Windigen Garten schützen
Windschutz im Garten: einfache Lösungen
Inhaltsverzeichnis
Schützen Sie Ihren Garten unbedingt vor Schäden durch Wind. Windschutzpflanzungen, die Mistral oder Tramontane standhalten, deren Wirkung bisweilen brutal ist, sind im gesamten Süden unverzichtbar. Heftiger Wind kann Zweige abbrechen, Bäume entwurzeln und Gebäude beschädigen. Die Wahl windfester Sträucher ist entscheidend, denn Wind wirkt auf vielfältige Weise auf Pflanzen. Seine mechanische Wirkung ist offensichtlich. Weniger bekannt, aber ebenso wichtig ist sein Einfluss auf die Verdunstung. Er hemmt das Wachstum der Pflanzen unmittelbar, da die Photosynthese aussetzt oder die Blüte ausbleibt. Einfache Lösungen wie windfeste Hecken bieten Schutz vor starkem Wind, damit Sie Ihren Garten unbeschwert genießen können.

Große Bäume sind im Garten die ersten Opfer von Windböen.
Entdecken Sie unsere Tipps und eine Auswahl windfester Pflanzen, damit Sie Ihren Garten sicher genießen können.
Windschutzhecken oder Gehölzstreifen anlegen
Windschutzhecken und Windschutzreihen
Windschutzhecken bestehen aus hohen Bäumen (bei nur einer Art spricht man von einer Windschutzreihe), die vor starken Winden schützen. Das Hauptziel dieser Methode ist der Schutz landwirtschaftlicher, baum- und obstbaulicher Kulturen. Der Windschutz mindert den Einfluss des Windes auf die Feuchtigkeit und Temperatur von Luft und Boden. Eine Windschutzhecke wirkt über eine Entfernung, die bis zum Zehnfachen ihrer Höhe reichen kann. Eine 4 bis 5 m hohe Zypressenhecke kann den Garten auf 40 bis 50 m schützen. Nadelgehölze eignen sich nicht als Windschutz. Siebilden eine zu dichte, windundurchlässige Front und verursachen Turbulenzen.
Gehölzstreifen
Sie bestehen aus Sträuchern und Bäumen, die aus sommergrünen und immergrünen Arten bestehen. Der Gehölzstreifen sollte über mehrere Reihen versetzt auf einer Breite von 2 m gepflanzt werden. Je nach Art kann seine Höhe zwischen 6 und 20 m liegen. Die Gehölze bilden einen luftdurchlässigen Schutzraum, der sich als windfester Sichtschutz als wirksamer erweist. Sie schützen hervorragend vor Wind, bremsen ihn, ohne Turbulenzen zu erzeugen.

Nach dem Vorbild der traditionellen Heckenlandschaft rechts sollten Sie besser Gehölzstreifen statt Windschutzreihen anlegen, um den Wind zu bremsen
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Die Bäume:
- Die Italienische Erle Alnus cordata ist dank ihrer schlanken Krone sehr windfest. Die Erle wächst schnell auf jedem flachgründigen Boden und verträgt Kalk. Ideal für Gehölzstreifen in Kombination mit Holunder oder Eberesche.
- Die Winter-Linde, Tilia cordata, ist ein großer Baum mit rundlicher Krone, dessen Blüte den Garten im Sommer mit Duft erfüllt. In Stadtgärten schützt sie sehr wirksam als Windschutz vor Luftverschmutzung.
- Die Silber-Pappel Populus alba ist dank ihres Wurzelsystems ein hervorragender, stark windfester Sichtschutz, selbst in Küstennähe. Mit ihren silbrig-weißen Blattunterseiten bringt sie Licht in den Garten.
- Schwarzkiefer: Pinus nigra ist mit ihren zu Nadeln reduzierten Blättern ein hervorragender Windfänger. So widersteht sie der austrocknenden Wirkung des Windes. Schon in jungen Jahren eignet sich die Kiefer als Windschutz, wenn ihre Zweige bis zum Boden wachsen.
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Links die Italienische Erle, oben die Silber-Pappel, unten die duftende Blüte der Linde
Die Sträucher:
- Die Schmalblättrige Ölweide, Elaeagnus x angustifolia ist ein großer Strauch mit lockerem Wuchs, der großen Flächen vorbehalten bleibt. In einer geschnittenen Hecke wird sie durch die Ölweide Elaeagnus ebbengei ersetzt. Mit dunkelgrünen Blättern und silbriger Unterseite bildet sie im Herbst kleine, duftende Blüten. Ideal für Standorte mit Gischt, die ihr nichts anhaben kann.
- Der Crataegus monogyna oder Weißdorn gehört zu den windfestesten Sträuchern. Sein dichtes, leicht dorniges, grünes Laub färbt sich im Herbst. Er bildet hervorragende, als Windfang dienende Gehölzgruppen. Auf seine weißen Blütentrauben folgen bei Vögeln beliebte Früchte. Der anspruchslose Strauch verträgt Kalk.
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Der Weißdorn ist zu jeder Jahreszeit ein dekoratives Saumgehölz
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- Die Schmalblättrige Berberitze Berberis stenophylla ist ein kräftiger, eleganter Strauch mit zahlreichen goldgelben Glöckchenblüten. Viele farbenfrohe Berberitzen eignen sich für eine freiwachsende Hecke und sind sehr windfest, wie die Purpur-Berberitze Berberis atropurpurea.
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Links die Berberis stenophylla mit leuchtend goldgelber Blüte, rechts die Purpur-Berberitze
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- Ein weiterer dorniger und sehr interessanter Strauch: die Hippophae rhamnoides. Der Sanddorn hat weidenähnliche Blätter und wächst auf jedem Boden, auch in Küstennähe. Er bildet einen attraktiven Kontrast zu dunkleren Gehölzen oder unter Kiefern.
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Der Sanddorn ist wind- und gischtfest
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- Die Rosa rugosa, die von den Küsten Japans stammt, verträgt Gischt gut. Ihre dornigen, aufrechten Triebe tragen apfelgrüne Blätter. Die duftenden einfachen oder halbgefüllten Blüten werden von großen, dekorativen roten Hagebutten gefolgt. Ein guter niedriger Windschutz bis 1,50 m.
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Die Kartoffel-Rose Rosa rugosa verträgt jeden Boden und ist gischtfest
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- Die Tamariske tetandra hat einen leichten Wuchs, wenn sie natürlich wachsen darf. Ihre biegsame, zerzauste Form filtert Wind sowie Meeresablagerungen wie Salz und Sand. Mit ihrer zarten rosafarbenen Wolke verzaubert sie Küstengärten.
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Die Tamariske schützt Küsten vor wind- und meerbedingter Erosion und besitzt ein sehr effizientes Wurzelsystem
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- Der Stechginster oder Ulex europaeus ist ein dorniger Strauch. Seine buschige Form und sein immergrünes Laub schützen vor Wind. Er kann jedoch wuchern. Die robuste Pflanze für magere Küstenböden bedeckt sich im Frühjahr mit leuchtend gelben, duftenden Blüten.
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Der Stechginster ist die Symbolpflanze der Heide. Er schützt und verschönert jeden naturnahen Garten
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Winddurchlässige Gestaltung schaffen
Die Alten wissen: Einen Garten anzulegen, setzt voraus, zuvor die vorherrschenden Windrichtungen zu analysieren. Denn Wind beeinträchtigt das Wachstum der Pflanzen, da er die Luft abkühlt und austrocknet. Das Prinzip des Windschutzes besteht darin, die Rauheit des Bodens durch die Schaffung von Unebenheiten zu erhöhen. Diese Aufgabe übernehmen Hecken, Mauern und Barrieren.

Der Gemüsegarten Ludwigs XIV. in Versailles nutzt die Technik des Senkgartens. Mauern und geschnittene oder spalierartig gezogene Hecken dienen dazu, den Wind zu bremsen und Frost zu vermeiden
Sie können auch eine Rebe bilden. Durch die Bildung mehrerer neuer Stämme wird die Verankerung stabiler und das Ergebnis sehr dekorativ. Viele Arten wie Birken bilden von Natur aus oder infolge von Wetterschäden Reben. Es gibt einen weiteren Trick, um die Filterwirkung Ihrer Pflanzung zu verstärken. Pflanzen Sie Ihre Pflanzen, auch Bäume, einfach auf Erdhügel. Diese auf dem Land bewährte, traditionelle Technik verbessert die Drainage und schützt den Hals empfindlicher Pflanzen. Durch diese Pflanzhügel entstehen unterschiedliche Standorte. So finden mehr Pflanzen Platz und es entstehen überraschende Effekte, die die Blüte über einen längeren Zeitraum verlängern.

Die Pflanzung auf einem Hügel schafft Windfallen
Es empfiehlt sich, junge Pflanzen zu setzen, damit sie besser anwachsen. So haben sie Zeit, ein kräftiges, tiefreichendes Wurzelsystem zu entwickeln. Außerdem sinken die Kosten für Kauf und Transport.
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Bei wiederholter Windexposition und lockerem Boden sollten Sie Folgendes beachten:
- Pflanzen Sie mit Wurzelballen. Der Baum hat dann den Vorteil, dass sein Wurzelsystem bereits gut entwickelt ist und erste Verankerung gebildet hat.
- Wenn Sie wurzelnackte Bäume pflanzen (zum Beispiel Obstbäume), ist ein Stützpfahl unverzichtbar, damit der Baum nicht umkippt.
- Pflanzen Sie junge Bäume, um ein kräftiges Wurzelsystem zu fördern und zugleich die Bildung zusätzlicher Triebe sowie eines stärkeren, widerstandsfähigeren Stamms anzuregen.
Bevorzugen Sie eine Abspannung, denn ein einzelner, am Stamm befestigter Stützpfahl ermöglicht dem Baum keine Entwicklung eines kräftigen Stamms:
- SCHRITT 1: Messen Sie zunächst die Höhe des Baums. Markieren Sie anschließend drei oder vier Punkte im Boden. Der Abstand zum Stamm sollte der halben Baumhöhe entsprechen.
- SCHRITT 2: Schlagen Sie 3 bis 4 spitze Holzpfähle ein. Die Pfähle dürfen nicht in das Pflanzloch, sondern müssen außerhalb davon eingeschlagen werden.
- SCHRITT 3: Nachdem Sie die Pfähle in den Boden eingeschlagen haben, befestigen Sie sie mit einer Nylon- oder Metalldrahtschnur am Baum. Befestigen Sie die Schnur oberhalb eines Zweigs, damit sie nicht am Stamm entlangrutscht. Führen Sie sie durch ein Stück Gummischlauch, um den Baum nicht zu beschädigen.
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Abspannung mit drei Verankerungspunkten. Nadelbäume mit größerer Windexposition sollten wie Obstbäume abgestützt werden
Sie können dafür vorgesehene Stützsets für Bäume kaufen.
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