Palmettopalme pflanzen, kultivieren, pflegen

Palmettopalme pflanzen, kultivieren, pflegen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 19. Oktober 2025  durch Alexandra 15 min.

Sabal-Palmettopalmen kurz erklärt

  • Palmettopalmen haben schöne, fächerförmige Blätter
  • Ihre Höhe variiert stark: Zwergformen und Riesen bis 20 m!
  • Bekannt sind die fast stammlosen Zwerg-Palmettopalmen (Sabal minor) und Sabal palmetto
  • Manche Arten sind bis -15 °C winterhart
  • Sie bevorzugen warme Standorte und fruchtbaren, eher frischen, aber drainierenden Boden
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Palmettopalmen: Arten von Zwerg- bis Riesenpalmen. Von winterhart bis frostempfindlich – Tipps zu Standort, Pflanzung und Pflege im Exotengarten.

Botanisch

Steckbrief

  • Gebräuchlicher Name Sabal, Kohlpalme
  • Blüte im Sommer, im Juli und August, bei ausgewachsenen Exemplaren
  • Höhe sehr unterschiedlich, bis 20 m
  • Exposition volle Sonne oder Halbschatten, je nach Sorte
  • Art des Bodens eher nährstoffreich und frisch
  • Winterhärte sehr unterschiedlich, zwischen –3 und –20 °C

Die Sabal-Palmen umfassen 16 Arten prächtiger Fächerpalmen, die in unseren Gärten noch zu selten kultiviert werden. Sie kommen natürlicherweise in Mexiko, im Süden der Vereinigten Staaten, in der Karibik, in Mittelamerika und bis in den Norden Südamerikas vor. Je nach Art wachsen Sabal-Palmen in unterschiedlichen Lebensräumen: Einige gedeihen in feuchten Gebieten, andere auf trockeneren Böden, manchmal sogar auf Dünen. Ebenso wachsen manche Sabal-Palmen im Unterholz, während andere in offenem Gelände, in voller Sonne, vorkommen. Es handelt sich um eine äußerst vielfältige Palmengruppe, was Lebensraum, Winterhärte, Wuchsform und Höhe betrifft.

Sabal-Palmen werden im Garten geschätzt, da einige von ihnen eine ausgezeichnete Winterhärte besitzen (wie Sabal minor, der Temperaturen bis –15 °C, ja sogar bis –20 °C verträgt). Dadurch können sie auch in der Nordhälfte des Landes unter einem relativ kühlen Klima kultiviert werden. Andere sind jedoch deutlich frostempfindlicher, wie Sabal mauritiiformis, der Temperaturen unter –3 °C nicht verträgt.

Botanische Illustration von Sabal mauritiiformis

Sabal mauritiiformis: Botanische Tafel

Wie andere Palmen gehört auch Sabal zur großen botanischen Familie der Arecaceae. Palmen zeichnen sich durch ihren meist solitären, aufrechten Stamm aus, der von einer Krone aus handförmigen (fächerartigen) oder gefiederten (federartigen) Blättern gekrönt wird.

Sabal wurde nach dem Botaniker Michel Adanson benannt. Sein Name scheint ursprünglich auf einen lokalen indianischen Begriff zurückzugehen.

Die Höhe der Sabal-Palmen ist sehr unterschiedlich: Einige werden wirklich groß, wie Sabal mauritiiformis mit bis zu 20 m Höhe, während andere klein bleiben: Sabal minor beispielsweise wird nicht höher als 2 m. Sabal-Palmen wachsen langsam, besonders in den ersten Kulturjahren, sind aber sehr langlebig.

Sabal-Palmen bilden gewöhnlich einen aufrechten Stamm, an dessen Spitze eine Blattkrone sitzt. Sabal etonia und Sabal minor bilden jedoch einen unterirdischen Stamm, der aus dem Boden hervortreten kann, aber nie sehr groß wird. Meist wirken diese Palmen nahezu stängellos und besitzen keinen sichtbaren Stamm.

An der Spitze des Stammes trägt die Krone von Sabal gewöhnlich 15 bis 20 Blätter, manchmal bis zu 30. Die Blätter sind costapalmat: Sie sind handförmig und fächerartig, doch der Blattstiel setzt sich in einer Mittelachse fort. Je nach Art ist diese Mittelachse mehr oder weniger deutlich sichtbar. Die Wedel sind dick, ledrig und gewöhnlich 1 bis 2 m breit. Sie sind tief eingeschnitten und in zahlreiche schmale Segmente geteilt. Die Blätter sind meist grün, manchmal bläulich oder sogar grau (Sabal uresana). Sie sind über einen langen, glatten, nicht dornigen Blattstiel mit dem Stamm verbunden, anders als bei anderen Palmen wie Brahea armata.

Im Allgemeinen bleiben die abgestorbenen Blätter unterhalb der Krone mit den noch lebenden grünen Wedeln am Stamm hängen. Mit der Zeit fallen sie schließlich ab, doch die Blattstielbasen der alten Blätter bleiben am Stamm haften und bilden dort meist ein sehr charakteristisches Kreuzmuster, wie bei Sabal palmetto und Sabal mexicana.

Sabal-Palmen können bereits in jungen Jahren blühen, anders als andere Palmen wie Brahea, die mindestens 30 Jahre warten müssen, bevor sie erstmals blühen. Sabal palmetto kann beispielsweise nach 10 Jahren blühen. Die Blüte von Sabal erscheint anschließend jedes Jahr im Sommer, meist im Juli und August. Die Palme bildet große, verzweigte, rispenartige Blütenstände, die zwischen den Blättern erscheinen. Sie bestehen aus kleinen Blüten mit drei cremeweißen Blütenblättern.

Das Laub der Sabal-Palmen

Ein junger Wedel von Sabal minor und ein Blatt von Sabal palmetto, an dem die den Blattstiel verlängernde Mittelachse gut zu erkennen ist und dem Blatt eine besondere, dreidimensionale Neigung verleiht (Foto Katja Schulz) / der Stamm von Sabal etonia, an dem die Blattstielbasen haften geblieben sind und ein für Sabal-Palmen charakteristisches Kreuzmuster bilden (Foto Ryan Somma)

Sabal-Palmen sind monözisch (jedes Exemplar ist gleichzeitig männlich und weiblich). Ihre Blüten sind zwittrig, da sie sowohl Staubblätter als auch Stempel tragen. Ein einziges Exemplar genügt daher, um keimfähige Samen hervorzubringen.

Sabal bildet kugelige Früchte (Drupe), mit etwa 1 cm Durchmesser, die zunächst grün sind und bei Reife schwarz werden. Jede Frucht enthält 1 bis 3 Samen. Sie können geerntet und ausgesät werden.

Die Wedel der Sabal-Palmen wurden in Amerika traditionell für Dächer aus Stroh, Hüte, Körbe und Seile verwendet. Die relativ verrottungs- und insektenbeständigen Stämme werden manchmal als Pfosten oder Pfähle für Bauwerke genutzt. Die Beeren besitzen medizinische Eigenschaften.

Blüten und Früchte von Sabal

Die Blüte von Sabal bermudana, eine Detailaufnahme der Blüte von Sabal minor und die Früchte von Sabal bermudana (Fotos: Malcolm Manners / ikenaikoto / Emőke Dénes)

Die wichtigsten Palmettopalmen-Sorten

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Weitere Sorten zum Entdecken
Sabal palmetto - Gewöhnliche Palmettopalme

Sabal palmetto - Gewöhnliche Palmettopalme

Die als Florida-Kohlpalme bekannte Sabal palmetto wird deutlich größer als die Zwerg-Palmettopalme und bildet einen echten Stamm, auf dem die alten Blattstiele ein Kreuzmuster hinterlassen.
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 8 m
Sabal minor - Zwerg-Pamelopalme

Sabal minor - Zwerg-Pamelopalme

Diese Zwergpalme wächst an einem sehr kurzen, teilweise unterirdischen Stamm. Sie bildet steife, grüne, manchmal leicht bläuliche Fächerblätter. Sie ist die winterhärteste Sabal-Art. Sie gedeiht in voller Sonne, aber auch im Halbschatten.
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 2 m
Sabal etonia - Etonia-Palmettopalme

Sabal etonia - Etonia-Palmettopalme

Sabal etonia ist eine aus Florida stammende Zwergpalme. Sie wächst langsam und trägt mittelgrüne Fächerblätter, deren Blattstiel scheinbar aus dem Boden wächst. Sie ist leicht zu kultivieren und anspruchslos, da sie auch mit mageren, trockenen Böden zurechtkommt.
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 2,50 m

 

Sabal uresana - Uresana-Palmettopalme

Sabal uresana - Uresana-Palmettopalme

Sabal uresana ist eine große mexikanische Palme mit attraktiven blaugrünen Blättern. Sie ist winterhart und verträgt bis zu –10 °C. Die sehr widerstandsfähige Palme kommt ebenso mit Kälte wie mit Trockenheit und Wind zurecht.
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 15 m
Sabal causarium - Palmettopalme

Sabal causarium - Palmettopalme

Die als Mauritius-Palmettopalme bekannte Art wächst besonders schnell. Sie hat eine sehr schlanke Wuchsform mit langem, geradem Stamm und einem Kranz mittelgrüner Fächerblätter. Diese bestehen aus zahlreichen zerzaust wirkenden Segmenten.
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 10 m
Sabal bermudana - Bermuda-Palmettopalme

Sabal bermudana - Bermuda-Palmettopalme

Diese imposante, große Palme trägt steife, leicht bläuliche Blätter. Sie ist recht winterhart und verträgt Temperaturen bis –10 bis –12 °C.
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 8 m

 

Sabal mexicana - Mexikanische Palmettopalme

Sabal mexicana - Mexikanische Palmettopalme

Diese Palme bildet einen gedrungenen Stamm mit Kreuzmustern aus den Blattstielen älterer Blätter. Oben trägt sie einen Kranz großer, hellgrüner bis bläulicher Fächerblätter. Sie verträgt Temperaturen bis –10 °C.
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 10 m
Sabal mauritiiformis - Mauritius-Palmettopalme

Sabal mauritiiformis - Mauritius-Palmettopalme

Diese Palme wächst recht schnell und bildet einen schlanken, sehr hohen Stamm. An seiner Spitze sitzt ein üppiger Kranz riesiger Fächerblätter mit feinen, herabhängenden Segmenten. Sie ist frostempfindlich, nicht winterhart und gedeiht im Halbschatten.
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 18 m

Bei der Wahl Ihrer Sabal sollten Sie die Winterhärte beachten! Die Zwerg-Palmettopalme ist am widerstandsfähigsten und verträgt bis zu –15 °C. Sabal etonia, Sabal mexicana, Sabal palmetto, Sabal uresana und Sabal bermudana vertragen –10 °C.

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Pflanzung

Wo pflanzen?

Wenn Sie ihn ins Freiland pflanzen, wählen Sie eine Sabal-Art, die zu Ihrem Klima passt. Die Sabal mauritiiformis beispielsweise eignet sich nur für besonders milde Regionen wie die Mittelmeerküste, wo nur sehr selten Frost auftritt. Im Norden Frankreichs wählt man besser die Sabal minor, die deutlich frosthärter ist.

Wir empfehlen, die Sabal in voller Sonne an einem vor kalten Winden geschützten Standort zu pflanzen. Sie wächst besser und schneller, wenn sie viel Wärme erhält. Auch die Sabal minor und die Sabal mauritiiformis vertragen halbschattige Standorte. Sabal-Palmen bevorzugen fruchtbare, lockere, humusreiche und relativ frische Böden, was ein optimales Wachstum gewährleistet. Sie vertragen auch trockene Böden, wachsen dann jedoch langsamer.

Sie können die Sabal auch in einem großen Topf kultivieren. Wählen Sie in diesem Fall kleinere Arten, zum Beispiel die Sabal minor oder die Sabal etonia, die nicht höher als 2 m werden.

Wann pflanzen?

Pflanzen Sie die Sabal im Frühjahr, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.

Wie pflanzen?

Im Freiland:

  1. Heben Sie ein großes Pflanzloch aus, das zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen ist.
  2. Geben Sie gut verrotteten Kompost und etwas groben Sand hinzu und mischen Sie beides mit der Erde.
  3. Setzen Sie die Sabal in die Mitte. Achten Sie darauf, dass ihr Stamm gerade steht und der Hals nicht mit Erde bedeckt wird (die Stammbasis muss sich auf Höhe des Bodens oder etwas darüber befinden).
  4. Füllen Sie das Loch mit Substrat auf.
  5. Gießen Sie reichlich.
  6. Sie können rund um den Stamm eine Gießmulde anlegen, um das spätere Gießen zu erleichtern.

Gießen Sie im Sommer nach der Pflanzung regelmäßig weiter.

Im Topf:

  1. Wählen Sie einen großen Topf. Er muss Abzugslöcher haben, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann.
  2. Füllen Sie zunächst eine Drainageschicht ein, zum Beispiel aus Kies oder Blähton.
  3. Geben Sie anschließend ein durchlässiges Substrat hinein, zum Beispiel aus Blumenerde und grobem Sand.
  4. Pflanzen Sie die Sabal in die Mitte des Topfes.
  5. Füllen Sie den Topf rundherum mit weiterem Substrat auf.
  6. Drücken Sie die Erde vorsichtig an.
  7. Gießen Sie.
  8. Stellen Sie die Palme bei Frostgefahr an einen hellen, geschützten Ort oder bei geeigneten Temperaturen ins Freie an einen sonnigen Standort, zum Beispiel auf Ihre Terrasse.
Sabal-Palme

Sabal palmetto (Foto: Katja Schulz)

Pflege

Im Freiland

Gießen Sie die Sabal im Sommer regelmäßig (besonders in den ersten drei Jahren), denn diese Palme braucht Wärme und Wasser für ein gutes Wachstum. Bei Trockenheit wächst sie deutlich langsamer. Sie braucht mehrere Jahre, um sich gut zu etablieren, und in dieser Zeit regelmäßige Pflege und Bewässerung. Später benötigt die Sabal nur noch wenig Aufmerksamkeit.

Geben Sie jedes Jahr etwas gut verrotteten Kompost rund um die Sabal und arbeiten Sie ihn durch leichtes Auflockern oberflächlich in den Boden ein. Sie können den Fuß der Sabal auch mit organischem Mulch bedecken, damit der Boden länger feucht und kühl bleibt.

Wenn die alten, unteren Wedel vertrocknen, können Sie sie zurückschneiden. Schneiden Sie dazu den Blattstiel einige Zentimeter vom Stamm entfernt ab.

Auch wenn die im Freiland kultivierte Sabal winterhart ist, wie etwa Sabal minor, empfehlen wir, sie in den ersten Wintern zu schützen. Als ausgewachsene Pflanze wird sie kälteresistenter.

Entdecken Sie unsere Tipps zum Schutz von Palmen im Winter.

Im Topf

Wenn Sie die Palme im Topf kultivieren, sollten Sie sie im Frühjahr und Sommer mindestens einmal pro Woche gießen, bei trockenem Substrat auch häufiger. Achten Sie jedoch darauf, dass kein Wasser im Untersetzer stehen bleibt. Während der Wachstumszeit freut sie sich außerdem über ein- bis zweimal monatlich verabreichten Flüssigdünger. Verdünnen Sie ihn ausreichend, da eine zu konzentrierte Lösung die Wurzeln schädigen kann. Im Winter reduzieren Sie das Gießen und stellen das Düngen ein.

Topfen Sie die Palme von Zeit zu Zeit um, mindestens alle drei Jahre. In den Jahren ohne Umtopfen empfehlen wir, die oberste Substratschicht zu erneuern: Entfernen Sie die oberen Zentimeter und ersetzen Sie sie durch frische Blumenerde.

Ist Ihre Sabal wenig winterhart oder leben Sie in einer eher kühlen Region, holen Sie sie im Herbst ins Haus, bevor die ersten Fröste einsetzen. Stellen Sie sie in einen hellen Wintergarten oder ein Gewächshaus, frostfrei, aber eher kühl. Vermeiden Sie einen Platz in Haus oder Wohnung, da die Temperaturen dort zu hoch sein können. Auch wenn sie vor Frost geschützt werden muss, braucht die Palme im Winter eine Ruhezeit bei etwas kühleren Temperaturen.

Wenn Sie sie im Herbst hereinholen und im Frühjahr wieder auf Ihre Terrasse stellen, vermeiden Sie abrupte Temperatur- und Lichtwechsel! Gewöhnen Sie sie schrittweise daran: Stellen Sie sie im Frühjahr zunächst für einige Zeit an einen halbschattigen Platz im Freien, bevor Sie sie in die Sonne stellen.

Krankheiten und Parasiten

Im Haus wird die Palmettopalme manchmal von Spinnmilben befallen. Es handelt sich um winzige Schädlinge, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Sie stechen Blätter oder Blattstiele an und ernähren sich vom Pflanzensaft. Bei einem Befall sind kleine Gespinste an der Palme zu beobachten. Um sie zu beseitigen, besprühen Sie am besten das Laub, da Spinnmilben Feuchtigkeit meiden und sich in trockener Luft stark vermehren.

Achten Sie auch auf Schildläuse (Wollläuse oder Deckelschildläuse). Wie Spinnmilben siedeln sich diese Schädlinge an der Palme an, stechen das Pflanzengewebe an und saugen Pflanzensaft, wodurch die Pflanze geschwächt wird. Zunächst können Sie die Läuse von Hand entfernen, sobald Sie sie entdecken. Bei stärkerem Befall empfehlen wir jedoch eine Behandlung mit einem Mittel gegen Schildläuse. Mischen Sie beispielsweise in einem Liter Wasser je einen Teelöffel Schmierseife, Brennspiritus und Rapsöl. Sprühen Sie diese Lösung anschließend auf das Laub der befallenen Palmettopalme.

Im Freien kann die Palmettopalme vom Paysandisia archon oder vom Roten Palmenrüssler befallen werden. Diese beiden Schädlinge treten vor allem im Süden Frankreichs auf und verursachen große Schäden an Palmen. Zu den Symptomen gehören durchlöcherte Wedel (waagerecht angeordnete Löcher), ein Absinken des Kranzes oder das vorzeitige Abfallen der Wedel. In unseren Ratgebern erfahren Sie alles über diese Schädlinge, wie Sie sie erkennen und Ihre Palmen behandeln können:

Vermehrung

Aussaat

Die Samen der Palmettopalme können geerntet und ausgesät werden. Reinigen Sie sie gründlich, um das Fruchtfleisch rund um den Samen zu entfernen.

Die Aussaat erfolgt im Frühjahr.

  1. Weichen Sie die Samen zunächst zwei bis drei Tage in Wasser ein und wechseln Sie das Wasser zweimal täglich.
  2. Bereiten Sie anschließend Töpfe mit einem drainierenden Substrat vor, zum Beispiel einer Mischung aus Blumenerde und Sand oder spezieller Aussaaterde.
  3. Legen Sie die Samen auf das Substrat.
  4. Bedecken Sie sie mit 1 bis 2 cm Blumenerde.
  5. Drücken Sie die Erde vorsichtig an.
  6. Gießen Sie.
  7. Stellen Sie die Töpfe an einen hellen, vor direkter Sonne geschützten Platz bei 20 bis 30 °C. Ideal sind tagsüber höhere Temperaturen (25 bis 30 °C) und nachts kühlere Temperaturen (20–25 °C). Sie können auch ein Mini-Gewächshaus verwenden, um die Töpfe warm und feucht zu halten. Lüften Sie es in diesem Fall regelmäßig.

Achten Sie darauf, dass das Substrat bis zur Keimung leicht feucht bleibt.

Palmettopalmen können sehr lange bis zur Keimung brauchen: Vielleicht zeigen sich nach einigen Monaten erste Entwicklungen, es kann aber auch bis zu einem Jahr dauern, bis sie zu wachsen beginnen. Haben Sie Geduld! Auch diese Palmen wachsen langsam, besonders in den ersten fünf bis zehn Jahren.

Association

Mit seinen großen, dekorativen Fächerblättern wird der Palmettopalmfarn Sabal schnell zum Blickfang in einem exotischen Garten! Schaffen Sie eine üppige Szenerie, indem Sie ihn mit dem großzügigen Laub von Tetrapanax, Japanischen Faserbananen (Musa basjoo), Fatsia japonica, Datisca cannabina, Gunnera manicata, Cycas … kombiniert. Um den „Dschungel“-Effekt zu verstärken, setzen Sie einige Kletterpflanzen ein, die als Lianen dienen und an den Stämmen der Palmen oder am Laub der Sträucher emporranken können. Wählen Sie zum Beispiel Akebia quinata, die Amerikanische Klettertrompete oder die Passionsblume. Auch Farne lassen sich integrieren, etwa der prachtvolle Blechnum novae-zelandiae und Baumfarne wie Dicksonia antarctica. Denken Sie auch an Bambus, der eine schöne Kulisse für diese exotische Szenerie bildet. Vergessen Sie nicht die dekorativen Palmlilien, Cordylinen und Neuseelandflachse sowie Gräser wie Hakonechloa macra.

All diese Pflanzen schaffen einen prachtvollen, von üppigem Laub geprägten Pflanzrahmen. Setzen Sie kleine Farbakzente mit der Blüte von Montbretien, Fackellilien, Schmucklilien, Schmetterlingsingwer und Wandelröschen. Bevorzugen Sie warme, leuchtende Farben wie Rot, Orange und Gelb, die besonders exotisch wirken. Entdecken Sie auch die prachtvolle Strelitzia reginae, die auch Paradiesvogelblume genannt wird. Diese Gestaltung eignet sich beispielsweise wunderbar am Rand eines Pools und verleiht Ihrem Garten echtes Urlaubs- und Exotikflair!

Da Sabal frische, nährstoffreiche Böden bevorzugt, sollte er nicht in einem Steingarten oder einem trockenen, ariden Exotikgarten gepflanzt werden. Für solche Standorte eignen sich andere Palmen, die trockene, magere Böden schätzen, etwa die Hesperidenpalme. Wählen Sie für Sabal besser eine frischere, üppige Gestaltung!

Im Halbschatten können Sie Sabal minor mit der Nadelpalme Rhapidophyllum hystrix oder der Trachycarpus fortunei kombinieren. Wie Sabal kommen auch diese Palmen sehr gut mit schattigen Standorten zurecht.

Inspiration für die Gestaltung eines exotischen Gartens mit Sabal

Gestalten Sie einen Dschungelgarten mit Kniphofia ‚Fiery Fred‘, Sabal mexicana (Foto: Whitney Cranshaw), Crocosmia ‚Carmin Brilliant‘, Cycas revoluta, Hedychium spicatum (Foto: peganum) und Tetrapanax papyrifera ‚Rex‘

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