Die Abelie ist ein schöner, üppig blühender Strauch mit dekorativem Laub. Im Sommer bedeckt sie sich mit kleinen weißen oder rosafarbenen, oft duftenden Blüten. Die vielseitige Abelie fügt sich perfekt in jeden Garten ein. Dieser Strauch lässt sich sehr einfach durch Stecklingsvermehrung vermehren. So erhalten Sie sortenechte Jungpflanzen, die Sie in Ihrem Garten, im Staudenbeet, in einer Blütenhecke oder sogar im Topf auspflanzen können.
Erfahren Sie in unserer bebilderten Anleitung, wann und wie Sie die Abelie ganz einfach durch Stecklinge vermehren!

Wann sollten Sie die Abelie durch Stecklinge vermehren?
Die Vermehrung erfolgt durch halbverholzte Stecklinge im Hochsommer, im Juli oder August. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die Triebe zu verholzen, also sich in festes Holz zu verwandeln. Diese einfache und schnelle Methode zur Vermehrung der Abelie liefert sehr gute Ergebnisse.
Das benötigte Material
Für die Stecklingsvermehrung einer Abelie benötigen Sie die passende Ausrüstung:
- einen Terrakottatopf
- eine gut geschärfte und zuvor mit 70-prozentigem Alkohol desinfizierte Gartenschere, um eine Übertragung von Krankheiten zu vermeiden
- einen Bleistift oder einen kleinen Stock, um Löcher in das Substrat zu bohren
- Aussaaterde oder Anzuchterde
- eine Abdeckhaube, ein Frühbeet oder einen einfachen durchsichtigen Plastikbeutel
- eine Sprühflasche
Wie vermehren Sie die Abelie unter gespannter Luft?
Die Stecklingsvermehrung unter gespannter Luft ist sehr einfach und hält das Substrat im Sommer ausreichend feucht. Die Erde darf niemals vollständig austrocknen. Bei dieser Methode decken Sie die Stecklinge mit einem Plastikbeutel oder einer Abdeckhaube ab, um eine warme und feuchte Umgebung zu schaffen. Unter diesen warmen Bedingungen bilden die Stecklinge leichter Wurzeln.
- Füllen Sie einen Topf mit einer Mischung aus Aussaaterde und Flusssand zu gleichen Teilen.
- Feuchten Sie die Erde an.

- Schneiden Sie mit der Gartenschere von der Mutterpflanze kräftige, nicht zu weiche diesjährige Triebe mit einer Länge von 20–25 cm ab.
- Schneiden Sie den Trieb direkt unterhalb eines Knotens ab.
- Entfernen Sie an der unteren Hälfte der Triebe auf einer Länge von etwa 10 cm alle Blätter.
- Halbieren Sie die verbleibenden Blätter, um die Verdunstung zu verringern.
- Bohren Sie mit dem Bleistift Löcher in die Erde. Stecken Sie die Stecklinge zu drei Vierteln in die Löcher und halten Sie einen Abstand von 10–15 cm ein.
- Drücken Sie die Erde vorsichtig mit den Fingern rund um die Triebe an und gießen Sie mit der Sprühflasche.
- Decken Sie den Topf mit einer durchsichtigen, von einem Gummiband gehaltenen Plastikfolie ab oder stellen Sie ihn unter eine Abdeckhaube, damit die Stecklinge unter gespannter Luft stehen.
- Stellen Sie den Topf bis zum Herbst an einen schattigen Platz.
- Gießen Sie regelmäßig, aber nicht zu viel, damit das Substrat stets frisch bleibt, ohne durchnässt zu sein.
- Lüften Sie von Zeit zu Zeit, um Schimmelbildung zu vermeiden.
- Entfernen Sie Anfang Oktober, sobald die Stecklinge erste Anzeichen des Anwachsens zeigen, die Folie oder die Abdeckhaube. Stellen Sie den Topf für den Winter in ein Frühbeet oder einen Wintergarten.
- Gießen Sie weiterhin so oft wie nötig, aber keinesfalls zu reichlich, da übermäßige Feuchtigkeit die Schimmelbildung begünstigt.
Die Wurzelbildung verläuft recht langsam. Im folgenden Frühjahr können Sie die Stecklinge direkt ins Freiland pflanzen oder in ein größeres Gefäß umtopfen.
Weitere Informationen
- Lesen Sie auch unseren Ratgeber: „Stecklingsvermehrung: Alles über die verschiedenen Techniken und unsere Tipps für erfolgreiche Stecklinge“

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