Anisodontea capensis und Anisodontea scabrosa, auch Kapmalve genannt, sind dekorative Sträucher, die für ihre zarten, meist rosafarbenen Blüten geschätzt werden. Sie verleihen dem Garten eine sanfte Note. Die Stecklingsvermehrung ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, diese Pflanze zu vermehren. Mit dieser einfachen Anleitung gelingt Ihnen die Vermehrung von Anisodontea.

Die Kapmalve im Überblick

Die Kapmalve, auch Anisodontea genannt, ist ein dekorativer Strauch aus Südafrika. Sie wird für ihre üppige und lang anhaltende Blüte geschätzt, die meist rosa oder malvenfarben ist und an die Blüte des Roseneibischs erinnert. Die schnell wachsende, halbimmergrüne Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 1 bis 2 Metern und gedeiht in milden Klimazonen. Sie bevorzugt einen sonnigen bis leicht schattigen Standort und einen gut durchlässigen Boden. Ihre Winterhärte ist mäßig (bis -6 °C). Damit eignet sie sich ideal für mediterrane Gärten oder als Kübelpflanze in kälteren Regionen.

Weitere Informationen über die Kapmalve finden Sie im Ratgeber Anisodontea: Pflanzen, Pflege und Rückschnitt.

Kapmalve durch Stecklinge vermehren
Anisodontea capensis 'El Rayo' (rechtes Foto ©Virginie Douce)

Benötigtes Material

  • Gartenschere oder Gartenschere mit scharfen und desinfizierten Klingen
  • Wurzelaktivator (optional, fördert jedoch die Wurzelbildung)
  • Kleine Töpfe oder Anzuchtschalen mit guter Drainage
  • Leichtes Substrat: Mischung aus Blumenerde und Sand (oder Perlite) oder spezielle Anzucht- und Stecklingserde
  • Durchsichtige Plastiktüte oder Mini-Gewächshaus, um die Luftfeuchtigkeit zu halten
  • Gießkanne mit feiner Brause zum Befeuchten des Substrats

Wann sollten Sie Anisodontea durch Stecklinge vermehren?

Der beste Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung von Anisodontea liegt zwischen Juni und September, während der aktiven Wachstumsphase. Dann bilden die Stecklinge besonders schnell Wurzeln.

Wie vermehren Sie Anisodontea durch Stecklinge?

Bereiten Sie die Pflanze vor
Wählen Sie einen jungen, aber bereits halb verholzten Trieb aus, der weder zu weich noch zu hart ist. Er sollte 10 bis 15 cm lang sein.

Schneiden Sie den Steckling

  • Schneiden Sie den Trieb direkt unterhalb eines Knotens ab, an dem sich die Blätter entwickeln.
  • Entfernen Sie die unteren Blätter, sodass nur 2 oder 3 Blätter an der Spitze verbleiben. Dadurch verringern Sie den Wasserverlust durch Verdunstung.
Anisodontea vermehren

Pflanzen Sie den Steckling

  • Füllen Sie einen Topf mit der Mischung aus Blumenerde und Sand.
  • Setzen Sie den Steckling 2 bis 3 cm tief in das Substrat.
  • Drücken Sie das Substrat rund um den Steckling leicht an, damit er sicher steht.

Sorgen Sie für eine feuchte Umgebung

  • Stülpen Sie eine durchsichtige Plastiktüte über den Topf, ohne dass sie die Blätter berührt, oder stellen Sie ihn in ein Mini-Gewächshaus. Dieses Verfahren wird als Stecklingsvermehrung unter gespannter Luft bezeichnet.
  • Stellen Sie den Topf an einen hellen Standort, jedoch ohne direkte Sonne.

Gießen und pflegen Sie den Steckling

  • Halten Sie das Substrat regelmäßig feucht, aber niemals nass.
  • Lüften Sie die Plastiktüte täglich, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Beobachten Sie die Wurzelbildung
Die ersten Wurzeln erscheinen normalerweise nach 4 bis 6 Wochen. Sobald der Steckling gut bewurzelt ist, setzen Sie ihn in einen größeren Topf oder direkt in den Garten.

Pflege nach dem Anwachsen

Sobald sich Wurzeln entwickelt haben, setzen Sie Ihre Anisodontea in einen größeren Topf oder in den Garten. Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Vermeiden Sie pralle Sonne für die jungen Pflanzen und schützen Sie sie vor kalten Winden.

Gießen Sie mäßig, und zwar erst, wenn das Substrat an der Oberfläche abgetrocknet ist. Geben Sie während der Wachstumsphase alle 2 bis 3 Wochen Flüssigdünger für Blühpflanzen.

Entspitzen Sie die Triebspitzen nach dem Umpflanzen. Schneiden Sie die Pflanze nach der Blüte leicht zurück, damit sie eine kompakte Wuchsform entwickelt.

Kapmalve durch Stecklinge vermehren

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Zu viel Wasser oder ein schlecht durchlässiger Boden kann Wurzelfäule verursachen. Sie erkennen sie an vergilbten oder herabhängenden Blättern. Verwenden Sie ein leichtes, gut durchlässiges Substrat und mischen Sie dafür Blumenerde mit Sand oder Perlite.

Junge Pflanzen reagieren empfindlich auf Sonnenbrand und sollten schrittweise an einen vollsonnigen Standort gewöhnt werden. Stellen Sie sie zunächst einige Tage in den Halbschatten.