Die Osterluzei oder Aristolochia ist eine überraschende Liane mit großen, üppigen Blättern. Sie wird dafür geschätzt, dass sie jede Rankhilfe schnell bewachsen kann. Mit ihrem ausgesprochen exotischen Erscheinungsbild trägt sie im Frühsommer ungewöhnliche, pfeifenförmige Blüten in Purpur, die cremefarben gefleckt oder geadert sind. Diese Kletterpflanze kann innerhalb weniger Jahre einen schönen, 5 bis 8 m hohen und ebenso breiten Busch bilden. Sie eignet sich ideal, um eine Mauer, einen Zaun oder einen Baumstamm zu begrünen oder einfach eine Laube beziehungsweise eine Pergola zu schmücken. Die Stecklingsvermehrung im Sommer ist die gängigste Methode, um Osterluzei zu vermehren. Erfahren Sie in unserer bebilderten Anleitung, wann und wie Sie Osterluzei ganz einfach durch Stecklinge vermehren!

Wann sollten Sie Osterluzei durch Stecklinge vermehren?
Im Sommer können Sie Stängelstecklinge aus krautigen Trieben schneiden. Die warme Jahreszeit eignet sich besonders gut für die Vermehrung unter gespannter Luft, da die Wärme die Wurzelbildung fördert.
Wie vermehren Sie Osterluzei unter gespannter Luft?
Wir empfehlen, 4 bis 6 Stecklinge zu schneiden, um Ihre Erfolgschancen zu erhöhen.
- Wählen Sie zunächst einen gesunden, kräftigen Trieb aus, der möglichst noch nicht geblüht hat.
- Geben Sie eine Schicht Blähton auf den Boden des Topfes oder der Töpfe.
- Schneiden Sie mit einer sterilisierten Gartenschere 15 bis 20 cm lange Triebstücke mit 2 oder 3 Knoten.
- Schneiden Sie den Steckling direkt unter einem Knoten, also unterhalb eines Blattes, erneut an.
- Entfernen Sie die unteren Blätter. Lassen Sie die Hälfte der oberen Blätter an den Trieben, damit keine unnötige Verdunstung die Stecklinge schwächt.
- Tauchen Sie das untere Ende der Triebe bei Bedarf in Bewurzelungshormon.
- Stecken Sie die Stecklinge zu drei Vierteln in eine feuchte Mischung aus Blumenerde, Gartenerde und Sand. Halten Sie dabei einen Abstand von 5 cm ein.
- Stellen Sie den Topf oder die Töpfe warm und unter gespannte Luft. Decken Sie den Topf dazu mit einem durchsichtigen Plastikbeutel oder einem Minigewächshaus ab, um eine feuchte Umgebung zu schaffen. Die hohe Luftfeuchtigkeit rund um den Steckling ist wichtig.
- Schützen Sie die Stecklinge vor direkter Sonneneinstrahlung.
- Besprühen Sie die Stecklinge regelmäßig, aber nur mäßig, damit das Substrat feucht bleibt und sie nicht faulen.
- Topfen Sie die Jungpflanzen nach 2 bis 3 Monaten, sobald die Stecklinge ausreichend bewurzelt sind, in größere Töpfe um.
- Überwintern Sie die Stecklinge im Gewächshaus oder in einem hellen, ungeheizten Raum.
- Pflanzen Sie die Stecklinge im folgenden Frühjahr ins Freiland, sobald sie kräftig genug sind.

Benötigtes Material:
- Eine sterilisierte Gartenschere
- Ein oder mehrere Töpfe oder große Anzuchttöpfe
- Blähton
- Eine Sprühflasche
- Eine Mischung aus Aussaaterde und Gartensand
- Ein durchsichtiger Plastikbeutel oder ein Minigewächshaus
- Bewurzelungshormon (optional)
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