Krankheiten und Parasiten des Rauhschopfs

Krankheiten und Parasiten des Rauhschopfs

Erkennung, Vorbeugung und natürliche Lösungen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 18. Januar 2026  durch Angélique 4 min.

Dasylirion: Krankheiten und Schädlinge erkennen, vorbeugen und natürlich behandeln – von Wurzelfäule bis Spinnmilben und Schildläusen.

Schwierigkeit

Wurzelfäule

Wurzelfäule kann die Gesundheit des Rauhschopfs beeinträchtigen. Sie wird meist durch zu viel Wasser und schlecht drainierten Boden verursacht.

Symptome

Wurzelfäule erkennen Sie an gelben, welken und weichen Blättern sowie am scheinbaren Wachstumsstopp der Pflanze. Auch ein unangenehmer Geruch kann aus dem Boden aufsteigen, verursacht durch verfaulte Wurzeln.

Vorbeugung

Um Wurzelfäule beim Rauhschopf vorzubeugen, vermeiden Sie am besten ihre Ursache: zu viel Wasser. Gießen Sie die Pflanze nicht zu stark und pflanzen Sie sie in gut durchlässigen Boden, der nicht lehmig und schwer ist. Für eine bessere Drainage geben Sie Sand oder Kies in den Boden oder pflanzen Sie Ihren Rauhschopf in einen Topf mit Abzugsloch.

Behandlung

Die Behandlung besteht darin, die Drainage des Bodens zu verbessern. Nehmen Sie Ihren Rauhschopf aus der Erde und reinigen Sie die Pflanze, indem Sie die anhaftende Erde und die verfaulten Wurzeln entfernen. Diese erkennen Sie an ihrer braunen statt weißen Färbung. Verwenden Sie zum Entfernen der befallenen Teile zuvor mit Alkohol desinfizierte Werkzeuge. Lassen Sie die Wurzeln bei Bedarf trocknen und pflanzen Sie den Rauhschopf anschließend in gut durchlässigen Boden. Für eine bessere Drainage können Sie Sand oder Kies in das Substrat mischen.

Rote Spinnmilben

Spinnmilben sind winzige Milben, die Pflanzen durch das Saugen an ihrem Pflanzensaft erheblich schädigen können. Sie gedeihen in warmer, trockener Umgebung und können sich im Gewächshaus leichter vermehren.

Symptome

Spinnmilben sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Alarmsignale sind feine weiße oder graue Gespinste auf den Blättern. Diese vertrocknen und fallen ab.

Vorbeugung

Da Spinnmilben trockene, warme Bedingungen bevorzugen, können Sie sie bekämpfen, indem Sie die Blätter regelmäßig mit Wasser besprühen. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit, besonders im Gewächshaus, und schafft ein ungünstigeres Umfeld für Spinnmilben.
Achten Sie außerdem auf eine gute Luftzirkulation zwischen den Pflanzen. Vermeiden Sie stickstoffreichen Dünger. Sie können die Blätter auch gelegentlich mit Brennnesseljauche oder einem Schachtelhalm-Sud besprühen.

Behandlung

Um Spinnmilben zu beseitigen, können Sie eine mit 30 % verdünnte Knoblauchbrühe oder eine natürliche Lösung aus Rapsöl, Schmierseife und ätherischem Rosmarinöl versprühen. Für die Zubereitung 20–25 Tropfen ätherisches Rosmarinöl, 3 oder 4 Tropfen flüssige Schmierseife und 5 ml Rapsöl in 1 Liter Wasser mischen.
Eine weitere Möglichkeit zur Bekämpfung von Spinnmilben ist die biologische Bekämpfung mit natürlichen Fressfeinden dieser Milben, etwa Florfliegenlarven und Phytoselulus persimillis.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: „Spinnmilben: Erkennen und bekämpfen“.

Spinnmilben

Hier aus der Nähe betrachtet: An ihren Gespinsten lassen sich Spinnmilben manchmal besser erkennen

Schildläuse

Schildläuse sind Pflanzensaft saugende Insekten, die sich auf Blättern und Stängeln festsetzen. Sie schwächen die Pflanze und beeinträchtigen ihre Gesundheit.

Symptome

Schildläuse treten als kleine weiße, braune oder schwarze Ansammlungen auf, die an Blättern und Stängeln sichtbar sind. Die Blätter können sich gelb verfärben und verformen, anschließend vertrocknen und abfallen. Schildläuse scheiden Honigtau aus, eine klebrige Substanz, die zur Entwicklung schwarzer Schimmelpilze, auch Rußtau genannt, führen kann.

Vorbeugung

Sorgen Sie für optimale Kultur- und Pflegebedingungen des Rauhschopfs, damit er gesund und kräftig bleibt. Fördern Sie die Luftzirkulation, indem Sie die Pflanzen beispielsweise außerhalb des Gewächshauses an die frische Luft stellen. Stellen Sie Ihre Pflanzen nicht zu dicht nebeneinander, um eine Ausbreitung der Schädlinge zu vermeiden.

Behandlung

Bei geringem Befall können Sie die Schildläuse von Hand entfernen. Tränken Sie ein Wattestäbchen mit Alkohol und entfernen Sie die Schildläuse manuell. Bei stärkerem Befall tragen Sie eine Lösung aus mit Wasser verdünnter Schmierseife auf die Blätter auf, die Sie zuvor angesetzt haben, um die Schildläuse zu beseitigen. Mischen Sie in 1 Liter Wasser:
– 1 Teelöffel flüssige Schmierseife
– 1 Teelöffel Brennspiritus
– 1 Teelöffel Pflanzenöl, zum Beispiel Rapsöl.
Sprühen Sie diese Lösung zunächst zweimal im Abstand von 30 Minuten auf. Anschließend sprühen Sie alle 8 Tage, bis die Schildläuse vollständig verschwunden sind.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: „Schildläuse: Erkennung und Bekämpfung“.

Ergänzend empfehlen wir unseren Ratgeber: Die wichtigsten Pflanzenschädlinge und Krankheiten erkennen sowie unseren ausführlichen Ratgeber zum Pflanzen und Pflegen des Rauhschopfs.

cochenille sur tige

Schildläuse bilden kleine weiße, watteartige Ansammlungen

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