Winterschutz für Stamm- und Trauerrosen

Winterschutz für Stamm- und Trauerrosen

Pflanzen vor starkem Frost schützen: Warum, wann, wie?

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Gwenaëlle 5 min.

Stamm- und Trauerrosen sind frostempfindlich: Tipps zu Winterschutz und Pflege, damit die hoch sitzende Veredelung den Winter gut übersteht.

Herbst Schwierigkeit

Zu welcher Zeit?

Region, Wetter und Alter entscheiden. Im November Stamm- und Hochstammrosen mit Wintervlies schützen: Krone leicht, Zweige kürzen. Rückschnitt im Spätwinter genügt.

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Schutz der Pfropfstelle

Mehrere Maßnahmen schützen Stamm- und Trauerrosen im Winter. Besonders wichtig ist der Schutz der Pfropfstelle zwischen Unterlage und Edelreis: In mindestens 80 cm Höhe ist sie kalten Winterwinden und Frost besonders ausgesetzt. Kontrollieren Sie diese Stelle regelmäßig, da sie Krankheiten, Verletzungen und vor allem Kälte eindringen lässt.

Schützen Sie die gut erkennbare Narbe einige Zentimeter unterhalb des Zweigbüschels – unabhängig davon, ob die Rose im Beet oder Topf wächst. Umwickeln Sie die Pfropfstelle mit einem warmen Schutzmantel aus leicht erhältlichen Materialien.

  • Fertigen Sie den Schutzmantel aus Stoffresten (Baumwolle, Wolle, Synthetik oder Jute) an. Schneiden Sie einen etwa 10 cm breiten Streifen zu, der die gesamte Pfropfstelle bedeckt und sich mehrmals herumlegen lässt. Der Mantel beginnt am Ansatz der Zweige und bedeckt den Wulst vollständig.
  • Legen Sie ihn um die Pfropfstelle und wickeln Sie ihn mit lockerem, dickem Füllmaterial aus, etwa Watte, trockenem Moos, sehr trockenen Blättern oder Stroh.
  • Binden Sie ihn mit Schnur oder Bast fest, ohne ihn zu straffen.
  • Entfernen Sie den Schutzmantel, sobald die Temperaturen steigen und Stamm- oder Trauerrosen keinen Morgenfrösten mehr ausgesetzt sind, etwa im April.
    Winterschutz für Stamm- und Trauerrosen, Schutz vor Frost, Unterlage

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Kranzschutz

In den ersten Jahren nach der Pflanzung Ihrer Stamm- oder Trauerrose sowie bei einer Kultur im Topf sollten Sie den Kranz, also die aus der Verzweigung gebildete Kugel, schützen, indem Sie ihn in ein Wintervlies hüllen. Zuvor sollten Sie die Verzweigung Ihrer Rosenkugel oder Ihres Rosendoms leicht zurückschneiden, um sich die Arbeit zu erleichtern.

Das Vlies besteht aus einem atmungsaktiven Material und schützt gezielt vor Kälte. Es isoliert die Rose, lässt jedoch Licht und Regen durch und verhindert so ein Austrocknen. Ein Vlies mit einer Dichte von 30 g/m² reicht für Stamm- und Trauerrosen aus. Sie können es mehrere Winter hintereinander wiederverwenden. Auch eine Winterhaube aus Jutegewebe mit lockerer Maschenstruktur eignet sich perfekt, um Rosenkugeln und Rosendome von Stammrosen zu schützen, und wirkt sogar etwas dekorativer.

Fixieren Sie das Wintervlies mit Bast- oder Schnurbändern, sodass auch der zuvor angebrachte Schutzmantel umfasst wird. Entfernen Sie das Wintervlies, sobald die Temperaturen wieder steigen, ohne zu lange zu warten. Der März ist in den meisten Regionen gewöhnlich mild genug, um Ihre Rose wieder auszupacken. Öffnen Sie das Vlies an schönen, sonnigen Wintertagen ruhig etwas!

Wintervlies, Wintergewebe aus Vliesstoff

Vollständiger Schutz durch ein Wintervlies (links) und Schutz des Kranzes allein mit Jutegewebe (rechts)

Anhäufeln am Pflanzenfuß

Bei rauem Klima oder frisch gepflanzter Stamm- bzw. Trauerrose: Anhäufeln schützt, gibt Halt und 1–2 °C Wärmeschutz. Trockene Gartenerde verwenden, im März abtragen.

Schutz für Rosen im Topf

Die bisherigen Empfehlungen zum Schutz der Veredelungsstelle und des Kranzes gelten auch für Stamm- und Trauerrosen in Kübeln oder Pflanzgefäßen. Gehen Sie genauso vor wie bei Stamm- oder Trauerrosen im Freiland.

Ihre Kübelrose hat einen entscheidenden Vorteil: Sie ist beweglich! Das bedeutet: Steht der Topf an einem zu windigen Standort, besonders bei sehr kalten Ostwinden im Winter, sollten Sie ihn an einen möglichst windgeschützten Platz stellen. Rücken Sie ihn näher ans Haus oder unter ein Vordach und isolieren Sie den Topf vom kalten Boden, indem Sie ihn auf Klötze oder einen hölzernen Rolluntersatz stellen. Eine kleine Holzpalette ist zwar weniger dekorativ, eignet sich aber gut, wenn Sie zum Beispiel zwei Pflanzgefäße erhöhen möchten.

Bei einer Pflanzung im Topf ist der Schutz des Substrats wichtig: Stamm- und Trauerrosen haben nur ein begrenztes Erdvolumen, das als Kälteschutz dient. Das Anhäufeln des Fußes ist in einem Pflanzgefäß kaum möglich. Wurde Ihre Rose gerade gepflanzt oder leben Sie in einer Region mit strengen Wintern, ist eine Mulchschicht am Fuß sinnvoll. Verwenden Sie Stroh oder gut getrocknete Blätter und verteilen Sie sie rund um den Stamm.

Winterschutz für Stamm- und Trauerrosen, Winter, Mulch im Topf

Mulchen Sie rund um den Stamm mit Häckselgut, gut getrockneten Blättern oder Stroh

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