im Topf auf Terrasse oder Balkon.

Helleborus lemperii ‚Lenia‘
Lesen Sie auch
7 grüne ChristrosenSpät blühende rosa Christrosen
Diese blühen erst, wenn der Winter im Garten richtig Einzug gehalten hat. Bei so wenig Konkurrenz sind sie die Lieblinge jedes Gärtners.
Beginnen wir mit Helleborus x sternii ‘Flame’, deren Blütenfarbe sich im Laufe der Zeit verändert. Zwischen Februar und April bewundern Sie zunächst malvenrosa Blüten, die sich nach und nach lachsrosa und schließlich grünlich nuanciert rosa färben.
‘Peach with Dark Center’ macht bei seiner Blütenfarbe kein Geheimnis. Diese Christrose zeigt zarte, etwas verwaschene Pastelltöne. Die pfirsichrosa Blütenblätter geben eine purpurrot gefleckte Mitte frei, aus der ein Nest gelber Staubblätter hervortritt. Ein kontrastreiches Blütenspiel, das von Februar bis März dauert.
Sehr zart und in an Dragees erinnernden Pastelltönen zeigt ‘Grace Elisabeth’ schalenförmige Blüten in Rosaweiß mit grünem Hauch. Die Staubblätter in der Blütenmitte sind cremegelb. Eine ideale Pflanze für Garten und Blumensträuße, die den Winterausklang verschönern.

Orientalische Christrose ‘Peach with Dark Center’
Die blühendsten
Sie suchen eine lange Blüte ohne viel Aufwand? Dann setzen Sie auf diese Christrosen, die äußerst großzügig blühen und fast ein halbes Jahr lang Farbe zeigen.
Probieren Sie zum Beispiel Helleborus niger x orientalis ‘Madame Lemonnier’, einen Hybrid, der die Vorzüge zweier Arten vereint und von November bis April blüht. Nur wenige Pflanzen bieten vom Spätherbst bis zum Frühjahr ein solches Schauspiel. Zudem variiert die Blütenfarbe je nach Temperatur: von Weiß geädertem Rosa bis zu Dunkelpurpur. Eine perfekte Sorte für den Garten, den Topf und die Vase.
Ebenso großzügig blüht Helleborus lemperii ‘Liah’ fast unermüdlich über viele Monate von November bis April. Die einfachen Blüten zeigen ein kräftiges, leicht purpurfarbenes Rosa. Eine perfekte Staude für die Pflanzung unter sommergrünen Bäumen, am Beetrand oder im Beet.
Auch Helleborus niger x orientalis ‘Walberton’s Rosemary’ blüht vom Spätherbst bis zum frühen Frühjahr. Die leicht zum Boden geneigten, sternförmigen Blüten sind hellrosa und weiß geädert. Ihre Farbe verändert sich zu Lachstönen, bevor sie schließlich grünlich verblüht.
Abschließend sei in dieser unvollständigen Liste noch ‘ViV Diana’ genannt, eine orientalische Christrose, die fast 5 Monate lang mit weit geöffneten einfachen Blüten erfreut. Zunächst sind sie blassrosa, später nehmen sie wärmere Rosatöne an. Eine Sorte mit sehr natürlichem Charme.

Christrose ‚Madame Lemonnier‘
Lesen Sie auch
Zweifarbige Christrosen: 7 SortenRosafarbene Sorten mit gefüllten Blüten
Das sind Blüten mit zahlreichen Blütenblättern, die ihnen eine elegante, raffinierte Note verleihen. Zu diesen Sorten zählt die Lenzrose ‘ViV Alessia’, die bereits zwischen September und Oktober blüht. Sie zeigt gefüllte, dunkelrosa Blüten mit cremeweißen Flächen und roten Adern. Das gelbe Staubblattzentrum bildet einen schönen, leuchtenden Kontrast zu diesen Farbnuancen.
‘ViV Ariana’ blüht im Herbst zur gleichen Zeit und bezaubert mit dicht gefüllten Blüten, deren Rosa eher ins Violette spielt.
Auch bei den Lenzrosen sollten Sie ‘ViV Suzanna’ nicht übersehen – eine perfekte Wahl für einen romantischen Garten. Ihre gefüllten Blüten mit leicht zugespitzten Blütenblättern zeigen eine von Hell- und Dunkelrosa durchzogene Färbung mit kleinen cremeweißen Akzenten. Sie wirken leicht zerknittert, was ihren besonderen Charme ausmacht.
Die gefüllten Blüten der treffend benannten ‘Double rose’ erinnern mit ihren ineinandergreifenden, zugespitzten Blütenblättern fast an kleine Seerosen. Ihre zarte Färbung reicht von Hellrosa bis Fleischrosa. Die Blüte setzt im Spätwinter ein.

‘ViV Ariana’
Rosa Sorten mit Anemonenblüten
Sie werden so genannt, weil ihre Blüten eine kragenförmige Mitte aus zusätzlichen Blütenblättern besitzen, die die Staubblätter umgeben. Diese Besonderheit verleiht ihnen viel Eleganz.
Zu ihnen zählt die Lenzrose ‘Anémone Picotee’, die den ganzen Winter hindurch bis zum Frühlingsbeginn blüht. Sie bringt zart rosafarbene, ins Mauve spielende Blüten mit einer verwaschen mauvefarbenen Blütenkrone hervor.

Lenzrose ‘Anémone Picotee’
‘ViV Teresa’ zeigt uns rosafarbene Blüten mit kleinen dunkleren Flecken – sowohl auf den Blütenblättern als auch auf der zentralen Blütenkrone. Diese Blüte erscheint mitten im Winter, zwischen Januar und Februar, und sorgt für eine wärmere Atmosphäre.
Ebenso interessant ist ‘Anémone Rose’ mit leicht purpurrosafarbenen Blüten und einer Blütenkrone in ähnlichen Tönen. Genießen Sie ihre Blüte von Februar bis April.
Zierlaub
Christrosen haben oft immergrünes Laub, das sie zu jeder Jahreszeit dekorativ macht. Die Blätter sind meist schön dunkelgrün und bilden einen perfekten Kontrast zur Blüte. Zudem sind sie leicht eingeschnitten, was ihnen eine dekorative Wirkung verleiht.
Zu den Sorten mit besonders auffälligem Blattwerk zählt die Christrose ‘HGC Ice Breaker Ruby’. Diese pflegeleichte, reich blühende Sorte bringt zwischen Dezember und März wunderschöne purpurrosa Blüten hervor. Wir schätzen sie aber auch wegen ihres dunkelgrünen Laubs, das leicht hellgrün geadert ist und dadurch marmoriert wirkt.
Erwähnenswert ist auch Helleborus x nigercors ‚HGC Silvermoon‘, ein Hybrid mit so blassrosa Blüten, dass sie beinahe weiß wirken können. Sie erscheinen zwischen Februar und März. Die Blätter zeigen eine blaugrüne Färbung mit auffälliger weißer und silbriger Marmorierung und wirken dadurch sehr leuchtend. Außerdem sind sie deutlich gezähnt.
Schließlich sei die Tibet-Nieswurz (Helleborus thibetanus) erwähnt, deren grünes Laub ebenfalls grau marmoriert sein kann. Sie blüht im Januar und zeigt hübsche zartrosa Blüten.

Christrose HGC ‚Ice Breaker Ruby‘
Christrosen für andere Kulturbedingungen
Die meisten Christrosen bevorzugen schattige bis halbschattige Standorte sowie einen eher humusreichen Boden, der frisch bleibt und nie vollständig austrocknet.
Einige Arten bilden jedoch eine Ausnahme. Dazu gehört Helleborus lividus, der kurze Trockenperioden verträgt und kalkhaltigen Boden toleriert. Die aus おMallorca stammende Stern-Christrose verträgt ebenfalls gelegentliche Trockenheit, insbesondere im Winter, wenn es in Ihrer Region in dieser Jahreszeit wenig regnet. Sie bevorzugt zudem einen helleren Standort in der Sonne, in sehr warmen Regionen jedoch Halbschatten. Auch ‘HGC Ice Breaker Ruby’ ist sehr tolerant und kann in eher trockenem Boden an einem wärmeren Standort kultiviert werden.
Obwohl Christrosen recht frosthart sind, zeigen sich einige noch winterhärter und eignen sich daher besonders für kalte Wintergärten. Dazu gehören Lenzrosen, die problemlos Frost unter -25 °C vertragen.

- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare