Trockenheitsverträgliche Bäume

Trockenheitsverträgliche Bäume

Bäume für kleine und große Gärten – ideal für trockene Böden

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 15. Oktober 2025  durch Sophie 7 min.

Mehr Hitze und Dürre: Entdecken Sie in 4 Gärten passende, hitze- und trockenheitsverträgliche Bäume aus unserer Kollektion – ohne automatische Bewässerung!

Schwierigkeit

Kleiner Baum für kleinen Garten

Wir befinden uns hier in einem sonnigen kleinen Garten. Stellen Sie sich einen kleinen, von den Besitzern liebevoll gepflegten Stadt- oder Dorfgarten vor oder ein kleines Grundstück in einer Siedlung, das wenig Pflege benötigt, den Kindern aber Platz zum Spielen und zum Empfang von Freunden bietet. Auch dieses kleine Stück Natur mit eher steinigem, nährstoffarmem Boden braucht etwas Volumen, Höhe und Schatten. Und wenn die ausgewählten Bäume zusätzlich als Sichtschutz dienen, umso besser. Doch welcher Baum eignet sich für einen so trockenen Standort?

Für diesen kleinwüchsigen Baum gibt es zahlreiche Sorten. Je nach Auswahl erreicht er eine Höhe von 5 bis 6 m und eine Breite von 4 bis 5 m. Besonders verbreitet sind die Sorten ‘Ombrella’ und ‘Rosea’. Alle Seidenakazien sind jedoch kleine Bäume mit gefiedertem Erscheinungsbild und schirmförmig ausgebreiteten Zweigen. Ihr Laub – bei den Sorten ‘Summer Chocolate’ und ‘Evey’s Pride’ purpurfarben – ist sommergrün und faltet sich nachts zusammen. Die großen, zusammengesetzten Blätter sind sehr leicht, während die Zweige im Sommer lange, hübsche Blütenstände in Rosa bis Rot tragen. Trotz ihres etwas exotischen Aussehens sind diese Bäume winterhart. Sie lieben Sonne, gut durchlässige Böden und vor allem Trockenheit!

Seidenakazie

Albizia julibrissin ‚Rosea‘ in einem kleinen Bereich am Haus, Detail der Zweige und Blüten

Ein Klassiker für den Trockengarten: Der Ölbaum ist typisch für die Landschaften des Südens, kann sich aber in vielen Regionen akklimatisieren. Er bevorzugt einen tiefgründigen, gut durchlässigen und trockenen Boden. Er kann 5 bis 10 m hoch werden, wächst jedoch langsam und verträgt den Rückschnitt gut. So lässt er sich auch in kleinen Gärten im Zaum halten. Die Sorte ‘Cipressino’ ist wegen ihrer kompakten, aufrechten Wuchsform besonders interessant – ideal, wenn der Platz in der Breite wirklich begrenzt ist.

Ölbaum

Olea europaea in einem strukturierten kleinen Gartenbeet; Olea europaea ‚Cipressino‘ mit aufrechter Wuchsform.

Ideal für alle, die mit einem eher kleinen Baum für dichten Schatten sorgen möchten: Er erreicht eine Höhe von 8 m und eine Breite von 6 m. Seine großen, tief gelappten Blätter sind charakteristisch und leuchten in einem schönen Grün. Bei der Sorte ‘Golden Shadow’ erhellen sie den Garten sogar in leuchtendem Goldgelb. Der Baum wächst recht schnell und verträgt jeden Boden, auch sehr kalkhaltige oder sandige Böden. Trockenheit macht ihm nichts aus. Er kann in voller Sonne oder im Halbschatten gepflanzt werden. Interessant zu wissen: Seine Rinde wird in Asien seit jeher zur Herstellung von Kalligrafiepapier verwendet.

Papier-Maulbeerbaum

Broussonetia papyrifera, Silhouette und Detail des Laubs

Für Gärten mit einigen hundert Quadratmetern

Dieser Garten ist etwas größer – groß genug für eine schöne Terrasse, einige Beete und vielleicht sogar einen Poolbereich. Doch bei genauer Betrachtung finden sich schnell viele Möglichkeiten, einen oder mehrere Bäume zu pflanzen und die Gestaltung abzurunden. Der Boden ist trocken und steinig, die Sonne brennt, und es fehlen einige attraktive, leicht zu kultivierende Gehölze, die vor allem wenig Wasser benötigen – diese kostbare Ressource sparen wir lieber für den kleinen Gemüsegarten. Hier ist die ideale Auswahl für solche Gärten:

Sein deutscher Name bezieht sich sowohl auf die Form seiner Blätter, die denen der Hainbuche ähneln, als auch auf seine Früchte, die an Hopfenzapfen erinnern. Es handelt sich um einen mittelgroßen Baum, der 10 bis 15 m hoch und etwa 5 m breit wird. Da er Trockenheit recht gut verträgt, ist er in weiten Teilen des Mittelmeerraums verbreitet. Von Natur aus entwickelt er eine kegelförmige Wuchsform. Sein sommergrünes Laub reicht von zartem Grün bis zu Goldgelb im Herbst. Der vollkommen winterharte Baum bevorzugt einen durchlässigen, auch nährstoffarmen, trockenen und kalkhaltigen Boden.

Gewöhnliche Hopfenbuche

Ostrya carpinifolia, Silhouette, Herbstlaub und Detail der Früchte

Der Legende nach soll sich Judas nach seinem Verrat an Jesus an diesem Baum erhängt haben. Wie dem auch sei, der Baum gehört mit seiner leuchtend rosafarbenen Blüte, die ihn im März und April bedeckt, zu den schönsten Blütengehölzen. Die zahlreichen Blüten erscheinen vor dem Laub und ziehen bestäubende Insekten an. Ausgewachsen erreicht er eine Höhe von etwa 10 m und wird rund 4 m breit. Seine sommergrünen, herzförmigen Blätter sind von einem schönen zarten Grün. Er verträgt Temperaturen bis etwa -10 °C und bevorzugt einen gut durchlässigen Boden, in dem er nach dem Anwachsen auch Trockenheit aushält. Er liebt volle Sonne oder Halbschatten.

Gewöhnlicher Judasbaum

Cercis siliquastrum, Silhouette sowie Detail der Blätter und Blüten.

  • Pfefferbaum – Schinus molle

Ein schöner, aus Südamerika stammender Baum, der durch sein schnelles Wachstum von etwa 1 m pro Jahr besticht. Er erreicht eine Höhe von rund 10 m und trägt immergrünes Laub. Von Natur aus entwickelt er eine überhängende Wuchsform. Sein aromatisches Laub verströmt beim Zerreiben einen milden Pfefferduft. Im Frühjahr erscheinen unscheinbare, hellgelbe Blüten in kleinen Trauben. Ihnen folgen essbare rosa Beeren mit pfeffrigem Geschmack. Dieser beeindruckende, aber etwas frostempfindliche Baum eignet sich nur für Regionen mit mildem Klima, da er ab -5 °C Schäden erleidet. Er verträgt nährstoffarme, trockene, vorzugsweise gut durchlässige Böden.

Pfefferbaum

Schinus molle, Silhouette und Detail der essbaren rosa Beeren

  • Persischer Flieder – Melia azedarach

Der aus Asien stammende Zedrachbaum besticht das ganze Jahr über durch sein äußerst dekoratives Erscheinungsbild. Im Frühjahr und Frühsommer zieht seine prächtige, duftende Blüte in Flieder- bis Dunkelviolett Bienen an. Zudem trägt er ein dichtes, glänzendes, kräftig grünes Laub. Im Herbst färben sich die sommergrünen Blätter goldgelb, während die Früchte in Form von Trauben mit zahlreichen kleinen kugelförmigen Beeren erscheinen. Sie wechseln von Creme zu Gelb und bleiben den ganzen Winter bis zum folgenden Frühjahr am Baum. Unter geeigneten klimatischen Bedingungen wird er 8 bis 12 m hoch. Er liebt durchlässige, auch wenig fruchtbare Böden, ist bis -12 °C winterhart und bestens an Trockenheit angepasst.

Persischer Flieder

Melia azedarach, Silhouette sowie Detail der Blüten und Beeren

Für große Gärten über 800 m²

Hier ändert sich die Größenordnung. Der Garten ist großzügig angelegt und verdient größere Gehölze, die Sie am besten einzeln pflanzen, um eine majestätische Wirkung zu erzielen oder einen Teil der Flächen zu beschatten, an denen es im Sommer eindeutig zu heiß wird.

Früher wurden Maulbeerbäume wegen ihrer essbaren Früchte kultiviert. Heute sind sie auch wegen ihres Laubs und ihrer ausladenden Wuchsform interessant. Beide werden 10 bis 15 m hoch und etwa 8 m breit. Ihr sommergrünes Laub ist dicht, wodurch sie sich hervorragend als Schattenspender eignen. Ihre heutzutage vernachlässigten Früchte sind schmackhaft – und wenn der Gärtner sie vergisst, erfreuen sie zumindest die Vögel! Die vollkommen winterharten Bäume vertragen Trockenheit sehr gut und gedeihen in jedem Boden.

Schwarzer und Weißer Maulbeerbaum

Morus nigra: Wuchsform und Fruchtdetail sowie Fruchtdetail von Morus alba

Unter den Verbündeten für den Trockengarten findet sich diese Eiche, die früher den größten Teil der Mittelmeerregion bedeckte. Sie ist ein 15 bis 20 m hoher, eher langsam wachsender, immergrüner Baum. Ihr kleines Laub ist ledrig, auf der Oberseite glänzend grün und auf der Unterseite gräulich. Die sehr anpassungsfähige Eiche gedeiht sowohl in trockener Umgebung als auch an der Küste. Ihre Eicheln werden von Eichhörnchen und Wildschweinen geschätzt. Sie bevorzugt trockene, durchlässige, kalkhaltige Böden.

Stein-Eiche

Quercus ilex, Wuchsform sowie Detailansicht der Früchte und des Laubs

Für viel Grün … nicht ganz so grün!

Hier kann man den sattgrünen Golfplatzrasen vergessen. Er hat dem Wiesenrasen Platz gemacht, der viel artenreicher und pflegeleichter, im Sommer aber trocken ist. Lassen Sie Gras und Wiesenblumen wachsen, mähen Sie nur einige geschwungene Wege und pflanzen Sie majestätische Bäume. Auf dieser großen Fläche können es auch Riesen sein: Bäume, die im ausgewachsenen Zustand oder im Alter von etwa 20 Jahren mit über 20 Metern Höhe den Blick nach oben lenken.

Pflanzen Sie im Herbst in eine Pflanzmulde und ein tief gelockertes Pflanzloch. Ist der Boden sehr lehmig, sorgt eine Drainage aus Kies für Abhilfe. Im ersten Sommer einmal alle 10 Tage gießen, damit sich tiefe Wurzeln bilden. Den Rest übernimmt die Natur …

Für viele sind Kiefern der Inbegriff trockener Gärten. Unter den groß werdenden Nadelgehölzen ist die Pinie eine der majestätischsten. Als Jungbaum hat ihre Krone eine runde Form. Mit zunehmendem Alter entwickelt sie die ausgebreitete Form eines breiten Schirms. Diese Kiefern, die man in den Landschaften Südfrankreichs oft in Pinienhainen sieht, können im Garten sehr gut einzeln oder, wenn der Platz ausreicht, in Gruppen gepflanzt werden. Sie erreichen eine Breite von 10 bis 15 m und eine Höhe von 15 bis 20 m! Die Pinie ist vollkommen winterhart und verträgt Gischt, Wind und Trockenheit.

Pinie

Pinus pinea, Silhouette und Detail

Ein prächtiges Nadelgehölz, das, wie sein Name verrät, aus dem Libanon stammt und dort als Nationalsymbol gilt. In Frankreich gibt es viele bemerkenswerte Libanon-Zedern, denn sie sind winterhart und stellen an die Bodenbeschaffenheit keine großen Ansprüche, sofern der Boden tiefgründig und gut drainiert ist. Ihre Wuchsform ist zunächst kegelförmig und wird mit zunehmendem Alter ausgebreitet. Das immergrüne, blaugrüne Laub ist in Büscheln aus Nadeln angeordnet. Die Atlas-Zeder bevorzugt einen sonnigen Standort und verträgt Trockenheit gut, sobald sie eingewachsen ist. Planen Sie ausreichend Platz ein: Bei einer durchschnittlichen Höhe von 25 bis 30 m erreicht sie eine Breite von über 15 m.

Atlas-Zeder

Cedrus libani, Silhouette und Detail

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Bäume, die trockenheitsresistent sind