Invasive Pflanze stoppen?
Pflanztipps und Tricks zur Eindämmung
Inhaltsverzeichnis
Attraktive Pflanzen können sich schnell ausbreiten. Unsere Tipps zeigen, wie Sie invasive Pflanzen erkennen und ihre Ausbreitung stoppen.
Invasive Pflanzen verstehen
Invasive Pflanzen wie Japanischer Flügelknöterich, Bambus, Minze und Efeu breiten sich stark aus. So behalten Sie sie im Garten unter Kontrolle.
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Beginnen Sie am besten schon vorher: Informieren Sie sich, bevor Sie eine neue Pflanze in Ihren Garten setzen, über ihr Ausbreitungsverhalten. Manche Arten sind wunderschön, aber für ihren invasiven Charakter bekannt. Oft gibt es ebenso dekorative, heimische oder weniger ausbreitungsfreudige Alternativen.
Beispielsweise sollten Sie statt irgendeiner Bambus-Art lieber nicht ausläuferbildende Sorten wählen, also nicht invasive Arten, wie Fargesien. Besonders schön sind etwa Fargesia rufa mit langen grünen Blättern oder die große Fargesia angustissima. Fargesien erreichen meist eine Breite von 2 Metern, breiten sich aber nicht weiter aus und erobern weder Ihren Garten noch den des Nachbarn. Im Gegensatz dazu sind Phyllostachys sogenannte ausläuferbildende, also invasive Bambus-Arten, die Sie besser meiden. Warum nicht auch nicht invasive Ziergräser wie Stipa?
Wählen Sie nicht invasive Kletterpflanzen wie Waldreben, Sternhortensie oder Sternjasmin, um Efeu oder Wilden Wein zu ersetzen. Diese Alternativen lassen sich leicht im Zaum halten und verschönern Wände und Rankgitter, ohne sich zu schnell und unkontrolliert auszubreiten.
Als Ersatz für Japanischen Flügelknöterich oder Großes Immergrün wählen Sie nicht invasive Pflanzen wie Geißbart (Aruncus dioicus), Mädesüß (Filipendula ulmaria) oder einen Storchschnabel. Sie bringen Struktur und Schönheit in den Garten, ohne dass eine unkontrollierte Ausbreitung droht.
Vor dem Pflanzen physische Barrieren einsetzen
Doch was tun, wenn Sie sich trotzdem für eine invasive Pflanze entschieden haben (zum Beispiel für den wunderschönen Phyllostachys nigra, einen ausläuferbildenden Bambus) ? Sie können bei der Pflanzung physische Barrieren einsetzen: die berühmten Rhizomsperren oder Wurzelsperren.
Rhizomsperren sind physische Hindernisse, die verhindern sollen, dass sich unterirdische Wurzeln bestimmter Pflanzen ausbreiten, insbesondere bei Pflanzen mit invasiven Rhizomen wie Bambus, aber auch bei Minze, Schilf und bestimmten Stauden. Rhizome sind unterirdische Sprosse, die sich weit von der Mutterpflanze ausbreiten und neue Triebe bilden können. So kann ein Garten schnell überwuchert werden oder die Pflanze in benachbarte Bereiche eindringen.

Eine Wurzelsperre, um Bambus einzudämmen
Diese Sperren bestehen meist aus dickem Kunststoff oder verstärktem Geotextil. Sie sind robust genug, um das Vordringen der Wurzeln zu verhindern, ohne mit der Zeit zu verrotten.
Wie Sie sie installieren, erfahren Sie im Artikel von Solenne: Eine Rhizomsperre installieren.
Oder sehen Sie sich dieses Video an:
Beachten Sie, dass Sie bei kleineren Stauden wie dem Großen Immergrün oder der Minze auch unterirdische Begrenzungen anlegen können, etwa aus Beton, Verblendmaterial oder Stahl. Diese Begrenzungen müssen tief genug reichen, um die Wurzeln aufzuhalten, und mehrere Zentimeter aus dem Boden herausragen.
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Wie viele andere Gärtner (ich gebe es zu … auch ich habe diesen Fehler gemacht) sind Sie dem Charme einer invasiven Pflanze erlegen und haben sie im Garten gepflanzt, ohne ihren Charakter zu berücksichtigen oder in dem Glauben, sie problemlos in den Griff zu bekommen … Keine Panik: Es gibt Techniken, um ihre Ausbreitung einzudämmen.
Regelmäßig mähen oder zurückschneiden
Bei invasiven Stauden, die sich über ihre Wurzeln ausbreiten oder Kletterpflanzen sind, kann regelmäßiger Rückschnitt ihre Ausbreitung begrenzen. Schneiden Sie sie mindestens 2- bis 3-mal pro Jahr zurück. Steht die Pflanze in einer Rasenfläche (zum Beispiel Himbeeren), mähen Sie die über den vorgesehenen Bereich hinauswachsenden Jungpflanzen einfach regelmäßig ab, und schon ist das Problem gelöst. Handelt es sich um ein Beet, verwenden Sie eine Hacke, um die Ausläuferwurzeln auszugraben.
Blüten vor der Samenreife entfernen
Einige Stauden oder einjährige Pflanzen verbreiten sich über ihre Samen (zum Beispiel Pampasgras oder Melisse). Schneiden Sie die Blüten ab, sobald sie zu verblühen beginnen, bevor sie Samen bilden.
Eine Plane und/oder Mulch rund um die Pflanze ausbringen
Diese Methode eignet sich gut für Bodendecker und unerwünschte Kräuter. Umgeben Sie die Pflanze auf einer Breite von mindestens 1 Meter mit Geotextil und/oder bedecken Sie den Boden mit mineralischem oder organischem Mulch. Beachten Sie jedoch, dass organischer Mulch (Buchweizenschalen, Heu, Pinienrinde usw.) in windigen Lagen direkt auf der Erde aufgebracht werden muss, ohne Geotextil, damit er beim kleinsten Windstoß nicht weggeweht wird. Die Mulchschicht muss ausreichend dick sein, um neue Triebe am Durchbrechen zu hindern (mindestens 20 cm).
Wenn es noch nicht zu spät ist: eine Rhizomsperre einsetzen
Ist die Pflanze noch nicht außer Kontrolle geraten, setzen Sie wie im vorherigen Kapitel beschrieben eine Rhizomsperre ein.
Manuelles Ausreißen
Manuelles Ausreißen ist oft die einfachste Lösung, um eine invasive Pflanze einzudämmen. So können Sie neue Triebe regelmäßig entfernen (2- bis 3-mal pro Jahr) … oder die betreffende Pflanze ganz beseitigen. Dabei müssen Sie jedoch systematisch vorgehen. Einige Pflanzen, wie der Japanische Flügelknöterich, besitzen ein äußerst widerstandsfähiges Wurzelsystem, das selbst aus einem kleinen, im Boden verbliebenen Wurzelstück wieder austreiben kann! Am besten beginnen Sie früh in der Saison, wenn die Pflanzen noch jung und leicht zu entfernen sind. Kontrollieren Sie die Fläche anschließend regelmäßig und wiederholen Sie das Ausreißen bei Bedarf. Verwenden Sie einen Spaten oder eine Grabegabel, um die Wurzeln in der Tiefe auszugraben.
Die letzte Lösung: die Fläche mit einer schwarzen Plane abdecken
Sie können diese Pflanze nicht mehr sehen und das manuelle Ausreißen funktioniert nicht (oder ermüdet Sie)? Dann bleibt als letzter Ausweg: Entziehen Sie der Pflanze (oder einem Teil davon) mit einer schwarzen Plane das Licht! Ohne Licht wird die Pflanze absterben und aus Ihrem Garten verschwinden! So gehen Sie vor:
1- Schneiden oder mähen Sie die Pflanze bodennah ab.
2- Bedecken Sie die Pflanze mit einer schwarzen Plane. Achten Sie darauf, dass sie an den Rändern weit über den betroffenen Bereich hinausragt, damit sich die Ausläufer nicht auf der Suche nach Licht einen Weg bahnen.
3- Befestigen Sie die Ränder und die Mitte der Plane mit Heringen oder Steinen, damit sie nicht wegweht.
5- Die Plane muss mindestens sechs Monate, je nach Wuchskraft der zu beseitigenden Pflanze sogar ein ganzes Jahr, liegen bleiben.

Zusätzliche Tipps
Vorsicht beim Kompostieren
Einige Pflanzen wie der Japanische Flügelknöterich, der Efeu, der Wilde Wein oder das Große Immergrün können aus kleinen Stängel- oder Wurzelstücken erneut austreiben. Entsorgen Sie die Reste daher besser über den Grünschnitt der Gemeinde, statt sie zu kompostieren, um ein erneutes Auftreten zu verhindern.
Vorsicht bei Herbiziden
Wir empfehlen, keine chemischen Herbizide zu verwenden, da sie Boden und Wasser belasten und das Ökosystem Ihres Gartens stören können. Diese Mittel können auch umliegende Pflanzen schädigen, die Bodenqualität mindern und das Bodenleben beeinträchtigen. Einige stellen zudem eine Gefahr für Ihre Gesundheit dar. Seien Sie daher vorsichtig!
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