7 Zwiebeln mit Spätwinterblüte
Blumenzwiebeln: Auswahl für den Frühling
Inhaltsverzeichnis
Viele Frühlingszwiebeln blühen schon ab Ende Winter, etwa im März. Sie folgen frühen Krokussen und Frühlingssternen. Hundszahn, Iris reticulata und Hyazinthe bezaubern mit Blau- und Weißtönen.
Wir zeigen Ihnen Zwiebeln für die Spätwinter-Blüte für Garten und Pflanzgefäß. In geschützten, sonnigen Lagen und milden Regionen blühen sie früher.
Der Schneeglanz
Der zu den sehr winterharten Zwiebelpflanzen gehörende Chionodoxa oder Schneeglanz beginnt zwischen Februar und April, am Ende des Winters, zu blühen. Die bezaubernden, sternförmigen Blüten sind klein (etwa 2 bis 3 cm Durchmesser), das Laub erinnert an Hyazinthen.
Es gibt mehrere Arten, darunter den verbreitetsten Vertreter, Chionodoxa luciliae mit hellblauen Blüten bei der Art und weißen oder rosafarbenen Blüten bei einigen Kultivaren. Eine deutlich höhere Art ist Chionodoxa grandiflora, die bis zu 25 cm hoch wird.
Wie viele kleine Zwiebelpflanzen verwildert auch der Schneeglanz leicht, wenn er unter idealen Bedingungen wächst (in frischem Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort). Trockene Böden und zu warme Klimate mag der Schneeglanz jedoch nicht.
→ Mehr erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber Chionodoxa: Pflanzung, Kultur und Pflege sowie unter Chionodoxa kombinieren.

Chionodoxa luciliae, C luciliae Alba, C forbesii und Pink Giant
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5 Zwiebeln für frühe WinterblüteDer Hundszahn
Auch Hunds-Zahnlilie genannt, ist das Erythronium noch wenig bekannt – dabei vereint es viele Vorzüge: eine zarte Blüte, vielfältige Farben, attraktives, großes, scheidenförmiges Laub, das mehr oder weniger purpurrot oder weiß geädert ist, eine ausgezeichnete Winterhärte und ein schnelles Wachstum. Die Pflanze bleibt mit 12 bis maximal 30 cm niedrig und wächst ab März.
Die nickenden Blüten ähneln winzigen Lilienblüten und sitzen auf kräftigen Stielen. Diese hübsche Zwiebelpflanze wächst im Halbschatten in frischem, humusreichem und gut durchlässigem Boden. Zu trockene Böden sollten Sie vermeiden. Das Erythronium braucht etwas Zeit, um sich im Garten zu etablieren.
Zu den empfehlenswerten Kultivaren zählen Erythronium ‚Pagoda‘ mit mehreren goldgelben Blüten, Erytronium dens canis mit rosafarbenen Blüten sowie Erythronium ‚Lilac Wonder‘ mit lilafarbenen Blüten und hellgelber Mitte.

Erythronium Pagoda, dens canis und albidum
→ Mehr dazu erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber Erythronium: pflanzen und kultivieren. In diesem Ratgeber finden Sie Ideen zur Kombination mit Erythronium!
Das Balkan-Windröschen
Das Balkan-Windröschen oder Anemone blanda besitzt einen knollenartigen Wurzelstock, gilt jedoch als Zwiebelpflanze. Es ist das erste Windröschen, das blüht, und bezaubert bereits ab Anfang März mit weißen, rosafarbenen oder blauen Blüten. Die Blüte ähnelt einer winzigen Margerite und besteht aus etwa zwanzig Blütenblättern. Sie erreicht einen Durchmesser von 4 cm. Die Blätter sind stark eingeschnitten.
Das Balkan-Windröschen verträgt aufgrund seiner mediterranen Herkunft etwas trockenere Böden als die meisten kleinen Frühlingszwiebeln. Bei guter Helligkeit und durchlässiger Erde bildet es schnell schöne, etwa 15 cm hohe Blütenteppiche. Pflanzen Sie es in Steingärten, Beete oder Einfassungen, aber auch in Balkonkästen.
Die Sorten ‚White Splendor‘ mit reinweißen Blüten und ‚Blue Shades‘ mit blauen Blüten und hellgelber Mitte sind im Garten oder Topf unverzichtbar!
→ Lesen Sie auch: Anemone blanda im Topf kultivieren und Anemone blanda kombinieren

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Zwiebeln mit früher Blüte: FrühlingsbotenFrühlings-Knotenblume
In Gärten noch wenig verbreitet, ist die Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum) ein weiterer kleiner Zwiebelblüher als Frühlingsbote. Ihre etwas an das Schneeglöckchen erinnernde Blütenfarbe ist makellos weiß, doch die Blütenblattspitzen zieren kleine, duftende grüngelbe Flecken. Die glockenförmigen Blüten hängen und sind klein (etwa 1,5 cm). Die Blüte kann bereits im Februar beginnen, doch meist entfaltet sie erst im März ihre ganze Schönheit.
Pflanzen Sie die Zwiebeln im Frühherbst in nährstoffreichen, frischen bis feuchten, möglichst lehmigen Boden an einem sonnigen bis leicht halbschattigen Standort. Sandige Böden sind ungeeignet. Die Frühlings-Knotenblume wirkt in lichtem Unterholz oder am Teichrand besonders schön.
Hinweis: Verwechseln Sie sie nicht mit der Sommer-Knotenblume oder Leucojum aestivum, die ihr ähnelt, aber höher wächst und im April oder Mai blüht.
→ Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Nivéole, Leucojum: Pflanzung, Kultur und Pflege.

Iris reticulata
Es gibt wunderbare kleine Iris, die schon im Februar oder März blühen – lange vor Deutscher Schwertlilie und Sibirischer Schwertlilie: die Iris reticulata. Diese nur 15 cm hohen, sehr winterharten Iris gedeihen an vielen Standorten in leichtem, gut drainiertem, auch kalkhaltigem Boden. Im bevorzugten Halbschatten zeigt die Wildform violettblaue Blüten mit orangegelben Sepalen.
Die Sorten bieten weitere Farben von Weiß bis Gelb und sogar Schwarz. Meist dominieren jedoch Blautöne bis hin zu tiefem Violett, stets gelb und/oder weiß gefleckt oder gezeichnet. Iris reticulata bildet hübsche Horste. Dank ihrer geringen Größe eignet sie sich besonders für Töpfe und Schalen.
→ Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Iris reticulata: Pflanzen und kultivieren.

Iris reticulata ‚Harmony‘
Träubel
Hier sind weitere bekannte und leicht erkennbare Zwiebelblumen, die bei milder Witterung oder in milden Regionen schon ab dem Winterende blühen können: Träubel. Ihre Blüte aus winzigen, dicht gedrängten Trauben an den Stängelspitzen ist besonders in üppiger Pflanzung bezaubernd. Meist kennt man sie in Blautönen, doch auch weiße sowie rosa oder zweifarbige Sorten (‚Pink Sunrise‘ oder Breitblättrige Traubenhyazinthe) sind eine schöne Abwechslung.
Träubel blühen recht lange, was wohl ihren anhaltenden Erfolg im Garten erklärt. Sie werden oft als Beetbegrenzung entlang eines Weges oder im Beet verwendet, zusammen mit anderen Zwiebelblumen, die gleichzeitig oder etwas später blühen (Balkan-Windröschen, Tulpe oder Narzisse). Gemeinsam bilden sie diesen kleinen, farbenfrohen Teppich von 15 bis 20 cm Höhe, der sich nach und nach einbürgert. Träubel bringen blaue und weiße Blüten sowie einige grüne Tulpen wie die Lilienblütige Tulpe ‚Greenstar‘ besonders schön zur Geltung. Pflanzen Sie sie in gewöhnlichen, fruchtbaren und gut durchlässigen Boden an einem sonnigen bis leicht schattigen Standort.
→ Mehr erfahren Sie in unserem umfassenden Ratgeber über Träubel.

Hyazinthen
Schließlich erweisen sich die Hyazinthen als große Verwandte der Träubel ebenfalls als Zwiebeln für die Spätwinterblüte und läuten den Übergang zu längeren, wärmeren Tagen ein. Die bekannte Gewöhnliche Hyazinthe (oder Hyazinthe) geht auf die Art Hyacinthus orientalis zurück, aus der Tausende Sorten gezüchtet wurden. Daneben gibt es etwa 30 weitere Arten dieser Gattung.
Einige Hyazinthen blühen bereits ab Januar im Garten (gezwungene Zwiebeln im Haus sogar ab Dezember), die meisten treiben jedoch im März mit ihren farbenfrohen, verführerisch duftenden Ähren aus der Erde! Die Blütenähren werden 10 bis 20 cm lang und bieten eine Farbpalette von Weiß und Gelb über Hellblau bis zu tiefem Blau, mit allen Rosatönen bis hin zu Purpur sowie einfachen oder gefüllten Blüten. Für eine lockere Pflanzung setzen Sie sie nur wenige Zentimeter auseinander, in jedem Fall in leichte, gern sandige, aber nährstoffreiche und durchlässige Erde an einem sonnigen bis halbschattigen Standort.
Für eine Blüte im Februar und März haben Sie die Wahl: Wie wäre es mit der berühmten ‚Delft Blue oder der duftenden, perlmuttrosa ‚City of Bradford‘?
→ Mehr erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber zu Hyazinthen.

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