Kakteen gießen: häufige Fehler
Kakteen gießen: Fehler vermeiden
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Viele halten Kakteen für unverwüstlich und gießen sie monatelang nicht. Doch auch sie brauchen Wasser. Gießfehler vermeiden: So bleiben Kakteen gesund.
Cactus: Wasserbedarf und Wachstumszyklen verkennen
Einer der häufigsten Fehler beim Gießen von Kakteen ist die Annahme, dass sie praktisch nie Wasser brauchen. Sie stammen zwar aus Wüstenregionen und können unter extremen Bedingungen überleben … aber Überleben heißt nicht, dass sie gedeihen!
Ein gesunder Kaktus braucht eine gut dosierte Wassergabe, um zu wachsen, zu blühen und seine schöne fleischige Form zu bewahren. Während des aktiven Wachstums, meist vom Frühjahr bis zum Spätsommer, also von April bis Ende September, ist Gießen unerlässlich. In dieser Zeit nutzt der Kaktus die Feuchtigkeit im Boden, um sein Gewebe zu entwickeln und seine inneren Reserven aufzufüllen. Bleibt er zu lange ohne Wasser, verharrt er möglicherweise im „Überlebensmodus“, wächst langsamer und wird anfälliger.

Einer der häufigsten Fehler beim Gießen von Kakteen ist die Annahme, dass sie praktisch nie Wasser brauchen.
Im Winter dagegen, von Oktober bis Ende März, gehen die meisten Kakteen in Dormanz oder Vegetationsruhe. Ihr Wasserbedarf sinkt stark. Jetzt machen viele Gärtner den Fehler, wie im Sommer zu gießen, weil sie ihre Pflanze „mit Wasser versorgen“ möchten, obwohl sie es nicht braucht. Die überschüssige Feuchtigkeit ist besonders schädlich: Sie lässt die Wurzeln faulen und die Kakteen zusammensinken.
Unser Tipp: Achten Sie auf den Wechsel der Jahreszeiten: Gießen Sie während des Wachstums mäßig und im Winter in deutlich größeren Abständen. Ein etwas zu trockener Kaktus ist besser als ein ertränkter.
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Die richtige Häufigkeit beim Gießen von Kakteen zu finden, ist manchmal schwierig. Zu viel Wasser, und es kommt zur Katastrophe: Die Wurzeln faulen, die Triebe werden weich, und binnen weniger Tage kann Ihr Kaktus eingehen. Zu wenig Wasser, und die Pflanze trocknet langsam aus, verliert ihre Festigkeit oder wird sogar runzelig.
Übermäßiges Gießen ist zweifellos der häufigste Fehler, vor allem bei Pflanzenfreunden, die es besonders gut machen wollen. Anders als viele andere Pflanzen müssen Kakteen zwischen zwei Wassergaben vollständig austrocknen. Das Substrat muss auch in der Tiefe trocken sein, nicht nur an der Oberfläche, bevor Sie die Pflanze wieder gießen. Ein dauerhaft feuchtes Substrat gefährdet die Wurzeln.
Dagegen kommt zu seltenes Gießen weniger häufig vor, vor allem während des Wachstums, wenn Kakteen mehr Wasser benötigen. Ein durstiger Kaktus kann leicht runzelig werden, an Festigkeit verlieren oder deutlich langsamer wachsen.

Verbringt Ihr Kaktus die warme Jahreszeit im Freien, stellen Sie ihn vor schlechtem Wetter geschützt auf, damit er ausreichend Wasser erhält.
Wie gießt man Kakteen also richtig?
- Im Frühling und Sommer alle 10 bis 20 Tage, abhängig von Wärme und Lichtverhältnissen, Topfgröße, Art des Kaktus … Verbringt Ihr Kaktus die warme Jahreszeit im Freien, stellen Sie ihn vor schlechtem Wetter geschützt auf, damit er ausreichend Wasser erhält.
- Im Herbst und Winter einmal im Monat gießen, bei einem Kaktus in Dormanz in einem kühlen Raum, etwa einem Wintergarten mit 5 bis 10 °C, eventuell gar nicht.
Unser Tipp: Sind Sie unsicher, stecken Sie einfach einen Finger (achten Sie auf die Dornen) bis zur halben Topfhöhe ins Substrat. Ist es trocken, können Sie gießen. Ist es feucht, warten Sie noch einige Tage.
Falsch gießen
Beim Gießen eines Kaktus zählt nicht nur die Häufigkeit, sondern auch die Art des Gießens. Eine falsche Gießmethode kann die Gesundheit Ihrer Pflanze leicht beeinträchtigen – selbst bei gutem Substrat und eingehaltenen Gießintervallen.
Viele gießen ihre Kakteen von oben, wie jede andere Zimmerpflanze. Das ist grundsätzlich kein Problem, sofern Sie das Substrat gründlich durchfeuchten, bis Wasser aus dem Abzugsloch läuft. Leichtes Gießen an der Oberfläche reicht dagegen nicht aus: Das Wasser dringt nicht tief genug ein und fördert die Bildung oberflächlicher, empfindlicherer Wurzeln.
Auch das Gießen von unten ist eine gute Möglichkeit, vor allem bei kleinen Töpfen oder sehr trockenem Substrat. Die Wurzeln nehmen das Wasser durch Kapillarwirkung auf, ohne dass die Basis des Kaktus nass wird. Stellen Sie den Kaktus einfach 15 bis 30 Minuten in einen Untersetzer. Lassen Sie den Topf aber keinesfalls zu lange im Wasser stehen, da das Substrat sonst durchnässt. Restwasser schadet den Wurzeln sehr.

Es empfiehlt sich, eine Gießkanne mit feiner Tülle zu verwenden, um das Gießen von Kakteen präzise zu kontrollieren, ohne die Pflanze zu bespritzen.
Ebenso sollten Sie den Körper des Kaktus nicht nass machen, insbesondere nicht bei voller Sonne. Diese Methode verursacht Verbrennungen oder verstärkt das Auftreten von Pilzflecken, vor allem bei Arten mit dünner Epidermis wie Echinopsis.
Unser Tipp: Verwenden Sie eine Gießkanne mit feiner Tülle, um das Gießen präzise zu kontrollieren, ohne die Pflanze zu bespritzen.
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Auch bei richtiger Gießhäufigkeit hat ein Kaktus in ungeeignetem Substrat keine Chance. Der häufigste Fehler ist klassische, zu kompakte Blumenerde, die Feuchtigkeit speichert … und schließlich die gefürchtete Wurzelfäule verursacht.
Ein Substrat für Kakteen muss extrem drainierend sein. Das Wasser soll den Topf schnell durchlaufen, ohne sich zu stauen. Je schneller der Boden trocknet, desto geringer das Risiko, dass die Wurzeln keine Luft bekommen. Empfehlenswert ist spezielle Kakteenerde oder eine eigene Mischung:
- 1/3 leichte, klassische Blumenerde ohne Wasserspeicher
- 1/3 grober Sand oder Lava
- 1/3 Perlite oder feiner Kies
Ebenso wichtig ist der Topf: Er muss unbedingt ein Abzugsloch haben. Vorsicht auch bei Untersetzern und Übertöpfen: Steht dort Wasser, steigt es selbst Stunden nach dem Gießen wieder ins Substrat. Der Boden bleibt dann völlig durchnässt.
Ungeeignetes Wasser verwenden
Gießwasser für Kakteen: Ideal ist zimmerwarmes Regenwasser. Leitungswasser 24 Stunden stehen lassen; bei Astrophytum pH um 6,5 prüfen.
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