In einer Welt, in der der Klimawandel unausweichlich Realität ist, ist die Suche nach nachhaltigen Lösungen wichtiger denn je. Jede Maßnahme zählt, auch in Ihrem Garten. Unter den zahlreichen Möglichkeiten, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern, spielt das Pflanzen von Bäumen eine wichtige Rolle. Besonders hervorzuheben ist ein aus Asien stammender Champion: der Blauglockenbaum, ein Baum mit außergewöhnlichen Eigenschaften bei der Kohlenstoffbindung.

Wenn Sie mehr über diesen Baum erfahren möchten, können Sie auch unseren Podcast anhören:

Blauglockenbaum

Was ist der Blauglockenbaum?

Der Blauglockenbaum ist ein sommergrüner Baum mit großen, herzförmigen Blättern und Trauben violetter Blüten. In seiner natürlichen Umgebung kann er eine beeindruckende Höhe von 10 bis 25 Metern erreichen. Damit ist er eine majestätische Bereicherung für jede Landschaft und jeden großen Garten. Bei uns in Deutschland erreicht er je nach Kulturbedingungen eher eine Höhe von 8 bis 12 Metern.

Der Blauglockenbaum stammt aus Asien, insbesondere aus China und Japan. Dort wird er „Blauglockenbaum“ genannt. Der Blauglockenbaum wurde in andere Teile der Welt eingeführt, darunter nach Europa und Nordamerika. Dort hat er sich an unterschiedliche klimatische Bedingungen gut angepasst.

Dieser Baum wird traditionell wegen seines Holzes genutzt, das zugleich leicht und widerstandsfähig ist. Außerdem macht sein schnelles Wachstum ihn zu einer beliebten Wahl für Wiederaufforstungsprojekte und ökologisches Gärtnern. Auch in der traditionellen asiatischen Medizin wird er verwendet.

Beachten Sie: Die Gattung Paulownia umfasst sechs verschiedene Arten. Am häufigsten kultiviert werden jedoch Paulownia tomentosa und Paulownia fortunei.

Blüten des Blauglockenbaums

Die Eigenschaften des Blauglockenbaums bei der Kohlenstoffbindung

Der Blauglockenbaum wird häufig als „Champion der Kohlenstoffbindung“ bezeichnet, und das nicht ohne Grund. Wissenschaftlichen Studien zufolge kann dieser Baum eine beeindruckende Menge Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre binden. Tatsächlich kann ein ausgewachsener Blauglockenbaum bis zu 48 Kilogramm CO2 pro Jahr aufnehmen. Das ist etwa zehnmal mehr als bei den meisten anderen Bäumen, die häufig in Wiederaufforstungsprojekten verwendet werden.

Diese außergewöhnliche Fähigkeit hängt zum Teil mit seinem schnellen Wachstum zusammen. Der Blauglockenbaum kann innerhalb von zehn Jahren die Reife erreichen. Dadurch beginnt er deutlich schneller positive Auswirkungen auf die Umwelt zu haben als andere Bäume.

Im Vergleich zu anderen Bäumen wie Eiche oder Kiefer, die üblicherweise in Wiederaufforstungsprojekten eingesetzt werden, sticht der Blauglockenbaum deutlich hervor. Eine Eiche kann beispielsweise bis zu 30 Jahre brauchen, um die Reife zu erreichen. Pro Jahr bindet sie durchschnittlich nur 4 bis 5 Kilogramm CO2. Die Kiefer wächst zwar schneller als die Eiche und bindet durchschnittlich 10 bis 20 kg CO2 pro Jahr. Auch sie erreicht jedoch nicht die Werte des Blauglockenbaums.

Außerdem wird der Blauglockenbaum für seine Fähigkeit geschätzt, nach dem Rückschnitt aus seinem Wurzelstock neu auszutreiben. Diese Eigenschaft kann ein erneutes schnelles Wachstum und eine kontinuierliche Kohlenstoffbindung fördern. Allerdings hängt diese Fähigkeit stark von den Boden- und Klimabedingungen sowie von den forstwirtschaftlichen Maßnahmen ab.

Blätter des Blauglockenbaums

Weitere Vorteile des Blauglockenbaums

Im Winter zersetzen sich seine großen, nährstoffreichen Blätter schnell und reichern den Boden an. Das ist ein zusätzlicher Vorteil für das Mulchen, die Kompostierung und die Permakultur.

Der widerstandsfähige Blauglockenbaum ist ein robuster Baum, der sich leicht an ein breites Spektrum an Klimabedingungen und Bodentypen anpasst. Außerdem ist er resistent gegen Krankheiten und Parasiten. Damit eignet er sich langfristig für jeden Garten und jedes Wiederaufforstungsprojekt.

Mehr erfahren

Wenn Sie mehr über diesen Baum erfahren möchten, lesen Sie unseren Ratgeber über den Blauglockenbaum: Pflanzen, Kultur und Pflege.