Japanische Kamelie im Topf: Auswahl, Pflanzung und Pflege
Japanische Kamelie im Topf: So gelingt sie
Inhaltsverzeichnis
Kamelien sind prächtige blühende Moorbeetpflanzen. Topfkultur schmückt Balkon und Terrasse – auch bei kalkhaltigem Boden!
Die richtige Japanische Kamelie im Topf
Damit eine Kamelie im Topf gut gedeiht, ist zunächst die Wahl der richtigen Sorte entscheidend: Kleinwüchsige, sogenannte Zwergsorten oder langsam wachsende Kamelien eignen sich ideal für die Topfkultur. Bevorzugen Sie Sorten, die ausgewachsen höchstens 1,20 Meter hoch und 1 Meter breit werden. Wir empfehlen besonders 3 Sorten, die sich für die Kultur im Topf oder Kübel eignen:
- Camellia Botanyuki: Diese Zwergkamelie wird 1 Meter hoch und 1 Meter breit. Sie blüht von Februar bis April mit weißen, lachsfarben schimmernden, päonienförmigen Blüten. Sie ist bis -15 °C winterhart.
- Camellia Fairy Wand: Diese Kamelie mit dunkelrosa Blüte von Februar bis April wird 1 Meter hoch und 0,80 Meter breit. Sie ist bis -10 °C winterhart.
- Camellia Sweet Emily Kate: Neben ihrem kompakten Wuchs besticht diese Sorte durch den Duft ihrer Feldblumen. Sie blüht von März bis Mai rosa. Diese bis -12 °C winterharte Sorte wird ausgewachsen 60 cm hoch.
Auch andere Sorten wie Donation eignen sich dank ihrer Pflegeleichtigkeit gut für die Kultur im Topf. Generell sind Camellia japonica und Camellia williamsii bis -10 °C frosthart und für die Topfkultur geeignet. Großwachsende Sorten können jedoch nur in jungen Jahren im Topf kultiviert werden.
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Sie können Ihren Kamelie vorzugsweise im Frühjahr, aber auch ganzjährig pflanzen. Vermeiden Sie dabei Frost- und Trockenperioden.
Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Wählen Sie einen Topf, der 1/3 bis doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Ein größerer Topf schützt die empfindlichen Wurzeln vor Kälte. Der Topf muss Abzugslöcher haben, da Kamelien keine Staunässe vertragen.
- Geben Sie Blähton oder Kies auf den Topfboden, um eine gute Drainage zu gewährleisten.
- Legen Sie ein Vlies darüber, damit sich die Erde nicht mit dem Drainagematerial vermischt.
- Tauchen Sie den Wurzelballen der Kamelie unter, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
- Setzen Sie den Wurzelballen so ein, dass der Wurzelhals auf Höhe der Erdoberfläche liegt. Füllen Sie den Topf mit einer Mischung aus 1/3 Moorbeeterde, 1/3 Kompost und 1/3 Gartenerde.
- Mulchen Sie den Topf, um das Substrat im Sommer feucht zu halten und im Winter vor Kälte zu schützen. Pinienrindenmulch eignet sich ideal, um das Substrat anzusäuern.
Stellen Sie den Topf in den Schatten oder Halbschatten. Einige Sonnenstunden täglich genügen. Ideal ist ein Standort im Norden oder Westen. Vermeiden Sie die Ostseite, da die morgendliche Sonne das Laub verbrennen kann, und schützen Sie die Kamelie vor kalten Winden.
In einem ausreichend großen Kübel können Sie zu Füßen der Kamelie säureliebende, niedrig wachsende Pflanzen setzen, etwa Besenheide oder Scheinbeere.

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Kamelie im Topf pflegen?
Gießen der Kamelie im Topf
Das Gießen der Kamelie im Topf ist unerlässlich, da sie einen frischen, leicht feuchten Boden bevorzugt. Im Sommer und während der Blüte muss die Erde stets frisch, also leicht feucht, aber niemals nass bleiben. Überschüssiges Wasser muss vollständig ablaufen und darf keinesfalls im Untersetzer stehen. Im Sommer ist Vorsicht geboten, da Moorbeeterde schneller austrocknet als andere Substrate. Im Winter wird mäßiger gegossen, und zwar nur in frostfreien Perioden. Nach starkem Frost empfiehlt sich ebenfalls ein etwas reichlicheres Gießen, damit die Blütenknospen nicht vertrocknen.
Ist Ihr Wasser sehr kalkhaltig, empfehlen wir Regenwasser oder entmineralisiertes Wasser.
Düngen der Kamelie im Topf
Kamelien benötigen im Frühjahr nach der Blüte eine Düngergabe. Diese erfolgt mindestens einmal jährlich, entweder durch Oberflächendüngung oder mit einem flüssigen beziehungsweise festen Dünger für Kamelien.
- Oberflächendüngung: Dabei wird gut verrotteter Kompost ausgebracht und mit etwas Moorbeeterde vermischt. Entfernen Sie zunächst die Mulchschicht und die obersten Zentimeter Erde. Achten Sie darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Lockern Sie die Oberfläche leicht auf, um die Kontaktfläche zu vergrößern. Geben Sie anschließend einige Zentimeter der Mischung aus Kompost (2/3) und Moorbeeterde (1/3) auf und halten Sie dabei die Höhe des Kamelienhalses ein. Bringen Sie abschließend die Mulchschicht wieder auf.
- Flüssigdünger: Verwenden Sie einen Dünger für Moorbeetpflanzen oder einen speziellen Kameliendünger. Verdünnen Sie ihn einfach entsprechend der empfohlenen Dosierung im Gießwasser. Bringen Sie diese Art von Dünger niemals auf trockener Erde aus! Flüssigdünger wirkt schnell und wird deshalb auch als „Schnelldünger“ bezeichnet.
- Festdünger: Er ist als Granulat oder in Stäbchenform erhältlich und sorgt für eine langsamere und länger anhaltende Düngung als Flüssigdünger. Bringen Sie ihn gemäß den Angaben auf der Verpackung direkt in die Erde ein.
Nach 3 bis 5 Jahren empfiehlt es sich, die Kamelie vollständig umzutopfen und bei Bedarf den Topf zu wechseln. Das Umtopfen erfolgt im Frühjahr.
Rückschnitt der Kamelie im Topf
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Entfernen Sie lediglich abgestorbenes oder krankes Holz nach der Blüte.
Damit die Blüte länger anhält, entfernen Sie die verwelkten Blüten Ihrer Kamelie. Eine Ausnahme bildet Camellia x williamsii, deren Blüten von selbst abfallen.

Häufige Probleme bei Kamelien im Topf
Kamelien sind pflegeleicht, dennoch können bei der Kultur im Topf einige Probleme auftreten:
- Die Blätter werden gelb: Es handelt sich um eine Chlorose der Kamelie. Sie weist auf ein zu kalkhaltiges Substrat hin. Bringen Sie einfach einen Moorbeetdünger oder etwas Moorbeeterde durch Oberflächendüngung aus. Beginnt die Kamelie, im Topf zu eng zu stehen, ist es Zeit zum Umtopfen.
- Knospen und Blätter werden braun: Dies deutet auf zu viel Wasser hin. Ursache können eine schlechte Drainage oder übermäßiges Gießen sein.
- Die Knospen der Kamelie fallen von selbst ab: Dies weist auf Wassermangel während der Knospenbildung hin. Achten Sie während der Knospenbildung und der Blüte auf ausreichendes Gießen.
- Die Kamelie bildet keine Knospen: Das bedeutet, dass ihr Standort nicht geeignet ist. Nord- oder Westlagen eignen sich am besten für Kamelien.
- Die Kamelie wächst kaum: Wahrscheinlich fehlen Nährstoffe. Topfen Sie sie um, um das Substrat zu erneuern und die Pflanze zu versorgen.
- Die Kamelie ist stark von Blattläusen befallen: Sie können sie mit einer Mischung aus Wasser und schwarzer Seife behandeln.
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Wenn die Kälte kommt, müssen Sie Ihre Kamelie auf den Winter vorbereiten. Denn nicht alle Kamelien sind gleich winterhart. Sorten mit einfachen Blüten sind in der Regel winterhärter als Sorten mit gefüllten Blüten. Prüfen Sie die Winterhärte Ihrer Kamelie. Sie sollten jedoch wissen, dass die Wurzeln am empfindlichsten sind. Holen Sie Ihre Kamelie auf keinen Fall ins Haus, da dies zum Abfallen der Blütenknospen oder sogar zum Austrocknen der gesamten Kamelie führen kann.
So schützen Sie Ihre Kamelie im Topf im Winter:
- Mulchen Sie den Fuß Ihrer Kamelie, um die oberflächennahen Wurzeln vor Kälte zu schützen. Pinienrinde ist ideal, da sie das Substrat versauert. Die Kamelie bevorzugt saure Erde.
- Decken Sie Ihre Kamelie mit Wintervlies ab.

- Umwickeln Sie den Topf bei starkem Frost mit Luftpolsterfolie oder einer Decke. Die Wurzeln sind der empfindlichste Teil Ihrer Kamelie.
- Gießen Sie ausschließlich während frostfreier Perioden.
- Entfernen Sie den Schnee von den Blättern Ihrer Kamelie, da das Laub sonst verbrennen kann.
- Stellen Sie den Topf mithilfe eines Bretts oder eines Gitterrosts erhöht auf. So schützen Sie ihn vor der Kälte, die vom Boden aufsteigt.
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