Säckelblumen sind dekorative Sträucher mit einer üppigen Frühlings- oder Sommerblüte, die zugleich bienenfreundlich und duftend ist. Ihren Beinamen „Kalifornischer Flieder“ verdanken sie ihren blau, rosa oder weiß gefärbten, ährenförmigen Blüten, die an Fliederblüten erinnern. Dieser Zierstrauch kann je nach Sorte unterschiedliche Formen und Wuchsformen haben. So erreicht beispielsweise der Kriechende Säckelblume eine Höhe von 40 cm, während die Säckelblume arboreus 'Trewithen Blue' bis zu 4 m hoch wird. Sie ist anspruchslos und lässt sich in jedem gut durchlässigen Boden leicht kultivieren. Diese Blütensträucher eignen sich sowohl für Beete als auch für eine isolierte Pflanzung, als Einfassung, Bodendecker, Kübelpflanze und sehen in einer Hecke wunderschön aus. Warum sollten Sie diese Schönheit also nicht in Ihrem Garten vermehren? Außerdem können Sie durch die Stecklingsvermehrung ganz einfach Jungpflanzen gewinnen.
Erfahren Sie in unserer bebilderten Anleitung, wann und wie Sie eine Säckelblume vermehren.

Ceanothus thyrsiflorus 'repens'
Wann sollten Sie die Säckelblume vermehren?
Der beste Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung hängt vom Laub der Säckelblume ab. Sorten mit sommergrünem Laub vermehren Sie im Juni über krautige Triebe. Immergrüne Kultivare vermehren Sie im August, indem Sie halbverholzte Triebe schneiden. In beiden Fällen wenden Sie dieselbe Methode an: die Stecklingsvermehrung unter gespannter Luft.
Gut zu wissen: Bei sommergrünen Säckelblumen ist im Oktober auch eine Stecklingsvermehrung mit trockenem Holz möglich.
Das benötigte Material
Für schöne Stecklinge des Kalifornischen Flieders benötigen Sie:
- einen oder mehrere Töpfe oder große Anzuchttöpfe
- eine Sprühflasche
- einen Bleistift
- Blähton
- eine mit Alkohol gereinigte Gartenschere, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden
- eine Anzuchtglocke, eine Plastikflasche, einen Plastikbeutel oder ein Mini-Gewächshaus zum Abdecken der Stecklinge
- Aussaat- und Pikiererde oder eine Mischung aus zwei Dritteln Torf und einem Drittel Gartensand
- optional: ein Wurzelaktivator
Wie vermehren Sie die Säckelblume unter gespannter Luft?
1- Legen Sie eine Schicht Blähton auf den Topfboden, damit überschüssiges Wasser besser ablaufen kann.
2- Füllen Sie anschließend Aussaaterde bis 2 cm unter den Rand ein und drücken Sie sie leicht mit der Hand an.
3- Befeuchten Sie die Erde mit einer Sprühflasche. Das Substrat soll feucht, aber nicht durchnässt sein. Verwenden Sie vorzugsweise Regenwasser.
4- Stechen Sie mit dem Bleistift ein 4 bis 5 cm tiefes Loch.

Stechen Sie ein 4 bis 5 cm tiefes Loch und befeuchten Sie die Erde
4- Wählen Sie an Ihrem Strauch gesunde, möglichst blütenlose Triebe aus. Bei sommergrünen Sorten nehmen Sie einen grünen, biegsamen Trieb. Bei immergrünen Säckelblumen wählen Sie einen halbverholzten Trieb. Das bedeutet, dass sich das weiche Holz gerade in hartes Holz umwandelt.
5- Schneiden Sie mit einer Gartenschere 5 oder 6 Triebe mit einer Länge von 10 bis 20 cm. Schneiden Sie direkt unterhalb eines Knotens, also unterhalb eines Blattes. Aus diesem Knoten entwickeln sich später die Wurzeln. Entfernen Sie vorhandene Blüten.
6- Entfernen Sie die unteren Blätter des Stecklings und lassen Sie die Hälfte der oberen Blätter stehen. So verhindern Sie, dass die Stecklinge durch eine zu starke Verdunstung über das Laub geschwächt werden.
7- Optional: Sie können die Basis Ihrer Stecklinge vorsichtig in ein Bewurzelungshormon tupfen, um die Wurzelbildung zu fördern.
8- Stecken Sie den Trieb in den Topf.

Schneiden Sie den Steckling unterhalb eines Knotens ab, entfernen Sie die unteren Blätter und pflanzen Sie ihn ein
9- Drücken Sie die Erde vorsichtig rund um den Steckling an.
10- Setzen Sie eine Anzuchtglocke über den Trieb, damit die Luftfeuchtigkeit rund um die Stecklinge steigt. Daher spricht man von der Stecklingsvermehrung unter gespannter Luft. Wenn Sie keine Anzuchtglocke haben, verwenden Sie eine Plastikflasche ohne Boden oder einen transparenten Beutel, den Sie mit Stäben abstützen. Achten Sie darauf, dass der Trieb und seine Blätter den Rand der Anzuchtglocke nicht berühren, damit sich kein Schimmel bildet!

11- Halten Sie die Erde frisch und leicht feucht, aber nicht zu nass. Nehmen Sie die Anzuchtglocke alle 3 bis 4 Tage für eine halbe Stunde ab, damit die Luft zirkulieren kann.
12- Stellen Sie den Topf an einen hellen, aber nicht vollsonnigen Platz.
13- Nach 2 bis 3 Monaten haben sich die Wurzeln des Stecklings ausreichend entwickelt. Sie können die Anzuchtglocke entfernen und die Jungpflanzen in einen größeren Topf umpflanzen.
14- Schützen Sie die Jungpflanzen im Winter, indem Sie sie in einem hellen, ungeheizten Raum oder in einem Kalthaus aufbewahren. Reduzieren Sie das Gießen deutlich, besonders bei Frost.
Im folgenden Frühjahr können Sie den kleinen Strauch direkt ins Freiland pflanzen. Er bevorzugt einen leichten, gut durchlässigen und nicht zu kalkhaltigen Boden sowie einen Standort im Halbschatten oder in der Sonne. Da die Säckelblume anspruchslos ist, genügt es, bei der Pflanzung eine Handvoll gut gereiften Komposts rund um den Strauch auszubringen.
Gießen Sie den Strauch in den ersten beiden Standjahren bei einer Hitzewelle oder starker Trockenheit. Sobald die Säckelblume gut eingewachsen ist, übersteht sie vorübergehende Trockenheit.
Mehr erfahren:
- Entdecken Sie alle unsere Sorten der Säckelblume.
- Alles Wissenswerte über die Säckelblume erfahren Sie in unseren Tipps zum Kalifornischen Flieder: Pflanzung, Pflege und Rückschnitt.
- Entdecken Sie unseren Ratgeber: „Stecklingsvermehrung: Alles über die verschiedenen Techniken und unsere Tipps für erfolgreiche Stecklinge“.
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