Pennisetum im Topf kultivieren?

Pennisetum im Topf kultivieren?

Elegant und pflegeleicht

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 19. Januar 2026  durch Leïla 6 min.

Pennisetum, auch Federborstengras, ist ein beliebtes Ziergras mit eleganten Blättern und gefiederten Ähren. Tipps zu Pflege und Kübelkultur.

Schwierigkeit

Welche Sorten?

Alle Federborstengras-Sorten eignen sich für Töpfe, manche werden jedoch 50–60 cm, andere fast 2 m hoch und breit. Wählen Sie Topf und Sorte passend zur gewünschten Wirkung und verfügbaren Fläche.

Die meisten sind winterhart, einige Arten vertragen Frost jedoch kaum. Überwintern Sie diese frostfrei oder kultivieren Sie sie einjährig.

Pennisetum rubrum

Hier Pennisetum rubrum, eine nicht winterharte Art

Welche Topfart? Welche Größe?

Die Wahl des Topfes beeinflusst nicht nur das Wachstum der Pflanze, sondern auch ihre langfristige Gesundheit.

Material

Das Material des Topfes ist ein wichtiger Faktor, da es die Wasserspeicherung, die Atmung der Wurzeln und die Standfestigkeit des Topfes beeinflusst. Wählen Sie einen Topf mit Abzugsloch.

Terrakottatöpfe werden für Gräser wie Federborstengras empfohlen, da sie eine gute Wurzelatmung ermöglichen. Das poröse Material hilft, die Feuchtigkeit des Substrats zu regulieren, indem überschüssiges Wasser leichter verdunsten kann. Terrakottatöpfe sind schwerer, was ein Vorteil für die Stabilisierung von Pflanzen wie Federborstengras sein kann, die recht üppig wachsen. Dafür muss häufiger gegossen werden, besonders im Sommer.

Töpfe aus Kunststoff oder Kunstharz sind ebenfalls möglich. Sie sind leichter und oft günstiger. Außerdem halten sie die Feuchtigkeit besser, was vorteilhaft sein kann, wenn Sie nicht regelmäßig gießen können. Allerdings ermöglichen sie den Wurzeln keine so gute Atmung wie Terrakottatöpfe. Achten Sie auf einen hochwertigen, UV-beständigen Kunststofftopf, damit er in der Sonne nicht zu schnell spröde wird.

Topfgröße

Federborstengras benötigt mit seiner buschigen Wuchsform und seinen sich ausbreitenden Wurzeln ausreichend Platz für eine optimale Entwicklung. Empfohlen wird ein Topf mit mindestens 30 bis 40 cm Durchmesser und Tiefe. Diese Größe bietet den Wurzeln genügend Raum und sorgt so für eine gute Standfestigkeit der Pflanze. Ein zu kleiner Topf kann das Wachstum des Federborstengrases einschränken und es anfälliger für Wasser- und Nährstoffmangel machen.

Federborstengras im Topf

Welches Substrat?

Federborstengras bevorzugt ein leichtes, humusreiches und gut drainiertes Substrat. Eine hochwertige Universalerde bildet eine ideale Grundlage. Sie sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wasserspeicherung und Belüftung – entscheidend, damit das Substrat nicht zu dicht oder staunass wird. Für eine bessere Drainage mischen Sie die Universalerde mit Flusssand. Ein Anteil von etwa 20 % Sand lockert das Substrat auf und gewährleistet, dass überschüssiges Wasser schnell abläuft.

Wenn Sie die Mischung nicht selbst herstellen möchten, können Sie eine Spezialerde für mediterrane Pflanzen verwenden, die oft mit drainierenden Materialien wie Bims angereichert ist. Diese Erden sind auf die besonderen Bedürfnisse von Pflanzen abgestimmt, die leichte, gut drainierte Böden bevorzugen.

Geben Sie eine Drainageschicht auf den Topfboden. Blähton oder Kies werden dafür am häufigsten verwendet. Eine 3 bis 5 cm dicke Schicht sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser schnell ablaufen kann und die Wurzeln nicht im stehenden Wasser stehen.

Falls Sie keinen Blähton oder Kies zur Hand haben, eignen sich auch Stücke zerbrochener Tontöpfe. Sie halten die Abzugslöcher frei und verhindern, dass das Substrat sie verstopft.

Planen Sie außerdem eine organische Mulchschicht ein, um das Substrat im Sommer frisch zu halten und die Wurzeln zu schützen. Mulch trägt außerdem dazu bei, die Substrattemperatur stabiler zu halten.

Pennisetum im Topf pflanzen?

Federborstengras pflanzen: März bis Juni oder September bis Oktober. Vermeiden Sie große Hitze und Frost.

So pflanzen Sie:

  • Nehmen Sie den Wurzelballen aus dem Anzuchttopf und lockern Sie gegebenenfalls die Wurzeln.
  • Stellen Sie ihn zum Vorbereiten des Topfes in eine Schale mit Wasser.
  • Füllen Sie den Topfboden einige Zentimeter hoch mit Drainagematerial wie Blähton, Kies oder Lavagranulat.
  • Mischen Sie die verschiedenen Substratbestandteile separat.
  • Füllen Sie den Topf etwa zu einem Drittel mit Substrat.
  • Setzen Sie den Wurzelballen des Federborstengrases ein.
  • Füllen Sie mit Substrat auf und drücken Sie es leicht und gleichmäßig an.
  • Füllen Sie den Topf bis wenige Zentimeter unter den Rand und drücken Sie das Substrat erneut an.
  • Gießen Sie reichlich.
  • Wenn das Wasser versickert ist, füllen Sie bei Bedarf Substrat nach, falls Hohlräume entstanden sind.
  • Mulchen Sie einige Zentimeter hoch.

Welcher Standort für Pennisetum im Topf?

Federborstengras bevorzugt sonnige Standorte. Grundsätzlich gilt: Sonne für das Federborstengras. Bei Hitze sollten Sie den Topf jedoch in den Schatten oder Halbschatten stellen, damit das Substrat nicht zu schnell austrocknet.

Ist der Horst groß und der Topf leicht, sollten Sie auf Windböen achten. Stellen Sie den Topf bei angekündigtem stärkerem Wind gegebenenfalls an einen geschützten Platz.

Ansonsten ist Federborstengras wind- und salzwasserfest.

Federborstengras in der Sonne

Lampenputzergras ‚Hamlin‘ gedeiht an einem sonnigen Standort

Gießen und Düngen

Eine gut bewässerte und gedüngte Pflanze entwickelt dichtes Laub und schöne Blütenstände, die für dieses Ziergras typisch sind.

Häufigkeit der Bewässerung

Das Federborstengras hat einen mäßigen Wasserbedarf und ist trockenheitsverträglich. Dennoch darf auf das Gießen nicht verzichtet werden, besonders bei Pflanzen im Topf. Gießen Sie regelmäßig, damit sich die Pflanze gut entwickelt. Die Wassergaben sollten an Jahreszeit und Wetter angepasst werden.

In den warmen Monaten benötigt das Federborstengras im Topf regelmäßig Wasser, je nach Temperatur und Sonnenstand oft zwei- bis dreimal pro Woche. Prüfen Sie regelmäßig die Feuchtigkeit des Substrats. Gießen Sie, sobald sich die obersten Zentimeter trocken anfühlen. Achten Sie jedoch darauf, dass sich am Topfboden kein Wasser staut.

In den Übergangsjahreszeiten kann die Bewässerung auf durchschnittlich einmal pro Woche reduziert werden. Passen Sie sie an die Witterung an.

Im Winter geht das Federborstengras in die Vegetationsruhe und benötigt deutlich weniger Wasser. Gießen Sie nur, wenn das Substrat fast trocken ist, je nach Bedingungen etwa ein- bis zweimal im Monat. Steht der Topf im Freien, darf das Wasser im Substrat nicht gefrieren, da sonst die Wurzeln beschädigt werden können.

Dünger

Das Federborstengras im Topf freut sich im Frühjahr nach dem Rückschnitt über Kompost, Wurmkompost oder organischen Dünger.

Pflege

Federborstengras im Topf ist pflegeleicht, benötigt aber dennoch etwas Pflege, damit es gesund bleibt und seine dekorative Wirkung bewahrt.

Rückschnitt

Der Rückschnitt des Federborstengrases erfolgt im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr, bevor das neue Wachstum beginnt.

Schneiden Sie die trockenen Halme etwa 10 cm über dem Boden ab. Vermeiden Sie Schnitte in grünes Laub oder neue Triebe, da dies die Pflanze schwächen könnte. Warten Sie daher nicht zu lange mit dem Rückschnitt.

Umtopfen

Federborstengras im Topf muss möglicherweise alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden, wenn es den Topf zu stark durchwurzelt oder weniger kräftig wächst.

Idealerweise wird im Frühjahr umgetopft, wenn die Pflanze ihre Dormanz beendet.

Wählen Sie einen Topf, der etwas größer als der bisherige ist, und bereiten Sie ein neues, ähnliches Pflanzsubstrat vor.

Teilung

Wenn Ihr Federborstengras zu groß für den Topf wird oder an Wuchskraft verliert, können Sie es teilen. Die Teilung erfolgt im Frühjahr, indem Sie den Wurzelballen mit einem scharfen Messer in mehrere Stücke teilen. Jedes Teilstück kann in einen neuen Topf gepflanzt werden.

Federborstengras im Topf

Federborstengras lässt sich leicht mit anderen Topfpflanzen kombinieren

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Pennisetum im Topf