Leptospermum, auch Teebaum genannt, ist ein beliebter Strauch mit feinem Laub und zahlreichen kleinen, sternförmigen Blüten in Weiß, Rosa oder Rot. Die Blütezeit reicht gewöhnlich von Mai bis Juli. Im Garten bevorzugt er einen sonnigen Standort sowie einen leichten, durchlässigen und eher nährstoffarmen Boden, der sauer bis leicht kalkhaltig sein darf. Sie können ihn aber auch in einem großen Topf oder Kübel kultivieren. Leptospermum ist unempfindlich gegenüber Gischt, Trockenheit und Luftverschmutzung, allerdings nur mäßig winterhart und verträgt etwa bis -6 °C. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, wie Sie ihn im Winter schützen – unabhängig davon, ob Sie ihn im Freiland oder im Topf kultivieren!

Alles Wissenswerte über seine Kultur erfahren Sie in unserem ausführlichen Pflanzenporträt: „Der Teebaum, Leptospermum: pflanzen, schneiden und pflegen“

Leptospermum, ein wenig winterharter Strauch

Leptospermum ist ein immergrüner Strauch, der aus Australien und Neuseeland stammt. Je nach Sorte verträgt er Temperaturen von etwa -5 bis -10 °C. Die Kulturbedingungen beeinflussen jedoch seine Frostverträglichkeit: Die Kultur im Topf, ein windiger Standort oder eine unzureichende Drainage verringern die Winterhärte der Pflanzen.

Wählen Sie den Standort für Leptospermum daher sorgfältig aus, bevor Sie ihn pflanzen. Setzen Sie ihn an einen sonnigen, geschützten Platz, zum Beispiel an eine nach Süden ausgerichtete Mauer. Pflanzen Sie ihn in ein leichtes, durchlässiges Substrat. Mischen Sie bei Bedarf etwas groben Sand und Kies unter die Pflanzerde.

Wie schützen Sie einen im Freiland kultivierten Leptospermum?

Wenn Sie in einer Region mit mildem Klima leben, etwa im Mittelmeerraum oder an der Atlantikküste, können Sie Leptospermum im Freiland kultivieren. Wir empfehlen Ihnen dennoch, ihn zu schützen:

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Leptospermum an einem windgeschützten Standort steht. Ein tagsüber sonniger Platz ist ideal, damit die Wärme rund um die Pflanze erhalten bleibt.
  • Bringen Sie rund um den Strauch eine ausreichend dicke Mulchschicht aus, um seine Wurzeln vor Kälte zu schützen. Verwenden Sie beispielsweise Falllaub oder Stroh und verteilen Sie es etwa 10 cm dick.
  • Bei starkem Frost schützen Sie Ihren Leptospermum mit einem Wintervlies. Denken Sie jedoch daran, den Strauch von Zeit zu Zeit zu lüften. Entfernen Sie das Wintervlies bei milder Witterung tagsüber.
  • Reduzieren Sie im Winter das Gießen, da die Pflanze weniger Wasser benötigt. Zu viel Feuchtigkeit kann dazu führen, dass die Wurzeln faulen.
Wie Sie einen Leptospermum überwintern

Wie schützen Sie einen im Topf kultivierten Leptospermum?

Leptospermum im Topf reagiert empfindlicher auf Kälte. Sie können ihn jedoch problemlos an einen geschützten Platz bringen.

  • Ab November holen Sie die Pflanze möglichst in ein unbeheiztes Gewächshaus oder einen Wintergarten. Wählen Sie dort einen hellen, frostgeschützten Platz. Die Temperatur sollte 10 °C nicht überschreiten.
  • Kontrollieren Sie Ihren Leptospermum regelmäßig auf Anzeichen von Stress oder Krankheiten. Gesundes Laub ist ein guter Hinweis auf den Gesundheitszustand der Pflanze.
  • Im Frühjahr, etwa im Mai, können Sie ihn wieder ins Freie stellen, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.
  • Wenn Sie den Topf nicht an einen geschützten Platz bringen können, bedecken Sie das Substrat mit einer dicken Mulchschicht. Umwickeln Sie den Topf außerdem mit isolierenden Materialien wie Luftpolsterfolie, Jutegewebe oder einer alten Decke. Stellen Sie den Topf beispielsweise auf Holzklötze, damit er keinen direkten Bodenkontakt hat. So schützen Sie die Wurzeln zusätzlich vor Kälte.
  • Gießen Sie nur mäßig. Warten Sie, bis die Blumenerde an der Oberfläche trocken ist, bevor Sie erneut gießen. Besprühen Sie das Laub regelmäßig mit Wasser, damit eine ausreichende Luftfeuchtigkeit erhalten bleibt.
Einen Leptospermum im Winter vor Kälte schützen