Hallimasch (Wurzelfäule): Baumpilz erkennen und bekämpfen
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Honiggelber Hallimasch (Wurzelfäule) befällt Bäume in Wald und Garten, breitet sich über Wurzeln und Boden aus. Kulturmaßnahmen bremsen ihn.
Welche Pflanzen sind anfällig für Hallimasch?
Die Armillaria, die man für polymorph hielt, umfasst in Wirklichkeit 5 europäische Arten der Gattung Armillaria:
- Armillea mellea, A. gallica (Syn. A. bulbosa) vor allem an Laubgehölzen,
- solidipes (Syn. A. ostoyae) häufiger an Nadelgehölzen,
- borealis und A. calvescens, an Laub- und Nadelgehölzen gleichermaßen; alle Arten können sowohl Laub- als auch Nadelgehölze befallen.
Der Wurzelschwamm befällt sowohl Laub- als auch Nadelgehölze, sommergrüne und immergrüne, sowie krautige Pflanzen und Kletterpflanzen wie:
Brombeere, Hainbuche, Kiefer, Tanne, Europäische Lärche (sommergrünes Nadelgehölz), Zeder, aber auch Rose, Päonie und seltener Eiche, Rotbuche usw.
Dieser eher seltene Pilz kann an Pflanzen, die durch einen Sturm, Eisbruch oder mehrere Dürrejahre geschwächt sind, schwere Schäden verursachen …

Einige Hallimasche: A. mellea, A. solidipes und A. borealis
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Pilzbefall: Myzel unter Rinde und Wurzeln, plötzliche Welke im Sommer und weißes Myzel. Im Herbst erscheinen honigfarbene Pilzbüschel.
Begünstigende Faktoren für Wurzelfäule
- Neu gepflanzte Pflanzen sind durch ihre neue Umgebung gestresst und besonders gefährdet, vor allem in der Nähe eines infizierten alten Baums.
- Offenbar begünstigt zu viel Feuchtigkeit im Boden den Pilz.
- Der Honiggelbe Hallimasch ist auch ein Saprophyt, der sich von Totholz und Humus ernähren kann. Er überdauert zudem als Sklerotien (Dauerorgane) oder Rhizomorphen im Boden. Diese infizieren die Wurzeln benachbarter Bäume, sodass sich der Pilz fleckenweise über ein Grundstück ausbreitet.
- Am stärksten betroffen sind gestresste Bäume, etwa durch Blitzschlag, starke Trockenheit, Verletzungen infolge eines drastischen Rückschnitts (in Siedlungsgebieten leider zu häufig) oder Bauarbeiten, Frostrisse, durch heftige Windböen verursachte Rindenablösungen und mehr.
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Gegen Wurzelfäule:
- Befallene Pflanzen mit möglichst vielen Wurzeln ausgraben und alles verbrennen.
- Einen 50 cm tiefen Graben um die Pflanzgrube ausheben, die Erde in den Kreis werfen und einige Jahre mit der Neupflanzung warten.
- Oder die Erde 60 bis 80 cm tief in alle Richtungen ausheben (je nach Größe der Pflanze auch tiefer) und durch neue Erde ersetzen.
- Alte Wurzelstöcke entfernen, in denen der Pilz überdauern kann.
- Bei einer Neupflanzung am selben Standort eine wenig anfällige Pflanze wählen, etwa Buchsbaum, Trompetenbaum, Eiche, Rotbuche, Eibe, Eberesche, Sommertamariske oder Linde, und eine Containerpflanze bevorzugen, um verletzte Wurzeln zu vermeiden.
- Die Drainage des Bodens verbessern.
- Vermeiden Sie es, am Fuß eines alten Baums eine automatische Bewässerung zu installieren, etwa um dort Rasen anzulegen.
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