Zimmerpflanzen im Sommer ins Freie: Tipps
Für einen guten Übergang
Inhaltsverzeichnis
Zimmerpflanzen nach draußen: Sonne, Luft und Feuchtigkeit fördern Photosynthese und Wachstum. Tipps für einen sanften Umzug ohne Schock.
Welche Zimmerpflanzen nach draußen?
Viele Pflanzen profitieren im Frühjahr und Sommer von einem Aufenthalt im Freien. Richten Sie sich bei der Wahl des Standorts draußen jedoch nach ihren Ansprüchen im Innenraum.
Generell bevorzugen Sukkulenten und Kakteen sonnige Standorte. Alle anderen Pflanzen sollten Sie vor direkter Sonne schützen. Stellen Sie sie an einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung oder nur in die Morgen- oder Abendsonne, sofern diese nicht zu intensiv ist. Auch ein Standort nach Norden eignet sich gut.
Eine weitere Möglichkeit ist ein gefilterter Standort, also beispielsweise lichter Schatten oder Halbschatten mit mehr Schatten als Sonne.
Kurz gesagt: Stellen Sie Ihre Pflanzen nach draußen, wenn Sie ihnen den passenden Standort bieten können. Andernfalls lassen Sie sie besser im Haus.
Empfindliche Pflanzen wie Aronstabgewächse mit hohem und konstantem Feuchtigkeitsbedarf sollten Sie im Haus lassen, wenn Sie sie mit einem Luftbefeuchter oder in einer Vitrine kultivieren. Das gilt auch für Pfeilwurzgewächse mit ihrem zarten Laub.

Lassen Sie empfindliche Pflanzen wie Aronstabgewächse bei konstant hoher Luftfeuchtigkeit sowie Pfeilwurzgewächse mit ihrem zarten Laub im Haus (hier ein Philodendron und eine Korbmarante)
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Bevor Sie Ihre Zimmerpflanzen ins Freie stellen, bereiten Sie sie sorgfältig vor, um Temperaturschock und Sonnenbrand zu vermeiden. Kontrollieren Sie sie auf Schädlinge und Krankheiten und behandeln Sie Probleme vor dem Umzug. Gießen Sie die Pflanzen ausreichend und sorgen Sie für Nährstoffe. Eine Düngung einige Wochen vorher kann ihre Widerstandskraft stärken.
Plötzliche direkte Sonne kann Blattverbrennungen und starken Stress verursachen. Stellen Sie die Pflanzen zunächst in den Halbschatten oder nur zu den kühleren Tageszeiten in die Sonne. Steigern Sie die Sonnenzeit über mehrere Tage oder Wochen.

Als Zimmerpflanzen kultivierte Palmen eignen sich ebenfalls für den Aufenthalt im Freien, sofern sie vor praller Sonne geschützt werden
Idealen Standort im Freien wählen
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Gießroutinen anpassen
Der Wasserbedarf von Pflanzen kann sich im Freien durch Temperatur-, Feuchtigkeits- und Standortwechsel erheblich verändern. Im Allgemeinen benötigen Pflanzen im Freien häufiger Wasser als im Haus, besonders bei großer Hitze. Prüfen Sie regelmäßig das Substrat: Es sollte frisch bis feucht, aber nicht nass sein oder leicht trocken, jedoch nicht völlig ausgetrocknet. Passen Sie die Wassergaben an Wetter und Zustand des Substrats an.
Düngung an den Standort anpassen
Auch die Nährstoffversorgung muss an die höheren Ansprüche von Pflanzen im Freien angepasst werden. Das oft schnellere Wachstum und eine üppigere Blüte erfordern zusätzliche Nährstoffe. Verwenden Sie einen auf die Pflanzenart abgestimmten Dünger und beachten Sie die Empfehlungen zu Häufigkeit und Menge. Je nach Bedarf reicht die Düngung von monatlichen Gaben bis zu häufigeren Anwendungen während des aktiven Wachstums.
Parasiten und Krankheiten überwachen
Pflanzen im Freien sind häufiger Parasiten und Krankheiten ausgesetzt. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Stress, Befall oder Krankheit. Behandeln Sie Probleme bereits beim ersten Auftreten mit geeigneten Methoden, etwa natürlichen Mitteln wie Neemöl oder Schmierseife.

Auch gewöhnliche, recht pflegeleichte Zimmerpflanzen profitieren von einem Aufenthalt im Freien
Einige Vorsichtsmaßnahmen
Wenn Sie Ihre Zimmerpflanzen ins Freie stellen, müssen Sie unbedingt ihren Schutz vor Witterung und plötzlichen Wetterwechseln berücksichtigen.
Schutz vor plötzlichen Unwettern
Das Wetter kann sich schnell ändern und für Pflanzen, die an eine kontrollierte Umgebung im Haus gewöhnt sind, besonders belastend sein. Um Ihre Pflanzen vor starkem Wind, Hagel und heftigen Regenfällen zu schützen, stellen Sie sie nach Möglichkeit unter Vordächer, Pergolen oder überdachte Balkone. Bei angekündigtem schlechtem Wetter können Sie außerdem Sonnenschutznetze oder abnehmbare Planen verwenden. Oder holen Sie sie einfach vorübergehend wieder ins Haus.
Stützen und Stabilisieren
Einige Pflanzen, insbesondere hohe Arten oder solche mit dünnen Stängeln, benötigen möglicherweise zusätzliche Stützen, damit sie unter dem Einfluss von Wind oder durch ihr eigenes Gewicht nicht abbrechen. Das gilt besonders, wenn sie beginnen, im Freien zu wachsen. Verwenden Sie Stäbe, Pflanzengitter oder Rankgitter, um zusätzlichen Halt zu geben.

In südeuropäischen Ländern ist dies üblich, da die Pflanzen dort im Winter nicht immer ins Haus geholt werden müssen
Wieder ins Haus holen
Zimmerpflanzen ins Haus holen: Stress vermeiden, Schädlinge prüfen sowie Licht, Gießen und Düngen anpassen. Vor Kälte schützen.
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