Wie oft den Rasen mähen?
Perfekter Rasen: praktischer Ratgeber
Inhaltsverzeichnis
Gesunder Garten, gepflegter Rasen: Mähen fördert Wachstum und hält Unkraut fern. Die Häufigkeit hängt von Saison, Klima und Nutzung ab.
Warum den Rasen mähen?
Ein gepflegter Rasen ist schöner als ein vergilbter, kahler, von Kuhblumen überwucherter Teppich. Regelmäßiges Mähen fördert das Wachstum des Rasens und hält ihn grün. Der Rasen wird dichter, Unkraut und Krankheiten werden eingedämmt. Ein dichter Rasen speichert mehr Feuchtigkeit, trotzt Trockenheit besser und bleibt saisonübergreifend schön.

Regelmäßig gemähter Rasen verleiht dem Garten ein gepflegtes Aussehen
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Die Häufigkeit des Rasenmähens variiert je nach Jahreszeit erheblich. Jede Jahreszeit bringt besondere Wetterbedingungen mit sich, die das Wachstum des Grases und damit den Mähbedarf beeinflussen. Das Wetter wirkt sich auf die Mähhäufigkeit aus: Milde Temperaturen und regelmäßige Niederschläge fördern das Wachstum des Grases, während trockenere und wärmere Phasen es verlangsamen. Auch das regionale Klima beeinflusst die Mähhäufigkeit stark. In mediterranen Regionen kann der Rasen beispielsweise seltener gemäht werden. Außerdem muss ein stark beanspruchter Rasen, etwa auf einem Spielplatz, regelmäßiger gepflegt werden als ein Zierrasen. Der Beginn der Mähsaison variiert je nach Region und Klima. Im Allgemeinen beginnt man mit dem Mähen, sobald das Gras wieder wächst, meist ab März oder April, wenn die Temperaturen steigen. Sehen wir uns die Mähhäufigkeit nach Jahreszeiten an:
Frühling
Im Frühling wächst das Gras schnell. Milde Temperaturen und häufige Niederschläge schaffen ideale Bedingungen für kräftiges Wachstum. Regelmäßiges Mähen im Frühling trägt außerdem zu einem dichteren Rasen bei, der widerstandsfähiger gegen Unkraut ist. Es empfiehlt sich, einmal pro Woche zu mähen und eine Höhe von 4 bis 5 cm beizubehalten.
Sommer
Im Sommer ändern sich die Bedingungen grundlegend. Hitze und Trockenheit verlangsamen das Wachstum des Rasens. Um die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und Trockenstress zu verringern, sollte seltener gemäht werden. Bei großer Hitze reduzieren Sie die Mähhäufigkeit auf einen Schnitt alle 10 Tage, um den Rasen nicht zu belasten, und lassen Sie ihn etwas höher (5 bis 7 cm), damit er die Feuchtigkeit besser hält. So wird der Boden besser vor übermäßiger Wasserverdunstung geschützt und der Rasen bleibt kühler. Die größere Schnitthöhe hilft außerdem, eine häufige Vergilbung des Rasens bei großer Hitze zu begrenzen.
Herbst
Im Herbst verlangsamt sich das Wachstum des Grases, da die Temperaturen sinken und die Feuchtigkeit zunimmt. Dennoch bleibt der Rasen bis zum Eintreffen der ersten Fröste aktiv. Es ist wichtig, weiterhin regelmäßig zu mähen, damit das Gras nicht zu hoch wird. Andernfalls können sich Krankheiten entwickeln und die Belüftung des Bodens kann beeinträchtigt werden. Der letzte Schnitt der Saison sollte vor dem ersten Frost erfolgen. Die Schnitthöhe sollte etwas niedriger sein als im Sommer, um den Rasen auf den Winter vorzubereiten. Je nach Temperatur kann die Mähhäufigkeit bis Ende Oktober oder November auf einmal alle 10 bis 15 Tage reduziert werden.
Winter
Im Winter ist Mähen in der Regel nicht nötig. Aufgrund der niedrigen Temperaturen und des Lichtmangels kommt das Wachstum des Rasens im Winter fast vollständig zum Stillstand. Ist der Winter jedoch mild und wächst das Gras weiter, kann ein leichter Schnitt erfolgen. Kürzen Sie es dabei auf etwa 5 cm und damit etwas stärker als gewöhnlich, um den Rasen während der kalten Monate zu schützen.

Wann den Rasen mähen, damit er langsamer wächst?
Um das Nachwachsen des Rasens zu bremsen, sollten Sie am späten Nachmittag oder frühen Abend mähen, wenn die Temperaturen sinken. Beim Mähen am Abend bleibt dem Rasen vor Einbruch der Dunkelheit weniger Zeit für die Photosynthese. Dadurch wird die Energieproduktion für schnelles Wachstum leicht gebremst und der Hitzestress verringert. So können Sie die Mähintervalle verlängern. Weitere Maßnahmen:
- Die richtige Rasenart wählen: Manche Rasenarten wie Zoysia tenuifolia oder Maskarenengras, andere Rasenersatzpflanzen oder Rohr-Schwingel wachsen langsamer und müssen seltener gemäht werden. Unser „Spiel- und Sportrasen“ enthält beispielsweise 60 % Rohr-Schwingel und ist daher pflegeleicht.
- Rasen mulchen: Lassen Sie Schnittgut liegen. Es versorgt den Boden und bremst schnelles Nachwachsen.
- Auf die richtige Schnitthöhe achten: Nie mehr als ein Drittel der Grashöhe abschneiden. Zu kurzer Schnitt schwächt den Rasen und fördert schnelles Nachwachsen.
- Weniger gießen: Überwässerter Rasen wächst schneller. Reduzieren Sie die Wassergaben, um das Wachstum zu bremsen.

Maskarenengras (Zoysia tenuifolia) sorgt für einen gleichmäßigen, schönen Rasen und muss seltener gemäht werden als klassischer Rasen
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Das richtige Verhältnis von Mähhäufigkeit und Schnitthöhe ist entscheidend für einen gesunden, dichten und widerstandsfähigen Rasen. Zu seltenes oder zu häufiges Mähen kann schnell Schäden verursachen und Aussehen sowie Vitalität beeinträchtigen. So erkennen Sie falsches Mähen:
- Nicht oft genug gemäht? Ihr Rasen ist zu hoch, dicht und liegt flach. Das kann ihn ersticken, Krankheiten fördern und die Ausbreitung von Unkraut begünstigen.
- Zu kurz gemäht? Ihr Rasen zeigt vergilbte Spitzen, kahle Stellen und geschwächte Wurzeln. Dadurch liegt der Boden frei und der Rasen wird anfälliger für Trockenheit und Krankheiten. Finden Sie daher das richtige Maß!

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