Gänseblümchenstrauch: Pflanzen und Pflege
Inhaltsverzeichnis
Olearia kurz erklärt
- Olearien sind schöne immergrüne Sträucher und salzluftverträglich
- Von Frühjahr bis Herbst erscheinen sternförmige Blüten, die an Gänseblümchen erinnern
- Winterhart bis etwa -8 °C: Sträucher für mildes Seeklima
- In Sonne, nicht zu trockenen, aber durchlässigen Boden pflanzen
- Wertvoll für Windschutzhecken und Strauchbeete in Küstengärten
Wort unserer Expertin
Gänseblümchensträucher sind schöne, beliebte Sträucher für Hecken und Windschutz in küstennahen Gärten ohne starke Fröste. Ihr immergrünes Laub, ihr schnelles Wachstum und ihre dichte Wuchsform bilden schützende Windbarrieren in erster Reihe gegen die Gischt.
Zusätzlich bedecken sie sich im Frühling und Sommer mit einer üppigen weißen, rosafarbenen, purpurroten oder blauen Blüte, die an Astern erinnert.
Am bekanntesten ist Olearia (x) haastii, auch „Neuseeländischer Gänseblümchenstrauch“ genannt. Doch es gibt weitere interessante Arten und Sorten, etwa Olearia virgata mit seinem feinen, rosmarinähnlichen Laub sowie Olearia solandri ‚Aurea‘ mit gelb-bronzefarbenem Laub. Sie alle zählen zu den besten immergrünen Sträuchern für einen wirksamen Windschutz in Küstenregionen.
Die bis etwa -8 bis -10 °C winterharten Gänseblümchensträucher passen natürlich in Gärten an der Atlantik- oder Mittelmeerküste. Sie sind relativ tolerant und gedeihen in leichtem, gut durchlässigem, im Sommer aber eher frischem Boden.
Ihre üppige Blüte macht sie in mildem Klima besonders wertvoll für eine dauerhaft attraktive Gestaltung. Entdecken Sie unsere Tipps für die richtige Pflege!

Olearia solandri ‚Aurea‘, Olearia x scilloniensis und Olearia macrodonta (© Leonora Enking)
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
Olearia ist ein Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Korbblütler wie Astern und Gänseblümchen. Daher tragen einige Arten die Beinamen „Neuseeländischer Gänseblümchenstrauch“ oder „Gänseblümchenstrauch“.
Die Gattung umfasst etwa 130 Arten aus Neuguinea, Australien und Neuseeland. In freier Natur wachsen sie in unterschiedlichen Lebensräumen: von Niederwäldern oder Hochlandgebüschen über Wälder bis hin zu Torfmooren, Küstengebieten und Ufern von Wasserläufen. Dazu gehören Olearia traversii, Olearia virgata, Olearia haastii, Olearia-Hybrid X scilloniensis – immergrüne Sträucher, die sich besonders in Küstenregionen ideal für windschützende Hecken eignen.
Die Wuchsform variiert je nach Art. Olearia bildet meist einen kräftigen, dichten und mehr oder weniger buschigen Strauch, der durchschnittlich 2,50 bis 3,50 m hoch und 1 bis 2 m breit wird und oft schnell wächst. Olearia haastii und Olearia x scilloniensis bilden einen schönen, kompakteren immergrünen Busch von 1,50 bis 1,75 m Höhe und Breite, während Olearia traversii eine Höhe von 5 m und eine Breite von 3 m erreichen kann. Olearia solandri ‚Aurea‘ unterscheidet sich durch ihre ausladende, an Baum-Heide erinnernde Wuchsform von den übrigen Olearia.

Olearia ramulosa, Olearia haastii und Olearia lirata, botanische Tafeln, um 1850
Die vierkantigen, manchmal flaumigen Zweige tragen immergrüne, ledrige Blätter, die sich je nach Art stark unterscheiden. Sie sind der wichtigste Schmuck des Strauchs. Die Blätter sind einfach, ganzrandig, oval bis elliptisch, wechselständig oder selten gegenständig, 1 bis 12 cm lang und manchmal gewellt und gezähnt. Ihre Oberseite ist grün bis graugrün, die Unterseite weiß-silbrig oder hellbraun und filzig.
Während das Laub einiger Olearia-Arten dem des Ölbaums ähnelt (olea bedeutet auf Lateinisch Ölbaum), zeichnet sich Olearia virgata beispielsweise durch sehr schmale, lineare Blätter aus, die eher an Rosmarinblätter erinnern. Bei Olearia macrodonta, syn. Olearia x macrodonta, auch Neuseeländischer Stechpalmenstrauch genannt, erinnern sie an die Stechpalme. Das Laub dieser Art verströmt beim Zerreiben einen dezenten, leicht moschusartigen Duft. Auch Olearia solandri ‚Aurea‘ unterscheidet sich durch eine feine, stark verzweigte Verzweigung, die mit winzigen, sehr schmalen, an Heideblätter erinnernden Blättern in bronzegoldenem Grün bedeckt ist.
Je nach Region verschwindet die Vegetation vom späten Frühjahr bis zum Spätsommer unter einer außergewöhnlich üppigen Blüte aus zahlreichen duftenden Blütenkörbchen, meist weiß, manchmal cremefarben, gelb, blau, violett oder zartrosa, je nach Sorte 6 mm bis 2 cm groß. Sie ähneln kleinen Gänseblümchen mit gelber oder dunkelpurpurfarbener Mitte und stehen einzeln oder in 8 bis 20 cm breiten Dolden oder Rispen, deutlich über dem Laub. Ihr angenehmer Vanilleduft lockt zahlreiche Bestäuber wie Bienen an. Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich Früchte: Achänen mit einem Schirmchen. Bei der Reife setzt die Mitte winzige, vom Wind verbreitete Samen frei.
Lesen Sie auch
10 perfekte Sträucher für KüstengärtenWichtige Arten und Sorten
Olearia virgata - Baumaster
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 3 m
Olearia traversii - Baumaster
- Blütezeit August, September
- Höhe bei Reife 5 m
Olearia scilloniensis - Baumaster
- Blütezeit Juni, Juli
- Höhe bei Reife 1,50 m
Olearia haastii - Baumaster
- Blütezeit August für Oktober
- Höhe bei Reife 1,60 m
Olearia solandri Aurea - Baumaster
- Blütezeit September, Oktober
- Höhe bei Reife 2 m
Olearia macrodonta Major - Baumaster
- Blütezeit August, September
- Höhe bei Reife 2 m
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Olearia pflanzen
Wo pflanzen?
Der wenig winterharte und daher frostempfindliche Gänseblümchenstrauch verträgt Fröste von etwa -8 bis -10 °C. Eine Pflanzung ins Freiland ist Regionen mit milden Wintern und nur kurzen Frostperioden vorbehalten. In mildem Klima eignet er sich daher gut für eine dauerhafte Begrünung. Der Strauch passt hervorragend in Gärten an der Atlantikküste und sogar in mediterrane Regionen. Wind- und salznebelverträglich findet er als Windschutz ganz natürlich seinen Platz im Küstengarten. In rauerem Klima, nördlich der Loire, sollte er vor kalten, austrocknenden Winden geschützt werden. Empfehlenswert ist dann die Pflanzung in einen großen Kübel, der im Winter in einem Gewächshaus oder einem unbeheizten Wintergarten untergestellt wird.
Für eine gute Entwicklung braucht er einen sehr sonnigen Standort mit mindestens 4 Stunden Sonne täglich.
Der Gänseblümchenstrauch gedeiht in leichtem, drainiertem, tiefgründigem Boden, der im Sommer etwas frisch bleibt, besonders im mediterranen Klima. Er verträgt sommerliche Trockenheit recht gut, sofern der Boden ausreichend frisch bleibt. Er bevorzugt sandige oder humusreiche Böden und gedeiht in vielen geschützten Gärten auf leichter, auch etwas steiniger Erde. Ein gewöhnlicher, gut drainierter Boden ist völlig ausreichend. Staunässe im Winter verträgt er hingegen nicht. Nach dem Anwachsen kann er viele Jahre alt werden. Arten wie Olearia virgata vertragen Trockenheit und magere Böden recht gut.
Der Strauch eignet sich hervorragend als frei wachsende oder immergrüne Hecke im Küstengarten, in der Mitte oder im Hintergrund eines Strauchbeets sowie als Solitär.

Olearia haastii (© Olive Titus) und Olearia lacunosa (© Leonora Enking)
Wann pflanzen?
Ein Gänseblümchenstrauch wird am besten im Frühjahr gepflanzt, sobald keine Frostgefahr mehr besteht, oder im Frühherbst in sehr mildem Klima.
Wie pflanzen?
Ins Freiland
Für eine Hecke halten Sie zwischen den Pflanzen einen Abstand von etwa 1 bis 1,20 m ein.
- Heben Sie ein Pflanzloch aus, das 3- bis 5-mal breiter als der Wurzelballen ist
- Legen Sie eine gute Drainageschicht aus Kies auf den Grund des Pflanzlochs
- Pflanzen Sie den Strauch ein und achten Sie darauf, dass der Hals auf Bodenhöhe liegt
- Füllen Sie mit einer Mischung aus Gartenerde und Blumenerde auf
- Bei armem Boden können Sie etwas Kompost untermischen
- Treten Sie die Erde an und gießen Sie nach dem Pflanzen reichlich
Kultur im Kübel
Pflanzen Sie ihn in einen großen Topf mit mindestens 50 cm Durchmesser, da dieser Strauch dem Wind eine große Angriffsfläche bietet. Eine gute Drainage ist unerlässlich.
- Füllen Sie den Boden des Gefäßes mit einer dicken Schicht Kies oder Blähton
- Pflanzen Sie ihn in eine Mischung aus grobem Sand und Lauberde
- Gießen Sie reichlich
Lesen Sie auch
10 immergrüne Sträucher für KüstenstandorteOlearia: Pflege und Rückschnitt
Im Freiland
Der Gänseblümchenstrauch ist in Regionen mit milden Wintern leicht zu kultivieren. Er bevorzugt Böden, die im Sommer leicht feucht bleiben. Gießen Sie im ersten Jahr nach der Pflanzung regelmäßig, damit die Pflanze gut anwächst, besonders bei länger anhaltender Hitze. Gießen Sie während der warmen Jahreszeit mäßig, aber regelmäßig, damit der Wurzelbereich frisch, keinesfalls jedoch nass bleibt.
Mulchen Sie den Wurzelbereich des Strauchs im Herbst, um ihn vor Frost zu schützen, vor allem in den ersten Wintern. In Regionen nördlich der Loire schützen Sie den Strauch mit Wintervlies vor starkem Frost und Schnee, der seine Blätter schädigen kann.
Im Topf
Gießen Sie im Sommer reichlich und lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen. Für ein kräftiges Wachstum geben Sie im Spätwinter und im Herbst etwas Langzeitdünger. Stellen Sie den Topf in kalten Regionen frostgeschützt in einen ungeheizten Raum, in dem die Temperatur nicht unter 7 °C fällt. Sobald keine Frostgefahr mehr besteht, bringen Sie ihn wieder in den Garten, damit er die schöne Jahreszeit genießen kann.
Rückschnitt
Der Rückschnitt fördert die Blüte, verdichtet die Verzweigung und sorgt für eine attraktive, buschige Wuchsform. Schneiden Sie jedes Jahr nach der Blüte oder im März/April die Triebe leicht zurück, damit sich die Pflanze verzweigt, und lassen Sie die Basis des einjährigen Holzes stehen. Bei Pflanzen im Topf ist ein Rückschnitt nötig, um sie in angemessenen Proportionen zu halten und ihre kompakte Wuchsform zu bewahren.
Mögliche Krankheiten und Schädlinge
Gänseblümchenstrauch: selten krank, doch Schildläuse können auftreten. Erkennbar an watteartigen Belägen. Mit Rapsöl spritzen, nach 15 Tagen zwei- bis dreimal wiederholen.
Vermehrung
Der Gänseblümchenstrauch lässt sich leicht durch Stecklingsvermehrung vermehren. Bei den Wildarten ist auch eine Aussaat möglich, wenn Sie Samen im Garten geerntet haben. Sie erfolgt warm in einer Saatschale mit sandigem Substrat. Halbverholzte Stecklinge aus dem Spätsommer sind einfacher und zuverlässiger.
- Im Spätsommer neue, 10 bis 15 cm lange Jahrestriebe direkt unter einem Auge abschneiden
- Alle Blätter am unteren Teil der Triebe entfernen, sodass nur 2–3 Blätter verbleiben
- Die Rinde auf 2 bis 3 cm Länge einschneiden
- Die Stecklinge in ein sandiges, drainierendes Substrat stecken
- Unter ein Frühbeet stellen
- Die Stecklinge regelmäßig befeuchten
- Jungpflanzen den ganzen Winter geschützt halten
- Im folgenden Frühjahr die Stecklinge in einzelne Anzuchttöpfe umpflanzen
- Vor dem Auspflanzen ins Freiland 2 Jahre im Topf halten
Kombinieren
Mit ihrem leuchtenden Laub, das wunderbar mit Wind und Licht spielt, ist die Griseline ein wertvoller Strauch, der das ganze Jahr über Gärten in mild-ozeanischem oder mediterranem Klima belebt.
In einer immergrünen, blühenden Hecke für mildes Klima begleitet sie andere im Sommer oder Herbst blühende Sträucher wie Andensträucher, Mostgummi-Eukalyptus ‘France Bleu Rengun’, die Wintergrüne Ölweide und einen Schneeball Viburnum tinus ‘Eve Price’.
Auch mit zeitversetzt blühenden Sträuchern wie Säckelblumen (Ceanothus impressus ‘Victoria’, ‚Italian Skies‘, ‚Concha‘, ‚Puget Blue‘, ‚Skylark’…) und kleinen Erdbeerbäumen lässt sie sich kombinieren.
Sie passt problemlos zu anderen immergrünen Sträuchern wie Leptospermum, der Melde Atriplex halimus, dem Wundklee Anthyllis barba-jovis, dem Sanddorn Hippophae rhamnoides, der Schmalblättrigen Ölweide Elaeagnus angustifolia ‚Caspica‘ und auch zu Strauch-Beifuß.
In Windschutzhecken pflanzt man sie vor eine Reihe höherer Sträucher wie die Dichte Griseline. Mischen Sie auch verschiedene Oleariensorten: Sie bieten eine große Vielfalt an Wuchsformen und bilden wirkungsvolle, harmonische Sichtschutzhecken.
In einem großen, farbenfrohen und eleganten Strauchbeet wirkt sie wunderbar neben Grevilleen, Lampenputzersträuchern und Kaspischen Tamarisken (Tamarix ramosissima). Bepflanzen Sie ihren Fuß mit Italienischer Strohblume und Strandmalven.
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