Oleander im Topf kultivieren?
Oleander im Topf: Pflanzen & Pflege
Inhaltsverzeichnis
Oleander blüht bis zu 6 Monate. Im Topf lässt er sich leichter überwintern – besonders in Regionen mit strengen Wintern.
Oleander im Topf kultivieren?
Oleander lässt sich im Topf kultivieren, sofern Sie ihn in ein ausreichend großes Gefäß mit gut drainierendem Substrat pflanzen und den Kübel an einen sonnigen Standort stellen.
Das richtige Gefäß wählen
Nerium oleander ist ein stark wachsender Strauch, der im Freiland bis zu 5 m hoch werden kann, wenn er nicht geschnitten wird.
Wählen Sie daher immer einen großen Kübel für Ihren Oleander, damit seine Wurzeln ausreichend Platz zur Entwicklung haben. Beachten Sie, dass junge Oleander jedes Jahr umgetopft werden müssen.
Wählen Sie außerdem möglichst einen Topf mit Abzugslöchern, da die Pflanze keine Staunässe verträgt.

© Maja-Dumat – Flickr
Das richtige Substrat verwenden
Oleander ist ein nährstoffbedürftiger Strauch, der in ein fruchtbares, frisches und gut drainiertes Substrat gepflanzt werden sollte (überschüssiges Wasser führt zur Gelbfärbung der Blätter).
Bei der Kultur im Kübel besteht das Substrat aus einer Schicht Blähton oder Kies sowie einer Mischung aus Blumenerde, Gartenerde, Kompost und Flusssand.
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Wenn er im Süden und an der Atlantikküste ausgepflanzt werden kann (er ist unempfindlich gegen Gischt), gedeiht der Oleander im übrigen Land besser auf sehr sonnigen, gut vor Kälte geschützten Terrassen.
Ein sonniger Standort ist hier entscheidend: Zwar verträgt der Oleander Halbschatten, blüht dort aber weniger üppig und wächst weniger dicht.
Im Winter sollte der Topf dagegen in einem kalten Gewächshaus oder einem Wintergarten stehen. Achten Sie dann auf möglichst viel natürliches Licht.
Oleander in einen Topf pflanzen
Am besten pflanzt man Oleander im Frühjahr oder Frühherbst.
- Tauchen Sie zunächst den Wurzelballen des Oleanders in einen Eimer Wasser, damit er sich ausreichend vollsaugt.
- Bereiten Sie einen großen Topf mit Abzugslöchern und einer 20 % des Topfvolumens entsprechenden Schicht aus Blähton oder Kies am Boden vor.
- Füllen Sie ihn mit einer Mischung aus Blumenerde, Gartenerde, Kompost und Flusssand.
- Heben Sie in diesem Substrat ein 40 bis 50 cm tiefes Loch aus und setzen Sie den Oleander hinein, sodass sein Hals mit dem oberen Topfrand abschließt.
- Drücken Sie die Erde rund um den Fuß an und gießen Sie.
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Oleander-Sorten für die Topfkultur
Alle Oleander können im Topf kultiviert werden. Diese Kulturform ist jedoch meist kleinwüchsigen Sorten vorbehalten, die ideal für Balkon oder Terrasse sind.
Oleander Papa Gambetta - Nerium
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 1,50 m
Oleander Jannoch - Nerium
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 3,50 m
Oleander Provence - Nerium
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 3 m
Oleander Simple Red - Nerium
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 3,50 m
Oleander Saumon - Nerium
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 3,50 m
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Oleander-Stecklinge: Wann und wie?Oleander im Topf pflegen
Zunächst ermöglicht die Kultur im Topf, Ihren Oleander in einem Gewächshaus oder einem hellen Wintergarten zu überwintern. Wenn Sie in einer Region mit häufigem Frost leben, holen Sie Ihre Pflanze bereits bei den ersten Herbstfrösten ins Haus. Im Frühjahr kann sie wieder ins Freie gestellt werden, sobald jede Frostgefahr vorüber ist.
→Mehr Informationen zur Überwinterung des Oleanders

© Wilhelm Zimmerling PAR
Oleander im Topf gießen
Im Sommer sollten Sie auf den Wasserbedarf Ihres Oleanders im Topf achten, besonders in den ersten beiden Jahren. Trotz seiner natürlichen Trockenheitsverträglichkeit benötigt er während der Blüte eine regelmäßige Bewässerung, vor allem bei Topfkultur sowie heißem und trockenem Wetter. Gießen Sie dann ein- bis zweimal pro Woche.
Achten Sie jedoch darauf, die Wurzeln nicht zu überschwemmen und keinesfalls Wasser im Untersetzer stehen zu lassen. Gießen Sie den Oleander außerdem immer direkt am Fuß und vermeiden Sie sorgfältig, die Blätter zu benetzen.
Um das Substrat frisch zu halten, können Sie eine Mulchschicht rund um den Fuß Ihres Oleanders im Topf ausbringen.
Im Winter braucht der Oleander eine Ruhezeit. Stellen Sie ihn an einen hellen Standort bei etwa 10 °C und gießen Sie ihn nur noch alle 15 Tage.
Oleander im Topf düngen
Das Substrat ist im Topf schneller ausgelaugt als im Freiland. Sie sollten daher darauf achten, die Erde Ihres Oleanders im Topf regelmäßig zu düngen, damit er üppig blüht.
Während des Wachstums alle 15 Tage ergänzen Sie das Gießen durch eine Düngergabe mit einem Spezialdünger für Blühpflanzen.

Oleander im Topf schneiden
Insgesamt ist der Oleander ein Strauch, der nur sehr wenig Pflege benötigt. Dazu gehört ein leichter Rückschnitt zu Beginn des Frühjahrs oder nach der Blüte (im Spätsommer), der ihm zugutekommen kann. Dieser jährliche Rückschnitt ist jedoch optional und dient vor allem dazu, abgestorbenes Holz zu entfernen.
Sie können die Triebe im Frühjahr pinzieren, um Fruchtreste zu entfernen und so die Bildung neuer Blütenstände zu fördern.
Lichten Sie den Wuchs alle 3 bis 4 Jahre aus, indem Sie die ältesten Triebe entfernen. Schneiden Sie Ihren Oleander jedoch nicht zu stark zurück, denn die längsten Triebe bilden die Blüten.
Oleander im Topf: Krankheiten und Schädlinge
Oleander im Topf ist anfällig für Gelbe Spinnmilben, die trockene Gewächshausluft besonders mögen.
Lüften Sie die Oleanderkrone, um braune, runde Blattflecken durch Ascochita hetromorpha zu vermeiden, die bei kalter, feuchter Luft auftritt.
Junge Zweige sind zudem anfällig für Pseudomonas syringae, das deformierende, schwärzliche Rindenkrebse verursacht. Die Bakterien werden durch stechende Insekten oder Schnittarbeiten übertragen. Desinfizieren Sie daher Ihre Gartenschere vor jedem Schnitt gründlich.
Befall durch Blattläuse der Art Aphis nerii ist ebenfalls möglich. Sie verursachen einen schwarzen Rußtau-Belag, der sich mit einer Spritzung aus Schmierseife sowie durch Nützlinge (Marienkäfer, Schwebfliegen …) bekämpfen lässt.
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