Die Hardenbergia, auch Purpurerbse genannt, ist eine kräftige Kletterpflanze, die wunderschöne violette, blaue oder weiße Blüten hervorbringt (je nach Sorte), oft vom Spätwinter bis ins Frühjahr. Wenn Sie bereits eine Hardenbergia besitzen und mehrere Exemplare in Ihrem Garten haben möchten, lässt sich diese Pflanze problemlos vermehren. In dieser Anleitung stellen wir Ihnen verschiedene Methoden zur Vermehrung vor.
Warum sollte man Hardenbergia vermehren?
Durch die Vermehrung der Hardenbergia erhalten Sie neue Jungpflanzen, mit denen Sie Ihren Garten weiter gestalten können: Begrünen Sie eine Mauer, schaffen Sie einen Sichtschutz oder erfreuen Sie sich einfach an noch mehr Blüten. Sie können diese schöne Pflanze auch an Ihre Lieben verschenken oder mit anderen Gärtnern tauschen.
Es gibt drei wichtige Vermehrungsmethoden: Stecklingsvermehrung, Absenken und Aussaat.

Vermehrung durch Stecklinge
Die häufigste Methode zur Vermehrung der Hardenbergia ist die Stecklingsvermehrung. Dabei schneiden Sie ein Stück eines Triebs von der Mutterpflanze ab und lassen es Wurzeln bilden.
Wann sollten Sie Hardenbergia durch Stecklinge vermehren?
Der beste Zeitpunkt für Stecklinge der Purpurerbse ist im Frühjahr, zwischen März und Mai, wenn die Pflanze kräftig wächst. Sie können auch am Ende des Sommers Stecklinge schneiden (etwa Mitte August), wenn die Temperaturen noch mild und stabil sind.
Wie vermehren Sie Hardenbergia durch Stecklinge?
1- Wählen Sie einen halb verholzten Trieb aus (also einen Trieb, der in der vorherigen Saison gewachsen ist und weder zu alt noch zu jung ist) und schneiden Sie ein etwa 10 bis 15 cm langes Stück ab. Achten Sie darauf, dass der Trieb gesund ist und keine Krankheiten oder Anzeichen von Schwäche aufweist. Idealerweise schneiden Sie fünf Stecklinge, um Ihre Erfolgschancen zu erhöhen.
2- Verwenden Sie eine gut geschärfte und saubere Gartenschere und schneiden Sie direkt unter einem Knoten (einer Stelle, an der ein Blatt wächst). Entfernen Sie die Blätter am unteren Teil des Triebs, lassen Sie jedoch einige Blätter an der Spitze stehen.
3- Füllen Sie einen Topf mit leichter Blumenerde, zum Beispiel mit Aussaaterde oder einer Mischung aus Torf und Sand oder Perlite. Befeuchten Sie die Mischung leicht, bevor Sie den Steckling hineinsetzen.
4- Optional: Tauchen Sie die Basis des Stecklings in ein Bewurzelungshormon, um Ihre Erfolgschancen zu erhöhen.
5- Bohren Sie mit einem Bleistift ein Loch in das Substrat und setzen Sie den Steckling hinein. Drücken Sie das Substrat leicht um den Trieb an, damit er stabil steht.
6- Stellen Sie eine Kunststoffhaube (eine Salathaube oder eine halbierte Kunststoffflasche) oder einen durchsichtigen Beutel, der von Stäben gehalten wird, über den Topf. So bleibt die Luftfeuchtigkeit hoch, was die Wurzelbildung erleichtert. Achten Sie darauf, dass das Laub die Haube nicht berührt, damit sich kein Schimmel bildet.
7- Stellen Sie den Topf an einen hellen Ort ohne direkte Sonne. Halten Sie das Substrat feucht, aber nicht nass. Nach sechs bis acht Wochen sollten sich erste Wurzeln bilden. Sie können dies überprüfen, indem Sie leicht am Trieb ziehen. Wenn er Widerstand leistet, ist das ein gutes Zeichen. Entfernen Sie dann die Haube.
8- In der folgenden Saison (im Herbst oder Frühjahr) können Sie den Steckling in einen größeren Topf oder in den Garten pflanzen, sobald er gut eingewurzelt ist und neue Triebe bildet. Wählen Sie einen sonnigen und gut durchlässigen Standort.

Vermehrung durch Absenken
Das Absenken ist eine weitere einfache und wirksame Methode zur Vermehrung der Hardenbergia. Dabei vergraben Sie einen Teil des Triebs der Mutterpflanze, damit er neue Wurzeln bildet, während er mit der Hauptpflanze verbunden bleibt.
Wann sollten Sie Hardenbergia absenken?
Die Purpurerbse senken Sie idealerweise im Frühjahr oder zu Beginn des Sommers ab, wenn die Pflanze kräftig wächst. In dieser Zeit kann der Trieb leichter Wurzeln bilden, während er mit der Mutterpflanze verbunden bleibt.
Wie senken Sie Hardenbergia ab?
1- Wählen Sie einen bodennahen, langen und biegsamen Trieb aus. Er muss so flexibel sein, dass Sie ihn zum Boden biegen können, ohne dass er bricht.
2- Ritzen Sie die Rinde des Triebabschnitts, den Sie vergraben möchten, leicht ein, um die Wurzelbildung anzuregen. Entfernen Sie außerdem die Blätter an dem Abschnitt, der in der Erde liegen wird.
3- Heben Sie eine kleine Furche im Boden aus und vergraben Sie einen Teil des Triebs. Lassen Sie die Triebspitze mit den unversehrten Blättern aus der Erde ragen. Fixieren Sie den Trieb mit einem Stein oder einem Pflanzstab.
4- Halten Sie den Boden rund um den vergrabenen Trieb feucht, aber nicht nass. Nach einigen Monaten sollten sich unter der Erde Wurzeln gebildet haben. Sie können dies überprüfen, indem Sie vorsichtig um den Trieb herumgraben. Sobald der Trieb Wurzeln gebildet hat, trennen Sie die neue Jungpflanze durch einen Schnitt von der Mutterpflanze ab und pflanzen Sie sie an den gewünschten Standort.

Vermehrung durch Aussaat
Die Vermehrung durch Aussaat dauert länger, ermöglicht es Ihnen jedoch, aus den Samen Ihrer Hardenbergia viele Jungpflanzen zu ziehen.
Wann sollten Sie Hardenbergia aussäen?
Die Purpurerbse wird vorzugsweise im Frühjahr ausgesät, wenn die Temperaturen wieder steigen und keine Spätfröste mehr zu erwarten sind.
Wie säen Sie Hardenbergia aus?
1- Die Samen der Purpurerbse haben eine harte Schale. Weichen Sie sie deshalb 24 Stunden lang in lauwarmem Wasser ein, damit sie leichter keimen.
2- Füllen Sie anschließend Töpfe mit leichter und gut durchlässiger Blumenerde, idealerweise mit Aussaaterde. Säen Sie die Samen aus, bedecken Sie sie mit einer dünnen Erdschicht und gießen Sie vorsichtig.
3- Stellen Sie die Töpfe an einen warmen und hellen Ort, jedoch geschützt vor direkter Sonne. Halten Sie das Substrat leicht feucht, aber nicht nass.
4- Sobald die Jungpflanzen einige Blätter entwickelt haben und kräftig genug sind, pikieren Sie sie in größere Töpfe oder direkt ins Freiland.
Tipps für eine erfolgreiche Vermehrung
- Geduld: Ob durch Stecklinge, Absenken oder Aussaat – die Vermehrung der Hardenbergia erfordert Geduld. Manche Stecklinge oder Samen brauchen länger, bis sie Wurzeln bilden oder keimen.
- Auf die Bewässerung achten: Diese Pflanze verträgt keine Staunässe. Achten Sie auf einen gut durchlässigen Boden und gießen Sie nicht zu häufig, besonders im Winter.
- Jungpflanzen schützen: Schützen Sie Ihre Jungpflanzen im Winter, solange sie noch nicht kräftig genug entwickelt sind. Eine ausgewachsene Hardenbergia verträgt Kälte nicht gut und hält höchstens leichte Fröste bis -4 °C aus.
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