Ideale Zimmerpflanzen für wenig Licht
Auswahl und Tipps für Ihre grüne Oase!
Inhaltsverzeichnis
Wenig Licht? Grüne Deko geht trotzdem. Zimmerpflanzen für dunkle Ecken: Sorten und Pflegetipps.
Warum manche Zimmerpflanzen wenig Licht vertragen?
Natürliche Herkunft im Unterholz
Wenn man an Zimmerpflanzen für dunkle Räume, wenig Licht oder sogar ohne direktes Licht denkt, fragt man sich oft, warum manche dort prächtig gedeihen, während andere verkümmern. Viele schattenverträgliche Pflanzen stammen aus tropischen Wäldern oder Regionen, in denen das Sonnenlicht durch Bäume gefiltert wird. In ihrem natürlichen Lebensraum wachsen sie unter einer dichten Vegetationsdecke, sodass nur wenig Licht den Boden erreicht. Farne und Korbmaranten beispielsweise sind Zimmerpflanzen aus solchen dunklen Lebensräumen. Dort haben sie Strategien entwickelt, um jeden verfügbaren Lichtstrahl einzufangen.
Blätter, die möglichst viel Licht aufnehmen
In einer lichtarmen Umgebung sind große Blätter ein entscheidender Vorteil. Manche Pflanzen haben besonders große Blätter, mit denen sie selbst im Unterholz tropischer Wälder möglichst viel Licht aufnehmen. Dort erreichen die Sonnenstrahlen den Boden nur schwer. Diese Zimmerpflanzen, die an Schatten oder wenig Licht angepasst sind, nutzen ihre Größe, um sich gegen benachbarte Pflanzen zu behaupten und an dunklen Standorten zu gedeihen.
Allerdings können nicht alle Zimmerpflanzen an lichtarmen Standorten auf riesige Blätter setzen. Viele kleine Pflanzen des Unterholzes, etwa Korbmaranten oder die noch kleineren Peperomien, haben einen anderen raffinierten Trick entwickelt: eine Pigmentanpassung. Ihre Blätter sind oben meist grün, auf der Unterseite jedoch purpurrot. Das ist typisch für Pflanzen, die an lichtarme Standorte angepasst sind. Diese Färbung wirkt wie ein natürlicher Reflektor: Sie fängt Licht ein, das durch die Blätter von der grünen Oberseite dringt, und wirft es zurück. So können diese Pflanzen auch in lichtarmen Umgebungen überleben und sogar gedeihen.
Geringer Bedarf an Photosynthese
Manche Zimmerpflanzen, die an dunkle Standorte angepasst sind, haben einen langsameren Stoffwechsel. Sie benötigen daher keine hohe Lichtintensität für die Photosynthese, den Prozess, bei dem sie Energie erzeugen. Diese Pflanzen verbrauchen weniger Energie und sind dadurch besonders unempfindlich gegenüber vergessener Bewässerung oder schwierigen Lebensbedingungen.
Widerstandsfähig unter schwierigen Bedingungen
An Standorten mit wenig Licht müssen Pflanzen oft mit Wassermangel oder schwankenden Temperaturen zurechtkommen. Zimmerpflanzen für dunkle Standorte speichern häufig Wasser in ihren Stängeln oder dickeren Blättern. Andere reduzieren ihr Wachstum, um Ressourcen zu sparen.

Verschiedene Anpassungen von Pflanzen unter dem Kronendach tropischer Wälder: große Fläche glänzender Blätter bei Philodendren, rote Blattunterseiten bei Korbmaranten und Peperomien
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Robuste Klassiker
Einige Zimmerpflanzen sind aufgrund ihrer Robustheit und ihrer Fähigkeit, sich an lichtarme Bedingungen anzupassen, zu unverzichtbaren Pflanzen für dunkle Räume geworden.
- Sansevieria (Schusterpalme): Diese Pflanze ist ein Klassiker für lichtarme Standorte. Sie benötigt nur sehr wenig Pflege und gedeiht problemlos in dunklen Ecken. Ihre langen, aufrechten und dekorativen Blätter verleihen jedem Raum eine moderne Note.
- Zamioculcas zamiifolia (ZZ-Pflanze): Mit ihrem dichten, glänzenden Laub ist diese Pflanze bei den Lichtverhältnissen recht anspruchslos. Vorsicht vor zu viel Wasser: Sie bevorzugt größere Abstände zwischen den Wassergaben.
- Chlorophytum (Grünlilie): Die leicht zu kultivierende und sehr robuste Pflanze gedeiht auch an lichtarmen Standorten. Ihre langen, schmalen Blätter und kleinen, herabhängenden Triebe verleihen ihr eine luftige, leichte Wirkung. Sie ist wirklich ausgesprochen unempfindlich.
- Dracaena: Mit ihrer schlanken Wuchsform und dem exotischen, büscheligen Laub ist diese Pflanze eine ausgezeichnete Wahl für mittlere Lichtverhältnisse. Es gibt zahlreiche Kultivare mit unterschiedlich gefärbtem Laub.
Tropische Pflanzen, die von Natur aus Schatten gewohnt sind
- Marantengewächse: Diese Pflanzenfamilie umfasst die beliebten Korbmaranten sowie die weniger bekannten Pfeilwurze und Kammmaranten. Einige Kammmaranten bevorzugen viel Licht, doch die meisten Marantengewächse gedeihen bei mittleren Lichtverhältnissen. Sie werden für ihre dekorativen, oft farbenfroh gemusterten Blätter geschätzt. An schattige Standorte angepasst, bevorzugen sie eine gleichmäßige Luftfeuchtigkeit und stabile Temperaturen.
- Peperomie: Kompakt und vielfältig eignen sich Peperomien mit ihren kleinen bis mittelgroßen, dicken und strukturierten Blättern ideal für kleine Regale oder beengte Räume. Sie müssen nicht direkt am Fenster stehen und bevorzugen mäßiges Gießen.
- Farne: Viele Farnarten gedeihen an lichtarmen, feuchten Standorten. Sie lieben Badezimmer, wo sie von der hohen Luftfeuchtigkeit profitieren.
- Philodendron: Einige Philodendren sind anspruchslos und kommen mit mittleren Lichtverhältnissen zurecht.
Kletter- und Hängepflanzen
Für alle, die hängende oder kletternde Pflanzen mögen, gibt es mehrere Arten, die an schattigen Standorten gedeihen.
- Epipremnum: Die auch als Pothos bekannte Pflanze ist wahrscheinlich die beliebteste Kletterpflanze für dunkle Räume. Ihre oft panaschierten, herzförmigen Blätter passen sich sehr gut an geringe Lichtverhältnisse an. Weiß panaschierte Kultivare bringen viel Helligkeit.
- Efeu (Hedera helix): Ideal für Regale oder Blumenampeln, gedeiht er an lichtarmen Standorten, solange der Boden leicht feucht bleibt.
Pflanzen für Terrarien
Einige kleinwüchsige Zimmerpflanzen gedeihen besonders gut in Terrarien, wo Feuchtigkeit und die beengten Bedingungen sie an ihren natürlichen Lebensraum erinnern. Stellen Sie sie beispielsweise einige Meter von einem Nordfenster entfernt auf.
- Silbernetzblatt: Die auch als „Mosaikpflanzen“ bezeichneten Fittonien werden für ihre kleinen, weiß, rosa oder rot nervigen Blätter geschätzt.
- Ficus pumila: Diese ungewöhnliche Ficus-Art wächst kriechend und hat sehr kleine Blätter. Neben ihrer Fähigkeit zu klettern, eignet sich die Pflanze wunderbar für ein Terrarium, wo sie einen hübschen Pflanzenteppich bilden kann.

Maranta mit leuchtendem Laub, Fittonie mit kleinen nervigen Blättern, robuste Sansevieria für jeden Standort – 3 Arten für Ihr Zuhause, wenn es dort nicht besonders hell ist.
Was ist ein lichtarmer Raum?
Präzisieren wir die passenden Lichtverhältnisse für sogenannte Schattenpflanzen im Innenraum.
Ein Standort nach Norden kann sehr hell sein, wenn die Fensterfläche groß ist und kein Gebäude oder anderes Hindernis direkt davor steht. Mittlere Helligkeit im Innenraum, die für alle genannten Pflanzen geeignet ist, bedeutet zum Beispiel:
- ein Platz einige Meter vom Fenster entfernt in einem hellen Raum, ohne direkte Sonne.
- die Nähe zu einem Ost- oder Nordfenster in einem Raum mit kleiner Fensterfläche.
- ein Badezimmer mit einem Dachfenster.
- ein Flur, sofern er nicht zu dunkel ist.
Wichtig ist, an eine mittlere Helligkeit zu denken. Einige Pflanzen wie die Efeutute oder der Grüne Heinrich kommen mit wenig Licht aus, die meisten benötigen jedoch etwas mehr. Für anspruchsvollere Pflanzen kann eine Pflanzenlampe im Winter oder bei zu wenig Licht eine sinnvolle Ergänzung sein.
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Zimmerpflanzen an einem lichtarmen Standort zu kultivieren, erfordert besondere Aufmerksamkeit, um den Mangel an natürlichem Licht auszugleichen. Mit diesen Tipps bleiben sie gesund und kräftig.
Licht ergänzen
Auch Pflanzen, die an schattige Standorte angepasst sind, profitieren von zusätzlicher Beleuchtung. Verwenden Sie Pflanzenlampen: Diese künstlichen Lichtquellen ahmen das Spektrum des natürlichen Lichts nach und unterstützen die Pflanzen bei der Photosynthese. Platzieren Sie die Lampen in ausreichendem Abstand, damit die Blätter nicht verbrennen.
Gießen an die Lichtverhältnisse anpassen
Bei wenig Licht benötigen Pflanzen weniger Wasser, da sich ihre Stoffwechselaktivität verlangsamt.
- Vermeiden Sie übermäßiges Gießen: Das Substrat sollte zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen. Die Wurzeln von Pflanzen an dunklen Standorten reagieren empfindlicher auf Fäulnis durch zu viel Wasser.
- Verwenden Sie einen Topf mit guter Drainage: Achten Sie darauf, dass die Töpfe Abzugslöcher haben, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Wählen Sie eine leichte, gut durchlüftete Blumenerde.
Für eine gute Luftfeuchtigkeit sorgen
Viele für schattige Standorte geeignete Zimmerpflanzen stammen aus tropischen Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit.
- Besprühen Sie die Blätter: Besprühen Sie das Laub regelmäßig mit Wasser, um eine feuchte Umgebung nachzuahmen.
- Stellen Sie die Pflanzen zusammen: Gruppieren Sie mehrere Pflanzen, um ein Mikroklima mit höherer Luftfeuchtigkeit zu schaffen. Bei Bedarf können Sie zusätzlich einen Luftbefeuchter aufstellen.
Blätter reinigen, um die Lichtaufnahme zu verbessern
Staub auf den Blättern kann deren Fähigkeit beeinträchtigen, das ohnehin schwache Licht aufzunehmen. Reinigen Sie die Blätter regelmäßig, indem Sie sie vorsichtig mit einem feuchten Tuch abwischen oder kurz abduschen. Das verbessert auch ihr Aussehen.
Töpfe drehen
An lichtarmen Standorten neigen Pflanzen dazu, in Richtung der Lichtquelle zu wachsen. Drehen Sie die Töpfe regelmäßig, damit die Pflanze gleichmäßiger wächst und nicht aus dem Gleichgewicht gerät.

In einem lichtarmen Raum sollten Sie die Pflanzen näher ans Fenster stellen
Fehler in dunklen Innenräumen vermeiden
Auch wenn einige Zimmerpflanzen dunkle Standorte gut vertragen, können häufige Fehler ihre Gesundheit beeinträchtigen. Das sollten Sie vermeiden:
Ungeeignete Pflanzen wählen
Nicht jede Zimmerpflanze gedeiht an lichtarmen Standorten.
- Pflanzen mit hohem Lichtbedarf meiden: Sukkulenten, Kakteen und andere Pflanzen aus trockenen Regionen sind ungeeignet. Sie brauchen direktes Sonnenlicht und verkümmern in dunklen Ecken schnell.
- Bewährte Pflanzen wählen: Bevorzugen Sie Arten für schattige Standorte, etwa Pothos, Korbmarante oder Bogenhanf.
Pflanzen zu oft umstellen
Zimmerpflanzen gewöhnen sich langsam an ihre Umgebung. Häufiges Umstellen kann sie stressen und ihr Wachstum stören. Eingewöhnen lassen: Wählen Sie von Anfang an einen passenden Standort und stellen Sie die Pflanzen nur bei Bedarf um.
Besondere Bedürfnisse ignorieren
Auch wenn sie dunkle Bedingungen vertragen, hat jede Pflanze eigene Ansprüche an Gießen, Temperatur und Luftfeuchte. Über jede Art informieren: Achten Sie darauf, was Ihre Pflanze bevorzugt – ob Farn, Drachenbaum oder Peperomie.
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