Phormium richtig auswählen?
Kaufratgeber: Kriterien für die perfekte Neuseeländer-Flachs-Sorte
Inhaltsverzeichnis
Neuseelandflachs (Phormium) bringt exotisches Flair in den Garten. Tipps zu Sortenwahl, Standort, Pflanzung und Rückschnitt für üppiges Wachstum.
Neuseelandflachs nach Blattfarbe wählen
Das Laub ist der größte Zierwert des Neuseelandflachses und verleiht ihm exotische Üppigkeit. Es besteht aus langen, linealen, schwert- oder bandförmigen Blättern, die sich zum Himmel strecken oder wie ein echter Pflanzwasserfall überhängen. Sie bilden einen festen, fächerförmigen Horst.
Die Gattung Phormium umfasst nur zwei Arten, hat aber zahlreiche Kultivare mit attraktiven Laubfarben hervorgebracht. Von panaschierten und gestreiften Sorten über leuchtende bis hin zu sehr dunkle Laubfarben: Von klassisch bis außergewöhnlich finden Sie garantiert einen Neuseelandflachs ganz nach Ihrem Geschmack.
Laub in Grüntönen
Bei Neuseelandflachs begnügen sich die Kultivare nur selten mit einfachem Grün – abgesehen von den reinen Arten wie Phormium tenax. Viele spielen vielmehr mit Panaschierungen, insbesondere mit Gelb. So bringen sie leicht Licht und Leuchtkraft ins Beet.
‚Golden Ray‘ besitzt glänzend grüne Blätter mit gelber Panaschierung über die gesamte Länge und einem feinen orange-roten Rand. Das große ‘Variegatum’ zeigt eine gelb-cremefarbene Panaschierung, ebenso wie ‘Cream Delight’.
Bei ‘Yellow Wave’ dominiert, wie der Name andeutet, das Gelb. Die Blätter sind grün-gelb panaschiert und von mittelgrünen Linien durchzogen.
Noch wärmere Farben zeigen die Blätter von ‘Apricot Queen’: Sie verbinden verschiedene Gelb- und Grüntöne mit einem kontrastierenden roten Rand. Später wandelt sich die Färbung zu Olivgrün bis Bronze, gestreift mit Gelb und Aprikosenorange.
Besonders originell verbindet ‘Chocomint’ Schokoladenbraun mit Minzgrün, während ‘Sundowner’ bronzefarbenes, rosa oder lachsfarben gerandetes Grün zeigt, dessen Nuancen je nach Jahreszeit variieren.
Laub in Rosatönen
Hier sorgen unsere Neuseelandflachse mit ungewöhnlichen Laubfarben für Originalität und betonen zusätzlich die exotische Wirkung dieser Stauden.
Beginnen wir mit dem extravaganten ‘Jester’: Seine Blätter verbinden leuchtendes Rosa mit bronzefarben getöntem und hellgrün gerandetem Rosa. In dieselbe Richtung geht ‘Pink Panther’ mit rosafarbenen, bronze-, braun- und rubinrot gerandeten Blättern.
‘Evening Glow’ zeigt dagegen Rosa mit purpurfarbenem Rand.
Zu den Sorten mit Rosa, Bronze, Olivgrün und Rot zählen außerdem ‘Margaret Jones’, ‘Rainbow Queen’, ‘Pink Stripe’, ‘Rainbow Sunrise’ und ‘Flamingo’.
Sehr dunkles Laub
Neuseelandflachs gehört zu den Pflanzen, deren Laub je nach Licht und Sonnenspiegelungen so dunkel wirken kann, dass es fast schwarz erscheint. Diese Sorten haben viel Charakter und können beispielsweise in einem großen Kübel oder als Solitär im Garten einen eleganten, modernen Blickfang bilden.
Ein Beispiel ist Phormium cookianum ‘Black Adder’ mit purpurfarbenem bis dunkel bordeauxrotem Laub.
Etwas heller zeigt sich Phormium tenax ‘Purpureum’ mit bronzefarben nuancierten purpurroten Blättern. ‘Dark Delight’ zeigt je nach Licht schokoladenbraune bis dunkelpurpurrote Blätter, ebenso wie ‘Platts Black’.
‘Black Velvet’ bildet purpurschwarze Blätter mit metallischem Schimmer aus, die auf der Unterseite stark glänzen und samtig wirken.
Abschließend sei ‘Special Red’ mit seinem warmen, dunklen, bronzefarben nuancierten rotbraunen Laub erwähnt.

Links Phormium ‚Sundowner‘, rechts ‚Jester‘ und ‚Black Adder‘.
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Neuseelandflachs kombinierenNeuseelandflachs nach Blüte auswählen
Die Blüte von Neuseelandflachs tritt nur bei einigen Sorten auf. Sie ist eher selten und wenig üppig und kann erst nach mehreren Kulturjahren einsetzen.
Die Blüten erscheinen je nach Milde des Klimas zwischen Mai und Juli. Dann bildet der Neuseelandflachs lange Blütenstiele, an deren Spitze sich kleine röhrenförmige Blüten in aufrechten Rispen entfalten. Nach der Blüte stirbt die Rosette ab, bildet zuvor jedoch einen Wurzelschössling, der den Fortbestand sichert. Nach dieser Blüte erscheinen kleine spiralförmige Früchte. Beim Phormium cookianum hängen sie herab, beim Phormium tenax stehen sie stärker aufrecht.
Zu den Sorten mit dekorativer Blüte, die Sie vielleicht beobachten können, zählen ‚Golden Ray‘ mit leuchtend roten Blütenähren, ‚Variegatum‘, ‚Evening Glow‘ und ‚Apricot Queen‘.
Bei ‚Black Adder‘ sind die Blüten grün und von Gelb und Orange nuanciert. Bei ‚Yellow Wave‘ zeigt sich ein mit Purpur getöntes Grün.

Ein blühender Neuseelandflachs.
Neuseelandflachs nach Wuchsform und Verwendung wählen
In seiner natürlichen Umgebung kann der Neuseelandflachs über 3 m hoch werden, in unseren mitteleuropäischen Gärten bleibt er jedoch weniger ausladend. Die kleinsten Sorten werden nicht höher als 30 cm, während die größten eher 2,50 m erreichen.
Die kleinen Sorten
Sie eignen sich ideal für die Kultur im Topf, als Beeteinfassung, im nicht zu trockenen Steingarten oder im Vordergrund eines Beetes. Für eine üppigere Wirkung können Sie sie in Gruppen pflanzen. Diese kleinwüchsigen Sorten bilden bezaubernde, kompakte Pflanzentuffs und werden nicht höher als 80 cm.
Dazu gehört ‘Cream Delight’, der mit 75 cm Höhe und Breite sehr kompakt und gleichmäßig wächst, sowie ‘Special Red’, der in Höhe und Breite nur 50 cm erreicht. Phormium cookianum ‘Blondie’ wird 60 cm hoch und ebenso breit. Auffällig ist sein lineares, zugespitztes und leicht gedrehtes Laub.
Generell bleiben Sorten aus Phormium cookianum (oder P. colensoi) kleiner und werden nicht höher als 1,60 m. Ihr Laub ist schmaler und weniger aufrecht, wodurch die Pflanzen eher die Form eines Brunnens annehmen.
Die größten Sorten
Diese Neuseelandflachse werden 2 bis 2,50 m hoch. Sie bilden üppige, ausladende Pflanzentuffs und verleihen dem Garten viel Volumen. Pflanzen Sie sie einzeln oder in ein großes Beet beziehungsweise einen großzügigen Steingarten.
Dazu gehören ‘Variegatum’ und ‘Purpureum’. Die Wildart P. tenax ist auch die wüchsigste und kann unter günstigen Bedingungen über 2,50 m hoch werden.

Der kleine ‚Blondie‘ wird nicht höher als 60 cm, während Phormium tenax mindestens 2,50 m hoch und breit wird.
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Heiße, trockene Klimate
Neuseelandflachs ist die in Gärten am häufigsten kultivierte Art. Sie verträgt mediterrane Trockenheit und Hitze am besten. Ihre Kultivare übernehmen diese Eigenschaften.
Feuchtere Klimate
P. cookianum, auch Berg-Neuseelandflachs genannt, bevorzugt feuchtere Klimate, vor allem an der Atlantikküste. Auch die daraus hervorgegangenen Sorten bevorzugen diese milden, niederschlagsreichen Bedingungen, etwa ‘Tricolor’ oder ‘Black Adder’.
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