Vogelschutzhecke: Welche Sträucher wählen?
Die besten Arten und Sorten
Inhaltsverzeichnis
Sie lieben Vögel? Wir auch! Soll Ihr Garten ein echter Zufluchtsort für sie werden? Dann sind Sie hier richtig! Dieser Artikel stellt Ihnen einige Sträucher für eine vogelfreundliche Hecke vor.
Denken Sie zunächst daran: Vögel brauchen nur zwei Dinge – Nahrung und Schutz.
Beachten Sie bei der Gestaltung Ihrer Hecke, dass Vögel Folgendes brauchen:
- Beerensträucher als Nahrung im Herbst und Winter,
- blühende Sträucher, die im Frühling und Sommer Insekten anlocken,
- dornige, stark verzweigte Sträucher als Schutz,
…und wenn Sie Sträucher finden, die all dies vereinen, ist Ihre Hecke perfekt!
Lassen Sie sich aber ruhig von diesen Empfehlungen inspirieren und nennen Sie uns in den Kommentaren Ihre liebsten „Vogelsträucher“.
Warum Vögeln helfen? Ein bisschen Ökologie!
In den letzten Jahrzehnten ist ein beunruhigender Rückgang der Vogelbestände und ein Verlust an Artenvielfalt zu beobachten. Die Ursachen sind vielfältig: Klimawandel, Jagd, Überfischung, invasive exotische Arten, Pestizideinsatz und die Zerstörung natürlicher Lebensräume …
Bei den meisten dieser Probleme können wir als einfache Gärtner kaum etwas ausrichten – außer vielleicht bei den beiden letztgenannten Faktoren … Vor allem können wir günstige Lebensräume für Vögel schaffen: natürliche Blumenwiese, stehendes Totholz, kleiner Teich … und insbesondere eine Hecke pflanzen, für die Sie bevorzugt Gehölze mit Nutzen für die Vogelwelt auswählen.

Mit einer solchen Hecke schaffen Sie im Kleinen eine Heckenlandschaft.
Heckenlandschaften prägten einst unsere Kulturlandschaft, wurden jedoch oft beseitigt, um größere landwirtschaftliche Flächen zu schaffen (vereinfacht gesagt!). Diese kleinen Hecken boten zahlreichen Tieren Nahrung und Unterschlupf, nicht nur Vögeln. Freie, naturnahe Hecken bilden einen natürlichen Übergangsbereich zwischen zwei verschiedenen Biotopen – einen Ökoton. Ökotone sind interessant, weil sie eine eigene Biodiversität sowie einen Teil der Biodiversität ihrer Umgebung beherbergen. Man spricht vom Randeffekt, der jedoch auch außerhalb von Waldrändern auftritt, etwa in einem Auwald. Ökotone sind daher besonders artenreiche Lebensräume, die sich im Garten nachbilden lassen.
Ihre Hecke bildet außerdem einen ökologischen Korridor, der bestimmte natürliche Lebensräume miteinander verbindet, die leider immer seltener werden. Wenn jedoch viele Gärtner solche Hecken anlegen, können wir ein ökologisches Netzwerk schaffen und den Verlust natürlicher Lebensräume wirksam ausgleichen. Ja, sogar mitten in der Stadt!
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Wie pflanzt man eine Hecke?Bedürfnisse der Vögel
Vögel haben wie alle Wildtiere auf dieser Welt ganz pragmatische tägliche Bedürfnisse: Sie müssen fressen, trinken, sich schützen und fortpflanzen. Im Laufe des Jahres gibt es für sie außerdem mehrere schwierige Phasen:
- Die Brutzeit: Sie brauchen Schutz, Nahrung und alles, was ihnen beim Nestbau hilft (Moos, Zweige, Flechten …). Diese Zeit erstreckt sich je nach Art vom Frühjahr bis zum Spätsommer. Schneiden Sie Ihre Sträucher daher in dieser Zeit nicht zurück.

- Vor dem Zug zwischen Spätsommer und Herbst benötigen sie sehr viel Nahrung, um ihre gefährliche Reise zu bewältigen.
- Im Winter haben die hiergebliebenen Vögel und die aus dem Norden kommenden Hunger. Auch sie brauchen daher Nahrung, um den Winter zu überstehen. Außerdem suchen manche Vögel in dicht wachsenden Sträuchern Schutz und Wärme.
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Im restlichen Jahr brauchen sie Nahrung, Wasser und Schutz.
Oli meint: Sobald Ihre Hecke gut eingewachsen ist, werden Sie schnell einige Vögel beobachten: Kohlmeisen und Blaumeisen, Mönchsgrasmücken, Rotkehlchen … Mit der Zeit wachsen die Sträucher, und weitere Arten kommen hinzu (Gartenbaumläufer, Gartengrasmücken, Drosseln … und vielleicht sogar Kleiber), während andere verschwinden. Das ist völlig normal: Jeder Vogel hat ganz eigene Bedürfnisse und stellt besondere Ansprüche an seinen Lebensraum. Wenn Ihre Bäume größer werden, verändert sich auch dieser Lebensraum.
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Heckensträucher als Vogelnahrung
Nicht alle Vögel haben dieselbe Ernährungsweise. Es gibt Insektenfresser (die bei den ersten Frösten in den Süden ziehen), Fruchtfresser, Körnerfresser, Fleischfresser, Fischfresser und Allesfresser (sie ziehen nur wenig oder gar nicht). Fleisch- und Fischfresser kommen ohne uns zurecht. Beschäftigen wir uns daher lieber mit Frucht-, Körner-, Insekten- und Allesfressern. Jeder hier vorgestellte Strauch trägt am Saisonende Früchte. Wo Früchte sind, gibt es zuvor auch eine Blüte, die zahlreiche Insekten anzieht. Deshalb sind diese Sträucher in der warmen Jahreszeit auch für Insektenfresser besonders interessant.
Vogelbeere - Sorbus aucuparia
- Blütezeit Juni, Juli
- Höhe bei Reife 8 m
Amelanchier lamarckii - Kanadische Felsenbirne
- Blütezeit Mai, Juni
- Höhe bei Reife 7 m
Gewöhnlicher Schneeball - Viburnum opulus
- Blütezeit Juni, Juli
- Höhe bei Reife 3,50 m
Leycesteria formosa Golden Lanterns - Buntdachblume
- Blütezeit August für November
- Höhe bei Reife 2 m
Schwarzer Holunder Black Beauty - Sambucus nigra
- Blütezeit Juni, Juli
- Höhe bei Reife 3 m
Cotoneaster lacteus - Zwergmispel
- Blütezeit Juni, Juli
- Höhe bei Reife 3 m
Lesen Sie auch
Eine natürliche Hecke zur Förderung der BiodiversitätHeckensträucher für Sichtschutz und Schutz
Das zweite Grundbedürfnis der Vögel ist der Schutz vor Fressfeinden. Was eignet sich dafür besser als die Pflanzung dicht wachsender, dorniger Sträucher? Hier eine kleine Auswahl.
Schlehe - Prunus spinosa
- Blütezeit April, Mai
- Höhe bei Reife 3,50 m
Crataegus monogyna - Eingriffliger Weißdorn
- Blütezeit Mai für Juli
- Höhe bei Reife 7 m
Feuerdorn Orange Glow - Pyracantha
- Blütezeit Juni, Juli
- Höhe bei Reife 4 m
Europäische Stechpalme - Ilex aquifolium
- Blütezeit Juni, Juli
- Höhe bei Reife 5 m
Rosa glauca - Rotblatt-Rose
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 2,20 m
Mehr erfahren …
- Sie haben keinen großen Garten … nur einen Balkon oder eine kleine Terrasse? Egal: Selbst ein kleiner Beerenstrauch im Topf erfreut einige Vögel.
- Pflanzen Sie am Fuß Ihrer Hecke einige Stauden, die Sie Samen bilden lassen, oder lassen Sie einfach die Wildflora wachsen.
- Denken Sie im Winter an die Fütterung und stellen Sie das ganze Jahr über Vogeltränken auf.
- Wenn möglich, werden einige Nistkästen verschiedener Arten und Größen gern angenommen.

Nützliche Ressourcen
- Ein sehr schöner Artikel von Virginie voller Tipps, wie Sie Ihre kleinen gefiederten Freunde verwöhnen können
- Entdecken Sie auch unsere Anleitung zum Bau einer Futterampel für Vögel im Winter
- Eine Hecke für mehr Biodiversität anlegen: Hier geht’s lang!
- Ein schönes Buch von Benoit Huc für unter den Weihnachtsbaum: Vögel im Garten willkommen heißen.
- Entdecken Sie zwei Videos von Olivier: Ein vogelfreundlicher Garten und Wie lockt man Insekten und Vögel in den Garten?
Noch ein kleines Wort von Oli: Bevor ich Sie verlasse … Denken Sie daran, Ihre Beobachtungen der Vögel, die im Laufe des Jahres bei Ihnen vorbeikommen, zu notieren. Das ist für die Beobachtung der Arten sehr wichtig. Auch die häufigsten Vögel (Meise, Amsel …) sollten erfasst werden. Zum Beispiel sind die Bestände von Haussperling und Feldsperling stark zurückgegangen, ohne dass sich bis vor Kurzem jemand darum gekümmert hätte. Denn die meisten Menschen melden Daten seltener Arten, nicht aber häufiger Arten. Das muss sich ändern … In Frankreich können Sie Ihre Beobachtungen hier und in Belgien hier melden.
Ein allerletztes kleines Wort von Oli: Amseln und einige Drosseln verschwinden aus unseren Gärten, weil sie besonders häufig Opfer eines Virus namens „Usutu“ werden. Wenn Sie auf einen unverletzten toten Amsel stoßen, wenden Sie sich bitte an eine Vogelschutzorganisation (LPO, LRBPO, GON, CREAVES …)
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