Für ihr immergrünes, meist silbriges Laub geschätzt, wird das Silbrige Heiligenkraut auch wegen seines zarten Duftes gerne gepflanzt. Als kleiner, aus dem Mittelmeerraum stammender Strauch ist das Silbrige Heiligenkraut sowohl trockenheits- als auch frostverträglich. Auch an den Boden stellt es nur geringe Ansprüche. Es wächst in mageren, sogar steinigen oder kalkhaltigen, aber gut durchlässigen Böden. Das Silbrige Heiligenkraut eignet sich ideal für einen Trockengarten. (Santolina) bildet kleine cremefarbene oder gelbe, pomponartige Blüten, die sich leicht trocknen lassen.

Der pflegeleichte Strauch stellt nur eine einzige wesentliche Anforderung: den Rückschnitt. Genau genommen sind mehrere Rückschnitte sinnvoll. Schneiden Sie das Silbrige Heiligenkraut im Jahresverlauf regelmäßig, damit seine rundliche und kompakte Wuchsform erhalten bleibt. Befolgen Sie unsere Tipps, um zu erfahren, warum, wann und wie Sie das Silbrige Heiligenkraut schneiden oder stark zurückschneiden sollten.

Das wichtigste Werkzeug für die Pflege des Silbrigen Heiligenkrauts

  • Eine Heckenschere: Sie eignet sich, um das Laub des Silbrigen Heiligenkrauts zu schneiden und den Strauch in eine kompakte Wuchsform zu bringen. Auch für einen starken Rückschnitt ist sie geeignet.
  • Eine Gartenschere, um die verblühten Blüten des Silbrigen Heiligenkrauts zu entfernen.

Warum sollte man das Silbrige Heiligenkraut schneiden?

Das Silbrige Heiligenkraut (Santolina) gehört zur Familie der Korbblütler und wirkt dank seiner kompakten, dichten Wuchsform besonders schön in niedrigen Einfassungen, Steingärten oder Beeten. Ob das bekannte Zypressen-Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) oder andere Arten wie Santolina virens: Dieser Strauch neigt leider dazu, zu verholzen und sich unkontrolliert auszubreiten – ähnlich wie Lavendel, seine Begleitpflanze im Beet. Ohne Rückschnitt wirkt seine Wuchsform schnell etwas „zerzaust“.

Santolina

Ohne Rückschnitt verliert das Silbrige Heiligenkraut seine dichte Wuchsform und bildet unschönes altes Holz

Der Rückschnitt formt den Strauch neu und sorgt für ein schönes, dichtes, rundliches und ausgebreitetes Polster. Dadurch wird das Laub noch schöner, feiner und aromatischer. Außerdem bleibt der Fuß des Silbrigen Heiligenkrauts dicht belaubt. Der Rückschnitt verhindert, dass sich altes Holz bildet und die Polster in der Mitte auskahlen. Darüber hinaus hält der Rückschnitt die Pflanze in Form und regt ihre bienenfreundliche Blüte sowie ihr Wachstum an.

Wenn Sie einen rundlichen, gleichmäßigen Strauch wünschen, ist der Rückschnitt unverzichtbar. Ein jährlicher Rückschnitt ist notwendig, zwei Rückschnitte sind empfehlenswert. Mehr Pflege benötigt das Silbrige Heiligenkraut nicht.

Wann und wie schneidet man das Silbrige Heiligenkraut?

Anders als viele andere Pflanzen verträgt das Silbrige Heiligenkraut kräftige Rückschnitte sehr gut – sowohl zu Beginn als auch während der Wachstumsperiode. Sie können den Strauch daher problemlos mehrmals im Jahr schneiden. Das Silbrige Heiligenkraut entwickelt dadurch eine noch schönere Wuchsform.

Geeignete Zeitpunkte für den Rückschnitt sind:

  • Zu Beginn des Frühjahrs, im März, sobald die ersten Blätter erscheinen: Schneiden Sie die jungen Triebe mit der Heckenschere um zwei Drittel ihrer Länge zurück, um den Strauch zu verjüngen. Bei Pflanzen in einer Einfassung können Sie eine gerade, kastenförmige Form schneiden. Frei stehende Exemplare bevorzugen einen runden Schnitt, damit ein kleines Polster entsteht. In besonders kalten Regionen verhindert diese runde Form außerdem, dass der Schnee auf der Pflanze liegen bleibt und das Laub beschädigt. Dieser Rückschnitt bringt die Pflanze zugleich ins Gleichgewicht.
  • Im Mai können Sie das Polster erneut mit der Heckenschere einkürzen und gleichmäßig formen. Dadurch kann die Blüte etwas schwächer ausfallen. Dafür erhält der Strauch eine schöne, regelmäßige Form.
  • Im September, direkt nach der Blüte, schneiden Sie die verblühten Blütenstände mit der Gartenschere ab. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um die Zweige auf eine einheitliche Höhe zu bringen. Entfernen Sie außerdem trockene oder kümmerliche Zweige. Werfen Sie die verblühten Stängel nicht weg. Sie können sie kopfüber trocknen und für Trockensträuße verwenden. Aus dem trockenen, kampferartig duftenden Laub lassen sich kleine Säckchen für die Wäsche herstellen. Das Silbrige Heiligenkraut hält Kleidermotten nämlich wirksam fern.
Santolina

Im September schneiden Sie die verblühten Blütenstände des Silbrigen Heiligenkrauts zurück

Im Herbst und Winter sollten Sie das Silbrige Heiligenkraut in Ruhe lassen. Ein Rückschnitt zu dieser Jahreszeit könnte die Pflanze empfindlicher gegenüber Kälte und Frost machen.

Wann ist ein starker Rückschnitt sinnvoll?

Wenn ein Silbriges Heiligenkraut drei oder vier Jahre alt ist, können Sie einen starken Rückschnitt in Betracht ziehen. Auch wenn der Strauch nicht regelmäßig geschnitten wurde, ist dieser Rückschnitt notwendig. Mit der Zeit hat er seine Form völlig verloren und wächst in alle Richtungen. Dieser kräftige Rückschnitt erfolgt am Ende des Winters, etwa im März.

Schneiden Sie beim starken Rückschnitt die alten Zweige, Stängel und Äste so tief wie möglich am Wurzelstock ab, ohne den Hals zu verletzen. Keine Sorge: Das Silbrige Heiligenkraut treibt anschließend mit neuen Stängeln wieder kräftig aus und begrünt die Basis.