Koprosma: Pflanzen und Pflege
Inhaltsverzeichnis
Koprosma in Kürze
- Ein bemerkenswerter, immergrüner Strauch
- Glänzende Blätter in wechselnden Farben verändern sich im Lauf der Jahreszeiten
- Nicht winterhart: in milden Regionen auspflanzen oder im Topf kultivieren
- Ideal für Küstengärten
- Als „Koprosma“ bekannt, bringt sie Licht in Garten oder Terrasse!
Das Wort unserer Expertin
Die Koprosma ist ein kleiner, nicht winterharter, immergrüner Strauch mit Blättern, deren Farbe sich im Lauf der Jahreszeiten verändert. Die glänzenden Blätter brachten dem Strauch den Beinamen „Spiegelpflanze“ ein, da sie das Licht reflektieren. Diese strahlende Schönheit machte Sorten wie Coprosma (x) repens ‚Fire Burst‘, ‚Evening Glow‘ mit mehrfarbigem Laub, ‚Rainbow Surprise‘, Coprosma (x) robusta ‚Pina Colada‘ mit grün-orange panaschiertem Laub und ‚Pacific Sunset‘ mit glänzend rotem Laub bekannt. Fruchtet die Pflanze, schenkt sie Ihnen kleine, dekorative Beeren in Zinnoberorange.
Sie bildet einen kleinen, rundlichen, äußerst glänzenden Strauch, der zu jeder Jahreszeit schön ist. Es gibt sehr kompakte Koprosmen, die in alle Richtungen höchstens 50 cm groß werden – ideal für Steingarten, als Bodendecker oder im Topf. Die größeren Sorten (1,50 m hoch) eignen sich hervorragend für eine immergrüne Hecke.
Der nicht winterharte Strauch (etwa -5 °C) ist sehr trockenheits- und salzluftverträglich und sollte Küstenregionen ohne strenge Fröste vorbehalten bleiben. Anderswo schmückt er als große Kübelpflanze Terrasse oder Balkon und muss im Winter vor Frost geschützt werden. Er bevorzugt arme, sehr gut durchlässige, kalkfreie Böden und benötigt wenig Pflege.
Entdecken Sie diesen Strauch, der Ihrem Garten oder Ihrer Terrasse im Lauf der Jahreszeiten Licht, Originalität und Farbe verleiht!

Coprosma repens (©Forest and Kim Starr)
Botanisch
Steckbrief
- Lateinischer Name Coprosma
- Gebräuchlicher Name Koprosma
- Blüte August bis September
- Höhe 0,50 bis 1,50 m
- Exposition Sonne
- Art des Bodens leicht, gut drainiert
- Winterhärte -3 bis -8 °C
Die Koprosma ist ein kleiner immergrüner Strauch aus der Familie der Rubiaceae, ebenso wie die Gardenie. Die Gattung Coprosma umfasst 90 Arten aus Ozeanien, insbesondere aus Neuseeland, sowie zahlreiche Hybriden, die erst kürzlich auf den europäischen Gartenmarkt gelangt sind. Der Strauch hat eine besonders buschige, aufrechte und kompakte Wuchsform. Innerhalb von 4 bis 5 Jahren bildet er je nach Sorte einen etwa 50 cm bis 1,50 m hohen Busch. In seiner Heimat kann dieser Strauch bis zu 3 m hoch werden.

Coprosma nitida, botanische Tafel um 1840
Die Koprosma zeichnet sich durch glänzendes Laub mit wechselnden, vielfältigen Farben aus, das im Winter erhalten bleibt und den Garten das ganze Jahr über erhellt. Die biegsamen, verzweigten Triebe tragen kleine, gegenständige, ovale bis lanzettliche, ledrige Blätter, die an der Oberseite glänzen und an der Unterseite matt sind. Sie weisen eine hellere Mittelader auf. Die Blattfärbung variiert je nach Kultivar von Hellgrün über Schokoladenbraun mit leuchtend grünen oder rosafarbenen Nuancen bis hin zu Rot, Bronze und Purpur. Einige Sorten haben mehrfarbiges Laub, wie etwa die Coprosma ‚Evening Glow‘. Mit jedem Wechsel der Jahreszeit verändern sich ihre Farben. Im Sommer ist ihr schönes Laub heller, unter dem Einfluss der Kälte wird es dunkler und rötlich. So entsteht ein leuchtender Busch, in dem sich das Licht spiegelt – daher der Beiname „Spiegelpflanze“.
Die Sommerblüte ist unscheinbar. Von August bis September bildet sie Knäuel aus kleinen, weißlich-grünen Röhrenblüten mit hervorstehenden Staubblättern. Die Koprosma ist eine diözische Pflanze, das heißt: Früchte entstehen nur, wenn männliche und weibliche Pflanzen nebeneinander stehen. Ist dies der Fall, folgen auf die Blüten kugelige, zinnoberorange Beeren, die bei Vögeln sehr beliebt sind. Die äußerst dekorativen, scharlachroten Drupen harmonieren mit dem im Herbst oft rötlich gefärbten Laub.

Coprosma kirkii ‚Variegata‘, Coprosma ‚Rainbow Sunrise‘ und rechts die Früchte von Coprosma brunnea
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Pflanzung
Wo Koprosma pflanzen?
Aus seiner neuseeländischen Heimat hat Koprosma eine gewisse Kälteempfindlichkeit und eine Vorliebe für milde Klimazonen bewahrt. Die wenig winterharte Pflanze beginnt bereits bei -3 bis -5 °C zu leiden (kurzzeitig manchmal bis -8 °C in sehr gut drainiertem Boden) und bevorzugt milde Winter. Hybride sind oft widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Kälte. Im Freiland gedeiht Koprosma nur in Küstengärten, die vor starken Frösten geschützt sind. In Regionen mit strengen Wintern kultiviert man die Pflanze während der gesamten warmen Jahreszeit im Topf auf Terrasse oder Balkon, bevor sie zum Überwintern an einen geschützten Ort kommt: in einen kühlen, hellen und wenig oder nicht beheizten Raum.
Nach dem Anwachsen ist Koprosma sehr salzsprühnebel- und trockenheitsverträglich und eignet sich ideal für Küstengärten. Im Süden unseres Landes bevorzugt die Pflanze vollsonnige bis leicht halbschattige Standorte und leichte, sehr gut drainierende, nicht zu trockene bis frische, kalkfreie Böden. Auch nährstoffarme Böden werden toleriert.
Mit seinem je nach Sorte dichtem, farbwechselndem Laub eignet sich Koprosma für Beeteinfassungen, Steingärten, niedrige Hecken sowie den Vordergrund einer geschützten Blüten- oder Mischhecke. Der kompakte Wuchs macht die Pflanze ideal für die Topfkultur.

Koprosma montana (© Forest and Kim Starr)
Wann Koprosma pflanzen?
Koprosma wird am besten im Frühjahr von April bis Mai außerhalb von Frost- und Trockenperioden gepflanzt.
Wie die Spiegelpflanze pflanzen?
Im Freiland
Halten Sie bei größeren Sorten einen Pflanzabstand von 1 bis 1,50 m und bei Zwerg-Koprosma 0,50 bis 0,60 m ein. Die Drainage muss sehr gut sein. Bei wasserhaltendem Boden empfiehlt sich die Pflanzung auf einem Hügelbeet.
- Heben Sie ein Pflanzloch mit dem doppelten Durchmesser des Wurzelballens aus
- Geben Sie bei lehmigem Boden eine 10 cm starke Drainageschicht aus Lava oder Kies auf den Grund des Pflanzlochs
- Mischen Sie Gartenerde mit Torf und etwas Gartensand
- Pflanzen Sie, ohne den Hals mit Erde zu bedecken
- Drücken Sie die Erde an und gießen Sie
- Achten Sie in den ersten beiden Jahren auf eine ausreichende Wasserversorgung
Kultur im Topf
Wählen Sie kompakte Sorten wie ‚Mini Mac‘.
- Geben Sie eine großzügige Drainageschicht aus Kies oder Blähton auf den Boden des Gefäßes
- Pflanzen Sie in eine Mischung aus Lauberde, Moorbeeterde und Flusssand
- Gießen Sie und versorgen Sie die Pflanze regelmäßig mit Wasser
- Stellen Sie den Topf auf eine Terrasse, geschützt vor praller Sonne und starkem Wind
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Koprosma benötigt wenig Pflege und Aufwand. Achten Sie in den ersten Sommern auf ausreichende Wasserversorgung, damit die Pflanze gut anwächst. Ist sie gut eingewachsen, kommt sie in den meisten Regionen im Sommer ohne Bewässerung aus, außer bei längerer Trockenheit. Topfpflanzen haben einen höheren Wasserbedarf; gießen Sie während der gesamten warmen Jahreszeit einmal pro Woche.
In kalten Regionen sollten Sie die Töpfe mit Beginn der ersten Fröste in einen hellen, frostfreien Raum stellen.
Ein Rückschnitt ist nicht unbedingt erforderlich. Er besteht darin, abgestorbene, durch winterliche Kälte geschädigte oder verblühte Triebe zwischen April und August zurückzuschneiden. So bleibt die Pflanze schön buschig und kompakt, außerdem wird die Bildung neuer Triebe angeregt. Schneiden Sie mit einer Gartenschere und gehen Sie stets sparsam vor.

Koprosma repens ‚Marble Queen‘ (© Cultivar 413)
Mögliche Krankheiten und Schädlinge
Koprosma ist robust, kann im Gewächshaus aber von Schildläusen befallen werden. Sprühen Sie Rapsöl auf, um die Schädlinge zu ersticken.
Vermehrung
Sie können Koprosma durch Stecklinge aus halbverholzten Sommertrieben vermehren.
- Schneiden Sie 8–10 cm lange Triebe ab
- Entfernen Sie die unteren Blätter, sodass nur die oberen bleiben
- Stecken Sie die Stecklinge in Anzuchttöpfe mit einer feucht gehaltenen Mischung aus Flusssand und Blumenerde
- Halten Sie sie bis zur Bewurzelung unter gespannter Haube, danach den ganzen Winter frostfrei
- Pflanzen Sie die Stecklinge im Frühjahr ins Freiland oder in einen Topf
Kombinieren
Coprosmen sorgen in jeder Pflanzung für dauerhaft kräftige Farbakzente, je nach Kultivar mehr oder weniger leuchtend. Mit ihrem glänzenden, wechselnden Laub spielen sie eindrucksvoll mit dem Licht und beleben im Lauf der Jahreszeiten etwas triste Gartenbereiche. Besonders wertvoll sind sie im Küstengarten.
Am Rand eines üppigen Beets finden niedrigere Sorten ihren Platz neben einer farbenfrohen Mischung aus Stauden: Sonnenhut, Igelkopf, Salvia greggii ‚Mirage Burgundy‘, Neuseelandflachs, Taglilie oder Dahlie, aufgelockert durch Federgras mit seiner zarten, natürlichen Note. Die kleinen blauen Blüten der Salbei sind passende Begleitpflanzen.
Auffällige Wuchsformen wie ‚Fire Burst‘ lassen sich in ein Beet aus kompakten Sträuchern mit grünem Laub (Lonicera nitida), goldenem Laub (Gold-Dost, Chamaecyparis obtusa ‚Kamarachiba‘, Berberis thunbergii ‚Aurea Nana‘, Mexikanische Orangenblume) oder purpurrotem Laub wie dem der Berberitzen kombinieren.
In niedrigen Hecken lassen sie sich mit Sträuchern aller Art verbinden. Im Herbst harmoniert ihr buntes Laub wunderbar mit Perückensträuchern oder dem Himmelsbambus, mit Fächer-Ahorn und Pfaffenhütchen in mahagonifarbenen Tönen. Sie passen problemlos zu anderen säureliebenden Pflanzen wie Cercidiphyllum japonicum (Katsurabaum).

Coprosma ‚First Burst‘ (© Leonora Enking), Choisya ternata ‚White Dazzler‘, Berberis thunbergii ‚Admiration cov‘ und Chamaecyparis obtusa ‚Karamachiba‘
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