Jasmin überwintern?

Jasmin überwintern?

Im Garten oder im Topf

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 9. Dezember 2025  durch Virginie T. 4 min.

Jasmin schmückt Wände, Pergolen und Zäune. Tipps zu Standort, Pflege und Winterschutz: im Beet oder Topf – besonders bei strengen Frösten

Schwierigkeit

Mehr oder weniger winterharte Sorten

Die meisten Jasminarten sind recht frostempfindlich und lassen sich im Freiland nur in Regionen problemlos kultivieren, in denen die Temperaturen kurzzeitig nicht unter -10 °C fallen, da sie anhaltenden Frost nicht vertragen. Sie stammen aus Ägypten, Afrika und Asien und bevorzugen warme Standorte sowie sehr milde Winter. Unter -10 °C leiden die oberirdischen Pflanzenteile des Jasmins. Sie erfrieren und werden schwarz. Ist der Wurzelstock jedoch gut eingewachsen, treibt er im Frühjahr mit neuen Trieben wieder aus. Abgesehen vom Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum), der in allen unseren Regionen vollkommen winterhart, aber duftlos ist, vertragen die anderen Jasminarten nur selten Temperaturen unter -5 °C. Die in unseren Gärten am häufigsten anzutreffenden Arten sind am winterhärtesten und pflegeleichtesten:

  • Der Echte Jasmin: Er ist der winterhärteste aller Jasminarten, zählt zu den duftendsten und ist besonders leicht zu kultivieren! Gut eingewachsen, verträgt er in durchlässigem Boden kurzzeitig Temperaturen bis -15 °C.
  • Der Jasminum nudiflorum: Er ist ebenfalls eine der winterhärtesten Arten der Gattung! Er wird auch Winter-Jasmin genannt und blüht mitten im Winter, sogar unter Schnee, manchmal bereits ab Januar. Seine gelben Blüten duften nicht. Er passt sich jedem Garten an, kann im Winter im Boden bleiben und verträgt problemlos Temperaturen bis -12 °C.
  • Der Trachelospermum jasminoides (Sternjasmin oder Falscher Jasmin): Gut eingewachsen verträgt er kurzzeitig Frost bis etwa -10 °C.
Jasmin überwintern, Jasminschutz im Winter

Zu den weniger frostempfindlichen Jasminarten zählen oben der gelbe Jasminum nudiflorum, unten links der Falsche Jasmin und unten rechts der Echte Jasmin

Die frostempfindlicheren Arten (etwa bis -5 °C), wie Jasminum grandiflorum (Chinesischer Tee-Jasmin) und Jasminum azoricum (auch Azoren-Jasmin oder Madeira-Jasmin genannt), werden häufig im Gewächshaus oder Wintergarten als Zimmerpflanzen kultiviert.

Jasmin überwintern, Jasminschutz im Winter

Jasminum grandiflorum und Jasminum azoricum

→ Mehr dazu in unserem Ratgeber: Welchen Jasmin je nach Region pflanzen?

→ Zum Überblick: „Winterharte Pflanzen und Winterhärte“

Jasmin im Freiland schützen

Der Jasmin bevorzugt einen vor kalten Winden geschützten Standort. In kalten Regionen pflanzen Sie ihn am besten an eine nach Süden ausgerichtete Mauer. In eher trockenem Boden übersteht er Frost besser. In den ersten Jahren ist er empfindlicher; sobald er gut eingewurzelt ist, reagiert er etwas weniger anfällig auf Kälte.

Wann sollte er geschützt werden?

Solange das Wetter mild und trocken bleibt, muss Ihr Jasmin nichts befürchten. In Regionen mit milden Wintern kann er den ganzen Winter über im Boden bleiben. In den ersten Jahren nach der Pflanzung und besonders in Regionen mit starkem Frost müssen Sie ihn unbedingt mit einem Winterschutz versehen. Vorsicht ist besser als Nachsicht: Einige Maßnahmen helfen ihm, den Winter im Garten gut zu überstehen.

  1. Vor den ersten Frösten: den Wurzelstock mulchen – mit einer dicken Schicht Mulch zum Schutz vor Kälte, Stroh oder Falllaub. So bleiben die Wurzeln warm.
  2. Bei angekündigtem starkem Frost: die oberirdischen Pflanzenteile umhüllen, ohne die Zweige zu beschädigen, und mit einem Wintervlies schützen. Es schützt auch vor Regen, Schnee und sogar Hagel. Lüften Sie an sonnigen, frostfreien Tagen regelmäßig, indem Sie das Vlies einige Stunden abnehmen. Schließen Sie es vor Einbruch der Dunkelheit wieder. Sobald die Temperaturen steigen und keine Frostgefahr mehr besteht, können Sie den Schutz entfernen.
  3. Weniger gießen und nur an frostfreien Tagen. Stellen Sie das Düngen vollständig ein.

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Jasmin im Topf überwintern

Wann und wo den Topf im Winter unterstellen?

Sobald es kalt und feucht wird, auch wenn noch kein Frost herrscht. Jasmin im Topf sollte vor den ersten Frösten geschützt werden: im Norden Frankreichs etwa Mitte Oktober, im Süden etwa Mitte November.

Wie schützen?

In Regionen mit strengen Wintern lässt sich Jasmin leicht in einem großen Topf kultivieren und geschützt vor starkem Frost überwintern. Stellen Sie die Töpfe in ein temperiertes Gewächshaus, einen Wintergarten oder einen sehr hellen, frostfreien Raum. Ideal sind Temperaturen um 16 °C. Besprühen Sie das Laub regelmäßig mit kalkarmem Wasser, um einem Befall durch Rote Spinnen vorzubeugen.

  • In milden Regionen, in denen die Temperaturen etwa nicht unter -10 °C fallen, kann Ihr Jasmin im Topf draußen überwintern. Stellen Sie ihn an eine gut geschützte Hauswand. Wickeln Sie den Topf vorsichtshalber in Pappe, Luftpolsterfolie oder Jute, um die Wurzeln vor Kälte zu schützen. Im Freiland sind sie weniger frostgefährdet. Entfernen Sie den Schutz im Frühjahr.
  • Zum Winterende geben Sie organischen Dünger und beginnen wieder vorsichtig mit dem Gießen. Nach den Frösten, je nach Region von März bis Mai, können Sie Ihren Jasmin im Topf wieder nach draußen stellen.
  • Alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr oder Herbst in ein nährstoffreiches, leichtes und drainierendes Substrat umtopfen.

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Den Jasmin im Winter schützen