Spinnmilben an Pflanzen loswerden?
Spinnmilben natürlich bekämpfen?
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Milben, vor allem Spinnmilben, befallen Zierpflanzen, Gemüse und Obstbäume. Erfahren Sie, wie Sie sie natürlich bekämpfen und ihrem Auftreten vorbeugen.
Was sind Milben?
Spinnmilben sind winzige Spinnentiere, die Pflanzen befallen. Von Insekten unterscheiden sie sich durch die Anzahl ihrer Beinpaare: vier statt drei bei Insekten. Rote Spinnmilben sind die bekanntesten pflanzenschädigenden Milben. Sie sind etwa 0,5 mm groß und mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen. Sie werden auch als Gemeine Spinnmilben bezeichnet, weil sie feine Gespinste auf den Blättern bilden. Ihre Färbung reicht von Gelb und Grün bis Rot. Sie saugen den Pflanzensaft aus den Blättern, die dadurch mit kleinen weißen, gelblichen oder gräulichen Flecken übersät werden. Die Blätter verfärben sich zunächst gelb, dann braun und fallen schließlich ab. Die Pflanzen vertrocknen und sterben ab. Ein weiteres Erkennungsmerkmal: Auf der Blattunterseite sind feine Fäden oder Gespinste zu sehen. Beim Besprühen der Blätter mit Wasser werden diese noch sichtbarer.
Diese Schädlinge vermehren sich in trockener, warmer Umgebung sehr schnell. Ab 12 °C legen sie Eier und ab 30 °C vermehren sie sich besonders stark. Sie können Pflanzen zum Absterben bringen und siedeln sich vor allem in Innenräumen oder Gewächshäusern an, wo Wärme und Trockenheit günstige Bedingungen bieten. Im Freien treten sie vor allem im Sommer auf. Sie gelten als schwer zu bekämpfen, da sie oft erst spät entdeckt werden. Sie können Gemüse ebenso befallen wie Obstbäume, Nadelgehölze, Zierpflanzen im Garten oder auf dem Balkon sowie Zimmerpflanzen.

Hier aus nächster Nähe: Rote Spinnmilben sind manchmal mit bloßem Auge zu erkennen, meist fallen jedoch zuerst die Gespinste auf
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Brennnesseljauche herstellen – AnleitungMilben bekämpfen
Nach bestätigtem Befall durch Spinnmilben entfernen Sie zunächst die Blätter und befallenen Pflanzenteile. Brausen Sie die Pflanzen anschließend mit kalkarmem Wasser ab. Danach können Sie natürliche Mittel spritzen. Am häufigsten werden mit Wasser verdünnte Schmierseife und Brennnesseljauche verwendet. Manche setzen auch Spritzungen mit Mineralöl ein.
- Brennnesseljauche herstellen: Geben Sie 1 kg Brennnesseln in ein großes Gefäß und fügen Sie 10 Liter Wasser hinzu. Lassen Sie die Mischung 4 bis etwa 10 Tage gären und rühren Sie sie täglich 10 Minuten lang um. Filtern Sie die Jauche und verdünnen Sie sie: 25 cl auf 5 Liter Wasser. Spritzen Sie die Jauche auf die befallene Pflanze, insbesondere auf die Blätter und deren Unterseiten, wo sich Spinnmilben ansiedeln. Spritzen Sie früh morgens oder abends. Wiederholen Sie die Behandlung alle 2 bis 3 Wochen.
- Schmierseifenlösung herstellen: Geben Sie 1 Teelöffel flüssige Schmierseife in 500 ml lauwarmes Wasser. Vermischen und auf die Pflanzen spritzen. Das biologisch abbaubare Mittel neutralisiert die Atemorgane der Spinnmilben. Stehen befallene Pflanzen im Haus oder Gewächshaus, bringen Sie sie nach draußen und brausen Sie die Blätter gründlich ab. Entfernen Sie anschließend die befallenen Pflanzenteile und spritzen Sie das Mittel auf.
- Eine weitere Möglichkeit, Spinnmilben loszuwerden, ist die biologische Bekämpfung. Sie können Raubmilben einsetzen, die Spinnmilben und ihre Eier fressen. Eine der meistverwendeten Raubmilben gegen Spinnmilben ist Phytoseiulus persimilis, erhältlich bei Promesse de fleurs. Auch Wanzen, Florfliegen und Ohrwürmer sind natürliche Feinde der Spinnmilben. Sie können diese Nützlinge in den Garten locken, indem Sie geeignete Unterschlüpfe wie einen Holz- und Laubhaufen schaffen.

Phytoseiulus-Raubmilben sind natürliche Feinde der Spinnmilben
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Die beste Methode zur Bekämpfung von Milben oder Spinnmilben besteht darin, ihr Auftreten zu verhindern.
- Um einen Befall mit Milben zu verhindern, schaffen Sie eine feuchte Umgebung, die ihnen nicht zusagt. Sie können die Blätter Ihrer Pflanzen regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprühen, um die Ansiedlung zu verhindern. Durch das Besprühen können Sie auch einen Befall mit Spinnmilben frühzeitig erkennen. Wenn nach dem Besprühen der Blätter ein feines Gespinst sichtbar wird, ist Ihre Pflanze befallen.
- Achten Sie auf eine gute Belüftung der Pflanzen, indem Sie ausreichend Abstand zwischen ihnen lassen.
- Halten Sie das Substrat feucht, insbesondere wenn Sie Ihre Pflanzen im Haus oder im Gewächshaus kultivieren. Sie können beispielsweise den Pflanzenfuß mulchen, damit er feucht bleibt.
- Verzichten Sie außerdem auf stickstoffhaltige Dünger, da sie die Entwicklung von Milben fördern.
- Sprühen Sie vorbeugend Brennnesseljauche oder Schachtelhalmjauche aus.
- Setzen Sie auf biologische Bekämpfung, indem Sie Fressfeinde der Spinnmilben anlocken, etwa Florfliegen, Raubwanzen und Ohrwürmer.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Spinnmilben: Erkennen und Bekämpfen.

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