Nach der Trockenheit: Herbstpflanzung neu planen?

Nach der Trockenheit: Herbstpflanzung neu planen?

Auf Regen warten und passende Arten wählen

Inhaltsverzeichnis

Erstellt diese Woche  durch Ingrid Vincent, experte plantes et jardin 6 min.

Sommerdürre verändert den Herbstgarten. Herbstpflanzungen? Keineswegs! Pflanzen Sie erst nach tiefem Regen. Wählen Sie besser angepasste Arten.

Sommer, Herbst Schwierigkeit

Das Wichtigste im Überblick

  • Warten Sie, bis der Regen den Boden ausreichend durchfeuchtet hat, bevor Sie im Herbst pflanzen.

  • Prüfen Sie, welche Pflanzen unter der Trockenheit gelitten haben, um besser geeignete Arten zu wählen.

  • Fördern Sie das Anwachsen neuer Pflanzungen durch angepasstes Gießen und eine gute Mulchschicht.

Im Herbst pflanzen: Noch etwas Geduld

Herbstregen im Garten

Warten Sie, bis mehrere Regenfälle den Boden ausreichend durchfeuchtet haben, bevor Sie pflanzen.

Nach der Trockenheit: Pflanzen prüfen vor Neupflanzung

Die sommerliche Trockenheit hat die Gärten stark beansprucht, bietet aber auch Anlass für wertvolle Erkenntnisse! Bevor Sie mit neuen Herbstpflanzungen beginnen, nehmen Sie sich Zeit, Ihre Beete zu beobachten. Welche Pflanzen haben den Wassermangel gut überstanden? Welche haben trotz Ihrer Bewässerung gelitten? Sind manche sogar vollständig abgestorben?

Achten Sie auch darauf, wo die am stärksten geschädigten Pflanzen stehen: in voller Sonne, am Fuß einer südexponierten Mauer oder in einem Boden, der schnell austrocknet? Diese Beobachtungen helfen Ihnen, die für Ihren Garten am besten geeigneten Pflanzen zu finden und die Standorte zu erkennen, an denen Sie Ihre Auswahl überdenken sollten, weil der Boden zu trocken wird.

Vorsicht jedoch: Verurteilen Sie eine Pflanze mit vertrocknetem Laub nicht vorschnell! Kratzen Sie bei Gehölzen leicht mit dem Fingernagel an der Rinde: Ist sie darunter grün, lebt der Trieb noch und es besteht Hoffnung auf einen Neuaustrieb; ist sie braun und trocken, ist dieser Teil leider abgestorben. Manche Stauden können sich bei großer Hitze auch in eine Ruhephase begeben und wieder austreiben, sobald die Bedingungen günstiger werden. Warten Sie daher nach der Rückkehr des Regens einige Wochen, bevor Sie alles ausreißen.

Nur die Trockenheit ist schuld? Auch fehlendes Gießen in den ersten beiden Sommern nach der Pflanzung kann erklären, warum eine noch schlecht eingewurzelte Jungpflanze nicht überlebt hat.

Eine Frau überprüft eine Pflanze, die nach dem trockenen Sommer abgestorben zu sein scheint (KI-generiert)

Ziehen Sie Bilanz: Welche Pflanzen haben die Trockenheit überlebt und welche nicht? (KI-generiertes Bild)

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Herbstpflanzung: trockenheitsverträgliche Pflanzen

Wie wäre es, diesen Herbst für etwas Veränderung in Ihren Beeten zu sorgen? Ersetzen Sie abgestorbene Pflanzen nicht einfach durch dieselbe Art, sondern setzen Sie lieber auf trockenresistente Pflanzen – besonders an Stellen, die in diesem Sommer stark gelitten haben.

In sonnigen Beeten können Sie es mit trockenresistenten Stauden wie Garbe, Katzenminze oder Blauraute versuchen. Auch Lavendel und Zistrose eignen sich gut für trockene, durchlässige Böden. Für einen Bereich im trockenen Schatten bietet sich Storchschnabel wie Geranium macrorrhizum an.

Aber Achtung: Eine Pflanze, die sommerliche Trockenheit verträgt, ist nicht automatisch auch gegen starken Frost im Winter resistent! Manche mediterranen Arten leiden unter Kälte und vor allem unter Staunässe im Winter. In kalten Regionen oder auf Lehmboden wählen Sie daher besser Arten, die Trockenresistenz und gute Winterhärte vereinen, etwa trocken- und kältetolerante Stauden oder trocken- und kältetolerante Sträucher.

Es geht nicht darum, Ihren gesamten Garten in einen Trockengarten zu verwandeln, sondern die Bepflanzung nach und nach an Boden, Standort und Klima Ihrer Region anzupassen.

Trockenresistente Pflanzen: Garbe, Blauraute, Katzenminze und Storchschnabel

Trockenresistente Pflanzen für die Herbstpflanzung: Garbe, Blauraute, Katzenminze und Geranium macrorrhizum.

Nach Trockenheit: neue Pflanzungen richtig pflegen

Die Dürre in diesem Sommer hat es uns erneut gezeigt: Auch Pflanzen mit geringem Wasserbedarf brauchen in der Anwachsphase Unterstützung. Bevor Sie weitere Pflanzen setzen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie sie in den ersten Jahren gießen können. Bei ausbleibendem Regen empfehlen wir, in den ersten beiden Frühjahren und Sommern stets auf ausreichende Bewässerung zu achten. Manchmal ist es besser, weniger zu pflanzen, dafür aber jeder Pflanze optimale Bedingungen zum Einwurzeln zu bieten!

Beim Pflanzen Wurzelballen sorgfältig wässern, großzügig angießen und anschließend eine dicke Schicht organischen Mulchs (Laub, Häckselgut von Zweigen …) auf die feuchte Erde aufbringen, ohne den Hals zu bedecken. Der Mulch verringert die Verdunstung und hilft, die Feuchtigkeit rund um die jungen Wurzeln zu bewahren.

In sandigen Böden kann reifer Kompost beim Pflanzen zudem die Wasserspeicherung im Boden verbessern und das Anwachsen neuer Pflanzen erleichtern.

Einen Baum im Garten pflanzen

Bringen Sie eine dicke Schicht organischen Mulchs auf die Erde auf, ohne den Hals zu bedecken, damit die Feuchtigkeit rund um die jungen Wurzeln erhalten bleibt.

Häufige Fragen zur Herbstpflanzung nach der Dürre

Was tun, wenn Sie Pflanzen gekauft haben, der Boden aber noch zu trocken ist?

Keine Eile! Lassen Sie die Pflanzen in ihren Töpfen, bis die Bedingungen günstiger sind. Stellen Sie sie windgeschützt, am besten im Halbschatten, auf und prüfen Sie regelmäßig die Feuchtigkeit der Wurzelballen, damit sie nicht austrocknen.

Sollten manche Pflanzungen auf das Frühjahr verschoben werden?

Ja, besonders bei frostempfindlichen Pflanzen, aber nur in Regionen mit strengen Wintern. Wenn der Regen ausbleibt und der Winter naht, warten Sie besser bis zum Frühjahr, um sie zu bestellen und zu pflanzen. Planen Sie während der ersten beiden Sommer eine passende Bewässerung ein.

Können Frühlingszwiebeln nach einem sehr trockenen Herbst gepflanzt werden?

Ja! Tulpen, Narzissen und andere Zwiebeln mit Frühjahrsblüte können gepflanzt werden, sobald der Boden durch Regen ausreichend gelockert ist, sofern er nicht zu nass ist. Pflanzen Sie nicht in harten, ausgetrockneten Boden.

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