Setzen wir unsere Weltreise durch die Pflanzenwelt fort und entdecken wir prächtige südafrikanische Sommerzwiebeln: die Montbretien. Diese Zwiebelpflanzen, die auch als Montbretien bezeichnet werden und kleinen Gladiolen ähneln, wachsen größtenteils wild in Wiesen und an Waldrändern an der Ostküste Südafrikas. Mit ihren leuchtenden, warmen Farben in Orange, Rot und Gelb setzen diese exotisch wirkenden Sommerzwiebeln selbst in der schlichtesten Umgebung sofort einen hellen und ausgesprochen exotischen Akzent. Entdecken Sie, wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte in unseren europäischen Gärten eingelebt haben und warum diese einst aus der Mode gekommenen, überaus blühfreudigen Sommerzwiebeln heute ein großes Comeback feiern!

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Montbretien stammen aus Südafrika

Was sind Montbretien?

Die Montbretien oder Crocosmia, die auch als „Crocosmie“ oder „Montbretie“ bezeichnet werden, sind eine Mischung aus Zwiebel und Wurzelstock. Sie gehören zu den krautigen Stauden aus der Familie der Schwertliliengewächse, genau wie die Gladiolen, denen sie stark ähneln. Diese schönen exotischen Stauden sind mäßig winterhart. Außer in den mildesten Regionen kultivieren Sie sie auf dieselbe Weise. Graben Sie die Knollen vorsichtshalber aus und überwintern Sie sie frostfrei. Die Pflanzen bilden meist einen 60 cm hohen Horst. Größere Sorten wie ‘Lucifer’ können bis zu 1,20 m hoch werden. Montbretien sind anspruchslos. Pflanzen Sie die Zwiebeln an einen sonnigen Standort in einen fruchtbaren, frischen Boden. Wenn die Wachstumsbedingungen stimmen, vermehren sie sich im Laufe der Jahre. So kehren sie jedes Jahr zuverlässig zurück und blühen immer üppiger.

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Montbretien lassen sich im Garten vielseitig einsetzen

Der Ursprung ihres Namens

Die Pflanze verdankt ihren Namen den griechischen Wörtern krokos (Safran) und osme (Duft). Der Name bezieht sich auf den charakteristischen Safranduft, den die getrockneten Blüten verströmen, wenn sie in heißes Wasser gelegt werden. Die Bezeichnung Montbretia ehrt den Botaniker Antoine-François-Ernest Coquebert de Montbret (1780–1801). Er nahm an der militärischen und wissenschaftlichen Ägyptenexpedition unter General Bonaparte und seinen Nachfolgern teil und war Bibliothekar des ersten Ägyptischen Instituts.

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Botanische Tafel und Porträt von Antoine-François-Ernest Coquebert de Montbret

Afrika, die Heimat der Montbretien

Heute werden Montbretien auf der ganzen Welt kultiviert. Das war jedoch nicht immer so. Die Gattung umfasst neun Arten, die alle aus Südafrika stammen, mit einer Ausnahme: Crocosmia ambongensis ist auf Madagaskar endemisch.

Crocosmia pottsii wurde 1877 vom englischen Botaniker und Naturforscher Thomas Henry Potts nach England eingeführt. Drei Jahre später, im Jahr 1880, schuf der berühmte nanziger Züchter Victor Lemoine die erste Hybride: Crocosmia × crocosmiiflora. Auf diese Weise eroberte die Montbretie zunächst die Gärten im Vereinigten Königreich und anschließend unsere Gärten. In Frankreich wurde sie 1889 erstmals in der Natur beobachtet, im Département Creuse. In den 1990er-Jahren verbreitete sich ihre Kultur weiter in die Niederlande. Die einst wenig kultivierte und vernachlässigte Montbretie hat sich einen festen Platz in der Gartenwelt erobert und feiert heute in unseren französischen Gärten ein großes Comeback!

 

Die Montbretien erreichen die französische Küste

Zunächst waren sie vor allem an der Westküste Frankreichs verbreitet, insbesondere in der Bretagne und in Loire-Atlantique. Dort fühlen sie sich besonders im bretonischen Klima im Freiland wohl. Inzwischen haben sich die Montbretien weiter ausgebreitet. Crocosmia × crocosmiiflora hat sich so stark eingebürgert, dass die Pflanze invasiv wurde und in Großbritannien sowie Neuseeland als invasive Art gilt.

 

Verwandte und Nachkommen

Gärtner haben mehr als 400 Hybriden gezüchtet. Die meisten dieser Sorten stammen von Crocosmia × crocosmiiflora ab. Diese Hybride entstand aus einer Kreuzung zwischen zwei südafrikanischen Arten: Crocosmia aurea und Crocosmia pottsii. Crocosmia × crocosmiiflora hat zahlreiche Kultivare hervorgebracht, die größtenteils noch heute unter dem Namen „Montbretie“ angeboten werden. Zu den bemerkenswertesten Ergebnissen dieser verschiedenen Hybridisierungen gehören:

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Crocosmia 'Lucifer'

Montbretien im Garten

Mit ihren Blüten, die an kleine Lilien erinnern, und einer breiten Palette warmer Farben setzen Montbretien exotische und fröhliche Akzente in farbenprächtigen Staudenbeeten. Ihre leuchtenden gelben, orangefarbenen oder roten Blüten bilden lebendige und fröhliche Farbtupfer im Garten. Sie lassen sich leicht mit anderen üppig und intensiv blühenden Pflanzen wie Canna, Wunderbaum, Mädchenauge, Dahlie oder Sonnenhut kombinieren. Auch luftige Stauden wie Salbei oder Katzenminze sowie Ziergräser passen gut dazu, etwa Stipa tenuifolia oder Pennisetum.

Weitere Ideen finden Sie in unserem Ratgeber „Die Montbretie: 9 Ideen für Pflanzkombinationen“.

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Die feurigen roten Montbretien bringen Wärme in jedes Beet

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