Indischer Spinat anbauen: Tipps

Indischer Spinat anbauen: Tipps

Für eine reiche Ernte

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 26. März 2026  durch Pascale 53 min.

Baselle oder Malabarspinat (Basella alba) testen? Die kletternde oder kriechende Gemüsepflanze liefert den ganzen Sommer über reichlich Blätter mit einer Mischung aus Spinat- und Sauerampfergeschmack. Die köstlichen Blätter lassen sich wie Spinat verwenden und vielseitig zubereiten. Leicht zu kultivieren, ist Baselle auch eine dekorative Pflanze: Nach der Ernte erscheinen kleine weiße Blüten und rote Früchte.

Entdecken Sie unsere Tipps zu Aussaat, Pflanzung und Pflege von Malabarspinat!

 

Winter, Frühling Schwierigkeit

Indischer Spinat: Was ist diese Gemüsepflanze?

Sie lieben Spinat (Spinacia oleracea) und Ihr Gemüsegarten ist voll davon. Leider lässt der Anbau von Spinat im Sommer nach, da Hitze und Trockenheit das Schossen fördern. Deshalb haben Sie Ihren Horizont erweitert und bauen nun Gartenmelde (Atriplex hortensis), auch Garten-Melde, Falscher Spinat oder Belle-Dame genannt, sowie Neuseelandspinat (Tetragonia tetragonoides) an, der auch als Neuseeländer Spinat oder Epinard d’été bezeichnet wird. Eine weitere Spinatart: der Indische Spinat (Basella alba)! In seiner ursprünglichen Heimat ist er eine mehrjährige Gemüsepflanze, in unseren Breiten wird er jedoch einjährig kultiviert. Diese Art gehört zur botanischen Gattung Basella und wird in vielen tropischen Ländern mit warmem, feuchtem Klima als Gemüse angebaut. Der Indische Spinat stammt vermutlich aus Indien – daher sein volkstümlicher Name Malabarspinat, nach einer Region im Südwesten der indischen Halbinsel – und wird auch Ceylon-Spinat, China-Spinat oder Angola-Brède genannt.

Als Kletterpflanze oder ohne Rankhilfe kriechend bildet der Malabarspinat sehr fleischige, kräftige, windende Triebe, die in warmem, feuchtem Klima bis zu 10 m lang werden können, bei uns jedoch eher 2 m erreichen. An den Trieben sitzen ovale bis rundliche, herzförmige, blasige und schleimstoffhaltige Blätter in einem hübschen, eher dunklen Grün. Diese Blätter und die jungen Triebe werden den ganzen Sommer über wie Spinat verzehrt.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die wenig auffälligen Blüten mit einer weißen bis rötlichen oder purpurfarbenen Blütenhülle stehen in achselständigen Ähren. Danach entwickeln sich daraus rote bis schwarze, etwa 5 mm große Beeren. Diese kleinen Beeren geben einen violetten Saft mit stark färbenden Eigenschaften ab, der zum Färben bestimmter Lebensmittel oder Stoffe verwendet wird. Er färbt die Finger stark.

Basella, Malabarspinat-Anbau

Blätter, Blüten und Früchte des Indischen Spinats, auch Malabarspinat genannt

Die sehr eiweiß- und ballaststoffreichen Blätter des Indischen Spinats enthalten außerdem viele Vitamine und Aminosäuren und besitzen zahlreiche heilende Eigenschaften. Daher werden sie in der ayurvedischen Medizin häufig verwendet.

Es gibt zwei Hauptsorten: Basella alba, die häufigste typische Sorte, und Basella alba ‘Select Red’, die wegen ihrer leuchtend roten Triebe ausgewählt wurde, die einen wunderbaren Kontrast zum grünen Laub bilden.

Aussaat von Malabarspinat

Tropischen Ursprungs ist der Indische Spinat in unseren Breiten kälteempfindlich. Deshalb wird er als einjährige Pflanze kultiviert. Auch bei der Aussaat der Samen gelten besondere Bedingungen: Die Keimung erfolgt erst bei 20 bis 22 °C, für eine vollständige Keimung sogar bei 25 °C, und bei viel Licht. Daher wird er wie Tomaten zwischen März und April an einem warmen, geschützten Ort ausgesät. Ein beheizter Wintergarten eignet sich dafür ideal. Die Aussaat kann auch vor einem Fenster stehen, sollte aber vor direkter Sonne geschützt werden.

Aussaat von Indischem Spinat

Ein junger Trieb des Indischen Spinats

Die Samen des Indischen Spinats werden in einzelnen Anzuchttöpfen ausgesät, die mit leicht angefeuchteter spezieller Aussaaterde gefüllt sind. Die Methode ist einfach:

  • Die Samen des Indischen Spinats 24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen
  • Je zwei Samen in jeden Anzuchttopf geben und mit einer dünnen Schicht Blumenerde bedecken
  • Mit Regenwasser besprühen.

Die Samen keimen nach 10 bis 20 Tagen. Um die Keimung zu beschleunigen, können Sie zumindest nachts eine Glasscheibe auf die Anzuchttöpfe legen. Während der gesamten Wachstumsphase der Keimlinge benötigen die Anzuchttöpfe dieselben Kulturbedingungen. Das Substrat muss feucht bleiben, darf aber nicht durchnässt sein.

Malabarspinat pflanzen: Wann und wie?

Ab Mitte Mai, wenn keine Spätfröste mehr drohen, können Sie junge Basella-Keimlinge ins Freiland oder in einen Topf pflanzen. Malabarspinat braucht einen fruchtbaren, frischen, humusreichen, lockeren und gut durchlässigen Boden. Im Herbst empfiehlt sich eine Düngung mit Mist. Bei der Pflanzung können Sie zusätzlich gut verrotteten Kompost einarbeiten. Lockern Sie den Boden vorher tiefgründig und entfernen Sie Unkraut.

Für ein gutes Wachstum braucht die Basella einen ausreichend sonnigen Standort. Außerdem benötigt Malabarspinat tagsüber gleichmäßige Temperaturen von etwa 22 bis 25 °C und nachts 15 °C. Eine Pflanzung an einer von milden Sonnenstrahlen erwärmten Mauer ist daher ideal. In Regionen mit kühleren Sommern kann Basella im Gewächshaus kultiviert werden.

Basella Malabarspinat Pflanzung

Basella oder Malabarspinat wird ins Freiland oder in einen Topf gepflanzt

Damit die windenden Lianen emporwachsen können, braucht die Pflanze eine Kletterhilfe, etwa ein Rankgitter. Binden Sie die ersten Triebe an der Rankhilfe fest. Danach wachsen sie selbstständig weiter.

Basella lässt sich auch in einem großen Topf mit mindestens 30 cm Durchmesser kultivieren. Verwenden Sie ein Substrat aus Gartenerde, Blumenerde und Kompost. Eine Schicht Blähton sorgt für eine gute Drainage.

Malabarspinat pflegen?

Malabarspinat wächst bei guten Bedingungen schnell. Regelmäßig gießen, Boden feucht halten und Fuß mulchen. Trockenheit fördert Blüte; junge Triebe pinzieren.

Malabarspinat ernten

Blätter und junge Triebe des Indischen Spinats vor der Blüte ernten, frisch essen oder kurz garen. Schleimstoffe machen sie zum Saucenbinder.

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Malabar-Spinatblätter