Pflanze tot oder noch in Ruhe?

Pflanze tot oder noch in Ruhe?

Unsere Tipps: So finden Sie es heraus

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. August 2025  durch Ingrid B. 3 min.

Im Spätwinter und Frühjahr treiben Pflanzen aus: Knospen schwellen, Blätter erscheinen. Späte Pflanzen: noch in Dormanz oder tot? Tipps und Video: Toten Baum erkennen

Winter, Frühling Schwierigkeit

Dormanz bei Pflanzen: Was ist das?

Ab Herbst gehen Pflanzen in Dormanz: Blätter fallen, der Pflanzensaft fließt langsamer und versiegt. So überstehen sie den Winter. Nur Immergrüne wachsen weiter.

Woran erkennt man, ob eine Pflanze noch in Dormanz ist?

Das Erwachen der Pflanzen hängt von der Tageslänge und steigenden Temperaturen ab, verbunden mit wieder einsetzendem Regen.

Die Wetterbedingungen können den Zeitpunkt des Endes der Dormanz also stark beeinflussen. Denken Sie daran, bevor Sie einen Vergleich mit den Vorjahren anstellen!

Anzeichen des Erwachens sind:

  • das Erscheinen der ersten jungen Blätter,
  • das Anschwellen der Knospen bei Sträuchern.
Erwachen im Frühjahr

Anzeichen des Erwachens: 1-Lilaknospen 2-Hosta-Knospen 3-junge Blätter von Geranium ‚Rozanne‘ 4-junge Blätter von Viburnum plicatum ‚Watanabe‘

Dennoch werden Sie sicherlich auch in Ihrem Garten festgestellt haben, dass nicht alle Pflanzen gleichzeitig aus der Dormanz erwachen. Manche haben es sehr eilig, etwa Cornus mas, Zierquitte und Forsythie, die zu den ersten im Spätwinter blühenden Sträuchern zählen. Andere treiben deutlich langsamer aus, etwa manche Hortensienarten und Funkien. Und diese relativ späte Entwicklung gibt häufig Anlass zur Sorge.

Hier eine Liste einiger Pflanzen, bei denen kein Grund zur Sorge besteht, wenn sie im zeitigen Frühjahr noch keine Anzeichen des Austriebs zeigen:

  • Seidenakazie,
  • Amerikanische Klettertrompete,
  • Gewürzstrauch,
  • Herrlicher Losstrauch,
  • Perückenstrauch,
  • Echter Roseneibisch,
  • Rispen- und Waldhortensie,
  • Thunbergs Buschklee,
  • Chinesische Kräuselmyrte …

und bei den Stauden:

  • Sterndolde,
  • Duftnessel,
  • Weiderich,
  • Igelkopf,
  • Funkie,
  • Weiderich,
  • Rittersporn …

Beachten Sie, dass Sie bei Stauden auf Schnecken achten sollten: Manche Pflanzen entwickeln ihre ersten Blätter termingerecht, doch diese werden sofort abgefressen. Dann sind Maßnahmen erforderlich! Wie Sie dabei vorgehen, erfahren Sie in unserem Ratgeber: „Schnecken: 7 wirksame und natürliche Methoden zur Bekämpfung“

Tote Pflanze oder Dormanz? Woran erkennen Sie den Unterschied?

Es ist recht einfach, eine Pflanze in Dormanz von einer abgestorbenen Pflanze zu unterscheiden:

Ein Strauch befindet sich in Dormanz, wenn:

  • Knospen vorhanden sind,
  • das Holz biegsam und grün ist.

Ein Strauch ist mit Sicherheit abgestorben, wenn:

  • keine oder nur vertrocknete Knospen zu sehen sind,
  • das Holz brüchig und schwarz ist.

So prüfen Sie den Zustand des Holzes:

  • Kratzen Sie zunächst mit dem Fingernagel an der Rinde: Ist es grün, lebt der Strauch! Ist es schwarz-braun, ist das kein gutes Zeichen – setzen Sie die Untersuchung fort …
Strauchzweige

Rinde ankratzen: 1 – braun oder schwarz –> abgestorben / 2 – grün –> lebendig!

  • Schneiden Sie das Ende eines Triebs ab: Ist es schwarz-braun, ist der Trieb abgestorben. Um sicherzugehen, setzen Sie die Prüfung in Richtung Triebbasis fort. Bleibt das Holz durchgehend schwarz-braun, ist der gesamte Trieb abgestorben.
  • Führen Sie diese Tests an 3 oder 4 weiteren Zweigen durch: Ihr Strauch kann durchaus lebendig sein und totes Holz tragen … das beim nächsten Rückschnitt entfernt werden sollte.

Bei Stauden ist es etwas komplizierter: Manche treiben sehr spät aus und zeigen sich erst Mitte oder sogar Ende des Frühjahrs … Die einzige Möglichkeit festzustellen, ob eine Staude noch lebt, besteht darin, sie auszugraben, den Wurzelstock anzukratzen und auf vorhandene Knospen zu achten. Dieser Vorgang ist riskant und kann die Pflanze schädigen. Deshalb bleibt Geduld die beste Lösung!

Diese Empfehlung gilt übrigens für alle Pflanzen im Garten: Geben Sie ihnen eine Chance und warten Sie bis zur endgültigen Rückkehr des schönen Wetters im Juni, bevor Sie sie ausgraben. Die Natur hält manchmal angenehme Überraschungen bereit!

Sehen Sie sich im Video mit Olivier an, wie Sie feststellen, ob Ihr Baum oder Strauch abgestorben ist: Einen abgestorbenen Baum erkennen.

Pflanze neu austreiben lassen: Was tun, was meiden?

Eine Pflanze ohne Lebenszeichen nach dem Winter zu retten, ist nicht einfach. Dennoch können Sie einer „Nachzüglerin“ helfen:

  • Mulch von Stauden entfernen: Die Erde erwärmt sich schneller, und die Pflanze muss weniger Kraft für erste Triebe aufwenden.
  • Schutzvliese abnehmen, damit mehr Licht an die Pflanze gelangt.
  • Nur bei trockener Erde sparsam gießen!
  • Etwas gut verrotteten Kompost als Dünger geben.
  • Sträucher leicht zurückschneiden, damit sich der Pflanzensaft im unteren Bereich sammelt.

Rückschnitt

Was Sie vermeiden sollten:

  • Zu reichlich gießen: Zu viel Wasser kann eine Pflanze in der Dormanz leicht abtöten.
  • Zu viel düngen: Flüssigdünger keinesfalls großzügig ausbringen.
  • Alles bodennah abschneiden – auch wenn es verlockend ist: Ein Neustart bei null erweckt keine Pflanze wieder zum Leben!
  • Die Pflanze umsetzen – außer bei ungünstigen Bedingungen: Ein zusätzlicher Stress wäre möglich.

 

Mehr dazu

Pflanze eingegangen? Oft endet ihr Leben natürlich, manchmal sind Wetter oder Pflegefehler schuld. Gründe im Artikel: „10 Wege, eine Pflanze natürlich sterben zu lassen“

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Ruhephase der Pflanzen