Chasmanthium latifolium: Pflanzen & Pflege

Chasmanthium latifolium: Pflanzen & Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 19. Oktober 2025  durch Olivier 8 min.

Chasmanthium latifolium kurz erklärt

  • Chasmanthium latifolium ist ein ganzjährig schönes Breitblättriges Plattährengras
  • Das Laub des Plattähren-Grases erinnert an Bambus, ändert aber im Jahresverlauf seine Farben
  • Der Blütenstand des Plattähren-Grases ist leicht, überhängend und vor allem sehr originell
  • Plattährengras wächst in Sonne oder Halbschatten.
  • Diese winterharte Staude ist pflegeleicht und gedeiht in jedem frischen, gut durchlässigen Boden.
Schwierigkeit

Das Wort unseres Experten

Es gibt sechs Arten der Gattung Chasmanthium, doch bei uns wird nur Chasmanthium latifolium kultiviert. Dieses mehrjährige Gras ist in vielerlei Hinsicht interessant. Sein grünes Laub erinnert ein wenig an Bambus, mit dem Unterschied, dass es im Herbst und anschließend im Winter nach und nach seine Farbe verändert: von Orangebronze zu Rehbeige. Es gibt sogar eine Sorte mit weiß panaschiertem Laub: Chasmanthium latifolium ‚River Mist‘.

Hinzu kommt eine Blüte, die im Spätsommer beginnt und bis in den Herbst hinein anhält. Die besonderen, leichten und überhängenden Blütenstände tragen Ährchen, die wie winzige, abgeflachte Kiefernzapfen wirken und schon beim kleinsten Windhauch aneinanderschlagen. Auch die Blüten verändern im Lauf der Jahreszeiten ihre Farbe und bieten im Winter ein letztes Schauspiel, wenn der Frost sie für ihren letzten Auftritt veredelt.

Das Plattähren-Gras, einer seiner deutschen Namen, lässt sich im Garten vielseitig einsetzen. Es fühlt sich am Beetrand oder im Beet, in Gruppen, als Bodendecker und sogar im Topf wohl. Sehr winterhart und pflegeleicht, benötigt das Breitblättrige Plattährengras nur einen Rückschnitt am Ende des Winters sowie gelegentliches Gießen.

Wenn Sie es bei sich aufnehmen möchten, werden Sie feststellen, dass es sehr unkompliziert ist. Es gedeiht in Sonne oder Halbschatten auf jedem mehr oder weniger nährstoffreichen, gewöhnlichen Boden, sofern dieser frisch und gut durchlässig bleibt.

Chasmanthium latifolium Laub und Blüte

Chasmanthium latifolium

Botanik und Beschreibung

Steckbrief

  • Lateinischer Name Chasmanthium sp., Chasmanthium latifolium
  • Gebräuchlicher Name Breitblättriges Plattährengras, Wald-Plattährengras
  • Blüte Ende August bis Oktober
  • Höhe 150 cm
  • Exposition Sonne und Halbschatten
  • Art des Bodens gewöhnlich, frisch, aber gut durchlässig
  • Winterhärte -20 °C

Die Gattung Chasmanthium gehört zur Familie der Süßgräser und umfasst 6 Arten. Nur die aus den USA stammende Art Chasmanthium latifolium wird in unseren Gärten kultiviert. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile der USA und reicht sogar bis nach Manitoba (Kanada) und in den Nordosten Mexikos. Dieses Gras, das manchmal Breitblättriges Plattährengras oder Wald-Plattährengras genannt wird, wächst vor allem an Flussufern und in Laubwäldern. Früher wurde die Pflanze der Gattung Uniola zugeordnet, daher findet man dieses Gras in älterer Literatur mitunter noch unter dem Namen Uniola latifolia

Chasmanthium latifolium, botanische Tafel von 1972

Das Breitblättrige Plattährengras ist ein vollkommen winterhartes Gras und verträgt Frost bis -25 °C.

Chasmanthium latifolium besitzt ein Wurzelsystem mit kurzen Rhizomen und wächst kompakt in Horsten. Dieses Gras ist eine sommergrüne Staude, deren Laub jedes Jahr neu gebildet wird. Die 10 bis 20 cm langen Blätter sind lanzettlich und weisen deutlich ausgeprägte Queradern auf, die ein wenig an Bambuslaub erinnern. Die biegsamen, überhängenden Blätter sind grün (in der Sonne heller als im Schatten) und färben sich im Herbst, sobald die ersten Fröste einsetzen, gelborange und im Winter schließlich vollständig braun. Das Laub der Sorte ‚River Mist‘ ist während der Saison hübsch cremeweiß panaschiert und eignet sich ideal, um halbschattige Bereiche aufzuhellen.

Die Stoppel können über einen Meter hoch werden. Ausgewachsen und blühend bildet die Pflanze einen 100 bis 150 cm hohen und 60 cm breiten Horst in einem nährstoffreichen, frischen Boden. Ohne Blütenstände wird die Pflanze höchstens 80 cm hoch.

Der Blütenstand erinnert ein wenig an den des Hafers, daher die deutschen Namen Breitblättriges Plattährengras und Wald-Plattährengras. Er besteht aus 10 bis 35 cm langen, offenen, ovalen Rispen, die an den Enden der Halme überhängen. Diese Rispen bestehen aus einzelnen, gestielten, überhängenden und seitlich abgeflachten Ährchen, die an winzige, flache Tannenzapfen erinnern. Zunächst sind die Ährchen grün und nehmen im Laufe der Monate im Herbst einen bronzeroten Farbton an, bevor sie beim Trocknen hell rehbraun werden. Mit Raureif oder Schnee bedeckt, bleiben die Blütenstände im Winter sehr attraktiv. Die Blüte beginnt gegen Ende August und dauert bis in den Herbst hinein. 

Chasmanthium latifolium, Laub und Blütenstände im Frühjahr und Winter (rechtes Foto © Josiah Lau Photographie)

Die wichtigsten Sorten

[produkt sku=“812812″ blog_description=“Das Breitblättrige Plattährengras ist ein sommergrünes Ziergras mit lockerem, aufrechtem Wuchs und breiten, hellgrünen Blättern. Die Blütenhalme sind elegant bogig überhängend und tragen kleine, grünbraune, teils leicht purpurfarbene, flache und ovale Ähren, die zart herabhängen.“ template=“listing1″ /]

[produkt sku=“812911″ blog_description=“Das Breitblättrige Plattährengras ‚River Mist‘ bildet im Unterschied zur Art lockere, aufrechte Horste mit breiten, hellgrünen, weiß panaschierten Blättern von großartiger Wirkung! Auch hier tragen die zahlreichen, feinen, elegant bogig überhängenden Blütenhalme kleine, hellgrüne, flache und ovale Ähren, die zart herabhängen.“ template=“listing1″ /]

 

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Breitblättriges Plattährengras pflanzen

Wo pflanzen?

Chasmanthium latifolium wächst gerne in der Sonne oder im Halbschatten. In der Sonne stehen die Blätter jedoch aufrechter und nehmen fast eine säulenförmige Wuchsform an. Zu beachten ist, dass das Plattähren-Gras in der Sonne einen im Sommer frischen bis feuchten Boden benötigt, während es im Halbschatten auch Trockenperioden problemlos verträgt. In der Sonne sind die Farben des Laubs und der Ährchen im Herbst jedoch intensiver.

Dieses Ziergras begnügt sich mit jedem normalen Boden, auch lehmigem, der im Sommer frisch, aber gut drainierend und möglichst nährstoffreich ist.

Das Breitblättrige Plattährengras eignet sich als Bodendecker, im Beet, in Gruppen zur Bildung einer Wiese oder sogar im Topf.

Chasmanthium latifolium hinten rechts, zusammen mit Begonie ‚Marschmallow‘, Sansevieria trifasciata und Buntnessel ‚Smoky Rose‘ (© Cultivar 413)

Wann pflanzen?

Von Februar bis April, wenn Ihre Winter kalt und feucht sind und der Boden schwer ist, oder von September bis November.

Wie pflanzen?

Pflanzen Sie fünf Anzuchttöpfe pro m² für eine schnelle Flächenwirkung. Halten Sie einen Abstand von etwa 50 cm ein.

  • Tauchen Sie den Wurzelballen einige Minuten in Wasser;
  • Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf, prüfen Sie die Wurzeln und entwirren Sie sie bei Bedarf vorsichtig;
  • Heben Sie ein Loch aus, das doppelt so breit und doppelt so tief wie der Wurzelballen der Pflanze ist;
  • Lockern Sie die Erde am Grund des Pflanzlochs gut auf;
  • Geben Sie etwas Sand oder feinen Kies hinzu, wenn Ihr Boden zu schwer ist;
  • Arbeiten Sie gut verrotteten Kompost ein;
  • Setzen Sie den Wurzelballen in das Pflanzloch;
  • Füllen Sie das Loch auf und drücken Sie die Erde mit den Händen rund um die Pflanze an;
  • Gießen Sie reichlich, um „Luftlöcher“ zwischen Erde und Wurzeln zu beseitigen;
  • Bringen Sie eine gute Mulchschicht rund um den Fuß aus: Flachsschäben, Chinaschilf oder einfach Rasenschnitt.

Für die Pflanzung im Topf: Wählen Sie einen Tontopf mit Abzugsloch. Füllen Sie den Topfboden (1/5) mit Blähton und verwenden Sie ein drainierendes Substrat (je 1/3 Gartenerde, Sand und hochwertige Blumenerde).

Lesen Sie auch

Gräser pflanzen

Breitblättriges Plattährengras pflegen

Pflege

Achten Sie darauf, den Boden am Fuß des Plattährengrases durch eine Mulchschicht feucht zu halten. Steht die Pflanze im Topf, gießen Sie regelmäßig. Im Freiland verträgt sie Trockenheit gut, allerdings zulasten eines schönen Laubs und Blütenstands. Im ersten Jahr nach der Pflanzung darf das Gießen jedoch nicht vergessen werden.

Eine Kompostgabe im Frühjahr am Fuß des Grases wird stets dankbar angenommen.

Ist die Pflanze noch jung und steht sie in voller Sonne, kann die Horstpartie mit einer Schicht Laub vor Frühjahrsfrösten geschützt werden. Die Pflanze ist sehr winterhart, doch junge Triebe können früh in der Saison austreiben und dadurch gefährdet sein.

Rückschnitt

Schneiden Sie die alten Stoppeln im März zum Winterende, bevor der Neuaustrieb beginnt, zurück.

Krankheiten und Schädlinge

Sehr winterhart und pflegeleicht, wird Breitblättriges Plattährengras zudem von keinen Krankheiten oder Schädlingen befallen.

Breitblättriges Plattährengras vermehren

Horste können alle 3 bis 4 Jahre im Frühjahr oder Herbst geteilt werden. Heben Sie den Horst einfach mit einer Grabegabel aus und teilen Sie ihn vorsichtig von Hand.

Mit etwas Glück erscheint in feuchten Gärten auch eine spontane Aussaat von Plattährengras. Bei Bedarf müssen Sie die Jungpflanzen im Frühjahr nur mit einem Erdballen versetzen. Das Plattährengras wuchert nie, da sich die kleinen Triebe leicht entfernen lassen.

Chasmanthium latifolium kombinieren?

Eine schöne Herbstszene entsteht, wenn Sie Chasmanthium latifolium mit weiteren Gräsern und herbstblühenden Stauden kombinieren. Rund zehn Chasmanthium latifolium, in kleinen Gruppen gepflanzt, bilden die Basis dieser „Herbstwiese“. Einige Astern ‚Barr’s Pink‘, hohe Fetthennen ‚Septemberglut‘ (heute Hylotelephium genannt), ein oder zwei Purpur-Sonnenhüte und schöne Wasserdoste wie Eupatorium maculatum ‚Atropurpureum‘ bringen warme Saisonfarben ins Beet. Dazu kommt eine gute Handvoll Argentinischem Eisenkraut. Es setzt Farbakzente zwischen die Gräser und bringt zugleich eine sehr dekorative, aufrechte Note ein, die einen schönen Kontrast zur Leichtigkeit der Gräser bildet. Apropos Gräser: Wir kombinieren unser Chasmanthium mit weiteren Arten, etwa mit Rasen-Schmiele ‚Tauträger‘ und Calamagrostis acutiflora ‚Karl Forster‘. So sind Sie für einen farbenfrohen, leuchtenden Herbst bestens gerüstet!

→Weitere Kombinationsideen mit Chasmanthium finden Sie in unserem Ratgeber.

Kombinieren Sie Chasmanthium latifolium im naturnahen Garten mit Wasserdost, Argentinischem Eisenkraut und weiteren luftigen Gräsern wie Calamagrostis und Deschampsia cespitosa

Anekdoten

  • Neben seinem Zierwert wird Chasmanthium latifolium in den USA als Futterpflanze angebaut;
  • Die auffälligen Blütenstände des Plattähren-Grases werden in der Floristik, etwa für Trockensträuße, verwendet;
  • Der Gattungsname Chasmanthium stammt vom Griechischen χάσμα (chasma, „weit geöffnet“) und άνθος (anthos, „Blume“). Er bezieht sich auf die besondere Form der „Blüten“, der Ährchen des Plattähren-Grases.
  • Der lateinische Artname latifolium bedeutet „breitblättrig“.

Nützliche Ressourcen

→ Finden Sie in unserer Online-Gärtnerei alle Plattährengräser.

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