Pratia kombinieren
5 Ideen für Pflanzkombinationen
Inhaltsverzeichnis
Die Teppichlobelie ist ein eleganter, halbimmergrüner Bodendecker mit zarten, niedrigen Blütenteppichen. Sie wird 5 cm hoch und 50 cm breit. Ihre zahlreichen kleinen weißen oder bei der Sorte ‘Count Parc‘ himmelblauen, sternförmigen Blüten erhellen von Mai bis Oktober sonnige, schattige und halbschattige Standorte.
Die winterharte, leicht zu kultivierende Pflanze gedeiht an jedem Standort und in jedem nicht zu trockenen Boden.
Gelegentliches Betreten verträgt sie gut und ist daher eine gute Alternative zum Rasen. Wegen ihres Ausbreitungsdrangs gilt die Teppichlobelie allerdings als invasiv. Zugleich eignet sie sich hervorragend, um kahle Flächen rasch zu begrünen oder interessante Höhenspiele zu gestalten.
Im Garten dient sie als Bodendecker im Unterholz, zur Begrünung eines Weges oder als Akzent in einer modernen Pflanzung. Mit anderen Pflanzen entstehen wilde, romantische oder puristische, zeitgemäße Pflanzbilder.
Hier finden Sie unsere gelungenen Gestaltungsideen mit der Teppichlobelie!
Als Bodendecker
Die Teppichlobelie eignet sich, um schwer zu mähende oder zu begrünende Flächen sowie unschöne, steinige Böschungen zu bedecken. Diese äußerst ausbreitungsfreudige Staude ist ideal als Rasenersatz in wenig betretenen, sonnigen oder schattigen Gartenbereichen. Pratia pedunculata ist sehr wuchsfreudig. Wählen Sie ihre Partner daher sorgfältig, damit sie diese nicht überwuchert.
Wählen Sie zur Kombination deshalb andere besonders wuchskräftige Bodendecker, sonst werden sie von Ihrer Teppichlobelie überwuchert. Für schattige oder halbschattige Standorte eignet sich etwa Efeu wie Hedera algeriensis ‘Bellecour’ mit üppigem, leuchtend grünem Laub, der jedoch nicht höher als 50 cm wird. Kombinieren Sie ihn beispielsweise mit Asarum. Die Haselwurz bildet einen Teppich aus dunkelgrünen, herzförmigen, immergrünen Blättern und begrünt auch Bereiche, in denen Rasen schlecht wächst.
Für Farbe sorgen blühende Stauden wie Immergrün, Storchschnabel und Elfenblume mit ihren ungewöhnlichen Blüten. Ergänzen Sie die Pflanzung mit Pachysandra terminalis, einer flach wachsenden Staude mit schönem, glänzend dunkelgrünem, silberberandetem Laub.
Für einen großen, außergewöhnlichen und farbenfrohen Bodendecker an einer kargen, sonnigen Böschung kombinieren Sie Ihre Teppichlobelie mit Muehlenbeckie axillaris, einem weiteren sehr wirksamen Bodendecker mit kleinen, quadratischen, halbimmergrünen Blättern.

Pratia pedunculata, Asarum europeum, Hedera algeriensis ‚Bellecour‘, Epimedium warleyense und Pachysandra terminalis
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Teppichlobelie: Pflanzen, Pflege und KulturIn Unterholzstimmung
Um einen lichten Unterholzbereich zu begrünen, ist die Teppichlobelie eine interessante Wahl und bildet eine hervorragende Bodendecke, sogar unter großen Bäumen. Sie schafft schöne, zarte und farbenfrohe Pflanzenteppiche. Dort schätzt sie einen im Sommer frischen Boden. Bevorzugen Sie frische Farbtöne und spielen Sie mit den verschiedenen Grüntönen des Laubs. Sie lässt sich wunderbar mit Schattenstauden wie Farnen kombinieren, etwa mit dem Japanischen Schildfarn, einem hübschen Farn mit fein ziselierten, immergrünen Wedeln und Zwergsorten der Funkie, zwischen denen sie sich ausbreitet. Bei den Blüten denken Sie an Lungenkraut. Kombinieren Sie beispielsweise die Teppichlobelie ‘County Parc‘ mit ihren hübschen blauen, sternförmigen Blüten mit dem Großen Lungenkraut ‚Blue Ensign‘, einer Sorte mit dunkelblauen Blüten, die ebenfalls unter Bäumen und Nadelgehölzen gedeiht.
Ein Teppich aus Elfenblumen wie die Epimedium pubigerum mit immergrünem Laub und zarter weißer Blüte oder die Epimedium stellulatum ‘Wudang Star’ bringt ebenfalls eine frische Note in diese reizvolle Szene unter dem Blätterdach der Bäume.

Teppichlobelie, Lungenkraut, Epimedium pubigerum, Japanischer Schildfarn und Funkie ‚Ground Master‘
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Mit Frühlingszwiebeln
Mitten im Frühling blühend, meist im Mai und Juni, bei feuchtem Boden oft bis in den Herbst hinein, bildet die Teppichlobelie einen Rahmen für weitere Blüten in leuchtenden Farben.
Frühlingszwiebeln sind gute Begleiter für das immergrüne Laub der Teppichlobelie. Sie begleiten oder kündigen ihre Blüte an. Ob im Halbschatten oder in der Sonne: Es empfiehlt sich, sie mit früh- und spätblühenden Zwiebelpflanzen zu umgeben. Da die Teppichlobelie in zarten Farbtönen wie Pastellblau oder in der Form ‚Alba‘ in reinem Weiß blüht, lässt sie sich mit einer großen Vielfalt an Zwiebelblumen kombinieren. Träubel und botanische Tulpen kündigen das Ende des Winters an. Über dem leuchtend grünen Laub der Teppichlobelie kommen die hohen weißen Blütenstände von Narcissus triandrus ‚Thalia‘ besonders schön zur Geltung.
Zierlauch und Camassien übernehmen mitten im Sommer die Blüte, wenn die Teppichlobelie verblüht ist, während einige Zeitlosen wie die Colchicum macrophyllum mit weiß-rosa geäderten Blüten die Pflanzung im Spätsommer bereichern.

In der Mitte: Pratia pedunculata ‚Alba‘, begleitet von Zierlauch, botanischen Tulpen ‚Lilac Wonder‘, Narzissen ‚Thalia‘ und Camassien
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Alternativen zu Rasen: 10 Bodendecker als RasenersatzFür die Gestaltung eines Gartenwegs
Nicht höher als 10 cm, setzt die Teppichlobelie schattige oder sonnige Beeteinfassungen wildromantisch in Szene. Ihr zartes, tropfenförmiges Laub bildet eine wirkungsvolle immergrüne Grundlage für die Einfassung von Wegen und Pfaden. In einem naturnahen oder wilden Garten ist sie eine fantasievolle Alternative zu klassischeren Einfassungen. Mit ihrer leuchtenden, sternförmigen Blüte bringt die Teppichlobelie im Frühling Farbe an den Wegesrand.
Setzen Sie eine Kletterrose wie ‚Climbing Iceberg‘, in den Hintergrund. Sie sorgt den ganzen Sommer über für farbenfrohe Blüten. Ergänzen Sie die Einfassung in zarten, frischen Farbtönen durch verschiedene Blühzwiebeln, die Sie abwechselnd pflanzen: Frühlings-Krokusse und der kleine Zierlauch Allium oreophilum, der im Mai und Juni diese sonnige Einfassung zum Blühen bringt. Einige Blausterne Nutans und Hyazinthen sorgen für Rhythmus und beleben diese naturnahe Szenerie schon im zeitigen Frühjahr.
Für einen rhythmischen Effekt setzen Sie weitere Stauden dazwischen: niedrige Gräser, die Sie ebenfalls als immergrüne Arten wählen, etwa Carex oshimensis ‚Everest‘ mit grünem, weiß gerandetem, bandförmigem Laub, sowie Grindkräuter wie die Große Skabiose ‚Perfecta‘ mit lavendelblauen Blüten.

Teppichlobelie ‚County Park‘, rosa Hyazinthen ‚Fondant‘, Allium oreophilum, Carex oshimensis ‚Everest‘ und Grindkräuter
In einer schattigeren Einfassung sind zarte Stauden wie Herzblumen und Sterndolden ebenfalls gute Begleitpflanzen.
Für eine moderne Inszenierung
Mit weißen oder bei ‘County Park‘ himmelblauen Sternblüten und kleinen, leuchtend grünen Blättern fügt sich die Teppichlobelie leicht in einen dekorativen, modernen Garten ein. Pflanzen Sie sie etwa in üppigen Flächen mit robusten Schattenstauden für eine klare Gestaltung.
In schattigen Gartenbereichen schätzt sie die Begleitung von Farnen wie Coniogramme emeiensis, der einen großen, sehr hellen und dekorativen Bodendecker bildet. Zusammen mit der Hybrid-Funkie ‚Herifu‘, einer klein bleibenden Funkie mit apfelgrünen, cremefarben berandeten Blättern, entstehen hübsche Blatttrios.
Setzen Sie Schachtelhalm in den Hintergrund und ergänzen Sie einige Blüten in dezenten, klaren Farbtönen: die besonders elegante Zwergform Epimedium (x) youngianum ‚Niveum‘ sowie das kleine Polygonatum humile, das nur 15 cm hoch wird. So entsteht eine moderne, dekorative Szene.

Pratia im Zentrum, mit Schachtelhalm, Polygonatum humile, Funkien ‚Herifu‘ und Coniogramme emeiensis
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