Welche Pflanzen nahe der Klärgrube meiden?
Bäume und Sträucher, die Kleinkläranlagen schädigen
Inhaltsverzeichnis
Pflanzen im Garten verschönern, spenden Schatten und fördern die Biodiversität. Welche Arten Sie bei einer Klärgrube meiden sollten, um Wurzelschäden zu verhindern.
Welche Risiken bergen falsche Pflanzungen?
Klärgrube begrünen? Vermeiden Sie Bäume und Sträucher mit starkem Wachstum, weitreichenden Wurzeln oder hohem Wasserbedarf – sonst drohen Schäden.
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Welche Bäume nicht neben der Terrasse pflanzen?Bambus
Wir lieben sie, weil sie leicht zu kultivieren sind und dem Garten eine dekorative, exotische Note verleihen. Doch Bambus neigt aufgrund seines besonders ausläuferbildenden Wurzelsystems dazu, sich rasch auszubreiten. Seine Rhizome wachsen im Boden sowohl vertikal als auch horizontal. Außerdem vermehren sich Bambusse durch zahlreiche Wurzelschösslinge, aus denen neue Triebe entstehen. Zu den ausläuferbildenden Arten zählen beispielsweise Phyllostachys aurea, Phyllostachys nigra und Phyllostachys vivax.
Wenn Sie Bambus wirklich in der Nähe Ihrer Klärgrube kultivieren möchten, haben Sie mehrere Möglichkeiten:
- Wählen Sie nicht ausläuferbildenden Bambus der Gattung Schirmbambus (Fargesia), der sich weniger stark ausbreitet.
- Bringen Sie eine stabile Rhizom- oder Wurzelsperre mindestens 60 cm tief im Boden ein.
- Setzen Sie auf die Kultur in einem großen Pflanzgefäß, das das Wurzelsystem begrenzt. Mit der Zeit kann es dennoch den Topf oder Kübel beschädigen.

Phyllostachys bildet ausläuferbildende Rhizome, die weite Strecken zurücklegen und von Feuchtigkeit angezogen werden
Trauerweide
Die Trauerweide (Salix alba ‚Tristis‘) besticht durch ihre besonders charakteristische, geschmeidig überhängende Wuchsform, die ihren ganzen Charme ausmacht. Der Baum kann bei Reife fast 20 Meter hoch und ebenso breit werden und bleibt keineswegs unbemerkt. Er wächst schnell und benötigt zum Wachsen viel Wasser, wodurch er in der Nähe einer Klärgrube zu ausladend und gefährlich wird. Seine Wurzeln können Leitungen zerstören. Deshalb sollte er stets mit Abstand zu Infrastruktur gepflanzt werden (mindestens 15 Meter).

Trauerweiden suchen in ihrer Umgebung stets die Feuchtigkeit
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Welche Sträucher an Mauer oder Mäuerchen pflanzen?Feigenbäume
Der Feigenbaum (Ficus carica) gehört zu den Bäumen, die schön und schmackhaft zugleich sind. Er besitzt eine knorrige Wuchsform und sehr dekorative gelappte Blätter. Vor allem trägt er köstliche, süße und zartschmelzende Früchte. Doch dieser für mediterrane Regionen typische Strauch entwickelt ein kräftiges Wurzelsystem, das sich in alle Richtungen ausbreiten kann. Die Wurzeln suchen in der Tiefe nach Wasser und können Mauern beschädigen sowie Leitungen beeinträchtigen.
Wenn Sie ihn dennoch kultivieren möchten, wählen Sie am besten natürlich kompaktere und weniger ausladende Zwergsorten wie ‘Figality’ oder ‘Gustis Ficcolino’.

Ficus carica ‚Figality‘
Espen
Pappeln (Populus) sind imposante, schnell wachsende Bäume. Sie werden bis zu 40 Meter hoch und eignen sich daher nur für große Flächen. Ihre ausläuferbildenden Wurzeln können Leitungen und Fundamente in mehreren Dutzend Metern Entfernung beschädigen. Zudem treiben sie aus diesem weitreichenden Wurzelsystem Ausläufer.
Halten Sie daher mindestens 30 Meter Abstand zwischen diesen Baumriesen und allen Bauwerken.

Pappelwurzeln sind ausläuferbildend, der Baum wächst kräftig
Akazien
Die Akazien bezaubern uns mit ihrer hübschen, oft duftenden Blüte in Pompons sowie ihrem dekorativ gefiederten Laub. Als echtes Symbol der Côte d’Azur haben sie den Vorteil, im Winter zu blühen, wenn viele andere Pflanzen in Dormanz sind. Doch bei diesen schnell wachsenden Sträuchern gelten einige Arten, wie etwa Acacia dealbata, als invasiv und zu ausbreitungsfreudig. Sie können sich stark vermehren und andere Pflanzen verdrängen. Akazien besitzen ein kräftiges, weitreichendes Wurzelsystem, das Leitungen, Fundamente und Bodenbeläge beschädigen kann. Sie neigen besonders nach Frost oder einem Brand zur Bildung von Wurzelschösslingen und vermehren sich durch deren Austrieb rasch.
Wenn Sie dennoch eine Akazie in der Nähe Ihrer Klärgrube kultivieren möchten, wählen Sie weniger stark Wurzelschösslinge bildende Arten, etwa auf Acacia retinodes veredelte Pflanzen.
Mehr erfahren: Invasive Pflanze … Muss man sich vor der Akazie fürchten?

Pflanzen Sie Acacia dealbata nicht in der Nähe einer Leitung
Die Sibirische Fiederspiere
Der Sorbaria sorbifolia oder „Sibirische Fiederspiere“ besitzt ein sehr dekoratives Laub, das an Farnwedel erinnert. Im Frühjahr erfreut er uns mit schönen Farben und im Sommer mit einer leichten Blüte aus weißen Rispen. Doch dieser Strauch gilt häufig als invasiv. Er wächst schnell und verfügt über ein kräftiges Wurzelsystem, wodurch er sich nach dem Anwachsen nur schwer versetzen lässt. Außerdem bildet er zahlreiche Wurzelschösslinge aus seinem Wurzelstock, durch die er sich vermehrt und den Raum zunehmend überwuchert. Vor allem in feuchten Substraten findet er ideale Wachstumsbedingungen. Deshalb sollte er nicht in der Nähe von Leitungen gepflanzt werden.
Wenn Sie dennoch die dekorativen Eigenschaften der Fiederspiere genießen möchten, wählen Sie kompaktere Sorten wie ‘Matcha Ball’ oder ‘Pink Hopi’.

Sorbaria sorbifolia bildet Wurzelschösslinge und neigt zum Wuchern
Blauregen
Blauregen (Wisteria) werden für ihre üppige Blüte in duftenden Trauben mit besonders romantischer Ausstrahlung geschätzt. Diese Kletterpflanzen können mit der Zeit spektakuläre Ausmaße annehmen und einen Bereich rasch in einen üppigen Dschungel verwandeln.
Wir wissen, dass diese kräftige Pflanze die Rankhilfen, an denen sie wächst, verdrehen kann. Doch oft ist nicht bekannt, dass ihr Wurzelsystem ebenso stark ist. Ihre Wurzeln breiten sich oberflächennah, aber auch tief im Boden aus und können Schäden an einer privaten Abwasseranlage verursachen.

Die Pfahlwurzel des Blauregens ist ebenso kräftig wie seine Zweige
Weitere Bäume und Sträucher: Abstand zu Leitungen
Die Liste ist nicht vollständig: Essigbaum, Weißer Maulbeerbaum, Silber-Ahorn und Eiche bilden tiefe, kräftige Wurzeln und gehören nicht neben Leitungen.
Pflanzen für die sichere Bepflanzung nahe einer Klärgrube
Es gibt viele Möglichkeiten, den Bereich rund um Ihre Klärgrube zu begrünen – mit Pflanzen, die oberflächliche und wenig ausladende Wurzeln bilden. Sie gefährden weder Leitungen noch Tank und verschönern zugleich den Bereich. Diese Pflanzen können sogar überschüssige Feuchtigkeit und Mineralstoffe aufnehmen und so die Funktion des Pflanzenklärbereichs unterstützen.
Rasen gilt oft als einfachste Lösung, doch Sie können dort auch vielfältigere und farbenfrohe Pflanzen kultivieren. Legen Sie ein Beet aus einjährigen Blumen (Schmuckkörbchen, Große Kapuzinerkresse, Studentenblumen, Garten-Zinnien …), Frühjahrszwiebeln (Krokusse, Hyazinthen …) oder Sommerzwiebeln (Inkalilien, Montbretien …) an. Auch wenig ausladende Stauden (Sonnenhüte, Mohn …) eignen sich. Gräser sind ebenfalls gute Kandidaten.
Bei den Sträuchern eignen sich beispielsweise Zitrusfrüchte, deren Wurzelsystem recht oberflächlich bleibt. Die meisten Moorbeetpflanzen, etwa Alpenrosen, Hortensien und Kamelien, wurzeln ebenfalls flach und können eine Kleinkläranlage nicht beschädigen.
Wenn Ihr Grundstück groß genug ist, um dort Bäume zu pflanzen, halten Sie einen Abstand von mindestens 5 Metern zur Klärgrube ein. Berücksichtigen Sie auch die ausgewachsene Größe der gewählten Art: Wird sie höher als 5 Meter, sollte der Abstand entsprechend größer sein.

Zitrusfrüchte bilden kleine Bäume mit oberflächlichen Wurzeln
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