Rasen säen auf trockenem Boden: Welche Arten?
Robuste Rasensorten für trockene Standorte?sia
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Rasen für trockene Standorte: Entdecken Sie trockenheitsverträgliche Alternativen und wählen Sie den passenden Rasen für heiße Sommer und trockenen Boden.
Rasentypen: alles Wissenswerte
Bisher beschränkte sich die Trockenheit auf die südlichen Regionen. Doch durch den Klimawandel erlebte Frankreich in den letzten zwanzig Jahren immer wieder Hitze- und Dürreperioden, die nicht mehr nur den Süden betreffen. Heute ist klar: Wir müssen unsere Art zu gärtnern ändern, um uns an den fortschreitenden Klimawandel anzupassen. Auch der Rasen bleibt davon nicht verschont.
Zu den begrünten Flächen, die unter diesen Dürren am meisten leiden, gehört der Rasen. Bei ausbleibendem Regen oder fehlender Bewässerung wird der Rasen unweigerlich braun und anschließend gelb. Er sieht dann wie eine trockene Fußmatte aus. Das ist völlig normal! Denn bei großer Hitze und ohne Bewässerung geht ein Rasen in die Dormanz. Das bedeutet, dass die Gräser ihr Wachstum für einige Wochen einstellen. Bis zum nächsten Regen!

Im Sommer geht der Rasen während Dürreperioden in die Dormanz und wird gelb.
Natürlich sind manche Rasenmischungen auf trockenem Boden widerstandsfähiger. Entscheidend ist die Zusammensetzung der Saatmischung. So ist ein Englischer Rasen deutlich weniger widerstandsfähig als ein Sport- und Spielrasen. Der Englische Rasen enthält nämlich Samen von Deutschem Weidelgras, aber auch von Rot- und Schaf-Schwingel sowie Wiesenrispengras. Der Freizeitrasen besteht dagegen aus Weidelgras und vor allem aus tiefwurzelndem Rohr-Schwingel, der besonders trockenheits-, tritt- und reißfest sowie winterhart ist. Dieses Gras bildet ein sehr tiefes Wurzelgeflecht und kann dadurch Trockenheit und große Hitze ohne größere Schäden überstehen. Außerdem wird es nach der sommerlichen Dormanz wieder grün.
Daher sollten Sie auf trockenen Flächen Saatmischungen mit einem hohen Anteil an Rohr-Schwingel wählen.
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Auf trockenem Boden empfiehlt es sich daher, einen trockenheitsverträglichen Rasen zu wählen, der trotz Hitzeperioden grün bleibt. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass Rasen unter extremen Wetterbedingungen austrocknet und sich gelb verfärbt. Aus unserem Rasensortiment zeichnen sich zwei Mischungen durch ihre Anpassungsfähigkeit an trockene Böden aus. Das liegt vor allem daran, dass sie größtenteils aus Rohrschwingel bestehen:
- Der Rasen für trockene Böden: Diese Samenmischung bildet einen wassersparenden, sehr trockenheits- und hitzebeständigen Rasen, der im Sommer länger grün bleibt. Der Rasen besteht zu 80 % aus Rohrschwingel und zu 20 % aus Deutschem Weidelgras. Diese Gräser erfüllen ästhetische Ansprüche und sind zugleich robust. Mit den ersten Regenfällen im Spätsommer gewinnt der Rasen seine Dichte und grüne Farbe zurück, da sich das Weidelgras, vor allem aber der Rohrschwingel, auf natürliche Weise selbst regeneriert.
- Auch der intelligente Rasen Süd/Küste eignet sich für trockene Böden. Diese für alle Bodenarten geeignete Samenmischung – für schwere oder leichte, saure oder kalkhaltige Böden – bildet auch im Sommer eine dichte Rasennarbe. Sie besteht aus 60 % Rohrschwingel, 10 % Weidelgras, 10 % Rotschwingel, 10 % Wiesen-Rispengras und 10 % Cynodon dactylon, einem krautigen Gras, auf das wir noch eingehen werden. Zum Vergleich: Der intelligente Rasen für kontinentales Klima enthält keinen Rohrschwingel.
Intelligenter Rasen Süd/Küste
Der intelligente Rasen für das trockene Klima im Süden und an der Küste- Höhe bei Reife 20 cm
Sehr trockenheitsverträgliche Alternativen
Heute gibt es für trockene Böden sehr interessante Alternativen zur Rasenaussaat, da sie eine erhöhte Trockenheitsresistenz aufweisen. Diese Gräser, die häufig aus tropischen oder subtropischen Regionen stammen, sind robust und widerstandsfähig gegen Trittbelastung und große Hitze. Im Sommer bleiben sie deutlich grüner als herkömmliche Rasenflächen:
Rasen aus Cynodon dactylon, ein verbessertes Hundszahngras
Mit einem Rasen aus Cynodon dactylon, auch „tropischer Rasen“, „Gewöhnliches Hundszahngras“ oder „Finger-Hundszahn“ genannt, lässt sich in warmen, trockenen Regionen eine strapazierfähige Rasenfläche für Freizeitaktivitäten anlegen. Es handelt sich um eine krautige Staude aus der Familie der Süßgräser, die aus der afrikanischen Savanne stammt und weit ausläuferbildende Rhizome sowie frischgrünes Laub besitzt. Dank seines sehr gut entwickelten Wurzelsystems kann eine einzige Jungpflanze bis zu 1 m² bedecken! Daher kann es sich als invasiv erweisen, zumal es sich auch durch Selbstaussaat vermehrt. Dennoch eignet es sich ideal für einen dauerhaften, hitze- und trockenheitsverträglichen Rasen auf trockenem Boden. Das Einzige, was Cynodon dactylon nicht verträgt, sind ständig feuchte Böden.
Auch der Pflegeaufwand ist sehr gering. Im ersten Jahr muss einmal pro Woche gegossen werden, damit die Pflanze gut einwurzelt. In den folgenden Jahren kommt sie allein zurecht. Ein Schnitt pro Monat genügt. Düngergaben sind unnötig.
Dieses Gras ist bis -15 °C frosthart und wird im Winter während seiner Dormanz gelb. Ab April wird es jedoch wieder grün.
Kikuyugras, ein subtropisches Gras
Kikuyugras (Pennisetum clandestinum) stammt aus den Savannen Afrikas. Es eignet sich daher nur für Regionen mit milden Wintern. Seine Winterhärte reicht lediglich bis -5 °C. Dieses Gras aus der Familie der Süßgräser ist dank seiner kräftigen, sehr tief reichenden Ausläufer jedoch äußerst hitze- und trockenheitsverträglich. Es wächst langsam und braucht einige Zeit, um sich zu etablieren, bildet dann aber einen dichten, kräftigen, manchmal etwas groben Rasen. Ohne Pflege, aber mit ausreichend Wasser, können die Halme über 30 cm hoch werden. Bei Trockenheit reduziert Kikuyugras sein Wachstum. Wie Cynodon dactylon wird es im Winter während seiner Ruhephase gelb.
Kikuyugras benötigt wenig Pflege. Es verträgt keinen tiefen Schnitt und wird daher nur selten und mit hoher Schnitthöhe gemäht.

Von links nach rechts: Cynodon dactylon, Kikuyugras und Rasen aus den Maskarenen
Zoysia tenuifolia, ideal für trockenes Klima
Das häufig als Rasen der Maskarenen bezeichnete Zoyzia tenuifolia benötigt wenig Wasser und eignet sich daher perfekt für trockene Böden. Zugleich ist es sehr trittfest. Das Gras aus der Familie der Süßgräser besitzt ausläuferbildende Rhizome und breitet sich auf 50 cm aus, ohne höher als 10 bis 12 cm zu werden. Es benötigt daher kaum einen Schnitt: Ein bis zwei Schnitte pro Jahr genügen. Das sehr dekorative Gras bildet kleine Polster mit äußerst feinem, leuchtend grünem Laub.
Der Rasen der Maskarenen braucht aufgrund seines langsamen Wachstums etwas Zeit, um sich zu etablieren. Bei gut durchlässigem Boden ist er jedoch bereits ab -10 bis -12 °C frostgefährdet.
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