5 Zwiebeln für frühe Winterblüte
Die frühesten Zwiebelblumen verzaubern den Wintergarten
Inhaltsverzeichnis
In den ersten Wintertagen bringt man den Garten mit im Herbst gepflanzten Zwiebeln zum Leuchten. Schneeglöckchen, Krokus und Winterling künden trotz kleiner Blüten von milderen Tagen … Für eine frühe Blüte brauchen sie viel Licht und Sonne, Schutz vor kaltem Wind sowie eine Pflanzung im September oder Anfang Oktober.
Hier finden Sie die schnellsten Winterblüher, die Schnee und Kälte trotzen!
Das Schneeglöckchen
Wer kennt es nicht, das Schneeglöckchen? Diese kleine Staude mit ihren bezaubernden Namen (im Englischen spricht man von Snowdrops oder Dewdrops, also Schnee- oder Tautropfen) trägt auch bei uns die Beinamen Milchtröpfchen oder Schnee-Akelei. Denn Galanthus nivalis ist die allererste Zwiebelblume, die mitten im Winter blüht und allen anderen zuvorkommt.
Schneeglöckchen erscheinen manchmal schon Mitte Januar, meist jedoch Anfang Februar bis in den März, sobald sie einige Tage oder Wochen strengen Frost erlebt haben. Es sind bezaubernde, reinweiße Glockenblumen, die bei der Wildart sehr klein bleiben (15 bis 20 cm). Einige Sorten werden sowohl insgesamt als auch bei der Blütengröße etwas größer, etwa Galanthus nivalis ‚Sam Arnott‘: Sein Blütenstand erreicht bei voller Reife fast 5 cm, und die Pflanze wird bis zu 25 cm hoch. Galanthus nivalis ‚Flore Pleno‘ schmückt sich dagegen mit bezaubernden gefüllten Blüten.
Galanthus nivalis bevorzugt stets frische Böden. Daher pflanzt man ihn idealerweise im Unterholz, in Gruppen oder als leuchtenden Teppich am Fuß von Sträuchern oder sommergrünen Bäumen, die ihm ausreichend Licht für ein gutes Wachstum bieten.
→ Wussten Sie schon? In England widmen sich leidenschaftliche Sammler, die ständig nach Neuheiten Ausschau halten, der Galanthophilie, der Schneeglöckchen-Leidenschaft. Die „Snowdrop Walks“ (Schneeglöckchen-Spaziergänge) sind bei Sonntagsausflüglern beliebt, die im Februar berühmte Gärten besuchen, um den bezaubernden Anblick Hunderter Schneeglöckchen-Sorten zu genießen.
Lesen Sie auch unseren vollständigen Ratgeber: Schneeglöckchen, Galanthus nivalis: Pflanzung und Pflege

Das Schneeglöckchen: von reiner, großer Zartheit
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7 Frühlingszwiebeln mit weißen BlütenKrokus
Krokusse wachsen meist in Rasenflächen und unter Bäumen und sorgen für ein lang ersehntes Farbenspiel. Sie bringen im frühen Winter, etwa im Februar, die ersten Farbtupfer. Wie die anderen Zwiebelpflanzen dieser Auswahl wirken sie am besten in größeren Gruppen. Obwohl sie gemeinhin Frühlings-Krokusse heißen, blühen sie je nach Region und Milde des Winters eher schon zu Beginn des Winters.
Krokusse bleiben mit maximal 10 cm Höhe fast am Boden und erhellen den Winter mit gelben oder malvenfarbenen, manchmal violetten Blüten. Die zarten, schlanken Blütenkronen erscheinen aus einem kurzen Rasen. Ihre orangegelben Narben bilden einen Kontrast zu den zarten Blütenblättern, die in Wirklichkeit Tepalen sind, und schließen sich bei Einbruch der Dunkelheit. Das Laub ist linear. Geöffnet wie geschlossen sind sie attraktiv; insgesamt gibt es mehr als 70 Arten.
Nicht selten blühen sie gleichzeitig mit Schneeglöckchen und Winterlingen.
Unter der großen Vielfalt der Krokusse blühen die botanischen Arten noch früher. Der Crocus imperati, ein kleiner botanischer Krokus aus Italien, gehört zu den frühesten und blüht von Dezember bis Februar. Ebenfalls erwähnenswert sind der aus dem Balkan stammende Crocus tommasinianus sowie Crocus Chrysanthus und biflorus, die im Februar etwas später blühen.
Vollkommen winterhart, gedeihen Krokusse in jedem gut drainierten Boden an einem sonnigen Standort. Sie wirken wunderbar zusammen mit anderen niedrigen Zwiebelpflanzen, unregelmäßig im Freiland verteilt oder in Pflanzgefäßen. Besonders schön finde ich kleine Gruppen unter Bäumen!
→ Wissenswert: Bei einer Pflanzung im Rasen müssen Sie mit dem Mähen warten, bis das Laub vergilbt ist.
Lesen Sie auch unseren ausführlichen Ratgeber: Frühlings-Krokusse pflanzen, kultivieren und pflegen

Botanische Krokusse: bezaubernd und erfrischend im tiefsten Winter
Frühlingssterne
Weitere charmante Zwiebelstaude für eine frühe Winterblüte: der Frühlingsstern, auch unter dem schönen Namen Sternblume bekannt. Er blüht oft noch früher und treibt in milden Regionen nicht selten bereits im Januar aus. Die verbreitete Art Ipheion uniflorum mit kleinen, weißblauen Sternblüten hat zahlreiche Sorten in Rosa, Violett und Reinweiß hervorgebracht. Die etwa 3 cm kleinen Blüten sitzen an 10 bis 15 cm hohen Stielen über frischgrünem bis bläulichem Laub. Pflanzen Sie ihn in Gruppen für farbige Akzente im Beet. Wie auch die Schneeglanz zieht er sich im Sommer in den Boden zurück. Er ist etwas weniger winterhart als seine Verwandten, blüht dafür besonders lange: etwa zwei Monate. Die kleinen, leicht nach Honig duftenden Blüten locken Bienen an. Im Steingarten, am Beetrand oder im Pflanzgefäß wächst der Frühlingsstern in jedem ausreichend durchlässigen Boden.
→ Wissenswert: Für eine üppige Blüte braucht der Frühlingsstern ausreichend Sonne. Pflanzen Sie ihn unter sommergrüne Bäume oder in ein sonniges Beet mit mindestens sechs Stunden Sonne täglich.
Lesen Sie auch unseren ausführlichen Ratgeber: Frühlingsstern pflanzen, kultivieren und kombinieren

Der Frühlingsstern: eine dezente Blüte in Lavendel- und Weißtönen
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8 rosafarbene Frühlingszwiebeln für den GartenDer Winterling
Eranthis oder Winterling ist eine kleine Knolle mit gelber Blüte mitten im Winter. Es gibt mehrere Arten, darunter Eranthis hyemalis, die bei uns am weitesten verbreitet ist.
Auch Winterling genannt, erscheint er manchmal schon Ende Januar, meist aber zwischen Februar und März. Wie beim Schneeglöckchen erscheinen die Blüten vor den Blättern. Der Winterling hat weitere Gemeinsamkeiten mit dem Schneeglöckchen: Er benötigt einen frischen, humusreichen Boden, bleibt klein (etwa 15 cm), verwildert an passenden Standorten, geht im späten Frühjahr in Dormanz und verschwindet im Sommer vollständig …
Blüte und Laub sind jedoch unverwechselbar: eine solitäre, sternförmige Schalenblüte von 2 bis 3 cm in leuchtendem Gelb, die scheinbar auf gelapptem, fein eingeschnittenem Laub sitzt. Wegen der Ähnlichkeit seiner Blätter mit denen des Eisenhuts wird er auch Winter-Eisenhut genannt.
Pflanzen Sie Eranthis hyemalis auf Böschungen, im Unterholz oder ins halbschattige Beet, zusammen mit etwas später blühenden Knollen (Cyclamen coum, Träubel) und anderen gelb bis orange blühenden Winterblühern (Zaubernuss, Chimonanthus praecox, Kornelkirsche …).
→ Wussten Sie schon? Der Winterling gehört zur selben Familie wie der Hahnenfuß, und die ganze Pflanze ist giftig! Seine Zwiebel zählt mit 2 bis 3 mm Durchmesser zu den kleinsten.
Lesen Sie auch unseren ausführlichen Ratgeber: Eranthis oder Winterling: Pflanzung und Pflege

Das leuchtende Gelb von Eranthis hyemalis, hier im Unterholz
Rittersterne
Zum Schluss dürfen wir auch die Rittersterne nicht vergessen, auch wenn diese Zwiebeln es zu Hause gerne warm haben! Da sie zu Weihnachten oft als hübsches Geschenk verschenkt werden, gehören sie zu den größten Zwiebeln überhaupt. Sie bringen leuchtend bunte oder pastellfarbene Blüten hervor, manchmal sogar ganz in Weiß. Die botanisch Amaryllis genannten Pflanzen sind ausgesprochen prachtvoll und zeitlos. Je größer die Zwiebel, desto spektakulärer die Blüten!
Ob einfach oder gefüllt: Rittersterne bieten eine große Farbpalette: Weiß, Rosa, Lachs, Orange, Rot oder zweifarbig – stets stilvoll und leicht extravagant. Eine Ritterstern-Zwiebel kann bis zu drei Blütenstiele hervorbringen, an denen jeweils 4 bis 8 Blüten erscheinen. Die Blüte dauert 2 bis 3 Wochen.
Man findet sie bereits im Herbst im Handel. Es handelt sich um vorgetriebene Zwiebeln, die mitten im Winter blühen.
Man pflanzt sie, indem man die riesige Zwiebel nur zur Hälfte eingräbt und die andere Hälfte aus der Erde ragen lässt. Das Substrat sollte aus Sand und hochwertiger, nährstoffreicher Blumenerde bestehen. Die Blüten erscheinen 6 bis 9 Wochen später.
In ihrer ursprünglichen Heimat in Süd- und Mittelamerika blühend, werden Rittersterne bei uns im Topf kultiviert. Bei guter Pflege können sie mehrmals wiederblühen.
→ Schon gewusst? Der aus Südafrika stammende Amaryllis belladonna kann im Freiland kultiviert werden, wenn er gut geschützt steht – vor allem an der Mittelmeerküste oder an der Atlantikküste. Er blüht im Spätsommer rosa.
→ Weiterlesen: Ritterstern im Topf für die Zimmerkultur pflanzen, Ritterstern richtig pflegen und wieder zum Blühen bringen, Ritterstern: 9 ungewöhnliche Sorten und Ritterstern mit Kindern ziehen

Stilvoll schmücken Rittersterne unsere Tische und Räume zur Festzeit
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