Sie denken, das Pflanzen von Zwiebeln sei kinderleicht – selbst für absolute Gartenanfänger? Hmm … Nicht ganz sicher … Tatsächlich ist es viel einfacher, beim Pflanzen von Zwiebeln alles falsch zu machen, als man denkt. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen fünf todsichere Lektionen, mit denen Sie Ihre Tulpen ruinieren, Ihre Krokusse vernachlässigen oder Ihre Narzissen zugrunde richten. Ja, Sie haben richtig gelesen! Es geht tatsächlich darum, wie Sie Zwiebeln pflanzen – und zwar auf die denkbar schlechteste Art! Denn seien wir ehrlich: Gleich beim ersten Versuch Erfolg zu haben, wäre doch viel zu gewöhnlich. Also bereiten Sie Ihre Gartengeräte vor – oder besser gesagt: Lassen Sie es bleiben – und entdecken Sie, wie Sie Ihren Garten in ein wahres Blüten-Fiasko verwandeln. Gartentipps, häufige Fehler und Tricks, mit denen Sie alles falsch machen – sogar das Pflanzen von Zwiebeln: Wir verraten Ihnen alles!

Tipps zum Pflanzen von Zwiebeln

Lektion Nr. 1: Wählen Sie die hässlichsten Zwiebeln

Beginnen wir ganz am Anfang: mit der Auswahl der Zwiebeln. Wer braucht schon gesunde, kräftige Exemplare, die im Frühjahr bereit sind, eine üppige Farbenpracht zu entfalten? Sie jedenfalls nicht! Wenn Sie vor einem Stand mit Tulpen-, Narzissen- oder Krokuszwiebeln stehen, lassen Sie sich von Ihrem Instinkt zu den Exemplaren führen, die offenbar jede Lebensfreude verloren haben. Ja, ich meine diese armen Zwiebeln: zu klein, verschrumpelt, weich bei Berührung und mit verdächtigen Flecken. Einige könnten sogar Schimmel aufweisen – was in Ihrem Fall ein echter Glücksfall wäre.

Nicht nur werden kranke Zwiebeln nur schwer austreiben. Selbst wenn sie dieses Kunststück schaffen, bringen sie wahrscheinlich kümmerliche, wenig blühende Pflanzen hervor, über die sich außerdem Parasiten und Krankheiten freuen.

Nota bene: Apropos Auswahl der Zwiebeln. Denken Sie auch daran, Arten und Sorten zu wählen, die zu Ihrem Klima, Ihrem Boden und Ihrer Luftfeuchtigkeit passen. Ihre Sorten einfach „nach Gefühl“ auszuwählen, ist eine der besten Methoden, enttäuscht zu werden. 

Zwiebeln pflanzen – so geht es
Wenn schon, dann wählen Sie am besten verschimmelte Zwiebeln!

Lektion Nr. 2: Ignorieren Sie den Pflanzkalender

Sie sind eher der Rebell des Blumenbeets, der Gesetzlose unter den Gärtnern. Dann lassen Sie mich Ihnen erklären, warum das Ignorieren des Pflanzkalenders ein entscheidender Schritt in Ihrer Strategie der Gartensabotage ist.

Wenn Experten Ihnen sagen, dass Sie Ihre Tulpen im Herbst pflanzen sollten, damit sie im Frühjahr spektakulär blühen, wählen Sie einen völlig anderen Zeitpunkt. Stellen Sie sich die Überraschung Ihrer Tulpen vor, wenn sie mitten im Juli unter einer sengenden Sonne in der Erde landen! Und was ist mit den Krokussen, die normalerweise im Herbst gepflanzt werden und die Sie mitten im Winter setzen, wenn der Boden härter ist als das Holz einer Kornelkirsche am Ende des Sommers? (Anmerkung der Redaktion: Wer schon einmal auf die abwegige Idee gekommen ist, zu dieser Jahreszeit einen solchen Baum zu schneiden, wird das verstehen.)

Wenn Sie den Pflanzkalender bewusst ignorieren, bringen Sie Ihre Zwiebeln völlig aus dem Rhythmus. Sie sind zeitlich aus dem Takt, orientierungslos und letztlich ziemlich unglücklich. Das beeinträchtigt nicht nur ihre Fähigkeit auszutreiben, sondern auch ihre Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und Parasiten. Selbst wenn sie es schaffen, durch die Erde zu brechen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie krank bleiben oder zu einem völlig unerwarteten Zeitpunkt blühen.

Olis kleiner Tipp: In unseren Produktbeschreibungen sprechen wir von der „besten Pflanzzeit“ und einer „geeigneten Pflanzzeit“, die diesen Zeitraum ein wenig erweitert. Daraus folgt natürlich, dass es auch eine „ungeeignete Pflanzzeit“ gibt – mit anderen Worten: der beste Zeitpunkt, um das Anwachsen Ihrer Pflanzen zunichtezumachen. 

Zwiebeln richtig pflanzen
Lektion Nr. 3: Pflanzen Sie irgendwo

Stellen Sie sich eine Pflanze vor, die die Sonne liebt und für ihre warmen Strahlen im Sommer lebt. Sie setzen sie mit einem kleinen Grinsen dorthin, wo selbst Farne nur zögerlich wachsen würden: in den tiefsten Schatten Ihres Gartens. Oder nehmen wir den umgekehrten Fall: eine empfindliche Schattenpflanze, die Halbschatten und Feuchtigkeit bevorzugt. Sie setzen sie in die pralle Sonne, wo sich selbst Kakteen unwohl fühlen würden. Und als Krönung könnten Sie Ihre Zwiebeln auch noch an einen Standort setzen, an dem das Wasser stehen bleibt – für den besonderen Effekt eines „verfluchten Sumpfes“.

Kurz gesagt: Den falschen Standort für Ihre Zwiebeln zu wählen, ist so, als würden Sie einen Surfer mit Alpinskiern auf eine Welle schicken: ungeeignet, widersinnig und zum Scheitern verurteilt. Ihre Pflanzen werden gestresst und krank sein und ausgesprochen unansehnlich wirken – und das gilt für alle Pflanzen! 

Zwiebeln im Schatten oder in der Sonne
Lektion Nr. 4: Wählen Sie eine fantasievolle Pflanztiefe

Stellen Sie sich vor, Sie halten eine Zwiebel in der Hand, die laut allen Empfehlungen in einer Tiefe gepflanzt werden sollte, die dem Doppelten ihrer Größe entspricht. Sie haben nun zwei Möglichkeiten, einen grandiosen Misserfolg sicherzustellen. Die erste besteht darin, sie knapp unter der Bodenoberfläche abzulegen. Ihrer Zwiebel fehlt dann die nötige Tiefe, um sich zu etablieren, und sie wird zu einer leichten Beute für Schädlinge und Witterungseinflüsse.

Ihre zweite Möglichkeit? Vergraben Sie sie wie einen Piratenschatz so tief, dass sie selbst mit Kompass und Karte niemals den Weg zurück an die Oberfläche finden würde. In diesem Fall verbraucht Ihre Zwiebel ihre gesamte Energie allein dafür, aus der Erde zu kommen. Falls sie es schafft, wird sie so erschöpft sein, dass ihr die Kraft für eine üppige Blüte fehlt.

In beiden Fällen erhalten Sie ein wunderbar katastrophales Ergebnis. Ihre Zwiebeln werden entweder zu flach gepflanzt oder in den Tiefen Ihres Gartens verschollen sein. Sie haben dann keine Chance, zu den schönen Blumen heranzuwachsen, auf die Gärtner so stolz sind.

Technik zum Pflanzen von Zwiebeln – die richtige Tiefe
Lektion Nr. 5: Gießen Sie nach Gefühl

Jeder weiß, dass Wasser für das Leben der Pflanzen unverzichtbar ist. Doch auf Ihrer wagemutigen Suche nach dem unwirtlichsten Garten aller Zeiten ist unregelmäßiges Gießen Ihre Geheimwaffe. Es bildet den krönenden Abschluss einer sorgfältig inszenierten Reihe gärtnerischer Misserfolge.

An einem Tag kommt die Sintflut, als wollten Sie in Ihrem Garten einen Sumpf nachbilden. Die Zwiebeln werden so stark mit Wasser vollgesogen sein, dass sie vielleicht sogar platzen.

Und danach treiben Sie es ins andere Extrem. Lassen Sie den Boden vollständig austrocknen, bis er rissig und steinhart ist. Ihre Zwiebeln, die bereits durch den Wasserüberschuss gestresst sind, müssen nun auch Trockenheit und Verzweiflung ertragen. Am Ende fragen sie sich, womit sie eine solche Behandlung verdient haben.

Unregelmäßiges Gießen schafft eine so unberechenbare Umgebung, dass Ihre Pflanzen nicht mehr wissen, wie sie reagieren sollen. Das Ergebnis? Zwiebeln, die nicht austreiben, schwache und krankheitsanfällige Pflanzen und ein Garten, der eher wie ein gescheitertes Versuchsgelände als wie eine grüne Oase aussieht. Das ist der Höhepunkt Ihres gärtnerischen Katastrophenwerks, das große Finale eines Feuerwerks der Fehler.

Kommentare