Öko-Weide: Welche Tiere fürs Grundstück?
Die besten Methoden und geeignete Tiere entdecken
Inhaltsverzeichnis
Schafe auf dem Rasen, Ziegen am Hang: Öko-Beweidung senkt CO₂ und belebt das Grundstück. Welche Tiere passen?
Was ist Öko-Weidehaltung?
Ökologisches Weidemanagement ist eine Methode zur Pflege von Grünflächen, bei der Pflanzenfresser zur Vegetationspflege eingesetzt werden. Im Gegensatz zur mechanischen Pflege beruht das ökologische Weidemanagement auf natürlicher Beweidung: Die Tiere fressen Gras und Pflanzen und sorgen so für eine nachhaltige, umweltfreundliche Pflege der Flächen. Diese alte Methode erlebt aufgrund ihrer zahlreichen ökologischen, wirtschaftlichen und ästhetischen Vorteile eine Renaissance.
Beim ökologischen Weidemanagement spricht man von extensiver Beweidung, das heißt, die Anzahl der Tiere wird begrenzt, um eine zu starke Belastung der Pflanzenwelt zu vermeiden.
Vorteile des ökologischen Weidemanagements
- Ökologische Vorteile: Die Tiere fördern die Biodiversität, indem sie das Wachstum verschiedener Pflanzenarten begünstigen. Die Beweidung hält Wiesen offen und verhindert, dass unerwünschte Sträucher und Bäume sie überwuchern. Tierische Ausscheidungen reichern den Boden mit organischer Substanz an und verbessern dadurch seine Fruchtbarkeit und Struktur. Außerdem verringert das ökologische Weidemanagement den Einsatz schwerer Maschinen und chemischer Mittel und senkt dadurch CO2-Emissionen sowie die Verschmutzung von Boden und Gewässern.
- Wirtschaftliche Vorteile: Die Kosten für Anschaffung und Wartung von Mähgeräten sowie für Pflanzenschutzmittel sinken. Zwar erfordert der Einsatz von Tieren zunächst Investitionen in Infrastruktur und tierärztliche Versorgung, doch werden diese Kosten häufig langfristig durch Einsparungen ausgeglichen. Zudem können Nebenprodukte wie Wolle, Milch oder Fleisch zusätzliche Einnahmen bringen.
- Ästhetische Vorteile: Tiere in Parks, öffentlichen Gärten oder auf privaten Flächen schaffen eine lebendige, abwechslungsreiche Landschaft im Einklang mit der Natur. Dieser natürliche Ansatz wird von Besuchern und Anwohnern als attraktiver und angenehmer empfunden. Weidetiere können außerdem Bildungs- und Freizeitelemente sein und Kindern wie Erwachsenen Lern- und Erholungsmöglichkeiten bieten.

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Wiesen
Wiesen sind offene Flächen, die hauptsächlich aus Gräsern und krautigen Pflanzen bestehen. Aufgrund ihrer üppigen Vegetation und guten Zugänglichkeit eignen sie sich besonders für die ökologische Beweidung. Schafe, Ziegen und Kühe werden auf diesen Flächen häufig als Weidetiere eingesetzt. Wiesen bieten viel Platz, sodass sich die Tiere frei bewegen können, was eine effiziente Pflege der Vegetation ermöglicht. Außerdem trägt die Beweidung zum Erhalt der floristischen Vielfalt bei und verhindert, dass einzelne Arten andere verdrängen.
Waldflächen
Waldflächen sind wegen der Bäume und des dichten Unterholzes eine anspruchsvollere Umgebung für die ökologische Beweidung. Einige Tierarten, etwa Ziegen, eignen sich jedoch besonders gut für die Pflege solcher Flächen. Ziegen können Gebüsch abweiden und junge Baumtriebe fressen. So tragen sie zur Pflege des Unterholzes und zur Vermeidung von Waldbränden bei. Zudem können Waldflächen von der natürlichen Düngung durch tierische Ausscheidungen profitieren, die die Bodenqualität verbessert.
Hanglagen
Hanglagen stellen die mechanische Pflege vor besondere Herausforderungen, wodurch die ökologische Beweidung zu einer idealen Lösung wird. Schafe und Ziegen eignen sich dank ihrer Wendigkeit und ihrer Fähigkeit, sich auf steilen Hängen zu bewegen, besonders gut für diese Umgebung. Die Beweidung von Hanglagen stabilisiert den Boden und verringert dadurch Erosion und Abfluss. Außerdem erreichen die Tiere schwer zugängliche Bereiche, in die Maschinen nicht gelangen, und sorgen so auf der gesamten Fläche für eine gleichmäßige Vegetationspflege.

Pferde eignen sich gut für flache Wiesenflächen
Städtische Flächen
Die ökologische Beweidung in städtischen Bereichen wird immer beliebter. Parks, Brachflächen und öffentliche Gärten können von ihr profitieren. Tiere wie Schafe und Ziegen werden in solchen Umgebungen häufig eingesetzt, um Rasen und bewachsene Flächen zu pflegen. Die Einbindung der ökologischen Beweidung in städtische Bereiche bietet pädagogische und erholsame Vorteile und ermöglicht Stadtbewohnern, wieder einen Bezug zur Natur zu finden. Außerdem kann diese Praxis das Erscheinungsbild städtischer Grünflächen verbessern und zur lokalen Biodiversität beitragen.
Tiere bei der Öko-Beweidung
Schafe
Schafe werden am häufigsten für die ökologische Beweidung eingesetzt. Sie sind gutmütig, leicht zu halten und fressen effektiv eine Vielzahl krautiger Pflanzen. Ihr geringes Gewicht schont den Boden und verringert die Verdichtung. Schafe helfen außerdem, übermäßiges Graswachstum zu verhindern und eine ideale Vegetationshöhe zu erhalten.
Geeignete Schafrassen
- Ouessantschaf: klein und robust, ideal für kleine Flächen und schwer zugängliches Gelände.
- Merinoschaf: bekannt für seine hochwertige Wolle, eignet sich aber auch sehr gut zur Beweidung.
- Soayschaf: winterhart und anpassungsfähig, ideal für unwegsames Gelände und unterschiedliche Klimazonen.
Ziegen
Ziegen eignen sich besonders gut zur Pflege von Gestrüpp und jungen Baumtrieben und sind daher ideal für bewaldete und stark bewachsene Flächen. Sie sind wendig und erreichen Bereiche, die für andere Tiere schwer zugänglich sind. Ziegen sind außerdem dafür bekannt, invasive Arten einzudämmen.
Geeignete Ziegenrassen
- Alpenziege: vielseitig und widerstandsfähig, für verschiedene Geländearten geeignet.
- Boerziege: bekannt für ihre Größe und ihre Fähigkeit, dichte Vegetation abzuweiden.
- Kikoziege: winterhart und pflegeleicht, ideal für schwierige Lebensräume.

Soayschafe auf Schloss Le Lude im Département Sarthe (© Château du Lude) und Boerziege
Rinder
Rinder werden auf großen Flächen für die ökologische Beweidung eingesetzt. Sie fressen hohes Gras und krautige Pflanzen effektiv und tragen so zur Pflege von Wiesen und großen Freiflächen bei. Ihr höheres Gewicht hilft, verdichteten Boden aufzulockern und verbessert dadurch die Bodenstruktur sowie die Wasseraufnahme.
Geeignete Rinderrassen
- Highland-Rind: robust und wetterfest, für kalte Klimazonen geeignet.
- Hereford-Rind: bekannt für seine problemlose Haltung und seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lebensräume.
- Dexter-Rind: klein und wendig, ideal für kleine Flächen und unterschiedliches Gelände.
- Galloway-Rind: robust und besonders winterhart, für kalte und feuchte Klimazonen geeignet.
Pferde
Pferde werden auf großen Flächen und offenen Geländen zur Beweidung eingesetzt. Sie fressen hohes Gras effektiv und können außerdem dabei helfen, bestimmte Pflanzenarten einzudämmen. Ihre Anwesenheit in städtischen Grünanlagen oder Parks sorgt für einen ästhetischen und erholsamen Aspekt.
Geeignete Pferderassen
- Shetlandpony: klein und robust, ideal für kleine Flächen und schwieriges Gelände.
- Fjordpferd: widerstandsfähig und vielseitig, für unterschiedliche Klimazonen geeignet.
- Haflinger: bekannt für sein Geschick bei der Arbeit in schwierigen Lebensräumen, für unwegsames Gelände geeignet.

Dexter-Rind und Haflinger
Weitere Tiere (Lamas, Esel …)
Lamas und Esel werden für die ökologische Beweidung eingesetzt, insbesondere in bestimmten Lebensräumen. Lamas fressen Sträucher und verholzte Pflanzen effektiv ab, während Esel für Hanglagen und schwer zugängliches Gelände geeignet sind.
Geeignete Tiere
- Lama: robust und pflegeleicht, für bewaldetes und unwegsames Gelände geeignet.
- Poitou-Esel: bekannt für seine Widerstandsfähigkeit und seine Fähigkeit, in schwierigen Lebensräumen zu arbeiten.
- Maultier: widerstandsfähig und vielseitig, ideal für Hanglagen und unterschiedliches Gelände.

Poitou-Esel und Lamas
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Ökologische Rasenpflege: praktischer Ratgeber!Was sagt das Gesetz?
Damit die Beweidung mit Tieren funktioniert und das Projekt optimal startet, sollten Sie sich gleich zu Beginn von Fachleuten beraten lassen. Sie helfen Ihnen bei der Auswahl der Tiere und den nötigen Pflegemaßnahmen.
Gesetzliche Bestimmungen in Frankreich
Behördliche Anmeldung und Kennzeichnung: Wer Tiere zur Landschaftspflege einsetzen möchte, benötigt eine von den zuständigen Behörden vergebene Betriebsnummer. Die Tiere müssen nach den geltenden Vorschriften gekennzeichnet sein, bei Schafen und Ziegen unter anderem mit Ohrmarken. Außerdem ist ein Bestandsregister zu führen, und ein betreuender Tierarzt muss die Tiere regelmäßig gesundheitlich kontrollieren.
Tierwohl: Die Haltungsbedingungen müssen den Bestimmungen des französischen Landwirtschaftsgesetzbuchs entsprechen. Die Tiere müssen vor Hunger, Durst, körperlichen Einschränkungen, Schmerzen und Krankheiten geschützt sein und normales Verhalten zeigen können.
Transport und Haltung: Die Vorschriften zum Transport lebender Tiere und zum Tierwohl gelten ebenfalls. Einrichtungen wie Zäune und Unterstände müssen angepasst sein, um Sicherheit und Komfort der Tiere zu gewährleisten. Die Flächen müssen klar abgegrenzt werden, um Überweidung zu verhindern und einen Weidewechsel zu ermöglichen.
→ Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Fédération Française d’éco-pâturage et d’éco-pastoralisme.
Gesetzliche Bestimmungen in Belgien
Betriebsnummer: Tierhalter müssen registriert sein und eine Betriebsnummer besitzen. Die Tiere müssen mit amtlichen Kennzeichen versehen sein. Außerdem ist ein aktuelles Bewegungsregister zu führen.
Tierwohl: Die belgischen Tierschutzgesetze schreiben vor, dass Tiere ausreichend Futter und Wasser erhalten und vor Witterungseinflüssen geschützt werden. Die Unterstände müssen je nach Klima geeigneten Schutz bieten.
Transport und Pflege: Der Transport von Tieren muss den Vorschriften der Europäischen Union entsprechen. Die Tiere müssen so transportiert werden, dass Stress und Verletzungen möglichst vermieden werden. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind ebenfalls vorgeschrieben, um Krankheiten vorzubeugen und die Gesundheit der Tiere zu gewährleisten.

Ein Unterstand schützt die Tiere vor Regen und Kälte
Welches Tier passt zu Ihnen?
Bei der Auswahl der Tiere sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen:
- Größe: Die Größe der Fläche beeinflusst die Anzahl und die Art der benötigten Tiere. Auf großen Wiesen können Kühe oder Pferde gehalten werden, während sich kleinere Flächen eher für Schafe oder Ziegen eignen.
- Vegetationstyp: Die vorherrschende Vegetation sollte die Auswahl der Tiere bestimmen. Ziegen eignen sich ideal für bewaldete und stark verbuschte Bereiche, während Schafe besser für grasbewachsene Wiesen geeignet sind.
- Klima: Das lokale Klima beeinflusst die Robustheit und Widerstandsfähigkeit der Tiere. Für ihr Wohlbefinden und eine effektive Beweidung ist es entscheidend, Tierarten zu wählen, die an die klimatischen Bedingungen Ihrer Region angepasst sind.
- Umwelt: Achten Sie darauf, dass die Tiere bestehende Ökosysteme nicht beeinträchtigen, sondern positiv zur Biodiversität beitragen.

Wählen Sie die Tiere entsprechend ihrer Kälteresistenz in Ihrer Region aus.
Auf Ihrer Fläche anlegen
Geländevorbereitung
Zunächst ist es wichtig, den aktuellen Zustand der Vegetation und des Bodens zu beurteilen. Dazu gehören die Bestimmung der vorhandenen Pflanzenarten und die Ermittlung unerwünschter Vegetation, die möglicherweise vorab beseitigt werden muss. Anschließend wird das Gelände für die Tiere vorbereitet. Dabei werden Abfälle entfernt, für Tiere giftige Pflanzen beseitigt und die Zugänge zu Wasserstellen verbessert.
Erforderliche Infrastruktur
Für eine erfolgreiche ökologische Beweidung ist die passende Infrastruktur unerlässlich:
- Zäune: Stabile, gut gepflegte Zäune halten die Tiere in den vorgesehenen Bereichen und schützen sie vor Raubtieren. Die Art des Zauns hängt von den gewählten Tierarten ab. Elektrozäune eignen sich beispielsweise für Schafe und Ziegen, während für Kühe und Pferde robustere Zäune erforderlich sein können.
- Unterstände: Die Tiere brauchen Schutz vor Witterungseinflüssen wie Regen, Wind und intensiver Sonne. Unterstände müssen an Größe und Anzahl der Tiere angepasst sein und jedem Tier ausreichend Platz zum bequemen Ruhen bieten. Einfache Strukturen wie Schuppen oder Hütten können ausreichen.
- Wasserstellen: Ständiger Zugang zu sauberem, frischem Wasser ist für Weidetiere unerlässlich. Automatische Tränken oder natürliche Wasserstellen müssen vorhanden und regelmäßig kontrolliert werden, um Verunreinigungen zu vermeiden.
Tierhaltung
Eine sorgfältige und regelmäßige Betreuung der Tiere ist für den Erfolg der ökologischen Beweidung unerlässlich:
- Fütterung: Obwohl sich die Tiere hauptsächlich von der Vegetation des Geländes ernähren, kann eine Ergänzung notwendig sein, vor allem in Zeiten mit geringem Graswachstum. Nährstoffzusätze und Mineralien sorgen für eine ausgewogene Ernährung.
- Tierärztliche Versorgung: Impfungen, Parasitenbehandlungen und Routinekontrollen sind für die Gesundheit der Tiere unerlässlich. Außerdem sollten Sie Krankheits- oder Verletzungszeichen beobachten und bei Bedarf sofort für eine Behandlung sorgen.
- Kontrolle: Eine regelmäßige Überwachung ist nötig, um sicherzustellen, dass die Tiere gesund bleiben und das Gelände effizient gepflegt wird. So lässt sich die Haltung an wechselnde Bedürfnisse und Bedingungen anpassen.

Eine Gesundheitskontrolle der Tiere ist unerlässlich.
Pflege und Nachsorge
Vegetationskontrolle
Die Vegetation sollte regelmäßig kontrolliert werden, um eine gleichmäßige Beweidung sicherzustellen und zu verhindern, dass eine Art auf Kosten anderer überhandnimmt. So bleibt das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Pflanzen erhalten, die Biodiversität wird gefördert und die Ausbreitung invasiver Pflanzen verhindert. Je nach Beobachtung kann es nötig sein, die Tiere in neue Bereiche zu bringen, um Überweidung zu vermeiden, die den Boden auslaugen und die Regeneration der Pflanzen beeinträchtigen kann.
Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere
Die Tiere müssen laufend auf Anzeichen von Krankheit, Verletzungen oder Stress untersucht werden. Besonderes Augenmerk gilt ihrer Ernährung und Wasserversorgung, vor allem bei extremen Wetterbedingungen. Futterzusätze und Mineralstoffe können nötig sein, um eine gute körperliche Verfassung zu erhalten. Außerdem ist sicherzustellen, dass die Tiere jederzeit ausreichenden Schutz vor Witterungseinflüssen finden.
Ökologische Kontrolle (Auswirkungen auf Biodiversität und Boden)
Regelmäßige Erfassungen der Flora können Veränderungen in der Zusammensetzung der Pflanzenarten aufzeigen. Sie geben Hinweise auf eine erfolgreiche Bewirtschaftung oder auf nötige Anpassungen. Auch die Erfassung von Insekten, Vögeln und Kleinsäugern durch zuständige Organisationen liefert Hinweise auf die gesamte Biodiversität.
Beim Boden ist es wichtig, Gesundheitsindikatoren wie den Gehalt an organischer Substanz, die Bodenstruktur und die mikrobielle Aktivität zu kontrollieren. Regelmäßige Bodenanalysen erkennen Anzeichen von Verdichtung, Erosion oder Nährstoffungleichgewichten.
Öko-Beweidung im Garten: ein Sonderfall
Öko-Weidehaltung ist nicht nur für große Wiesen und öffentliche Parks geeignet. Immer mehr Privatleute entdecken die Vorteile von Pflanzenfressern zur Pflege ihres Gartens. Diese ökologische Methode bietet eine natürliche Alternative zum maschinellen Mähen und fördert die Biodiversität. Hier erfahren Sie alles, was Sie für die Einrichtung einer Öko-Weidehaltung in Ihrem Garten wissen müssen.
Welche Tiere?
Für Privatgärten sind Schafe und Ziegen besonders beliebt.
- Schafe: Ouessant-Schafe eignen sich dank ihrer geringen Größe und ihres gutmütigen Wesens besonders für kleine Gärten. Sie fressen hauptsächlich Gras und halten die Vegetation auf einer idealen Höhe.
- Ziegen: Zwergziegen oder Graben-Ziegen sind ideal für Gärten mit Sträuchern oder Gestrüpp. Sie sind wendig und können eine große Vielfalt an Pflanzen fressen, darunter Brombeerranken und junge Baumtriebe.
- Hühner: Obwohl sie keine reinen Pflanzenfresser sind, können Hühner dabei helfen, Unkraut und Insekten zu reduzieren und gleichzeitig frische Eier zu liefern.
Wie viele Tiere?
Die Anzahl der Tiere hängt von der Größe Ihres Gartens und der Dichte der Vegetation ab.
- Für einen Garten von 500 bis 1000 m² reichen meist ein oder zwei Ouessant-Schafe, um die Fläche zu pflegen, ohne den Boden zu überlasten.
- Ziegen benötigen aufgrund ihrer vielfältigeren Ernährung möglicherweise etwas mehr Fläche. Eine Ziege pro etwa 1000 m² ist eine gute Faustregel.
- Bei Hühnern rechnen Sie mit 4 bis 5 Tieren für einen Garten von 200 m².
Ab welcher Fläche?
Öko-Weidehaltung ist auch auf relativ kleinen Flächen möglich. Bereits ein Garten von 500 m² kann von einer kleinen Herde Schafe oder Ziegen profitieren. Für Hühner kann sogar eine Fläche von 100 m² ausreichen.
Gesetzliche Bestimmungen
Bevor Sie Tiere in Ihrem Garten halten, sollten Sie die örtlichen Bestimmungen prüfen.
- Meldungen: In Frankreich müssen Schafe oder Ziegen bei der Direction Départementale de la Protection des Populations (DDPP) gemeldet werden. Auch bei privater Haltung wird Ihnen eine Betriebsnummer zugeteilt.
- Besondere Anforderungen: Ziegen und Schafe müssen mit einer Ohrmarke gekennzeichnet sein. Für Ziegen kann außerdem ein Brucellose-Test erforderlich sein.
- Örtliche Vorschriften: Einige Gemeinden schränken die Haltung von Nutztieren in städtischen Gebieten ein. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde nach den Vorschriften zu möglichen Belästigungen und Mindestabständen zu benachbarten Wohnhäusern.
- Platzbedarf: Stellen Sie sicher, dass Ihr Garten ausreichend Platz und geeignete Bedingungen für das Wohlbefinden der Tiere bietet, etwa Unterstände, Wasserstellen und passende Zäune.

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