Himmelsbambus, Nandina domestica: Pflanzung, Rückschnitt, Pflege
Inhaltsverzeichnis
Der Himmelsbambus in wenigen Worten
- Der Nandina oder „Himmelsbambus“ ist ein bemerkenswerter, immergrüner Strauch, dessen Laub sich im Laufe der Jahreszeiten von Rot zu Grün verfärbt und schließlich Purpur annimmt
- Seine üppige, sommerliche Blüte in großen weißen Rispen ist frisch und dezent
- Auch am Ende der Saison ist er prächtig, bedeckt mit kleinen, glänzend roten Beeren
- Anspruchslos verträgt er die sommerliche Trockenheit gut und ist bis -12/-15 °C winterhart
- Vielseitig und sehr dekorativ ist er ideal für kleine Strauchbeete oder als Kübelpflanze im Halbschatten
In diesem Video sprechen Ingrid und Olivier über den Nandina, auch Himmelsbambus genannt, einen Strauch, dem man in unseren Gärten oder in Baumschulen immer häufiger begegnet:
Das Wort unserer Expertin
Der Himmelsbambus, auch „Heiliger Bambus“ genannt, ist einer der wenigen Sträucher mit einem immergrünen Laub, dessen Farbe sich im Laufe der Jahreszeiten verändert: von Rot im Frühjahr über Grün im Sommer bis hin zu Orange-Rot und Violett im Herbst. Er bietet alle Nuancen eines Herbstlaubs, das jedoch nicht abfällt!
Der kompakte nandina domestica kann je nach Sorte eine Höhe von 60 cm bis 2 m erreichen. Es gibt daher auch Zwergformen des Himmelsbambus, die in alle Richtungen nicht mehr als 60 cm messen und sich hervorragend für den Steingarten, als Bodendecker oder für den Topf eignen.
Ob nandina domestica ‘Fire power’, ‘Richmond’, ‘Obsessed’ oder ‘Gulf stream’ – sie alle sorgen dauerhaft für eine fröhliche und abwechslungsreiche Szenerie im Garten.
Winterhart bis -15 °C, widersteht der Himmelsbambus dem Frost gut, wenn er windgeschützt steht, und passt sich allen Bodenarten an, selbst armen und steinigen Böden. Am liebsten wächst er jedoch in frischen, fruchtbaren und gut durchlässigen Böden.
Sein eher langsames Wachstum, seine Widerstandsfähigkeit gegen Verschmutzung und seine geringe Größe machen ihn in jedem Garten unentbehrlich – sowohl in Küstennähe als auch in Städten oder kleinen Gärten, denen er eine kleine japanische Note verleiht.
Vielseitig und mit seiner anmutigen Erscheinung findet er seinen Platz im Blumenbeet, im frischen Steingarten, als Solitär, in einer freiwachsenden Hecke oder auch in Kompositionen im Zen-Stil. Auf der Terrasse an einem Standort ohne pralle Sonne ist er zudem in einem großen Topf wunderschön.
Entdecken Sie unsere Himmelsbambusse, widerstandsfähige und winterharte Sträucher, die noch viel zu wenig bekannt sind und sich für die unterschiedlichsten Gestaltungswünsche eignen. Im Laufe der Jahreszeiten verleihen sie Ihrem Garten Originalität, Leichtigkeit und Eleganz.
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Nandina domestica
- Familie Berberidaceae
- Gebräuchlicher Name Himmelsbambus, Heiliger Bambus
- Blüte Von Juli bis September
- Höhe 0,60 bis 2 m
- Exposition Sonne, Halbschatten
- Art des Bodens Alle, gut durchlässig
- Winterhärte -15 °C
Der Nandina domestica, auch unter dem Namen „Heiliger Bambus“ („Himmelsbambus“ oder auch „Bambus des Glücks“) bekannt, ist ein immergrüner Strauch aus den Waldgebieten Indiens, Chinas und Japans, der wie die Berberitze oder Berberis zur Familie der Berberitzengewächse gehört. Obwohl er wie der Bambus ausschließlich aus Trieben besteht, endet die Ähnlichkeit trotz seines Beinamen hier: Botanisch ist er mit diesem nicht verwandt und gehört auch nicht derselben Familie an.
Die Gattung Nandina umfasst nur eine einzige Art, domestica, aus der in Japan etwa sechzig Kultivare hervorgegangen sind, von denen nur wenige in unsere europäischen Gärten eingeführt wurden. Unter unseren klimatischen Bedingungen werden nur einige Sorten wie ‘Richmond’, ‘Obsessed’, ‘Fire power’ oder ‘Gulf stream’ kultiviert.
Der Strauch besitzt eine besonders buschige, aufrechte und kompakte Wuchsform mit einer hübsch abgerundeten Silhouette. Die recht langsam wachsende, rhizomatöse Pflanze wächst wie der Bambus ausschließlich aus Trieben. Der Heilige Bambus bildet eine dichte Gruppe schlanker, aufrechter und verzweigter Triebe, die von einem horstbildenden Wurzelstock getragen werden. Sie können bis zu 1,80 m hoch werden.
Der Nandina benötigt mehrere Jahre, um sich ausreichend zu entwickeln. Er vermehrt sich leicht durch Samen und Ausläufer. Einige Zwerg- oder niedrige Sorten (‘Fire Power’) eignen sich als Bodendecker. Seine Rinde ist aromatisch.

Nandina domestica – botanische Illustration
Der Heilige Bambus zeichnet sich durch ein schönes, üppiges und farbenfrohes Laub aus, das im Winter erhalten bleibt und den Garten das ganze Jahr über erhellt. Sein leichtes, im Laufe der Jahreszeiten wechselndes Laub ist der wertvolle Vorzug dieses bemerkenswerten Strauchs. Immergrün oder halbimmergrün, bildet er das ganze Jahr über einen äußerst zarten, attraktiven grünen Hintergrund. Der Heilige Bambus verliert seine Blätter nur, wenn die Temperatur unter -15 °C sinkt.
Die gefiederten, lanzettlichen oder elliptischen Blätter sind fein in schmale, spitze Fiederblättchen geteilt, die 2,50 cm lang sind. Je nach Sorte ist das Laub zugespitzt oder gekräuselt. Nandina domestica ‚Filamentosa‘ besitzt ein äußerst feines, spinnenwebenartiges Laub.
Dieses leichte, an Bambus erinnernde Laub hat dem Nandina den gebräuchlichen Namen „Heiliger Bambus“ oder „Wunderbambus“ eingebracht.
Diese dichte, aber schlanke Vegetation bildet breite, waagerechte Schirme, die 50 bis 90 cm lang sind.
Die Färbung der Blätter unterscheidet sich je nach Kultivar. Nandina domestica ‘Twilight’ trägt ein hellgrünes, cremeweiß panaschiertes Laub, während ‘Lemon Lim’ im Frühjahr junges Laub in Chartreusegrün bis Limonengrün besitzt.
Bei jedem Wechsel der Jahreszeit verändern sich ihre Farben im Laufe ihrer Entwicklung: Beim Austrieb wechseln sie von Rosarot zu Rosa-Orange, im Sommer werden sie grün und reichen von Säuregrün über Bronzegrün bis Blaugrün, bevor sie sich zum Saisonende mit Gelb, Orange und Rot schmücken. Diese flammenden Herbstfarben verstärken sich bei Kälte.
Die sommerliche Blüte ist dezent. Im Sommer, von Juli bis September, erscheinen große, lockere, 30 bis 40 cm lange, kegelförmige Rispen mit winzigen cremeweißen Blüten. Sie besitzen eine schöne wachsartige Struktur und tragen große gelbe Anthere, die sich von dieser leichten Wolke abheben.

Verschiedene Laubfärbungen: Nandina domestica ‚Twilight‘, Nandina domestica ‚Lemon Lime‘, Nandina domestica ‚Filamentosa‘, Nandina domestica ‚Obsessed Seika‘.
Je nach Sorte folgen im Herbst üppige Trauben mit leuchtend roten Früchten von 4 bis 8 mm Durchmesser. Einige bei uns wenig verbreitete Kultivare tragen gelbe oder weiße Beeren. Der Nandina bietet einen der üppigsten und langlebigsten Fruchtansätze, besonders nach einem warmen Sommer.
Diese scharlachroten, sehr dekorativen Beeren bleiben lange an den Zweigen, vom Winter bis zum Frühjahr. Dabei harmonieren sie zunächst mit dem im Herbst geröteten Laub und bilden später einen schönen Kontrast zu den jungen Frühjahrstrieben oder sogar zur neuen Blüte.
Die dekorativen, blühenden oder fruchttragenden Zweige werden für die Gestaltung von Ikebana verwendet.
Ursprünglich ist der Nandina eine diözische Pflanze, das heißt, die Fruchtbildung erfolgt nur, wenn männliche und weibliche Pflanzen nebeneinander stehen. Heute gibt es zwittrige Sorten (‘Richmond’), die daher fruchttragender sind und auch ohne eine männliche Pflanze in der Nähe reichlich Beeren hervorbringen können. Einige Sorten wie Nandina domestica ‚Lemon Lime‘ oder ‚Fire Power‘ fruchten dagegen nicht oder nur wenig.
Diese nicht essbaren und für den Menschen giftigen Steinfrüchte (sie enthalten Nandenin) sind jedoch in der kalten Jahreszeit für einige Vögel eine willkommene Nahrung.
Obwohl er relativ winterhart ist (bis etwa –15 °C), bevorzugt der Heilige Bambus milde Winter. Er gedeiht fast überall in Frankreich und ist ein sehr pflegeleichter Strauch, insbesondere in Küstengärten.

Entwicklung einer Nandina-Blüte.
Er wächst an halbschattigen oder sonnigen Standorten in gewöhnlichem, nährstoffreichem oder nährstoffarmem, neutralem oder saurem, frischem und gut durchlässigem Boden, vor allem aber geschützt vor strenger Kälte und austrocknenden vorherrschenden Winden, die er fürchtet.
Mit seinem immergrünen, eleganten Laub und seiner kompakten Größe ist der Nandina wertvoll, um die hinteren Bereiche schattiger Strauchbeete aufzuhellen, ebenso in einem schattigen Steingarten oder in Staudenbeeten. Er kann auch als niedrige, gemischte Hecke gepflanzt werden. Dieser kleine Strauch wirkt auch in einem großen Topf auf der Terrasse wunderschön, an einem nicht zu heißer Sonne ausgesetzten Standort oder in kalten Regionen als Pflanze für einen Wintergarten.
In Asien wird der Heilige Bambus seit Jahrhunderten kultiviert. Er wird rund um Tempel gepflanzt oder zur Verzierung ihrer Altäre verwendet, zählt zu den heiligen Pflanzen und symbolisiert die Reinigung.
Der Heilige Bambus besitzt medizinische Eigenschaften, darunter adstringierende und beruhigende Wirkungen, die seit Jahrhunderten in der asiatischen Heilkunde genutzt werden.
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Es gibt nur eine einzige Art des Himmelsbambus, die Nandina domestica, aber sie umfasst etwa sechzig in Farbe und Größe sehr unterschiedliche Kultivare, die bei uns noch sehr selten erhältlich sind. ‘Richmond’ mit üppigem Fruchtbehang, ‘Obsessed’, ‘Fire power’ mit sehr kompakter Wuchsform oder ‘Gulf stream’ gehören zu den knapp fünfzehn Sorten mit im Laufe der Monate wechselndem Laub, die zur Zierde unserer Gärten angeboten werden. Nicht alle Sorten sind zwittrig: Der Himmelsbambus wird fruchttragender, wenn Sie mindestens zwei Pflanzen in den Garten setzen!
Einige kompakte Sorten wie die Zwerg-Himmelsbambusse (‘Fire Power’) eignen sich als Bodendecker und besser für die Kultur im Topf auf einer schattigen Terrasse. Sie erreichen nur etwa 60 cm Höhe, während andere Sorten bis zu 1,80 m hoch werden (‘Plum Passion’).
Nandina domestica Richmond - Himmelsbambus
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 1,60 m
Himmelsbambus - Nandina domestica
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 2 m
Nandina domestica Fire Power - Himmelsbambus
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 60 cm
Nandina domestica Obsessed Seika - Himmelsbambus
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 1 m
Nandina domestica Gulf Stream - Himmelsbambus
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 1 m
Nandina domestica Plum Passion - Himmelsbambus
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 1,20 m
Nandina domestica Twilight - Himmelsbambus
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 1,20 m
Nandina domestica Lemon and Lime - Himmelsbambus
- Blütezeit Juli für September
- Höhe bei Reife 70 cm
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Pflanzung
Wo sollte man Nandina oder Himmelsbambus pflanzen?
Der Nandina oder Himmelsbambus kann fast überall in Frankreich gepflanzt werden, außer in Regionen mit strengen Wintern und im Süden Frankreichs, da er große Hitze nicht verträgt. Er mag milde Winter und nicht zu heiße Sommer.
Er ist gut winterhart und kann kurzfristig Temperaturen bis -15 °C widerstehen, wenn er vor eisigen, austrocknenden Winden geschützt steht: Ein vor extremer Kälte geschützter Standort ist notwendig. Bis in die Region Paris gedeiht er gut. In kälteren Regionen können starke Fröste sein schönes buntes Laub zum Abfallen bringen und die neuen Frühjahrstriebe beschädigen.
In rauem Klima kann Nandina problemlos im Topf kultiviert und in einem Wintergarten oder Kalthaus überwintert werden.
Als junge Pflanze fürchtet er Hitzeperioden und anhaltende Trockenheit. Sobald er gut eingewachsen ist, erweist er sich bei tiefgründigem Boden als recht hitzetolerant.
Nandina bevorzugt sonnige oder leicht schattige Standorte, jedoch keine pralle Sonne. Südlich der Loire verträgt er mit einer guten Mulchschicht auch einen zeitweise trockenen Boden. Im mediterranen Klima sollte man ihm besser einen schattigen Platz vorbehalten, vor allem bei panaschierten Formen, die empfindlicher auf brennende Sonne reagieren.
Vermeiden Sie zu dichten Schatten, denn er benötigt Licht, um sein schön gefärbtes Laub zu behalten. Sein immergrünes Laub verträgt hingegen städtische Luftverschmutzung und salzhaltige Gischt gut. Dadurch eignet er sich hervorragend für Stadtgärten, in denen er häufig gepflanzt wird, sowie für Gärten am Meer.
Auch wenn er mit jedem guten, gewöhnlichen Boden zurechtkommt, selbst wenn dieser arm und leicht kalkhaltig ist, sofern er gut drainiert, bevorzugt er einen nährstoffreichen, eher sauren Boden, der im Sommer frisch bleibt.
Der Himmelsbambus wächst langsam und wird bei voller Reife nur selten 2 m hoch. Damit ist er ein platzsparender Strauch für kleine Gärten.
In einem größeren Garten kommt er besonders schön zur Geltung, wenn man ihn in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen in größeren Pflanzungen setzt. Die Fruchtbildung fällt umso üppiger aus, wenn man mindestens zwei Nandina im Garten pflanzt!

Fruchtbildung bei Nandina.
Dieser äußerst vielseitige, wunderschöne Strauch kann ebenso gut im Beet eingesetzt werden, um ein ländliches Beet zu bereichern, wie am Rand eines Staudenbeets oder in einem halbschattigen Steingarten. Mit seinem dichten Laub in wechselnden Farben kann er auch als niedrige Hecke oder im Vordergrund einer blühenden oder gemischten Hecke gepflanzt werden und vor neugierigen Blicken schützen, sofern er nicht als Windschutz dienen soll.
Sein kompakter Wuchs eignet sich auch für die Kultur in einem großen Topf auf einer Terrasse oder einem Balkon.
Wann sollte man Himmelsbambus pflanzen?
Der im Container verkaufte Nandina kann das ganze Jahr über gepflanzt werden, wobei Frost- und Trockenperioden vermieden werden sollten. Um das Anwachsen zu fördern, pflanzt man idealerweise im Herbst, in warmen Regionen von September bis November, und im Frühjahr von März bis Mai im übrigen Land.
Wie pflanzt man Nandina oder Himmelsbambus?
Im Freiland
Er bevorzugt tiefgründig gelockerte Böden. Er kann im Beet, in Gruppen von 3 oder 5 Pflanzen oder als frei wachsende Hecke verwendet werden. Halten Sie bei den größeren Sorten einen Pflanzabstand von 1,20 bis 1,50 m ein und von 0,50 bis 0,60 m bei Zwergformen des Himmelsbambus.
- Heben Sie ein Pflanzloch aus, das dreimal so breit wie der Topf ist
- Lockern Sie den Boden gut auf
- Geben Sie eine gute Drainageschicht aus Bims oder Kies auf den Grund des Pflanzlochs
- Mischen Sie Gartenerde zur Hälfte mit Torf, Blumenerde oder Kompost
- Pflanzen Sie den Strauch auf Höhe des Halses
- Füllen Sie das Pflanzloch wieder auf und halten Sie den Strauch dabei gerade
- Treten Sie die Erde am Fuß des Strauchs vorsichtig fest
- Gießen Sie reichlich
- Mulchen Sie den Fuß der Pflanze, um eine gewisse Feuchtigkeit zu bewahren
- Achten Sie in den ersten beiden Jahren auf eine ausreichende Wasserversorgung

Umpflanzen eines Nandina
Himmelsbambus im Topf kultivieren
Wählen Sie kompakte Sorten wie ‚Fire Power‘ und einen Topf mit einem Durchmesser von 20 bis 30 cm.
- Bringen Sie eine gute Drainageschicht aus (Kies oder Blähton)
- Verwenden Sie eine Mischung aus guter, nährstoffreicher Blumenerde für Sträucher und Torf
- Mulchen Sie den Fuß der Pflanze
- Gießen Sie den Nandina im Topf regelmäßig, besonders im Sommer, sobald der Boden trocken ist
- Stellen Sie Ihren Topf im Innenbereich oder auf einer Terrasse vor direkter Sonne und starken Winden geschützt auf.
→ Erfahren Sie mehr in Nandina im Topf kultivieren: alle unsere Tipps und in Welchen Nandina oder Himmelsbambus sollte man für den Garten oder die Terrasse wählen?
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Verwöhnen Sie immergrüne SträucherRückschnitt und Pflege
Leicht zu kultivieren, benötigt der Himmelsbambus wenig Pflege und Aufmerksamkeit. Achten Sie darauf, dass er während seiner ersten Sommer nicht unter Wassermangel leidet.
Planen Sie in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung eine regelmäßige Bewässerung ein, um das Anwachsen zu fördern. Sobald der Nandina domestica gut etabliert ist, verträgt er Trockenheit recht gut und kommt ohne Bewässerung aus, außer bei längeren Trockenperioden. Zu viel Wasser könnte die Wurzeln zum Faulen bringen.
Himmelsbambusse im Topf haben hingegen einen höheren Wasserbedarf; gießen Sie regelmäßig, besonders im Sommer, und mulchen Sie jedes Jahr im Frühjahr.
In Regionen mit sehr strengen Wintern bringen Sie jeden Herbst eine dicke Mulchschicht aus Falllaub, Kompost, halb verrottetem Mist oder Rindenmulch im Wurzelbereich des Strauchs aus, um seine Wurzeln vor Kälte zu schützen.
Bei Himmelsbambussen im Topf erneuern Sie jeden Herbst die oberste Schicht der Blumenerde.
Wann und wie sollten Sie den Himmelsbambus zurückschneiden?
Der Rückschnitt ist nicht unbedingt erforderlich. Er besteht darin, die durch den winterlichen Frost geschädigten oder verblühten Triebe zurückzuschneiden. Dadurch behält der Strauch eine hübsche, buschige und kompakte Wuchsform. Außerdem wird die Bildung von Wurzelschösslingen angeregt, die am Fuß des Strauchs erscheinen, ebenso wie die ständige Erneuerung der Triebe und damit eine Verjüngung der Pflanze.
Der Rückschnitt beschränkt sich darauf, abgestorbenes oder vertrocknetes Holz, überzählige Zweige und schwache Triebe zu entfernen sowie die Triebe, die die Symmetrie beeinträchtigen, leicht einzukürzen.
- Schneiden Sie im Winter nicht zu früh zurück, da die Triebe erfrieren könnten. Führen Sie den Rückschnitt nach den Frösten im März oder April durch, wenn die Beeren abgefallen sind
- Wenn die oberirdischen Pflanzenteile des Strauchs durch Frost beschädigt wurden, schneiden Sie die Pflanze bis auf Bodenniveau zurück. Sie treibt von der Basis wieder aus.
Erfahren Sie mehr in unserem Artikel: Himmelsbambus zurückschneiden: Wann und wie Sie richtig vorgehen?
Mögliche Krankheiten und Schädlinge
Der Himmelsbambus zeigt sich besonders widerstandsfähig, wird nur selten von Parasiten befallen und verträgt Umweltverschmutzung gut. In der Stadt kann er jedoch von Schildläusen befallen werden: Sprühen Sie Rapsöl, um die unerwünschten Gäste zu ersticken.
Er ist anfälliger für eine Viruserkrankung, die von Blattläusen und saugenden sowie stechenden Schädlingen übertragen wird und die Blätter schmaler, verkümmert und verformt; er übersteht dies jedoch problemlos: Achten Sie auf das Auftreten von Blattläusen und sprühen Sie regelmäßig Seifenwasser.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel: „Krankheiten und Parasiten des Himmelsbambus“.
Vermehrung
Eine Aussaat ist durch Kaltstratifikation möglich, jedoch langwierig und unzuverlässig. Sie können den Himmelsbambus leicht durch Abtrennen der Wurzelschösslinge oder durch Stecklinge von halbverholzten oder halb ausgereiften Trieben vermehren.
Durch Abtrennen der Wurzelschösslinge
- Trennen Sie im Frühjahr bei einer kräftigen Pflanze mit einem Spaten die bewurzelten Wurzelschösslinge ab
- Pflanzen Sie sie sofort in einen Topf und stellen Sie diesen bis zum Anwachsen kühl und halbschattig auf
- Achten Sie auf eine ausreichende Bewässerung
- Pflanzen Sie sie im darauffolgenden Herbst ins Freiland
Halbverholzte Stecklinge
- Schneiden Sie im Sommer zwischen Mitte Juli und September 8 bis 10 cm lange Triebe von den unteren Zweigen, deren Basis halb ausgereift, also härter und verholzt ist
- Entfernen Sie die unteren Blätter des Triebs und lassen Sie die oberen stehen
- Tauchen Sie die Basis in Bewurzelungshormone
- Pflanzen Sie die Stecklinge in einen Anzuchttopf mit einer feucht gehaltenen Mischung aus Flusssand und Blumenerde
- Überwintern Sie sie bis zur langsamen Bewurzelung frostgeschützt und unter gespannter Luft
- Lassen Sie die Stecklinge zwei Jahre im Topf, bevor Sie sie ins Freiland pflanzen
Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Wie lässt sich Nandina bzw. Himmelsbambus vermehren?
Himmelsbambus im Garten kombinieren
Mit seinem luftigen und wechselnden Blattwerk spielt der Himmelsbambus auf wunderbare Weise mit Wind und Licht und erweckt im Laufe der Jahreszeiten die etwas tristen Bereiche des Gartens zum Leben. Er ist in einem Garten am Meer besonders wertvoll und da er unempfindlich gegenüber Luftverschmutzung ist, eignet er sich auch hervorragend für städtische Gärten. Er fügt sich in eine gemischte Hecke oder ein Beet mit blühenden Sträuchern ein, in einem Garten ohne Gärtner, vom klassischsten bis zum japanischsten Stil.
In Hecken lässt er sich mit Sträuchern aller Art kombinieren, etwa mit Strauch-Pfingstrosen, Lorbeerrosen und begleitet andere säureliebende Pflanzen wie Kamelien, Alpenrosen, Hortensien und Traubenheiden, deren Silhouette er auflockert.
Nandinas passen sowohl in zeitgenössische Gärten als auch in naturnah gestaltete Gärten und bilden mit Gräsern wie Federborstengras und Stipa tenuifolia wunderschöne Herbstszenen.

Ein Beispiel für eine zeitgenössische Kombination: Pennisetum alocuperoides f. viridescens, Nandina domestica, Stipa tenuifolia.
In einer gemischten, blühenden Hecke kann er mit einem Schönen Sternchenstrauch, einer Sommerspiere mit goldenem Laub, einer Fasanenbeere wie der Leycesteria formosa ‚Purple Rain‘, einem Schneeball oder einem Schmetterlingsstrauch kombiniert werden. Auch mit Strauchrosen sowie der Orangenblume lässt er sich gut ergänzen.
Seine elegante Wuchsform verdient einen Platz zwischen kleineren Pflanzen, die seine Silhouette nicht verdecken. Es gibt viele Gründe, ihm einen Standort vor größeren Sträuchern wie Säckelblumen oder Hartriegeln zu reservieren.
Mehrere Nandina-Sorten lassen sich für eine schöne Wirkung in einer Hecke oder einem Beet miteinander kombinieren.
In einer japanischen Pflanzenkomposition, bei der vor allem mit unterschiedlichen Blattstrukturen gespielt wird, bilden die Fächer-Ahorne und die Pfaffenhütchen mit ihren mahagonifarbenen Tönen sowie die Bambusse einen schönen Kontrast zu den bronzefarben oder purpur getönten Früchten und Blättern des Himmelsbambus.

Ein Beispiel für eine Kombination: Acer pensylvanicum, Nandina domestica ‚Filamentosa‘, Miscanthus sinensis ‚Afrika‘, Picea pungens ‚Glauca Globosa‘
Im Hintergrund eines Beetes gepflanzt, lässt er sich leicht mit Stauden wie Sonnenhut, Wolfsmilch, Crocosmien, Taglilien oder üppigen Sommerblumen wie Dahlien kombinieren. Lampionblumen und Blutweideriche sind ebenfalls gute krautige Partner. Chrysanthemen in leuchtenden Farben und die Sonnenbraut übernehmen anschließend die Hauptrolle im Beet.
Im Herbst harmoniert sein flammendes Laub wunderbar mit dem Katsurabaum (dem Kuchenbaum), den Zaubernüssen, den Perückensträuchern, Essigbäumen, Ebereschen, den Lindera, den sommergrünen Azaleen oder auch der Stephanandra tanakae und den Traubenheiden, deren sehr dekoratives Laub sich ebenso wie seines im Laufe der Jahreszeiten verändert.

Eine Idee für eine Herbstkombination: Nandina domestica ‚Gulf Stream‘, Cercidiphyllum japonicum, Hamamelis intermedia ‚Jelena‘, Cotinus ‚Grace‘, Rhus typhina ‚Tiger Eyes‘.
Sein Fruchtbehang aus dekorativen, farbenfrohen roten Beeren harmoniert gut mit dem der Zwergmispeln oder Zieräpfel, der Berberitzen und der Liebesperlensträucher.
Die Zwergsorten, die im Vordergrund eines Beetes gepflanzt werden, lassen sich wunderbar mit Purpurglöckchen kombinieren.
Pflanzen Sie am Fuß des Strauchs frühe Narzissen und späte Tulpen, um schöne farbenfrohe Überraschungen zu schaffen. Diese Zwiebelpflanzen begleiten den Himmelsbambus vom Beginn des Frühjahrs bis zu seiner Blüte.
Nützliche Ressourcen
Entdecken Sie:
- unsere Sammlung von Himmelsbambus: Die schönsten Nandina-Sorten finden Sie in unserer Baumschule!
- Entdecken Sie auch unsere Beiträge: „Himmelsbambus: Die schönsten Nandina-Sorten für die Topfkultur“ und Nandina domestica: eine sichere Wahl unter den Pflanzen mit dekorativem Laub.
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