Pfeifenstrauch durch Stecklinge vermehren?
Pfeifenstrauch-Stecklinge: beste Zeit und Technik
Inhaltsverzeichnis
Der Pfeifenstrauch (Philadelphus), auch Bauernjasmin genannt, ist im Garten dank seines süßen Dufts und seiner eleganten weißen Blüten, die im späten Frühjahr erscheinen, leicht zu erkennen.
Der Pfeifenstrauch ist ein sehr leicht durch Stecklingsvermehrung zu vermehrender Strauch, unabhängig von der Sorte (Hybrid, Zwergform, alte Sorte …). Sie können einen Steckling nehmen, um einen alternden Strauch zu verjüngen, eine neue Sorte zu erhalten oder einfach, um einen vorhandenen Pfeifenstrauch an mehreren Stellen im Garten zu vermehren: im Beet, in einer Blütenhecke, im Topf …
Hier finden Sie unsere Tipps zur Stecklingsvermehrung des Pfeifenstrauchs: die besten Zeitpunkte und geeignete Methoden für eine erfolgreiche Vermehrung.

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Pfeifenstrauch: Wann Stecklinge schneiden?
Stecklingsvermehrung ermöglicht, eine Pflanze mit denselben Eigenschaften wie die „Mutterpflanze“ zu vermehren. Sie ist die einfachste Methode, den Pfeifenstrauch zu vermehren.
Zwei Zeiträume eignen sich ideal für Stecklinge vom Pfeifenstrauch:
- Spätsommer, im August oder September, nach der Blüte
- Winter, zwischen November und Februar, während der Dormanz des Strauchs nach dem Laubfall
Die Stecklingsvermehrung erfolgt entweder aus den diesjährigen neuen Trieben mit krautigen Stängeln oder aus trockenen, verholzten Zweigen des Vorjahres. Beide Methoden funktionieren sehr gut.

Stecklinge vom Pfeifenstrauch können nach der Blüte aus den Triebspitzen gewonnen werden
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Das richtige Material für erfolgreiche Stecklinge
Für die Stecklingsvermehrung des Pfeifenstrauchs benötigen Sie:
- eine gut geschärfte Gartenschere, deren Klingen zuvor mit 70-prozentigem Alkohol oder schwarzer Seife gereinigt wurden, um eine Übertragung von Krankheiten zu vermeiden
- einen Bleistift, ein Stäbchen oder einen Essstäbchen-ähnlichen Holzstab
- eine drainierende Substratmischung aus Anzuchterde oder herkömmlicher Blumenerde mit Sand oder Perlite (kleine Stücke vulkanischen Gesteins mit hoher Wasserspeicherfähigkeit)
- eine Anzuchtglocke, eine halbierte Plastikflasche oder einen Gefrierbeutel für die Stecklingsvermehrung im Sommer, der die Feuchtigkeit besser hält und ein Austrocknen verhindert
- optional: Bewurzelungshormone oder einen Wurzelaktivator für ein besseres Anwachsen der Jungpflanzen

Gartenschere, gut drainierendes Substrat (hier mit Perlite) und kleine Anzuchtglocke oder Flasche: Damit gelingt die Stecklingsvermehrung!
Pfeifenstrauch im Sommer unter gespannter Luft vermehren
Die Stecklingsvermehrung unter gespannter Luft ist sehr einfach und hält das Substrat des Pfeifenstrauchs im Sommer besser feucht.
- Von der Mutterpflanze Triebe mit mindestens zwei Blattstufen entnehmen
- Untere Blätter entfernen und die übrigen Blätter halbieren, um die Verdunstung zu begrenzen und die Triebe auf die Wurzelbildung zu konzentrieren.
- Die Basis in Hormonpulver oder Wurzelaktivator tauchen. Dieser Schritt ist nicht zwingend erforderlich, kann das Anwachsen aber fördern.
- Mit dem Bleistift ein Loch bohren und die Triebe bis zum Ansatz der Blätter in das zuvor angefeuchtete Substrat setzen.
- Die Blumenerde vorsichtig andrücken.
- Großzügig gießen.
- Mit der Anzuchtglocke abdecken und den Topf in den Halbschatten stellen.
Nach wenigen Wochen bildet der Steckling erste Wurzeln und neue Triebe.
Pfeifenstrauch im Winter vermehren
Diese Methode der Stecklingsvermehrung ist nicht besonders schwierig, benötigt jedoch etwas mehr Zeit, bis die Pflanze wieder austreibt und neue Triebe erscheinen.
- An der Mutterpflanze 20 bis 30 cm lange, blattlose Triebe mit mindestens 2 bis 3 Knoten auswählen (Ansatzstellen neuer Knospen) und die Triebe unterhalb eines Knotens abschneiden.
- Die Basis in Hormonpulver oder Wurzelaktivator tauchen. Auch dieser Schritt ist nicht zwingend erforderlich, kann das Anwachsen aber fördern.
- Mit dem Bleistift ein Loch bohren und die Triebe zu zwei Dritteln in das zuvor angefeuchtete Substrat setzen.
- Die Blumenerde vorsichtig andrücken.
- Großzügig gießen.
- Den Steckling den ganzen Winter geschützt halten und die Erde regelmäßig befeuchten, bis im Frühjahr erste Anzeichen des Austriebs erscheinen. Der Topf kann auch draußen stehen, jedoch nur windgeschützt.
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Pfeifenstrauch-Steckling: Pflege danach
Nach erfolgreicher Stecklingsvermehrung bilden Pfeifensträucher Triebe und Wurzeln. Bei durchwurzeltem Topf: ins Beet oder ein größeres Gefäß setzen. Sommerstecklinge im Folgejahr, Winterstecklinge im Herbst auspflanzen.
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